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  1. Inaktiver User

    Fantasy für Anfänger

    Seit Jahren umkreise ich das Thema "Fantasy", als Jugendliche habe ich sehr gerne Hohlbein, Die unendliche Geschichte, Die Neben von Avalon, Stein und Flöte (Hans Bemmann) gelesen.
    Die heutige Fantasy ist komplett anders. Und ich weiß, der Wald ist groß. Es gibt mittlerweile unglaublich viele Fantasyrichtungen. Hier gibt es einige Fantasy-Fans und ich würde mich über Tipps freuen.

    Bitte nicht Richtung SF und keine Urban Fantasy, die gerne mal leicht erotisch angehaucht ist, witzig braucht es auch nicht zu sein, keine Zukunftsvisionen, und an Vampire glaube ich auch nicht.
    Eher fantasievoll, märchenhaft, der Kampf von x gegen das Böse, verschiedenen Welten. Ich denke, die Richtung, die ich früher gelesen habe, könnte es auch jetzt, etliche Jahre später sein.

    George R R Martin würde ich jetzt erst einmal ausschließen.

    Vielen Dank, suzie

  2. Inaktiver User

    AW: Fantasy für Anfänger

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    (...) Hier gibt es einige Fantasy-Fans und ich würde mich über Tipps freuen.
    (...)

    Vielen Dank, suzie
    Witzig, das habe ich wohl falsch eingeschätzt. Kein Problem, mache ich mich im Internet schlau.

  3. Moderation

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    AW: Fantasy für Anfänger

    Hey, ist ist Sonntag, manche Leute waren unterwegs -- oder haben auf dem Sofa gesessen und gelesen.

    Das erste, was mir nach deiner Beschreibung einfällt:

    Katherine Addison: The Goblin Emperor (2010er)
    Der jüngste und in der Verbannung aufgewachsene Sohn des Elfenkaisers, mütterlicherseits Kobold, findet sich nach einem Zeppelinunglück auf dem Thron des Reiches wieder, und versucht angestrengt, den Kopf über Wasser zu halten. Es total liebes Buch, sozusagen der Anti-George-Martin: Guter Wille, Bedachtsamkeit, und Intelligenz führen zum Erfolg.

    Lois McMaster Bujold: The Curse of Chalion. (2000er) Inspiriert von Spanien zur Zeit von Isabella von Kastilien, aber wesentlich verfremdet vor allem in Sachen Religion. Liest sich streckenweise wie ein historischer Roman aus einer anderen Welt.

    Fantasy im klassischen Stil, z.T. aber schon älter:

    Steven Brust (1990er): The Phoenix Guards.
    Die "Drei Musketiere" in Fantasy. Brust behauptet, die Welt, auf der das spielt, sei eine Science Fiction-Welt, aber man muß schon ein erfahrener alter Genre-Hase zu sein um zu sehen, was er meint.

    Patricia McKillip: Erdzauber (1970er)
    Das ist in der deutschen Übersetzung möglicherweise schöner als im Original. Im "look and feel" Anklang an walisische Sagen. Etwas märchenhaft. Eine klassische Queste mit untergegangenen Kulturen göttergleicher Wesen, verschwundenen mächtigen Zauberern, und einem Helden, der nicht anders kann als die Rätsel der Vergangenheit zu lösen, auch wenn sie ihn umbringen...

    Richard Adams: Watership Down. (1970er)
    Spielt in unserer Welt. Na und? Es ist ein archaisches Heldenepos im England der 1970er. Mit Kanninchen.

    Gillan Bradshaw: Der Falke des Lichts (2 Folgebände) (1980er)
    Die beste Artus-Bearbeitung, mMn. Das erste Mal, daß das ganze Getue für mich Sinn ergab. Tolles nachrömisches Britannien.

    Jo Walton: The King's Peace/The King's Name (2000er)
    Verfremdete Artussage in einer Alternativwelt, wo aller richtig gelaufen ist, erzählt von einer Kriegerin der Tafelrunde.

    Barbara Hambly: Time of the Dark (1970er)
    Eine Studentin und ein Rocker fallen in eine Fantasy-Welt, die gerade von Klimawandel, menschenfressenden Schattenungeheuern und einer parodistische dusslig-machtgierigen Kirche (es waren die 70er...) bedroht wird.

    Mercedes Lackey: Oathbound/Oathbreakers/Oathblood/By the Sword (1980/90er)
    Sword & Sorcery: Drei Bände lang gehen eine Magierin und eine Geweihte der Schwertgöttin (so etwa) auf Abenteuer und werden durch ein Geas gewzungen, jeder Frau zu helfen, die im Schlamassel sitzt. Der vierte Band handelt von der Enkelin der Magierin, die sich als Söldnerin durchschlägt. Etwas juvenil und simpel, aber nett und unterhaltsam.

    Robin McKinley: The Hero and the Crown (1980er)
    Im Königreich Damar sind Drachen Ungeziefer, und sie zu jagen ist keine respektable Tätigkeit, aber wenn man eine Prinzessin ist, von der das ganze Königreich enttäuscht ist, kann man so zumindest was nützliches tun... bis der Urvater aller Drachen vor der Tür steht. Ist ein Jugendbuch und wird deswegen gegen Ende etwas komisch und psychedelisch, aber ist trotzdem gut.

    Brandon Sanderson: The Emperor's Soul (2010er)
    Shai ist eine Fälscherin: Sie erfindet die Geschichte von Gegenständen, um sie zu etwas anderem zu machen. Jetzt soll sie dem ermordeten Kaiser ein neues Leben zurechtfälschen. Und wie immer sie das macht, es wird sie in Teufels Küche bringen. Kurz, klug und elegant.

    Amanda Downum: The Drowning City (2000er)
    Isyllt ist Agentin des nördlichen Königreiches und ihr Job ist es, in den Provinzen des Nachbarreiches Unfrieden zu stiften, damit der Herr Nachbar was besseres zu tun hat, als seine Armeen nach Norden zu schicken. Komplexe Geschichte mit Intrigen, Hexerei und Spriti Loci.

    Ellen Kushner: Swordspoint (1980er)
    Liebe, Intrige und Duelle, messerscharfe Charakterisierungen und pointierte Dialoge in einer Ein Urban Fantasy ohne Magie oder nichtmenschliche Wesen in einer namenlosen Stadt, die London oder Paris im 17. Jahrhundert sein könnte. Mit Schokolade.

    Terry Pratchett sollte man nicht unterschätzen. Ich würde von den ersten beiden und den letzten vier oder fünf Discworld-Büchern die Finger lassen, dazwischen ist das meiste gut, aber nicht jedes gefällt jedem. Ich mag die "Stadtwachen"-Bücher (Kirmis in Ankh-Morpok, einer Stadt wie London im 19. Jahrhundert. Auf Crack) und die "Tiffany Aching" Bücher (Mädchen vom Lande lernt, eine Hexe zu werden.)

    Den Herrn der Ringe hast du entweder gelesen oder hast Gründe, es nicht zu tun, nehme ich an? Wenn du ihn doch lesen willst, versuche, die Carroux-Übersetzung zu kriegen.

    Warum nicht Martin? Warum nicht Urban Fantasy? Ich habe noch ein paar Empfehlungen, aber ob du die mögen wirst, hängt davon ab, was du an "A Song of Ice and Fire" bzw Urban Fantasy nicht magst. Darunter sind viele neuere Sachen. Und, hm, nicht an Vampire zu glauben ist kein Grund, z.B. "Brennen muß Salem" oder "The Vampire Lestat" oder "The Rhesus Chart" oder "Those Who Hunt the Night" nicht lesen zu können... ich denke nicht, daß du an Drachen oder Hexen oder oder sprechende Pferde oder verfluchte Artefakte glaubst, und in der Fantasy wimmelt's von denen.

    Generell ist heutige Fantasy mMn diverser und sieht fremde Kulturen und andere Lebensweisen eher faktisch und gleichwertig als exotisierend und kolonial. Die feministischen Aspekte sind vorhanden, aber nicht so dick aufgetragen wie vor 40 Jahren. Sie tendiert aber auch zu einem überrealistischen "Blut, Matsch, Mord, und alles Scheiße" und zu zu vielen Seiten. Urban Fantasy, die Mischung von Genreelementen (z.B. im Steampunk), und Verfremdung bekannter Vorlagen sind sehr starke Strömungen .
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  4. Moderation

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    AW: Fantasy für Anfänger

    Ach ja, da ich nicht weiß, ob du Deutsch oder Englisch liest (und das alles Bücher englischsprachiger Autoren sind), habe ich alles unter dem Titel benannt, unter dem es bei mir im Regal steht. Übersetzung auf Anfrage ;-)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  5. Inaktiver User

    AW: Fantasy für Anfänger

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Seit Jahren umkreise ich das Thema "Fantasy", als Jugendliche habe ich sehr gerne Hohlbein, Die unendliche Geschichte, Die Neben von Avalon, Stein und Flöte (Hans Bemmann) gelesen.
    Die heutige Fantasy ist komplett anders. Und ich weiß, der Wald ist groß. Es gibt mittlerweile unglaublich viele Fantasyrichtungen. Hier gibt es einige Fantasy-Fans und ich würde mich über Tipps freuen.
    ich lese fantasy - aber nur wenige ganz... *gg* - tolkiens herr der ringe z.b. hab ich aufgegeben - ich kam einfach nicht rein in die geschichte, markus heitz ist mir zu trashig irgendwie, die ganze vampir-werwolf-erotik fantasy geht auch so überhaupt nicht an mich.
    ich mochte einige bücher aus der scheibenwelt-reihe von pratchett sehr gerne. kennst du sicher, ist eher was zum lachen.
    www. pratchett - buecher . de (ohne die leerzeichen)

    die osten ard-reihe von tad williams war so die erste "echte" fantasy, die mich gepackt hat - allerdings auch erst im zweiten anlauf... ich musste mich erst daran gewöhnen, dass in fanatsy-reihen gerne mal über mindest die ersten 100 seiten personal und setting eingeführt werden muss und nicht so wirklich viel passiert.
    meine liebsten fantasy-bücher sind allerdings die ersten beiden bände von patrick rothfuss' köngismörder chronik:
    der name des windes und die furcht des weisen (auf deutsch in zwei ausgaben aufgeteilt). da warte ich allerdings seit einigen jahren sehnsüchtig auf den dritten band.
    mehr infos zu osten ard oder die königsmörder-chronik findest du unter www. phantastik-couch .de oder auf der homepage von klett-cotta.
    Geändert von Inaktiver User (01.05.2016 um 23:31 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Fantasy für Anfänger

    Wildwusel und Cat: Danke für eure Tipps. Ich lese sie mir in Ruhe durch und werde ein wenig dazu stöbern.

  7. Inaktiver User

    AW: Fantasy für Anfänger

    ach - neil gaiman! ist jetzt nicht wirklich reinste fantasy, geht aber in die fantastische, leicht gruslige richtung.
    spielt in einigen seiner bücher mit verschiedenen mythen, göttern... immer ein wenig abgründig aber mit witz.
    ein "einsteigerbuch" von ihm wäre z.b. stardust bzw. sternwanderer. erinnert ein weing an ein märchen.
    es gibt auch ein buch, dass er mit pratchett verfasst hat - good omens. dadurch bin ich auf ihn überhaupt erst gestoßen, hab dann die sandman-comics von ihm gelesen, die auch ein großes vergnügen sind und mich dann an seine anderen bücher gemacht. das erste, das ich dann las war niemalsland - ein mann, der, nachdem er einem eigenartigen mädchen hilft, plötzlich für seine umwelt nicht mehr existiert, steigt in den londonder untergrund in der hoffnung dort hilfe zu finden und muss dort einige abenteuer bestehen.

  8. Moderation

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    AW: Fantasy für Anfänger

    Neil Gaiman würde ich wärmstens empfehlen: Good Omens, Neverwhere, American Gods, The Graveyard Book -- aber das fällt alles unter Urban Fantasy.

    "Stardust" hatte ich glatt vergessen, weil ich es in der Ausgabe von DC habe und es deswegen bei den Comics steht.

    Gaiman war der erste (und letzte, danach wurden m.W. die Regeln geändert) Autor, der einen World Fantasy Award für einen Comic (Sandman #19, "A Midsummer Nights' Dream", gezeichnet von Charles Vess) bekommen hat.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  9. Inaktiver User

    AW: Fantasy für Anfänger

    Hallo Suzie,

    einiges, was Du mochtest, hat mich auch als Jugendliche gefesselt, davon ausgehend als Ideen:

    Das Schwert der Wahrheit/ Legend of the Seeker
    Eine wunderbar dicke Buchreihe, habe ich mir mal selbst geschenkt.


    Gut gefallen hat mir vieles von Trudi Canarvan,
    allgemein mag ich es, wenn ich in Geschichten eintauchen kann und den Charakteren lange treu bleiben kann.

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    AW: Fantasy für Anfänger

    Was ich auch sehr mag, sind die klassischen Sagas von David Eddings.
    Einmal die Belgariad-Saga um den Jungen Garion und das Auge Aldurs.
    Und dann die Geschichten um Sperber (fäng an mit Der Thron im Diamant").

    Wobei die nicht mehr so ganz neu sind...
    *lost in the woods*

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