Hallo,
eine Freundin von mir hat 1. demnächst Geburtstag und fährt 2. diesen Sommer nach Kanada, daher wollte ich ihr (total originell) gern einen Schmöker zur Reise schenken. Leider finde ich online dazu nur eher dürftige Tips (Kathy Reichs, nee dankeschön). Sie liest zwar gern Krimis, aber eben nicht unbedingt Serienfutter oder allzu Brachiales; außerdem mag sie Liebesromane, Familiendynastiesachen und all das. Supertoll wäre natürlich, wenn das Buch auch noch in Montreal spielen würde...
Hat jemand einen heißen Tip für mich?
Vielen Dank!!!![]()
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Ergebnis 1 bis 10 von 10
Thema: Kanada-Bücher?
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27.06.2015, 13:47
Kanada-Bücher?
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27.06.2015, 14:21Inaktiver User
AW: Kanada-Bücher?
Spontan fallen mir nur Alice Munro und Margaret Atwood ein.
Für Krimis: Louise Penny.
In Montreal spielt "Ein Herzschlag bis zur Ewigkeit" von Trevanian, auch ein Krimi.
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27.06.2015, 14:55
AW: Kanada-Bücher?
Hi caplin,
mit Alice Munro und Margaret Atwood, den beiden großen alten Damen der Kanadischen Literatur kannst Du nicht falsch liegen. Alice Munro ist die nobilitierte Großmeistern der Kurzgeschichte, und beim Reisen lese ich manchmal nur einige Seiten und muss das Buch dann zur Seite legen, denn es gibt so viel Anderes zu entdecken.
Ich kenne sehr viele Bücher, die gerade in Montreal spielen, aber keins davon ist übersetzt. Sollte jedoch Deine Bekannte Französisch oder Englisch lesen, dann könnte ich nochmals in meine Schatzkiste greifen.
Mir fallen sonst nur der Erstling von Leonard Cohen "Das Lieblingsspiel" ein (spielt in Montreal, aber auch in New York) und ein sehr schöner, amüsanter Roman von Nicolas Dickner "Nikolski" (spielt auch nur teilweise in Montreal, sehr geistreich geschrieben und springt aus der Reihe, und es geht um eine lange Familiengeschichte).Fluctuat nec mergitur.
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27.06.2015, 15:33
AW: Kanada-Bücher?
Schnee, der auf Zedern fällt von David Guterson. Spielt allerdings an der Westküste.
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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27.06.2015, 15:57
AW: Kanada-Bücher?
Jetzt ist mir doch noch ein Autor eingefallen, dessen Bücher in Montreal spielen und der mehrfach ins Deutsche übersetzt wurde: Mordecai Richler. Er passt genau auf die Locations auf, da stimmt alles in den Straßen die Geschäfte, die Cafés, wie es zur Zeit in der sein Roman spielt, auch ist.
In der Hinsicht besonders gelungen ist "Die Lehrjahre des Duddy Kravitz", wo Richter einen Stadtgang durch Montreal beschreibt, insb. das Viertel um rue Saint-Urbain.Fluctuat nec mergitur.
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27.06.2015, 21:26
AW: Kanada-Bücher?
Atwood auf jeden Fall, allerdings gucken, daß die Bücher auch in Kanada spielen. Nicht "Der Report der Magd", das ist mehr US-Amerikanisch mMn. "Cat's Eye" hat mich mit dem Sinn für den Ort und die Zeit beeindruckt.
Charles de Lint für lokal inspirierte Urban Fantasy.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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28.06.2015, 15:11Inaktiver User
AW: Kanada-Bücher?
Der Chocolatier von Philibert Schogt.
Spielt in Toronto. Die Inhaltsangaben online lesen sich leider viel trockener und langweiliger, als das Buch wirklich ist. Geht so ein bisschen in Richtung Familienhistorie (weniger Dynastie) mit vielen Rückblenden, wie der Protagonist Chocolatier geworden ist und wie es ihn nach Kanada verschlagen hat.
Ich bekomme glatt Lust, es nochmal zu lesen.
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28.06.2015, 15:36
AW: Kanada-Bücher?
Von Alice Munro gefiel mir nur eine Geschichte so richtig, die verfilmt wurde. Margaret Atwood und Louise Penny sagen mir auch nicht zu. Zumindest diese Bücher, die ich angefangen hatte.
Joan Barfoot fand ich lesenswert.
Die Frau in der Hecke
Vom Fliegen und anderen Dingen
Eine Hütte für mich (habe ich gerade neben mir liegen)
Nachtradio von Elizabeth Hay = großartig
amazon: Ein Mann verliebt sich in eine Stimme aus dem Radio. Damit beginnt die Geschichte, die in Yellowknife im hohen Norden Kanadas der siebziger Jahre spielt. Wer hier lebt, ist gescheitert oder fürchtet zu versagen, flieht vor Liebeskummer oder hat ein Geheimnis zu verbergen. In dem kleinen Radiosender des abgelegenen Ortes kommt es zu Anziehung und Rivalität, Freundschaft und Verrat. Ein Hörspiel über eine gescheiterte Expedition setzt die Ereignisse des Sommers in Gang: Auf den Spuren eines historischen Entdeckers paddeln vier Freunde aus dem Sender mit dem Kanu durch die Wildnis. Die Balance der Beziehungen gerät dabei ebenso ins Kippen wie die Machtverhältnisse im Norden: Gegen das Bauvorhaben einer gigantischen Pipeline mobilisiert ein Richter, der erstmals in der Geschichte Kanadas auch die Ureinwohner in einer Anhörung zu Wort kommen und von ihrer Lebenswelt erzählen lässt, mutigen Widerstand. Nachtradio beschwört mit unsentimentaler Direktheit die Schönheit der bedrohten Wildnis und die Verletzlichkeit ihrer Bewohner.
Die John Cardinal-Krimis von Giles Blunt
sind immer wieder lesenwert.
Unschuldslämmer war jetzt nicht so nach meinem Geschmack.
Kim Thuy - Der Klang der Fremde - war ok, aber nochmals würd ich es nicht lesen.
(DieZeit) Mit diesem "geradezu grazilen Roman" hat die kanadisch-vietnamesische Autorin Kim Thuy den Rezensenten Karl-Markus Gauß begeistert. Sie rollt darin ihre Lebensgeschichte auf, ihre Flucht als vietnamesisches Oberschichtskind, das nach dem Rückzug der Amerikaner aus ihrem Land mit ihrer Familie fliehen musste, erzählt Gauß. Wie sie die Klassen- und Kulturunterschiede zwischen den siegreichen nordvietnamesischen Bauern und den unterlegenen wohlhabenden Städtern in Südvietnam imponiert ihm sehr, zumal Thuy die kulturellen Unterschiede in Kanada ebenso fein beobachtet hat.
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29.06.2015, 09:22Inaktiver User
AW: Kanada-Bücher?
Auf meiner eigenen "Möchte-ich-lesen-Liste" steht: Jocelyne Saucier - Ein Leben mehr
Klappentext: "Dies ist die Geschichte von drei alten Männern, die sich in die nordkanadischen Wälder zurückgezogen haben. Von drei Männern, die die Freiheit lieben. Eines Tages aber ist es mit ihrer Einsiedelei vorbei. Zuerst stößt eine Fotografin zu ihnen, sie sucht nach einem der letzten Überlebenden der Großen Brände, einem gewissen Boychuck. Kurze Zeit später taucht Marie-Desneiges auf, eine eigensinnige, zierliche Dame von achtzig Jahren. Die Frauen bleiben. Und während sie dem Rätsel um Boychucks Überleben nachgehen, entsteht etwas unter diesen Menschen, das niemand für möglich gehalten hätte. Ein Leben mehr ist ein wundersam beseelter und berührender Roman, eine leidenschaftliche Hommage an die Liebe, die Freiheit und die Natur. Ein Roman wie das Leben selbst: traurig und schön."
Leider erscheint das Buch erst im August auf deutsch.
Im Original heisst es: Il pleuvait des oiseaux.
Es gibt auch eine englische Uebersetzung: And the birds rained down
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09.12.2015, 16:00
AW: Kanada-Bücher?
Die beste Anlaufstelle für solche Fragen ist
Handlungsreisen.de - Entdeckung literarischer Welten
Das hab ich auch gelesen - schön, was die Beschreibungen der Speisen angeht, aber in dem Buch geht es letzlich vor allem um Vietnam, ums Kochen und um eine (vorsichtige) Liebesgeschichte.


) gern einen Schmöker zur Reise schenken. Leider finde ich online dazu nur eher dürftige Tips (Kathy Reichs, nee dankeschön). Sie liest zwar gern Krimis, aber eben nicht unbedingt Serienfutter oder allzu Brachiales; außerdem mag sie Liebesromane, Familiendynastiesachen und all das. Supertoll wäre natürlich, wenn das Buch auch noch in Montreal spielen würde... 
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