CousineX,
Ich würde nicht auf die Genres achten, frage einmal nach dem Thema des Romans.
Was soll die Aussage des Romanes sein?
Führt die Liebe zum Verbrechen?
Führt das Verbrechen zur Liebe?
Führt Leichtgläubigkeit zum Heiratsschwindel?
Oder was möchtest Du aussagen? Dir stehen alle Themen offen! Stelle zuerst fest, wie die Prämisse lauten soll (Roter Faden, Thema). Den meisten Lesern ist es egal, ob sie einen Krimi oder einen Liebes- oder Beziehungsroman lesen, Hauptsache das Thema ist interessant.
Eine Bekannte, die Kurzgeschichten schreibt, ließ mir einmal eine lesen, in der sie versuchte, eine Alltagsgeschichte mit einer erotischen Geschichte in einem Stück zu verbinden. Eine Hälfte war Alltag, die andere Hälfte Erotik. Ich empfand das auch störend, verwirrend sogar. Gegen eine Alltagsgeschichte mit ein bißchen Erotik oder eine Erotikgeschichte mit ein bißchen Alltag hätte ich nichts einzuwenden gehabt, aber zu gleichen Teilen vermengt, fragte ich mich, was das soll?
Zusatz: Mir fällt auf, dass Du erst auf Seite 150 mit den Absichten des Antagonisten herausrückst. Dies müsste bereits im 2. Kapitel geschehen. Hier ein Muster für einen Roman mit einer Frau als Heldin in 3 Akten/Teilen und 9 Kapiteln.
I. Akt
1. K.: Stellt die Heldin vor und zeigt die Illusion einer heilen Welt.
2. K.: Stellt den Kontrahenten vor. Weist auf den Verrat/Betrug oder dessen Erkennen hin.
3. K.: Das Erwachen der Heldin, ihr Angehen dagegen.
II. Akt
4. K.: Der Abstieg - das Verlassen des rechten Weges. Sie macht eine Dummheit.
5. K.: In größten Schwierigkeiten. Im Auge des Sturms.
6. K.: Fast tot. Alles scheint verloren.
III. Akt
7. K.: Unterstützung. Es taucht Hilfe auf, mit der nicht zu rechnen war.
8. K.: Auferstehung. Der Augenblick der Wahrheit. Die Frau ist jetzt stark und sie handelt.
9. K.: Der Kreis schließt sich. - Die Frau kehrt geläutert durch die gemachten Erfahrungen in eine vollkommene Welt zurück.
Wenn der Verlag Romane herausgibt, wird er bei einem Manuskript mit einer solchen Konstruktion die Annahme zumindest in Erwägung ziehen, sofern das Manuskript klug und gut geschrieben ist und der Verlag sich einen Erfolg verspricht.
LG Ken
Antworten
Ergebnis 21 bis 23 von 23
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03.07.2015, 14:29
AW: Liebe und Krimi - passt das zusammen?
Geändert von ken.senior (05.07.2015 um 12:24 Uhr) Grund: Zusatz angefügt.
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13.08.2015, 14:15
AW: Liebe und Krimi - passt das zusammen?
Hallo CousineX,
ich finde, die Handlung klingt spannend! Ich finde auch den Perspektivwechsel total interessant. Der Wissensvorsprung gegenüber der Protagonistin muss nicht unbedingt störend sein. Interessant fände ich aber auch, wenn es keinen Wissensvorsprung gäbe und der Leser mit der Protagonistin der Auflösung der Geschichte überrascht wird. Die Absichten des Antagonisten dürfen dann aus den Erzählungen seiner Perspektive nicht sichtbar werden. Damit wäre der Leser ein wenig in die Irre geführt (wie bei einem Psychothriller). Ich fände das auch spannend :)
Ich denke auch nicht, dass ein Buch immer nach einem bestimmten Muster geschrieben sein muss. Es kann total erfrischend sein, wenn eine Geschichte von gewohnten Mustern abweicht!
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26.09.2015, 14:14
AW: Liebe und Krimi - passt das zusammen?
Das klingt spannend und irgendwie braucht auch so ein Krimi immer eine kleine Liebesgeschichte oder nicht? Wenn ich mir es so richtig überlege, weiß ich gar nicht ob ich sowas je gelesen habe. Klingt absolut spannend das solltest du auf jeden Fall machen.


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