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    AW: Liebe und Krimi - passt das zusammen?

    Ich würde dein Buch auch lesen. Besonders spannend finde ich den Perspektivenwechsel.

    Skeptisch wäre ich, wenn das Wort "Liebesroman" in der Buchbeschreibung auftaucht, da bin ich allergisch gegen :-)
    Deine Handlungsbeschreibung mit dem Heiratsschwindel und dem Nicht-wissen, wer der andere wirklich ist, finde ich hingegen interessant und würde das Buch mitnehmen.

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    AW: Liebe und Krimi - passt das zusammen?

    Ihr seid super! Das motiviert... :-)
    Ich bin gerade dabei, mit dem Abstand mehrerer Monate noch mal das Manuskript in die Hand zu nehmen - und ich glaube, ich kann behutsam noch etwas modifizieren.

    Aber Genre und Perspektivwechsel bleiben! Ich melde mich, wenn ich einen Verlag gefunden habe... ;-)

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    AW: Liebe und Krimi - passt das zusammen?

    Okay!
    Habe nochmal nachgefragt.

    Also:

    was an der wechselnden Erzählperspektive stört, ist, dass ab ca Seite 150 der Leser einen "Wissensvorsprung" gegenüber der Protagonistin hat, weil wir erfahren, was er so treibt, wenn sie nicht dabei ist. Sie merkt zwar: mit dem Kerl stimmt irgendwas nicht, weiß aber nicht, was.
    Dem Leser hingegen wird zunehmend klar, dass er ein Heiratsschwindler ist (das mit dem Cybercrime kommt erst später raus).

    Das sei störend, weil doch die Leserin mitfiebern wolle und auf dem selben Stand des Wissens belassen werden müsse wie die Protagonistin.

    Ich habe das so nie gesehen. Für mich erschien es auch spannend, dass die Leserin diesen Wissensvorsprung hat und hofft, dass die Frau das auch rausfindet und dem Kerl entkommt.

    Ähnlich ist es ja z.B. auch in Filmen - das junge Mädchen gerät in die Fänge eines bösen Vampirs, wir wissen, dass er ein Vampir ist, sie aber nicht. Wir zittern mit und hoffen, dass sie überlebt.
    Oder: ein Anschlag ist geplant auf die so sympathische Hauptfigur. Die Spannung entsteht dann doch dadurch, dass wir wissen, was ihm bevorsteht und dass wir hoffen, dass sein Schicksal noch abwendbar ist.

    Oder?

  4. Inaktiver User

    AW: Liebe und Krimi - passt das zusammen?

    Zitat Zitat von CousineX Beitrag anzeigen
    Das sei störend, weil doch die Leserin mitfiebern wolle und auf dem selben Stand des Wissens belassen werden müsse wie die Protagonistin.
    Das klingt logisch. Wenn der Leser mitten im Buch "aufgeklärt" wird, geht die Spannung verloren.


    Zitat Zitat von CousineX Beitrag anzeigen
    Ähnlich ist es ja z.B. auch in Filmen - das junge Mädchen gerät in die Fänge eines bösen Vampirs, wir wissen, dass er ein Vampir ist, sie aber nicht. Wir zittern mit und hoffen, dass sie überlebt.
    Oder: ein Anschlag ist geplant auf die so sympathische Hauptfigur. Die Spannung entsteht dann doch dadurch, dass wir wissen, was ihm bevorsteht und dass wir hoffen, dass sein Schicksal noch abwendbar ist.
    Dann ist aber von vornherein klar, dass der Progagonist ein "Bösewicht" ist und die Opfer ihm ausgeliefert sind. Bei einem Heiratsschwindler ist das nicht der Fall, die Hauptfigur trägt ihren Teil dazu bei und verliebt sich in ihn. In diesem Fall denkt sich die Leserin womöglich: Mein Gott, ist die blöd, sieht die das denn nicht?

    Die Identifikation mit der Hauptfigur findet nicht statt, wenn die Leserin weiss, dass es sich um einen Heiratsschwindler handelt, denn jede denkt von sich, dass ihr das niemals passieren könnte.

    In Filmen gibt es manchmal eine Erzählstruktur, bei der die Lösung vorangestellt wird und der ganze Film eine Rückblende ist, bis sich der Kreis am Schluss wieder zur Starteinstellung schließt. Gezeigt wird, WIE es dazu kam.

    Wenn ich mich recht erinnere, funktionierten auch die Colombo-Filme nach diesem Muster. Der Zuschauer erfuhr im Film, mit welch brillanten Überlegungen Colombo dem Täter auf die Schliche kam.

    Das kann aber nur funktionieren, wenn die Story dazwischen spannend genug ist. Dazu darf sie aber keinem gängigen Narrativ entsprechen. Im Fall eines simplen Heiratsschwindlers wissen alle, nach welchem Muster die Story ablaufen wird.
    Geändert von Inaktiver User (21.06.2015 um 10:19 Uhr)

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    AW: Liebe und Krimi - passt das zusammen?

    Ich lese sowas auch gerne. Im Übrigen schreibt auch Linda Castillo gemischt. Und ich verschlinge ihre Serien regelrecht, wenn ich Zeit finde.

    Also - weiterkämpfen für den Buchdruck!
    "Kacktusse."
    - "Das heißt 'Kakteen'."
    "Ne, ne. Ich mein schon dich."

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    AW: Liebe und Krimi - passt das zusammen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das klingt logisch. Wenn der Leser mitten im Buch "aufgeklärt" wird, geht die Spannung verloren.

    Dann ist aber von vornherein klar, dass der Progagonist ein "Bösewicht" ist und die Opfer ihm ausgeliefert sind. Bei einem Heiratsschwindler ist das nicht der Fall, die Hauptfigur trägt ihren Teil dazu bei und verliebt sich in ihn. In diesem Fall denkt sich die Leserin womöglich: Mein Gott, ist die blöd, sieht die das denn nicht?

    Die Identifikation mit der Hauptfigur findet nicht statt, wenn die Leserin weiss, dass es sich um einen Heiratsschwindler handelt, denn jede denkt von sich, dass ihr das niemals passieren könnte.

    In Filmen gibt es manchmal eine Erzählstruktur, bei der die Lösung vorangestellt wird und der ganze Film eine Rückblende ist, bis sich der Kreis am Schluss wieder zur Starteinstellung schließt. Gezeigt wird, WIE es dazu kam.

    Wenn ich mich recht erinnere, funktionierten auch die Colombo-Filme nach diesem Muster. Der Zuschauer erfuhr im Film, mit welch brillanten Überlegungen Colombo dem Täter auf die Schliche kam.

    Das kann aber nur funktionieren, wenn die Story dazwischen spannend genug ist. Dazu darf sie aber keinem gängigen Narrativ entsprechen. Im Fall eines simplen Heiratsschwindlers wissen alle, nach welchem Muster die Story ablaufen wird.
    Na, ganz so simpel ist ja nicht in dem Manuskript... :-)
    Die ersten 150 Seiten erfährt der Leser gar nichts und ist auf dem selben Stand wie die weibliche Hauptfigur: toller, leicht schräger Typ, der (endlich mal!) bindungswillig ist.
    Ab Seite 150 merkt man langsam langsam, dass der Kerl andere Frauen datet. Da ist aber noch nicht klar, dass er ein Heiratsschwindler ist, er selbst erklärt das der Leserin als "er wolle sich absichern, falls das mit der Dame nichts wird". Das ist nicht fein von ihm, aber immerhin noch keine Offenlegung seines Heiratsschwindler- Geheimnisses...

    Es wird dann immer offensichtlicher, aber auch nur langsam, wenn wir Zeuge seiner anderen haarsträubenden Dates werden, bei denen er Frauen auf eine absurde (aber funktionierende) Tour einwickelt. Dass er ein Heiratsschwindler ist, ist darüber hinaus nicht das ganze Geheimnis: er lebt unter völlig falscher Identität und ist auch noch ein Cyberkriminalist, der seine Frauen heimlich filmt und das ganze ins Internet zahlenden Kunden anbieten will. Das alles erfährt man erst in dem Moment, in dem die weibliche Hauptfigur es auch erfährt.

  7. Inaktiver User

    AW: Liebe und Krimi - passt das zusammen?

    Der Schlusskracher wäre natürlich, wenn die werte Leserin erfährt, dass die Protagonistin selbst eine Heiratsschwindlerin ist. Die betrogene Betrügerin sozusagen

    Ist das dein erstes Buch?

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    AW: Liebe und Krimi - passt das zusammen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Der Schlusskracher wäre natürlich, wenn die werte Leserin erfährt, dass die Protagonistin selbst eine Heiratsschwindlerin ist. Die betrogene Betrügerin sozusagen

    Ist das dein erstes Buch?
    Ist ne lustige Idee... dafür müsste aber das komplette Manuskript umgeschrieben werden... :-)
    Der tiefere Sinn (es gibt einen!) würde dazu auch nicht so ganz passen - es geht letztlich schon ein bisschen in die Tiefe und beschreibt die Situation von Singles in den Vierzigern mit all den Themen, die einen als Single in jenen Jahren eben so umtreiben...

    Es ist tatsächlich mein erstes Buch, ich bin aber hauptberuflich in einer verwandten Branche tätig - sowohl zum Thema "Schreiben", als auch zum Thema "Partnerschaft"...

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    AW: Liebe und Krimi - passt das zusammen?

    Zitat Zitat von CousineX Beitrag anzeigen
    Dass er ein Heiratsschwindler ist, ist darüber hinaus nicht das ganze Geheimnis: er lebt unter völlig falscher Identität und ist auch noch ein Cyberkriminalist, der seine Frauen heimlich filmt und das ganze ins Internet zahlenden Kunden anbieten will.
    Na ja, wenn überhaupt, dann ist er wohl eher ein Cyberkrimineller...

    Mein Fall wäre deine Geschichte nicht (ich lese aber grundsätzlich keine Liebesromane, das spricht mich einfach nicht an; insofern gehöre ich schlicht nicht zu deiner Zielgruppe ), aber zur Not würde ich's an deiner Stelle einfach mal im Selbstverlag probieren. Da hast du dann auch mehr künstlerische Freiheit.

  10. Moderation

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    AW: Liebe und Krimi - passt das zusammen?

    Zitat Zitat von CousineX Beitrag anzeigen
    Ich habe nämlich einen solchen Roman geschrieben und habe jetzt von vier Verlagen gehört: das wollen Frauen nicht lesen! Es muss entweder ein Liebesroman sein oder ein Spannungsroman. Aber es darf nicht beides drin sein!
    Label das Ding um zu einen psychologischen Krimi. Den Verlagen geht's doch nur darum, daß sie wissen, so im Laden das Buch stehen wird, in der schwarzen (Krimi) oder der rosa (Frauen) Abteilung. Wenn ein Verbrechen drin ist, das die Handlung motiviert und treibt, ist es ein Krimi.

    Daß schon Sayers von "Strong Poison" über "Gaudy Night" bis zu "Busman's Honeymoon" den Kriminalfall benutzt hat, um die Liebesgeschichte mit Leben zu erfüllen, und die Liebesgeschichte, um den Kriminalfall besser zu beleuchten, oder daß "Frau wird fast/ganz Opfer eines Verbrechens weil sie einem zweifelhaftem Kerl traut" schon von den Brontes zu Bestsellern verarbeitet wurde, beeindruckt einen Verlag genauso wenig, wie was Leute in einem Forum sagen. Denen geht es darum, daß sie das Buch gezielt vermarkten können.

    Und schreib schon mal das nächste Buch derweil.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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