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Thema: Biographien

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    AW: Biographien

    Hej,

    Ich werde in letzter Zeit immer wieder aufmerksam ein Buch von Eleanor Roosevelt, durch Zitate. Macht mich total neugierig, bald mal dieses Buch zu lesen:

    Eleanor Roosevelt - You learn by living


    Gruß,
    Zimtfisch
    That rug really tied the room together. The Big Lebowski

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    AW: Biographien

    Zitat Zitat von Zimtfisch Beitrag anzeigen
    Ich werde in letzter Zeit immer wieder aufmerksam ein Buch von Eleanor Roosevelt, durch Zitate. Macht mich total neugierig, bald mal dieses Buch zu lesen:

    Eleanor Roosevelt - You learn by living
    Oh, da wäre ich an Deiner Meinung sehr interessiert!
    May you be surrounded by friends and family,
    and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.

    Leonard Cohen


    Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
    Erich Kästner

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    AW: Biographien

    Lotti Huber: Diese Zitrone hat noch viel Saft
    Klappentext:

    Lotti Huber, am 16. Oktober 1912 als Tochter großbürgerlicher jüdischer Eltern in Kiel geboren, wollte immer zur Bühne, zum Theater. Aber die Nazis schickten sie ins KZ. Sie wurde freigekauft, ging nach Palästina und Ägypten, tanzte in Nachtklubs, heiratete einen englischen Offizier, ging dann nach Zypern, wo sie ein Restaurant eröffnete, nach 1945 mit ihrem zweiten Mann nach London und Anfang der 60er Jahre nach Berlin. Sie gab Englischunterricht, übersetzte Trivialliteratur, eröffnete eine Tanzschule, arbeitete als Filmstatistin, lernte Rosa von Praunheim kennen und wurde mit 75 Jahren zum Star. Lotti Huber starb am 31. Mai 1998 in Berlin.


    Bevor ich auf das Buch eingehe, möchte ich kurz beschreiben, wie ich damals darauf kam, es zu kaufen.
    Ich erlebte Lotti Huber zu Beginn der 90er in vielen Talkshows. Dabei fand ich sie faszinierend. Diese kleine Person, mit dem Haardutt, mindestens einem dicken Ring an den Fingern, nicht zierlich, in Walla-Walla-Gewändern gekleidet, war mit ihrer exaltierten Art, ihrer Redensweise eine Bereicherung.
    Daraufhin holte ich mir 1991 ihr Buch (damals bereits in der 5. Auflage) und las es mit Begeisterung. Auf einer ihrer Veranstaltungen ließ ich es mir signieren und nehme es alle Jahre wieder in die Hand, um es zu lesen. Wie momentan auch.
    Apropos Veranstaltung: Da saß sie in der Weihnachtszeit neben einem Tannenbaum an einem Tisch, las aus ihrem Buch, performte und war in ihrem Element. Aus irgendeinem Grund fiel der Tannenbaum um, die leuchtende Deko auf sie und es sah aus, als würde über ihrem Kopf für einen kurzen Moment ein Heiligenschein leuchten. Ich habe noch Fotos davon.
    Unvergesslich bleibt mir ihr lispelndes „Liebchen, was darf ich Dir denn in Dein Buch schreiben?“.
    Dieses Buch verlieh ich später und bekam es erst 5 Jahre später zurück. Alle Einwohnermeldeämter klapperte ich damals ab, um den Umzug/Mitzug des Buches nachzuvollziehen und um es wieder zurück zu bekommen.

    Doch nun zum Buch:


    "Diese Zitrone hat noch viel Saft", stammt aus der Beschreibung in Bezug auf Rosa von Praunheim von dem es hieß, er würde seine Schauspieler wie eine Zitrone auspressen. Auf ihn traf sie, als sie bereits fast 70 Jahre alt war.
    Kennt man sie nur aus den Medien, kommt leicht der Verdacht auf, sie wäre eine oberflächliche Ulknudel. Oh nein. Ihr Leben ist von Schicksalsschlägen geprägt, über die sie eher hinweg geht. Den Kampf, den Schmerz dahinter schneidet sie eher oberflächlich an.
    Ihre Familie besaß damals in Kiel ein Warenhaus, sie wuchs recht betucht auf. Widmete sich dann ihrer Karriere als Ausdruckstänzerin. Wegen Rassenschande kam sie ins KZ, wurde freigekauft (ihr Freund erschossen) und kam über Jerusalem nach Zypern, wo sie eine Bar hatte und sehr sehr bekannt war. Aufgrund der politischen Situation ging es von dort nach London, dann nach Berlin, wo sie nach dem Tod ihres Mannes mit fast 70 Jahren, verschiedene Jobs (Promoterin, Statistin, Übersetzerin von Liebesschnulzen) annahm, um zurecht zu kommen.
    Dann entdeckte sie Rosa von Praunheim und ihre schauspielerische Karriere nahm ihren Lauf. Eine Karriere, von der ihre Mutter immer träumte.
    Dies sind ihre wichtigsten Lebensstationen, die nicht ruhig waren. Die Einbrüche werden humorvoll, lakonisch beschrieben. Wie schreibt sie: „Es geht auch anders, aber so geht es auch.“
    Und genauso hat sie gelebt:: Ohne dabei zu verbittern, zu hadern, den Lebensmut zu verlieren.
    Die Beschreibung ihres Lebens hätte locker für viel mehr Seiten gereicht, die knapp 150 Seiten sind mir immer zu wenig. In dem Buch „Jede Zeit ist meine Zeit“ (1991) welches im Interviewstil geschrieben ist, erfährt man noch vieles mehr über sie.
    Leider wurde sie mir im Laufe der Zeit zu omnipräsent. Irgendwann kam ich in die Phase: Lotti Huber.... Ach nee, nicht schon wieder und schaltete im Fernsehen um oder las dann Berichte über sie nicht mehr.
    Zwischenzeitlich finde ich dies schade, denn sie hatte viel zu sagen.

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    Marcel Reich-Ranicki - Mein Leben
    Wenn es Tagebücher sein dürfen, empfehle ich von Brigitte Reimann "Ich bedaure nichts" und "Alles schmeckt nach Abschied".

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    Ohja, Brigitte Reimann ist eine super Empfehlung!
    Sehr packend und man erfährt viel über den Literatur-Betrieb in der DDR!

  6. Inaktiver User

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    Salman Rushdie - Joseph Anton

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    Eine charmante Biographie über Marlene Dietrich: Marlene. Bild einer berühmten Zeitgenossin von Alfred Polgar

    Wenn Ihr den Amerikanischen Schriftsteller Truman Capote, Autor vonKaltblütig, schätzt, mögt Ihr seine Biographie: Truman Capotes turbulentes Leben, kolportiert von Freunden, Feinden, Bewunderern und Konkurrenten von George Plimpton

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    Oliver Hilmes: Herrin des Hügels - Das Leben von Cosima Wagner.

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    Roman ueber das Leben Laura Bushs: Die Frau des Präsidenten ( American Wife im Original) von Curtis Sittenfeld.

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    Ein Buch, das ich nach dem Tod meiner Oma aus ihrem Bücherregal geerbt habe und das mich erst gar nicht interessierte, dann aber total gefesselt hat:

    Mary Craig: "Kundun. Der Dalai Lama und seine Familie".

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