Ich liebe Dali!Und Dalis Werke finde ich auch so was von SCHEUSSLICH
Besonders seine surrealistischen Bilder. Unbekannt sind seine wunderschönen Blumenbilder, die ich in einer Ausstellung "live" gesehen habe. Auch das Dali Museum in St. Petersburg/Florida war sehenswert.
Aber auch bei ihm: Genie+Wahnsinn
Antworten
Ergebnis 61 bis 70 von 103
Thema: muss ich Hesse mögen.....?
-
04.12.2006, 10:50Inaktiver User
AW: muss ich Hesse mögen.....?
-
04.12.2006, 19:29Inaktiver User
AW: muss ich Hesse mögen.....?
Das Leben ist zu kurz für schlechte Bücher. Ich lasse mich nicht mehr von den IQ 100 Schildern an der Leseautobahn abschrecken und rase, wie ich will.
Aber der Vergleich hinkt - denn ich gefährde ja keine Seele mit meinen Lesegewohnheiten. Gut, wer seine Abneigung gegen Literatur noch aus Zeiten der Schullektüren speist, sieht vielleicht ein 'Du Halbintelligenzler'-Lächeln über meine Mundwinkel huschen - doch das gewöhne ich mir noch ab, bestimmt.
-
04.12.2006, 23:09Inaktiver User
AW: muss ich Hesse mögen.....?
Es ist nur eine Abneigung gegen J.D und Holden.wer seine Abneigung gegen Literatur
Ich lese gern und viel!
Was sind schlechte Bücher????
-
04.12.2006, 23:35
AW: muss ich Hesse mögen.....?
Arme Wales

Meinst Du, er hat Dich gemeint? Er könnte ja auch mich gemeint haben, wegen des Brecht-Traumas. Oder ein paar andere hier. Ich fühle mich aber nicht angesprochen. Warum fühlst Du Dich denn angesprochen? Ich glaube, Du musst gar nicht.
-
05.12.2006, 08:26Inaktiver User
AW: muss ich Hesse mögen.....?
Ich fühl' mich immer angesprochen *seufz*.Warum fühlst Du Dich denn angesprochen?
Das liegt wohl in meinem Naturell. Zu allem Überfluss hatte ich mich auch noch als "mal einen Pilcher reinziehen"-Literaturdoofkopp geoutet.
Aber, zu der Eingangsfrage zurück:
Nein, man muss Hesse nicht mögen, man muss überhaupt nichts mögen.
-
05.12.2006, 18:05
AW: muss ich Hesse mögen.....?
Ich bin freudig überrascht, dass sich so viele zu meiner Ausgangsfrage geäußert habe und eine rege Diskussion entstanden ist. - Mir ging es allerdings nicht darum, eine Absolution ( von wem? ) zu erhalten, weil ich eventuell eine Pilcher lese. Diese Autorin habe ich genannt, da sie exemplarisch für viele andere steht, die gerne in die Schublade "Trivialliteratur" gesteckt werden. Auch in diesem Strang ist mir aufgefallen, dass sich einige bemüht haben, nachdem sie sich als Pilcherleserein geoutet hatten und ein wenig in die Enge gedrängt wurden, anzufügen, dass sie auch Kundera, Marias, Thomas Mann oder sonstwen "Anspruchsvollen" gelesen haben. - Ich würde mir niemals anmaßen, Hesse, Grass oder Goethe ( auch nur exemplarisch ) als schlechte Autoren zu bezeichnen. Aber ich muss sagen dürfen, dass ich sie nicht mag, was ich selbstverständlich auch begründen kann, ohne als Banausin beschimpft oder mitleidig belächelt zu werden. Genau diesen Unterton lese ich hier bei manchen raus.
Geändert von Filifer (05.12.2006 um 18:31 Uhr)
Jeder von uns tobt in seiner eigenen Gummizelle
-
05.12.2006, 18:30Inaktiver User
AW: muss ich Hesse mögen.....?
Du schriebst von : kritisch äußern und gesellschaftsfähig..
Zitat von Filifer
Und wer ist bitte : kaum jemand ?
Heutzutage stehen Bücher auf der Bestsellerliste, sind auch "gesellschaftsfähig", die sicher keinen literarischen Wert haben. Müssen sie ja auch nicht. Sie sind Unterhaltung und auch das ist " gesellschaftfähig ".
Doch nochmals : Was hat Goethe damit zu tun ?
Werke von Grass und Hesse werden von professionellen Kritikern kontrovers diskutiert , also ich DAS sicher gesellschaftsfähig, sogar erwünscht..
Alle möglichen Kritiker stampfen sogar Hesse und Grass und Co in den Boden und bekennen sogar sie nicht nur nicht zu mögen, sondern sie absolut nicht ausstehen zu können und ihre Werke für
völlig überbewertet zu halten.
Also :entweder Du hast wirklich mit Dummbeuteln zu tun, die nur dummes Zeug reden..oder verstehst Du die Leute miss ?
WER um Himmels Willen ist so gaga jemanden für das zeitweilige Lesen von " Trivialliteratur " zu schelten ? Und warum kann man sich darüber aufregen, denn diese Leute sind dumm.
Aber da ich hier im Strang kein einziges Posting, das in DIESE Richtung deutete las und du doch dergleichen herausgelesen haben möchtest, glaube ich doch immer noch, dass Du manchmal etwas missverstehst.
-
05.12.2006, 19:47Inaktiver User
AW: muss ich Hesse mögen.....?
.WER um Himmels Willen ist so gaga jemanden für das zeitweilige Lesen von " Trivialliteratur " zu schelten ? Und warum kann man sich darüber aufregen, denn diese Leute sind dumm.
Aber da ich hier im Strang kein einziges Posting, das in DIESE Richtung deutete las und du doch dergleichen herausgelesen haben möchtest, glaube ich doch immer noch, dass Du manchmal etwas missverstehst
Dann guck dir mal folgendes Posting von Gine an:
Da höre ich den selben Unterton heraus, wie Filifer.Und Leute, die wegen dem Fänger im Roggen "kotzen" möchten, kann ich absolut nicht verstehen, und irgendwie tun sie mir leid und ich bin froh und glücklich darüber, dass ich nicht so sein muss und mich so für meine Lieblingsbücher begeistern kann und dass sie mir so viel geben.
Und auch darüber, dass ich gute Literatur von Trivialliteratur (z.B. Rosamunde Pichler, dafür ist mir meine kostbare Lesezeit wirklich zu schade) unterscheiden kann.Geändert von Inaktiver User (05.12.2006 um 19:55 Uhr)
-
05.12.2006, 20:46Inaktiver User
AW: muss ich Hesse mögen.....?
Hhhmh..öhömmh..ja..
Ich würde es gerne so lesen, als ob jemand nur verkündet, dass sie den Fänger im Roggen schätzt und andere bedauert, die dieses Buch nicht schätzen.
Und ja, man kann durchaus auch darin lesen, dass die Posterin bedauert, dass die " Göbelfraktion " nicht erkennt, was die selbsternannte Er-Kennerin von " guter Literatur " erkannt hat und drum eben keine Er-Kenner sind ;-)..Hmmhmh, ja.. das klingt schon ein wenig so..
Aber es ist doch ein Leichtes dem gegenüberzutreten und etwas über den Fänger im Roggen zu erzählen : Eben, dass das Buch eben durchaus von Fachleuten kontrovers diskutiert wurde..wie viele andere und dass man es eben nicht mag--aus die Maus..
Ich erlebe aber derartige Äußerungen nicht so oft, als dass ich verstehen könnte, dass diese Ansicht , die doch eher von nicht so großen Er-Kenntnissen kündet, eben KEIN gesellschaftliches Phänomen ist, sondern eher ( bedauerliche ) Einzelfälle.
Es ist doch lustig, wie zum Beispiel früher beim Literarischen Quartett R Ranicki manches mit einer Handbewegung vom Tisch als nicht lesbar fegte, was andere über den Klee lobten..
Für mich geben sich manche Leute ja gerade durch die Formulierung mancher Äußerungen, eben als Nichterkenner zu erkennen.
Aber, dass es nicht gesellschaftsfähig sei, Trivialliteratur zu lesen, ist seit dem Hype um D. Bohlens Buch, zu dem sich zig Leser anspruchsvoller Bücher öffentlich bekannt haben, eigentlich doch kein Thema mehr, oder ?
Zig Frauen lesen sog Frauenliteratur..amüsante Geschichten zum Teil sehr unterhaltsam..und ja auch romantische Pilchersachen....ich muss das nicht haben und möchte das auch sagen dürfen, aber ich schaue dafür komische Sachen im TV.. :-) Trash und sehe mir Kinofilme an, die fast niemand sehen will..
Aber viele, seeehr viele lesen das doch..
Ja, vielleicht sind die Leute, die unbedingt anbringen müssen, dass sie wissen, was "gut" ist, doch ein wenig wie die berühmten Pfeifer im Dunklen.. oder wirklich euphorisch begeistert vom kritisierten Autor oder Werk.. aber dann sollten sie ihre Antwort auch darauf beschränken, ja..
Oder sie sind professionelle Kritiker, die müssen so auf den Putz hauen..aber selbst ( oder gerade ) die wissen, was sie eigentlich alles nicht wissen..
ja, und auch die machen sich manchmal recht lächerlich..wenn sie sich so aufblähen.. das ist eben so..
Es gibt doch immer einen, der wiederum glaubt etwas besser zu wissen..und ich finde es schon auch schön, beim Austausch " passion " Leidenschaft für etwas zu spüren.. NIEMALS würde ich es wagen etwas beurteilen zu können..
Selbst Literaturwissenschaftler sind da doch vorsichtig.. schreiben oft selbst Bücher und werden von Kritiikern abgewatscht..aber das ist ja deren Job.. ( und mir sagte einmal ein Kritiker : Psst : ich denke auch nur im Endeffekt mit dem Rückenmark, aber die Leute wollen schöne geschliffene Worte lesen..)
Drum : ich freue mich für alle, die es sich so einfach machen und zu wissen glauben was "gut" ist.. ich kann mich über solche Äußerung nicht ärgern, nur wundern. Vielleicht werden es mehr, sog. Vielleser, " gefühlte Experten ", die von ihren Kenntnisen künden wollen.. keine Ahnung.. ich rolle nur mit den Augen, wenn ich so etwas höre. Inhalte sind doch wichtiger.
Mir tönt das im Ohr wie diese unsägliche Werbung: "Also, ich als Zahnarztfrau..empfehle "
Was ist das nur "eine Zahnarztfrau" frage ich mich dann immer )
-
05.12.2006, 23:39
AW: muss ich Hesse mögen.....?
Hi Ihr,
es kommt sicher auf das "Milljöh" an. Es gibt schon extreme Gruppenzwänge, mir fällt das oft in der Uni auf. Zwar habe ich keine Ahnung, wie meine Profs zu Goethe stehen, denn das fällt nicht so in mein Metier. Aber wenn ich die Namen in dem Titel dieses threads austausche: "Muss man Noam Chomsky für einen seriösen Autor, und Picasso für einen großen Künstler halten?" könnte ich das für meine Studienfächer mit "JA" beantworten. Denn sonst hält der eine Prof Dich für einen Imperialisten, der andere für beschränkt. Und in geisteswissenschaftlichen Fächern kann man leicht eine "4" bekommen, weil man etwas "falsch sieht".
Ergo schweige ich in solchen Situationen. Es ärgert mich zwar, aber dann sage ich mir wieder, dass ich damit nur mir selbst schade. Denn Gruppenzwang und akademische Hypes gibt es und wird es immer geben, ergo ist es besser, angesichts solcher "Naturgesetze" kühl zu bleiben.
Grüsse, Neko


Zitieren