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  1. Inaktiver User

    AW: muss ich Hesse mögen.....?

    ...
    Geändert von Inaktiver User (03.12.2006 um 17:33 Uhr) Grund: upps..

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    AW: muss ich Hesse mögen.....?

    Wales, aber sich darüber auszutauschen macht Spaß.
    Der Affe und die Frau habe ich auch mit Begeisterung gelesen, wie einiges von Hoeg.


    Klee

    ...
    Hallo Klee?

  3. Inaktiver User

    AW: muss ich Hesse mögen.....?

    Also,Von Goethe und Brecht habe ich nix gesagt-bewahre!

    Richtig k...... konnte ich bei Salinger auch nicht-fand aber die ganze elende Geschichte um Holden Caulfield schlicht und ergreifend deprimierend.
    Ich mag auch keine Austern, obwohl sie eine Delikatesse sind!
    Das ist ein Gefühl, dass sich während des Lesens einstellte und da kam ich nicht gegen an.
    Aber irgendwie beschäftigt er mich ja immer noch

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    AW: muss ich Hesse mögen.....?

    @ wales
    Kannst du mir was über
    Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran erzählen, unser Baugeschichtsprof hat es uns empfohlen, aber nur kurz, ich fand es interessant und wollte es vielleicht mienm Bruder schenken, lag aber leider bisher mit Buchgeschenken für ihn eher daneben
    Er hat mich früh für Literatur begeistert, so sehr, dass ich mit 12/13 Die Elenden (Hugo)gelesen hab. er ist eben auch 10 Jahre älter als ich, und die meisten meiner Lieblingsbücher, beinah alle hab ich von ihm, und immer wieder versuch ich auch, ihm etwas Schönes zu schenken, ich wär auch für andere Vorschläge dankbar.

  5. Inaktiver User

    AW: muss ich Hesse mögen.....?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    ...
    Und für jeden sind eben andere "meine Lieblingsbücher"
    @ Wales
    Das ist mir schon vollkommen klar,

    habe ich ja auch vorgestern geschrieben, dass es mir vollkommen wurscht, ist wenn jemand einen anderen Literaturgeschmack hat als ich.

    Aber wegen Salinger "kotzen" ist einfach eine sehr unqualifizierte Äußerung.
    Hattest ja nicht mal geschrieben, warum.

    Aber jeder kann ja seine Meinung hier schreiben, und mehr hast Du nicht getan und habe ich ebenfalls nicht getan.

    @ Kekole
    Jemandem sagen, das und das musst du unbedingt lesen, habe ich übrigens noch nie gemacht, sondern immer betont, dass dieses und jenes mir gefällt.
    Geändert von Inaktiver User (03.12.2006 um 18:41 Uhr)

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    AW: muss ich Hesse mögen.....?

    Ich finde, wenn man einen Schriftsteller nicht mag bzw. keinen Zugang zu ihm findet, dann sollte man das schon begründen können. Das kann auch eine ganz subjektive Begründung sein. Einfach nur einen Schriftsteller ablehnen, weil er nach Definition des Bildungsbürgertums zur Hochliteratur gehört, zeugt eher von pubertärem Trotz als von Kritikfähigkeit oder einem reflektiertem Geschmack. Ich finde es übrigens durchaus akzeptabel, wenn jemand sagt, er könne sich über einen Schriftsteller keine Meinung bilden, weil er sein Werk zu wenig kenne. Man kann und muss nicht alles kennen – und mögen schon gleich gar nicht.

    Ich kenne von Hesse nur „Unter’m Rad“, und das hat mir ganz gut gefallen. Wenn ich keine weiteren Bücher von ihm gelesen habe, so aus dem Grund, der für mich auf etliche Schriftsteller zutrifft: Sie haben die Wahrnehmung und Perspektive von Männern. Mich stört an der bildungsbürgerlichen Hochliteratur dieser Allgemeingültigkeitsanspruch, wichtige Themen zu behandeln, wenn es häufig nur um Männerthemen und Männerprobleme geht, während Frauen entweder nur am Rande vorkommen oder nur in Bezug auf die Männer vorkommen. Ich interessiere mich eher für die Literatur von Frauen und ihren Blick auf die Welt. Da finde ich mich nämlich wieder, da wird meine Sicht der Welt als Frau nicht ignoriert, sondern aufgenommen und bestätigt.

    Goethe hab ich in der Schule gelesen, ich fand ihn immer furchtbar schwülstig, mit allem, was ihm ständig "aus dem Busen quoll." Schiller hat mir besser gefallen, aber leider ist für in nur eine traditionell weibliche Frau eine gute Frau. Ich fand es immer scheußlich, wie er in „Maria Stuart“ Elisabeth zum Monster stilisiert und die leichtsinnig-hirnlose, anmaßend-maßlose Maria Stuart als edles, unschuldiges Weib darstellt. Historisch war sich Maria nämlich nicht zu fein, um Intrigen gegen Elisabeths legitime Herrschaft zu spinnen, und Elisabeth hatte durchaus Geduld mit ihr – bis zu einem gewissen Punkt.

    In letzter Zeit hab ich die wunderbare Jane Austen entdeckt, und vor einiger Zeit Fumiko Enchi, eine berühmte japanische Schriftstellerin.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

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    AW: muss ich Hesse mögen.....?

    Hallo Filifer

    mir ist aufgefallen, dass es irgendwie nicht gesellschaftsfähig ist, sich über gewisse Autoren kritisch zu äußern. Kaum einer getraut sich, zuzugeben, dass er mit Goethe, Hesse oder Grass nichts anfangen kann, um nur einige wenige zu nennen. Dann wird man mitleidig belächelt, weil man offenbar "keinen intellektuellen Zugang" hat. Ich finde das ziemlich verlogen. Wie seht ihr das? Über eine Rosamunde Pilcher hingegen darf öffentlich gelacht werden....
    Die männlichen deutschen Dichter werden vielfach überbewertet. Vor allem, wenn sie mehr aus dem konservativen Lager stammen.

    Falls du Bestätigung suchst, lese einfach mal die Biographien von Johanna Schopenhauer und Goethes Mutter. Das wirft z. B. auf Goethe ein ganz neues Bild. Der war wohl nur auf Papier ein Weiser, im alltäglichen Leben war er mehr als schlicht.

    Z. B. hat er sich beim Adel eingeschleimt, was zur Zeit der Franz. Rev. als reaktionär eingestuft wurde, und was Beethoven ihn auch vorgeworfen hat.

    Wenn er mal wieder wie ein Oberlehrer Reden geschwungen hat, hat sich die gebildete Damenwelt über ihn lustig gemacht, weswegen er stets beleidigt reagierte. Seine langjährige Freundin Charlotte war meist unzufrieden mit ihm, später äußerte sie sich negativ über ihn: Man könne sich kaum mit ihm über anspruchsvollere Themen unterhalten.

    Geheiratet hat er schließlich eine Frau, die kaum lesen und schreiben konnte, was auf einen Mann in seiner Positionein ein sonderbares Licht wirft.

    Und für seinen kleinen August wünschte er sich von Oma (Mutter Goethe) zu Weihnachten eine Guillotine zum Spielen.

    Und Hesse? Ist doch eher was für Teenies in der Esoterikphase. Spätestens mit 16 ist man doch mit dem durch.

  8. Inaktiver User

    AW: muss ich Hesse mögen.....?

    Aber wegen Salinger "kotzen" ist einfach eine sehr unqualifizierte Äußerung.
    Hattest ja nicht mal geschrieben, warum.
    Das Kotzen war ironisch gemeint, weil oben jemand geschrieben hatte er müsse wegen Brecht brechen.
    Bist du verwandt mit J.D., oder warum echauffierst du dich so?

    Und:ich habe erklärt, warum mir der Fänger nicht gefallen hat.
    Was mir auch nicht gefällt ist, wenn Menschen Literatur, nur weil sie eben zur klassischen Literatur zählen hochloben ,und sich über Menschen zu stellen versuchen, die eben genau diese zu kritisieren wagen.
    Auch ist nicht nur das, was ich literarisch als wertvoll erachte für den Rest der Welt genauso ersichtlich.
    Unqualifiziert....., nun ja, liegt wieder im Auge des Betrachters.

    Ich liebe z.B. Briefe an einen jungen Dichter von Rilke(meine Signatur ist übrigens daraus entnommen. Ich fand sie aber in der englischen Übersetzung klangvoller )
    Ich bin aber davon überzeugt, dass viele Menschen damit nichts anfangen können, käme aber nie darauf, sie deswegen arrogant und überheblich zu verurteilen.

    @Dastin
    Ich habe dir eine PN Geschrieben.

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    AW: muss ich Hesse mögen.....?

    @ Barbie: Wenn ein Autor, oder noch allgemeiner, Künstler, ein unsympathischer Knilch im Privatleben ist, disqualifiziert das aber nun nicht unbedingt dessen Werk.

    @ all: ich habe von Hesse u.A. Demian gelesen. Aber ich hasse ihn nicht und lehne ihn nicht ab, sondern stehe ihm einfach nur nicht besonders leidenschaftlich gegenüber. Um das hier mal klarzustellen ;-)

    Ich finde auch, dass man begründen können sollte, warum man etwas mag oder nicht mag. Es ist ein bisschen irritierend, wenn jemand einfach nur sagt "weiss nicht, mag ich einfach nicht", und ich halte denjenigen dann leicht für etwas unreflektiert. Mir reicht ja, wenn mein Gesprächspartner überhaupt nur sagt, WAS ihm nicht gefällt.

  10. Inaktiver User

    AW: muss ich Hesse mögen.....?

    Zitat Zitat von Barby
    Hallo Filifer



    Die männlichen deutschen Dichter werden vielfach überbewertet. Vor allem, wenn sie mehr aus dem konservativen Lager stammen.

    Falls du Bestätigung suchst, lese einfach mal die Biographien von Johanna Schopenhauer und Goethes Mutter. Das wirft z. B. auf Goethe ein ganz neues Bild. Der war wohl nur auf Papier ein Weiser, im alltäglichen Leben war er mehr als schlicht.

    Z. B. hat er sich beim Adel eingeschleimt, was zur Zeit der Franz. Rev. als reaktionär eingestuft wurde, und was Beethoven ihn auch vorgeworfen hat.

    Wenn er mal wieder wie ein Oberlehrer Reden geschwungen hat, hat sich die gebildete Damenwelt über ihn lustig gemacht, weswegen er stets beleidigt reagierte. Seine langjährige Freundin Charlotte war meist unzufrieden mit ihm, später äußerte sie sich negativ über ihn: Man könne sich kaum mit ihm über anspruchsvollere Themen unterhalten.

    Geheiratet hat er schließlich eine Frau, die kaum lesen und schreiben konnte, was auf einen Mann in seiner Positionein ein sonderbares Licht wirft.

    Und für seinen kleinen August wünschte er sich von Oma (Mutter Goethe) zu Weihnachten eine Guillotine zum Spielen.

    Und Hesse? Ist doch eher was für Teenies in der Esoterikphase. Spätestens mit 16 ist man doch mit dem durch.
    genau, SOOOOOO muss man es machen, wenn einem jemand WIRKLICH dumm und überheblich kommt..



    Danke für die witzige Demonstration ! Genau das meinte ich...

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