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    AW: Haruki Murakami

    @Murkami: --> Kollegin Haben wir nicht den schönsten Beruf der Welt?

    @Starfish..mhm. Ich habe zuallerst von Murakami eine Kurzgeschichte gelesen, namens "Schlaf" auch sehr schön ist der "Überfall auf die Bäckerei". Danach war ich echt..mhm "eingestimmt". Zum Warmwerden würd ich Naokos Lächeln empfehlen, Kafka am Strand ist wirklich seehr abgedreht. Aber soo toll.

    Was schon seit 1nem jahr bei mir steht, ich mich aber nicht richtig rantraue, weil ich glaube das ich sehr viel zeit dafür brauche ist "Hard-Boiled Wonderland". Aber im Winter hab ich eine Woche frei, da kommter dran +vornehm+

    Sarah

    Ps: "Gefährliche Geliebte" ist wenn ich es mit Naokos oder Kafka vergleiche nicht sein bestes. Aber es ist eine gute geschichte, gut erzählt. Literarisch gesehen hat er sich finde ich bei Naoko am besten ausgelebt...

    Gibt dort eine Stelle..ich suche sie nachher mal raus...die wollte ich ungefähr 10mal rot anmarkern, weil ich sie so dermaßen genial fand...
    That rug really tied the room together. The Big Lebowski

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    AW: Haruki Murakami

    Ist ja auch oft bei Buchbesprechungen in der Schule so: wenn es gelesen werden MUSS, mag man es überhaupt nicht. Jahre später fällt einem dasselbe Buch wieder in die Hand und es gefällt einem.
    Stimmt, Starfish!! Wäre zu meiner Schulzeit schon Paul Auster auf der Leseliste gestanden, dann wäre ich jetzt bestimmt nicht so begeistert von ihm . Ich kenne einige junge Leute, die ihn mit Grausen lesen MÜSSEN und sich wohl nie mehr freiwillig einen Auster kaufen würden....schade!

  3. Inaktiver User

    AW: Haruki Murakami

    Zitat Zitat von Zimtfisch
    Gibt dort eine Stelle..ich suche sie nachher mal raus...die wollte ich ungefähr 10mal rot anmarkern, weil ich sie so dermaßen genial fand...
    @ Zimtfisch

    Bin schon ganz gespannt auf die Stelle.
    Ich habe nämlich noch nichts von Murakami gelesen.

    LG Gine

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    AW: Haruki Murakami

    @Murkami: --> Kollegin Haben wir nicht den schönsten Beruf der Welt
    Hallo Kollegin . Ich hätte ihn, wenn ich jemals eine Abteilung mit amerikanischer Literatur hätte haben können, und japanischer natürlich

    Was schon seit 1nem jahr bei mir steht, ich mich aber nicht richtig rantraue, weil ich glaube das ich sehr viel zeit dafür brauche ist "Hard-Boiled Wonderland". Aber im Winter hab ich eine Woche frei, da kommter dran +vornehm+
    Nein!!! Das meinst Du nur auf den ersten Blick!!! Ich habe es zum Geburtstag bekommen (ein für den, der es mir geschenkt hat) und ich bin in dem Buch regelrecht versunken, obwohl ich keine Zeit hatte, es am Stück zu lesen. Auch kapitelweise durchaus machbar. Du bist sofort gefangen in dieser atemberaubenden Konstruktion!!!! Ach, ich sehe schon, wenn Murakami eine Marketing-Expertin bräuchte, sollte er mich nehmen

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    AW: Haruki Murakami

    Hey,
    Leider finde ich die Stelle die ich meine nicht, wie das so ist, wenn man etwas sucht. Habe statt dessen aber eine wunderbare andere Stelle herausgesucht. Murakami hat darin meiner Meinung nach eigentlich absolut perfekt dargestellt, das ein eigentlich oberflächliches Gespräch bei ihm unglaubliche Tiefe haben kann. Habe diese Stelle mehrmals gelesen und immer wieder gedacht..wie macht man das, das mich so etwas so fasziniert...


    Wir legten uns auf ihr Bett und küßten uns, während draußen der Regen rauschte. Dann sprachen wir über alles, was uns einfiel, angefangen von der Geburt des Universums bis zu unserem bevorzugten Härtegrad gekochter Eier.
    "Was Ameisen wohl an Regentagen machen?" fragte Midori.
    "Keine Ahnung. Wahrscheinlich ihren Bau aufräumen und ihre Vorräte sortieren. Ameisen sind fleissig."
    "Und wieso haben sie sich nicht weiterentwickelt, wenn sie so arbeitssam sind? Sie sind doch immer Ameisen geblieben"
    "Keine Ahnung" sagte ich.
    "Vielleicht eignet sich ihr Körperbau nicht zu Weiterentwicklung - verglichen mit dem von Affen zum Beispiel".
    "Es gibt doch erstaunlich vieles, was du nicht weißt. Und ich dachte immer, du wüßtest alles auf der Welt."

    "Die Welt da draußen ist verflucht groß."

    "Hohe Berge und tiefe Meere" ...
    Und wenn ich nachher nochmal etwas Zeit habe, suche ich euch die Stelle über den Sandsturm bei "Kafka am Strand" raus... für mich eine der Stellen, wo ich einfach nur nicken möchte.."Ja..so ist es.."

    Sarah
    That rug really tied the room together. The Big Lebowski

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    AW: Haruki Murakami

    ach Sarah.... Diese Stelle ist tasächlich wunderbar. Ich dachte das Gleiche, als ich sie immer und immer wieder las!

  7. Inaktiver User

    AW: Haruki Murakami

    Ich las die die "Gefährliche Geliebte" vor ein paar Jahren und war von dem Buch fasziniert. Ich weiß nicht, ob ich Murakami "mag", aber er hat die Gabe, Stimmungen einzufangen und zu transportieren; man muss sich darauf aber einlassen können. In diesem Buch schwang für mich immer ein wenig Einsamkeit und kühle Melancholie mit.

    Irgendwann kaufte ich mir dann den Schafsmann, in das Buch kam ich aber nicht rein, es liegt halb bewältigt auf meinem Bücherstapel. Vielleicht geh ich doch nochmal dran.

    LG,
    Zuza

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    AW: Haruki Murakami

    @ Septemberhexe:
    Mein Erstling von Murakami war "Wie ich eines schönen Tages das 100%ige Mädchen sah" und dann kam eine Zeitlang nichts, weil ich mich für den hochgelobten Murakami nicht begeistern konnte.
    Inzwischen habe ich die "gefährliche Geliebte" gelesen und war sehr angetan. Auf jeden Fall werden weitere Murakamis folgen.
    Und als Murakami-Interessierter sollte man sich nicht von der Tatsache abschrecken lassen, dass es sich um einen völlig anderen Kulturkreis handelt.

    @bademantel:
    Von T.C.Boyle schwärmen ebenfalls sehr viele. Begonnen hatte ich mit "Drop City" und nach 280 Seiten habe ich es weggelegt. Zugegeben, die Hippiezeit ist nicht die meine, aber der Meister hat es auch nicht geschafft, mich dafür zu begeistern. Beruhigt hat mich nur der Umstand, dass Boyle-Anhänger mir bestätigten, dass es nicht sein bester Roman gewesen wäre.
    Wenn mein Sub nicht so riesig wäre, würde Boyle vielleicht eine zweite Chance bekommen.

    Gruß
    Saloei

  9. Inaktiver User

    AW: Haruki Murakami

    Wir legten uns auf ihr Bett und küßten uns, während draußen der Regen rauschte. Dann sprachen wir über alles, was uns einfiel, angefangen von der Geburt des Universums bis zu unserem bevorzugten Härtegrad gekochter Eier.
    "Was Ameisen wohl an Regentagen machen?" fragte Midori.
    "Keine Ahnung. Wahrscheinlich ihren Bau aufräumen und ihre Vorräte sortieren. Ameisen sind fleissig."
    "Und wieso haben sie sich nicht weiterentwickelt, wenn sie so arbeitssam sind? Sie sind doch immer Ameisen geblieben"
    "Keine Ahnung" sagte ich.
    "Vielleicht eignet sich ihr Körperbau nicht zu Weiterentwicklung - verglichen mit dem von Affen zum Beispiel".
    "Es gibt doch erstaunlich vieles, was du nicht weißt. Und ich dachte immer, du wüßtest alles auf der Welt."

    "Die Welt da draußen ist verflucht groß."

    "Hohe Berge und tiefe Meere" ...

    Das ist ja wirklich sehr schön, Danke Zimtfisch.

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    AW: Haruki Murakami

    "Das Klaviertrio beendete den Blues, den es gerade gespielt hatte, eine Eigenkomposition, und begann das Intro zu " Star-Crossed Lovers". Wenn ich in der Bar war, brachte der Pianist diese Ballade oft, denn er wußte, daß ich sie sehr mochte. Sie gehört nicht zu Ellingtons bekanntesten Stücken, und ich verband mit ihr auch keine besonderen Erinnerungen; sie hatte nur eine Saite in mir zum Klingen gebracht, als ich sie zufällig einmal hörte. Seit dem College und in den trostlosen Jahren beim Schulbuchverlag hatte ich Abend für Abend das Album Such Sweet Thunder aufgelegt und mir das Stück " Star-Crossed Lovers" angehört. Immer wieder von vorn. Johnny Hodges spielt darin dieses feinnervige, elegante Solo.
    Jedesmal, wenn ich diese schöne, sehnsuchtsmatte Melodie hörte, dachte ich an diese Zeit zurück. Es war nicht gerade das gewesen, was ich eine glückliche Periode meines Lebens nennen würde - ich hatte nur als ein hartes Knäuel von unerfüllten Wünschen existiert. Ich war viel jünger gewesen, viel hungriger, viel einsamer. Aber ich war ich selbst gewesen, auf das Wesentliche reduziert . Ich konnte spüren, wie jeder einzelne Ton einer Melodie, jede Zeile, die ich las, tief in mein Innerstes sickerte. Meine Nerven waren so scharf wie eine Klinge, meine Augen glänzten von einem stechenden Licht. Und jedesmal, wenn ich diese Musik hörte, erinnerte ich mich, wie meine Augen mir damals aus jedem Spiegel entgegengelodert hatten."

    Eine Leseprobe aus der " Gefährlichen Geliebten" - ich mag seine Sprache - und wie er diese Szene beschreibt , das kann ich körperlich nachempfinden..
    Why, what is to live?
    Not to eat and drink and breathe,
    —but to feel the life in you down all the fibres of being, passionately and joyfully.
    Elizabeth Barrett Browning

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