Alice Munro hat den Literaturnobelpreis 2013 bekommen - was haltet ihr davon?
Ich kann gut damit leben, vor allem weil er an eine Frau ging... Ob sie eine so herausragende Stellung hat, ich weiß nicht, ich mag sie, finde sie aber nicht einzigartig oder unvergleichlich - aber ich fürchtete schon er geht an Murakami, mit dem ich nicht viel anfangen kann (auch wenn er viele fanatische Anhänger hat die mich wahrscheinlich steinigen werden ob meiner Schmähung....).
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 13
-
10.10.2013, 22:01Inaktiver User
Literaturnobelpreis für Alice Munro
-
10.10.2013, 22:10
AW: Literaturnobelpreis für Alice Munro
Ich persönlich hätte mir Amos Oz gewünscht. Von Munro habe ich einige Kurzgeschichten angelesen, aber so richtig warm wurde ich nicht mit ihr. Ob Frau oder Mann ist mir sowas von egal - eher empfinde ich den Nobelpreis an die Kanadierin als endgültiges Signal, dass Roth ihn nicht mehr bekommen soll. Ob Roth nun literarisch so viel bedeutender als Munro ist, kann ich nicht einschätzen, aber gelesen habe ich ihn deutlich lieber. Und selbst Murakami fand ich spannender. Aber gut, ich wusste schon immer, dass ich mit männlichen Schriftstellern mehr anfangen kann.
-
10.10.2013, 22:16
AW: Literaturnobelpreis für Alice Munro
Von Alice Munro hab ich noch nichts gelesen.
Amos Oz hätte mich gefreut.
Happy wäre ich gewesen wenn Haruki Murakami der Glückliche gewesen wäre.
Richtig gefreut habe ich mich, obwohl es hier nicht hingehört, über denSacharow-Preis für MalalaAber glaubst Du nicht, Fräulein, daß man Seeräuber und Eine-Wirklich-Feine-Dame gleichzeitig werden kann?
Astrid Lindgren / Pippi Langstrumpf
-
11.10.2013, 00:05Inaktiver User
AW: Literaturnobelpreis für Alice Munro
Ich hätte Margret Atwood bedeutender, prägender gefunden - wenn schon Kanada. Munro ist gut, aber für mich halt einfach nicht, wie soll ich sagen, stilbildend oder herausragend in ihren Themen oder ihrer Sprache.
Ich glaub, Roth kriegt ihn nicht mehr.
-
11.10.2013, 06:52Inaktiver User
AW: Literaturnobelpreis für Alice Munro
ich habe mich für alice munro gefreut.ich finde ihre kurzgeschichten wunderbar und herausragend
.komischerweise hat mich das nicht überrascht,denn wurde nicht schon mal spekuliert,ob sie den bekommen könnte?
-
11.10.2013, 11:06Inaktiver User
AW: Literaturnobelpreis für Alice Munro
Ich habe vor einem halben Jahr "Der Traum meiner Mutter" von Alice Munroe gelesen. Aufgrund eines Artikels in der ZEIT, ich kannte sie vorher überhaupt nicht. Die Geschichten haben was, Munroe beschreibt den Alltag ganz "normaler" Menschen recht ungeschönt, trotzdem mit wohlgesetzten Worten sozusagen, also nie abwertend oder brutal.
Es ist immer schwer zu sagen, der oder die XY hätte den Preis eher verdient. Auch die anderen BewerberInnen haben ihre Reize, keine Frage, jede/r auf seine/ihre Art, eine Bewertung halte ich für schwierig. Denn zur Nominierung kommen eh schon die besten. Na ja, zumindest meistens....
Gruß, Elli
-
11.10.2013, 12:25
AW: Literaturnobelpreis für Alice Munro
Vor Jahren habe ich einige Geschichten von Alice Munro gelesen z.B.
"The Bear Came Over the Mountain" (Der Bär kletterte über den Berg - Drei Dreiecksgeschichten), der Film dazu "An ihrer Seite" berührte uns sehr. Eine Userin hatte mir das Buch damals geschickt. Von Alice Munro hatte ich 2006 mal ein ausführliches Interview ausgedruckt, das ich immer wieder gerne las. Vielleicht finde ich es wieder.Geändert von Feinsinn (12.10.2013 um 19:13 Uhr) Grund: .
-
12.10.2013, 19:18
AW: Literaturnobelpreis für Alice Munro
Das Interview von damals (2006) mit Alice Munro, das ich in Erinnerung hatte!
ZEIT: Woher rührt Ihre Liebe zur kurzen Form?
Munro: Als ich zu schreiben begann, in den Fünfzigern, war ich wie alle Frauen damals eine Hausfrau, ich hatte kleine Kinder, mein Mann arbeitete außer Haus. Ich hatte schlicht zu wenig Zeit für das Schreiben, keine Zeit für große Würfe. Zur Kurzgeschichte fand ich also aus sehr praktischen Gründen. Und ich glaube, es ging den meisten schreibenden Frauen meiner Generation so: Sie mussten sich ihre Zeit fürs Schreiben zusammenstehlen.
ZEIT: Wie muss man sich diesen Alltag vorstellen?
Munro: Nun, als die Kinder klein waren, mussten sie immer einen Mittagsschlaf halten, und zwar alle zur gleichen Zeit, ob sie wollten oder nicht – denn das gab mir eine oder zwei ungestörte Stunden für mein Schreiben. Als sie dann zur Schule gingen, wurde es etwas besser, da hatte ich pro Tag etwa drei Stunden für mich. War ich einmal richtig drin in einer Geschichte, ging im Haushalt alles drunter und drüber. Ich schälte die Kartoffeln, dachte mir dabei die nächsten paar Sätze aus, setzte die Kartoffeln auf, und während diese kochten, rannte ich ins Wohnzimmer und schrieb wieder ein paar Zeilen. Dann schnell wieder in die Küche – mehr als einmal waren die Kartoffeln dann verkocht. Ich hatte damals kein eigenes Arbeitszimmer – und bis heute habe ich keines. Ich schreibe an einem kleinen Sekretär in einer Ecke des Wohnzimmers.
Ich bin der Mick Jagger der Literatur. Ich schreibe einfach immer weiter.
-
12.10.2013, 19:29
AW: Literaturnobelpreis für Alice Munro
Danke für das Interview! Ich finde, sie ist die Größte! Ich hab mich total gefreut, dass sie ihn ENDLICH gekriegt hat. Sie wurde schon lange diskutiert dafür. Zum Glück ist sie wie Mick Jagger, ich bewundere sie und finde auch ihre Übersetzerin ganz großartig. Die früheren Bücher aus den 70ern (erschienen z.T. bei Klett Cotta) sind auch gut, aber deutlich holpriger übersetzt, die neuen sind Satz für Satz ein Genuss.
Nur, dass sie keine richtigen langen Romane schreibt, finde ich schade. Wenn ich jemanden wüsste, der so schreibt wie sie, aber längere Strecken, da würde ich alles lesen wollen.
-
12.10.2013, 19:37
AW: Literaturnobelpreis für Alice Munro
ich habe mal eine frage - wenn sie nur kurzgeschichten schreibt, aber der film "an ihrer seite" auch von ihr ist....der ist doch nicht aus einer kurzgeschichte entstanden, oder!?
Es wird Zeit für eine neue Signatur


Zitieren