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    AW: Buch von Ausländern, die in D leben und wie sie das finden

    Mist, jetzt war ich grad oben und habe das Buch vergessen...

    Äm, sie kamen aus Rothenburg o.d. Tauber (Klassiker ) kommend bei uns vorbei. Der "cake" ist eine dortige Spezialität, kugelförmig und bestehend aus, äh, Strängen. Schwer zu beschreiben. Aber auf den Vergleich wäre ich nicht gekommen...! Die Rothenburger finden, er sieht aus wie ein "Schneeball" und nennen ihn so. (Finde nur kommerzielle Links dazu, kann ihn Dir nicht 'zeigen'.) - Die Japaner waren sehr traurig als ich ihnen erklärte, dass das eine regionale Sache ist und sie diese Kugeln nicht in jeder deutschen Stadt als Souvenir kaufen können, nein.

    Wochen später lese ich dann genau den Satz in den Rothenburg-Erinnerungen von ... warte, ich schau Dir's nach... von Yoko Tawada in "Talisman". - Habe meine Freunde dann per Mail gefragt, ob sie dieses sehr treffende Buch kennen, aber sie kannten Yoko Tawada nicht.

    Zum Buch:
    Yoko Tawada: Geb. 1960 in Tokyo, kam 1972 zum 1.Mal mit der Transsibirischen Eisenbahn nach D. Lebt seit 1982 in HH, veröffentlicht in D und Jap, in beiden Sprachen (z.B. "Japan-Lesebuch").
    "Talisman" ist eine Art lose Sammlung ihrer Eindrücken von Deutschland, der japanische Blick und ihre Verwunderung angesichts von Ohrringen, Bleistiften, Universitätstoilettentüren, fränkischem Gebäck oder Holz ist einfach genial!!!

    Grüße!!

    Muggl

    PS: Wenn man, wie ich eben, "Rothenburg" und "Schneeball" googelt, kommt man zu 'fachkundigen' Reiseberichten z.B. von Amerikanern und Australiern, die von den "Schneeball-Cakes" (ok, let's call them "Hirn-Biskuits") und Germany´s Medieval Heartlands schwärmen. Das passt ja auch zu diesem und Deinem anderen Strang, den ich eben entdeckt habe ... Schneeballen sind also typisch deutsch! (Das ahnt ja vielleicht jemand an der Ostsee gar nicht! ) Rothenburg sowieso. Rothenburg ist überhaupt das heartland... Genau wie Rüdesheim und seine Drosselgass', wo ich mal einen intrakulturellen - oder 'inter-subkulturellen' - Kulturschock erster Güte erlitten habe. 'Das ist für diese Touristenmassen hier Deutschland?!' *umkipp* (Da fuhren die Japaner übrigens gleich nach Muggltown hin... Deutschen Wein trinken.)

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    AW: Buch von Ausländern, die in D leben und wie sie das finden

    Zitat Zitat von netnina
    Ja, das wäre super! Was für Gehirn-Kuchen denn?
    Das wuerde mich auch interessieren? Vielleicht sehen japanische Gehirne anders aus als europaeische?
    "Irisches Tagebuch" von Boell habe ich vor vielen Jahren gelesen, ist auch ganz toll, aber nicht unbedingt etwas ueber Deutsche, schon gar nicht zur heutigen Zeit.
    Ich lese gern und viel, am liebsten englische Bücher im Original.
    Im Moment lese ich:
    “The Gravedigger’s Daughter” - Joyce Carol Oates
    “Third Culture Kids : The Experience of Growing Up Among Worlds” (Third Culture Kids. Aufwachsen in mehreren Kulturen) - David C. Pollock & Ruth Van Reken

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    AW: Buch von Ausländern, die in D leben und wie sie das finden

    Ups, unsere Eintraege haben sich ueberschnitten. Vergiss also die Gehirn-Frage.
    Ich lese gern und viel, am liebsten englische Bücher im Original.
    Im Moment lese ich:
    “The Gravedigger’s Daughter” - Joyce Carol Oates
    “Third Culture Kids : The Experience of Growing Up Among Worlds” (Third Culture Kids. Aufwachsen in mehreren Kulturen) - David C. Pollock & Ruth Van Reken

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    AW: Buch von Ausländern, die in D leben und wie sie das finden

    Hallo zusammen!

    Ich nehme einfach diesen alten Strang wieder auf, weil ich in letzter Zeit vermehrt auf Bücher gestoßen bin, die genau zu Netninas Suche passen und die hier noch nicht genannt wurden.

    Netnina, gleich zu Beginn mal eine 'frohe Botschaft': Es gibt jetzt tatsächlich ein Buch, das genau auf Dein damaliges Suchprofil passt: Ein Amerikaner, der in Deutschland lebt, beschreibt das Land, die Leute und seine Endrücke!

    Vielleicht kennst Du es ja selbst schon? - "Planet Germany" von Eric T. Hansen.
    Mister Hansen ist angeblich als Mormonen-Missionar von Hawaii nach D gekommen (catchy story, was?) und geblieben, weil er einer großen Leidenschaft für das deutsche Mittelalter frönt. Auch über Letzteres hat er schon Bücher geschrieben. - Kompletter Titel: "Planet Germany. Eine Expedition in die Heimat des Hawaii-Toasts".
    (Ich mag den Humor & den Blick. Manche beklagen, dass die 'Ursachenforschung' zu sehr an der Oberfläche bleibt. Aber wer eine tiefgründige Abhandlung über das deutsche Wesen möchte, sollte vielleicht kein eher satirisch humoristisches Buch kaufen .)

    Ähnliche Ecke:
    "My dear Krauts. Wie ich die Deutschen entdeckte" von Roger Boyes.
    Boyes, langjähriger Deutschland-Korrespondent führender englischer Zeitung berichtet seine sehr subjektiven Eindrücke vom Land. Ich glaube, es geht auch um die von Netnina angefragte Mülltrennung.
    Ich habe im www schon paar Essays daraus von ihm gelesen und das Buch jetzt mal im Laden durchgeblättert. Zum Kauf hat's mich erstmal nicht verlockt. - Manche kommen offensichtlich mit seinem Blick oder Stil nicht klar, aber selbst und gerade da finde ich es interessant, was für ein Deutschland-Bild ein Korrespondent wie er also seinen Lesern vermittelt...! Und das ausgerechnet einem englischen Publikum, dem ein sehr, sehr spezifisches Deutschlandbild in Kopf & Presse nachgesagt wird

    Liebe Grüße!

    Muggl
    Geändert von muggl (17.05.2007 um 11:39 Uhr)

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    AW: Buch von Ausländern, die in D leben und wie sie das finden

    Hallo,

    sehr lesenswert sind die Bücher von Asfa-Wossen Asserate. Er ist Äthiopier, stammt aus der kaiserlichen Dynastie und hat in Deutschland studiert und ist nach dem Studium auch hiergeblieben. Er hat das Buch "Manieren" verfasst, einen sehr schönen und warmherzigen Blick auf die Eigenheiten des deutschen "Anstandes", und vor kurzem ist auch seine Autobiographie "Ein Prinz aus dem Hause David - und warum er in Deutschland blieb" erschienen. Das habe ich noch nicht gelesen, es hat aber gute Kritiken in amazon bekommen.

    Viele Grüße von

    Yolanda

  6. gesperrt

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    AW: Buch von Ausländern, die in D leben und wie sie das finden

    My dear Krauts hab ich auf Empfehlung von hier als Geschenk gekauft. Der Beispielsatz auf der Umschlag-Banderole machte auch wirklich Lust zum Weiterlesen.

    - reingefallen! Der Rest ist nämlich einfach nur albern.

    Ärgerlich.

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    AW: Buch von Ausländern, die in D leben und wie sie das finden

    Watching The English von Kate Fox oder so habe ich inzwischen über die Engländer gelesen - zum Schreien lustig und sehr treffend! Jedenfalls danke für Eure Anteilnahme, von dieser Art Bücher kann ich nie genug kriegen!
    Warte nicht darauf, dass andere Dich glücklich machen, mach es selber!

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    AW: Buch von Ausländern, die in D leben und wie sie das finden

    Hallo!

    Oh, jetzt ist ja wirklich wieder etwas Leben in den Strang gekommen.

    Zitat Zitat von Ila
    My dear Krauts hab ich auf Empfehlung von hier als Geschenk gekauft. ... ...Ärgerlich.
    Hätte mich auch sehr gewundert . Ich habe es auch bidde nicht 'empfohlen', ich habe es 'genannt'.
    Gerade weil es so ärgerlich ist, ist es bedenklich-interessant, denn der Autor ist nicht irgendwer und seine "Werke" erscheinen nicht irgendwo. Angesichts dessen kann man das vielleicht etwas eigene Deutschschlandbild so manchen Engländer's verstehen - woher soll er's besser wissen?

    Die Empfehlung des Buches von Asfa-Wossen Asserate klingt super! Danke für den Tipp!

    Ich hab eben vor rund 'nem halben Jahr mal viele Bücher in der hier gesuchten Richtung recherchiert, weil ich französischen Freunden, die deutsch-französische Beziehungen studieren und sehr interessiert sind, so etwas als 'unterhaltsames & erleuchtendes' Gastgeschenk mitbringen wollte. Ich dachte, das passt.
    Aber am Ende habe ich davon Abstand genommen... Wenn Deutsche über Deutschland schreiben, wird es oft zu depressiv & tiefschürfend für ein unterhaltsames Geschenk (unsere Trübsal wollte ich ihnen nicht zwangsauferlegen) oder es geht Richtung Bloßstellung/Beschimpfung der anderen und Huldigung des Autoren selbst ("ich bin ja nicht so wie diiie... Aber schaut sie Euch an!"). Und bei den Satiren von ausländischen Autoren war ich auch vorsichtig: Wenn man sie als absoluter Indsider der Kultur liest oder zumindest länger in D gelebt hat, oke. Dann kann man das Satirische und den Wahrheitsgehalt einschätzen und sich ggf. mit Abstand amüsieren. Aber da vieles auch sehr platt & stark überzeichnet daher kommt, war es mir zu riskant, dass ich da nur der Verbreitung von dumpen Stereotypen Vorschub leiste. So wars ja nicht gedacht. Sollen sie ihre eigenen Erfahungen machen!

    Grüße!

    Muggl

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    AW: Buch von Ausländern, die in D leben und wie sie das finden

    Zitat Zitat von Ila
    My dear Krauts hab ich auf Empfehlung von hier als Geschenk gekauft. Der Beispielsatz auf der Umschlag-Banderole machte auch wirklich Lust zum Weiterlesen.

    - reingefallen! Der Rest ist nämlich einfach nur albern.

    Ärgerlich.

    Ich kann mich anschließen - bis auf ein paar nette Details (zb die Szenen mit den deutschen und englischen Kriegsveteranen und Sprüchen über die Nachtsicht) ist das Buch ziemlich überflüssig.
    Nicht umsonst wollen es acht Leute bei http://www.tauschticket.de loswerden....

    Es ist anscheinend auch nur auf deutsch erschienen.

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