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    AW: Zu welchen Büchern genötigt?

    In dem Buch ist irgendwann mal die Rede von "den Kraftbrühen des Mannes"...und wir saßen alle ratlos da.
    diese Passage muss mein guter alter Deutschlehrer geflissentlich mit uns überlesen haben
    Schande über ihn

  2. Inaktiver User

    AW: Zu welchen Büchern genötigt?

    Ich habe schon mal geschrieben, dass ich mich noch nie zu einem Buch genötigt gefühlt hatte, auch in Schulzeiten nicht. War immer hochinteressant, kommt doch auch darauf an, wie man im Unterricht mitarbeitet. Ich war übrigens keine Vorzeigeschülerin.

    In einer von Dorothy Sayers Büchern oder Kurzgeschichten, es ist schon so lange her, über Lord Peter geben sich dieser, seine Frau und der Kaminkehrer ein Duell mit Zitaten aus berühmten Stücken, verfremdeten Zitaten.
    Eines war: Lesen bildet - sie meinten damit die Wortwahl.

    Schade finde ich, dass dies bisweilen nicht der Fall ist, auch bei wohlgebildeten.

    Wir hatten in der 13. Klasse einen Notfallunterricht, weil sich unsere Lehrerin über den mangelnden aktiven Wortschatz aufgeregt hat. Wir waren ein humanistisches Gymnasium, also Latein, Englisch, Französisch, Griechisch, alles Abifächer. Und als fachübergreifenden Unterricht eben: jeden Tag mindestens 20 Zeilen mit sinnverwandten Ausdrücken in den jeweiligen Sprachfächern, dazu drei Sätze, die höflich, schrullig und eklig das gleiche Thema behandeln sollten.
    Inklusive Grammatik - das war .... bildend.
    Die armen Referendarinnen hatten ganz schön was zu korrigieren.

    Obs geholfen hat kann ich natürlich nicht beurteilen.

    Liebe Grüsse
    Elke

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    AW: Zu welchen Büchern genötigt?

    Das ist wirklich eine schöne Idee...soetwas hätte ich auch gern in der Schule gehabt!
    Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden.

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    AW: Zu welchen Büchern genötigt?

    Die Schullektüre, die es mir am meisten angetan hat, war eindeutig Faust I. Ich habe das Buch geliebt, wegen seinem Zynismus und den boshaften Anspielungen und bin bis heute der Meinung, dass man für (fast) jede Lebenssituation darin ein passendes Zitat finden kann. Die Leiden des jungen Werthers hingegen fand ich, im Gegensatz zu vielen Altersgenossen, total nervig. Am liebsten hätte ich mir den Kerl gepackt, geschüttelt und ihm angeschrien, dass er sich endlich zusammenreissen möge. Unglückliche Liebe hin oder her - für mich war der Typ ein Jammerlappen.
    Der absolute Lektüre-Supergau war für mich allerdings "A Portrait of the Artist as a Joung Man" von Joyce, ich habe wirklich versucht, es zu lesen, aber es ging einfach nicht!

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    AW: Zu welchen Büchern genötigt?

    @ Marigold: Schreibt Primo Levi im Original nicht hebräisch?

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    AW: Zu welchen Büchern genötigt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich habe schon mal geschrieben, dass ich mich noch nie zu einem Buch genötigt gefühlt hatte, auch in Schulzeiten nicht. War immer hochinteressant, kommt doch auch darauf an, wie man im Unterricht mitarbeitet. Ich war übrigens keine Vorzeigeschülerin.
    Elke, ich glaube, das liegt an unserem "fortgeschrittenen Alter, damals gab es nicht so viel Auswahl, da haben wir uns auf jeden Text gestuerzt, der uns unter die Finger kam. Mir ging das naemlich genauso.

    Zitat Zitat von PattyAnn
    @ Marigold: Schreibt Primo Levi im Original nicht hebräisch?
    Also, das Buch, das ich im Moment lese, hat er in italienisch geschrieben. Ich konnte es aber besser in englisch bekommen, und da ich es sowieso als Uebersetzung lesen muss (mein Italienisch ist nicht so gut ), habe ich es mir in englisch geholt. Ich lese es hier mit einem Lesekreis, die meisten koennen nur englisch, so dass es dann auch einfacher ist, wenn man darueber spricht.
    Ich lese gern und viel, am liebsten englische Bücher im Original.
    Im Moment lese ich:
    “The Gravedigger’s Daughter” - Joyce Carol Oates
    “Third Culture Kids : The Experience of Growing Up Among Worlds” (Third Culture Kids. Aufwachsen in mehreren Kulturen) - David C. Pollock & Ruth Van Reken

  7. Inaktiver User

    AW: Zu welchen Büchern genötigt?

    ich glaube, das liegt an unserem "fortgeschrittenen Alter,
    Ich bin Jahrgang '63 fühlte mich aber während meiner Schulzeit doch zu zwei Büchern genötigt

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    smirk AW: Zu welchen Büchern genötigt?

    Zitat Zitat von PattyAnn
    @ Marigold: Schreibt Primo Levi im Original nicht hebräisch?
    Nein, Italienisch
    zwar eine spaete Bemerkung aber ich gehoere auch zu den Zwangsverbesserinnen.

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    AW: Zu welchen Büchern genötigt?

    Ganz fürchterlich:

    Camus – Der Fremde - widerlich
    Anouilh – Beckett – zum Einschlafen (selbst im französischen Original)
    Kleist – Prinz von Homburg – komplett uninteressant

    Manchmal frage ich mich echt, nach welchen Kriterien eigentlich sog. Hochliteratur ausgewählt wird, die man unbedingt kennen muss, so dass sie Einlaß in den schulischen Literaturkanon findet.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

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    AW: Zu welchen Büchern genötigt?

    Eigentlich fand ichs toll, wenn Lesen ein Teil meiner Hausaufgaben war. Einige hier genannte Bücher hab ich freiwillig und sehr gern gelesen. Der Steppenwolf z.B. war für mich jahrelang ein Lieblingsbuch, genauso die Buddenbrocks: richtig witzig und sehr spannend. Anouilh und Becket sollten sie die Schüler lieber spielen als lesen lassen. Wer liest schon gern Dramen?!

    Richtig übel fand ich "Romeo und Julia auf dem Dorfe" von Keller. Bah!!
    "Oh good! Nobody here but People."
    Veta Louise Simmons in Harvey von Mary Chase

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