Wir hatten es im Radio gehört, als Hörspiel, deshalb auch die Diskussion mit meinen Eltern. Man sollte dabei bedenken, dass die Problematik beim Erscheinen des Hörspiels sehr brisant war.Zitat von Inaktiver User
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Thema: Zu welchen Büchern genötigt?
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09.10.2006, 01:27Inaktiver User
AW: Zu welchen Büchern genötigt?
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09.10.2006, 11:09
AW: Zu welchen Büchern genötigt?
"A Streetcar Named Desire" musste ich nicht lesen, trotzdem ist es mir im Gedächtnis geblieben: meine Freundin (im Englisch-LK) musste es lesen und auf die Anordnung der Lehrerin hat sie den Titel übersetzen müssen: "Ein Straßenauto namens Desiree".
Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden.
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09.10.2006, 13:30Inaktiver User
AW: Zu welchen Büchern genötigt?
Gut, mag sein. Aber ehrlich gesagt kann ich mich überhaupt nicht mehr erinnern - weil ich da in der 7 Klasse war, das heißt ich war 12 Jahre alt. Da haben mich andere Dinge interessiert. Vielleicht fänd ichs heute toll, wenn ichs nochmal lesen/hören würde.
Zitat von Inaktiver User
Ich denke sowieso, dass manches Mal schlicht 'versagt' wird wenn es darum geht, den Lehrstoff angemessen für die Altersgruppe auszusuchen. Das soll jetzt kein Schimpfen auf die Lehrer sein, aber bei uns in der Klasse hat das damals kein Schwein kapiert außer dem der sowieso nen IQ über 120 hatte... und immer schadenfroh gegrinst hat wenn jemand anderes ne falsche Antwort gegeben hat. - (kleine Ratte!)
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09.10.2006, 20:51Inaktiver User
AW: Zu welchen Büchern genötigt?
Genau das wollte ich auch anmerken. Ich fand die Lektüren nicht altersgemäß. Vor allem Room at the Top, das hat keinen interessiert und ging an uns Neuntklässlerinnen komplett vorbei.
Zitat von Inaktiver User
So mag es mit dem Schiff Esperanza auch gewesen sein (da ich schon das Stichwort gegeben habe). Ich muss wirklich mal bei Wikipedia reinlesen, denn ich erinnere mich nicht mehr an das Thema, sondern an die grässlichen Unterrichtsstunden.
So habe ich "in reiferem Alter" erst Homo Faber gelesen, bin Tolstoi und Turgenjew- Liebhaberin geworden und habe vor allem erst mit Mitte 30 Fontane schätzen gelernt.
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09.10.2006, 23:14Inaktiver User
AW: Zu welchen Büchern genötigt?
Das ist ein schöner Anknüpfungspunkt für einen Gedanken, der mich im Hinblick auf meinen Lesegeschmack immer mal wieder beschäftigt:
Zitat von Inaktiver User
Für mich gibt es "Phasen-Bücher" und "Immer-wieder-Bücher". Es gibt Bücher, die in einer bestimmten Lebensphase genau richtig waren, vorher und nachher "passten" sie aber irgendwie nicht zu mir.
"Der Herr der Ringe" passte, als ich 16 bis 20 war. Damals fand ich ihn toll. Als die Filme vor wenigen Jahren ins Kino kamen, habe ich die Bücher noch einmal heraus geholt, und nun geben sie mir gar nichts mehr. "Das goldene Notizbuch" von Doris Lessing habe ich mit 25 nach 150 Seiten entnervt aus der Hand gelegt; mit 30 habe ich es verschlungen, inzwischen würde es mich wohl nicht mehr reizen, weder im positiven noch im negativen Sinne.
Das sind für mich "Phasen-Bücher".
"Immer-wieder-Bücher" hinterlassen immer wieder neue Eindrücke, auch wenn ich sie schon zigmal gelesen habe. Hängt sicher auch von der eigenen Lebensphase ab. Aber diese Bücher geben mir trotzdem in jeder Lebensphase etwas und sind IMMER spannend und lesenswert; sie lassen mich nie völlig kalt, sondern enthüllen mit jedem Lesen neue Facetten. Ein Favorit ist für mich "Mephisto" von Klaus Mann, auch "Ich hab' Dir nie einen Rosengarten versprochen" von Hannah Green. "The Cider House Rules" und "A Widow for One Year" ("Gottes Werk und Teufels Beitrag" / "Witwe für ein Jahr" von John Irving haben auch gute Chancen, Immer-wieder-Bücher zu werden, ebenso "The Remains of the Day" ("Was vom Tage übrig blieb") von Kazuo Ishiguro und "Gute Menschen" von Tim Parks (handelt von einem Yuppie-Ehepaar, das ein schwerst behindertes Kind bekommt, nach dem ersten Schock daran wächst und sich aufopferungsvoll kümmert, um dann doch daran zu zerbrechen und das Kind umzubringen). Und Harry Potter hat auch gute Chancen, zur Immer-wieder-Serie zu werden.
Geht das nur mir so, oder habt Ihr auch Phasen-Bücher und Immer-wieder-Bücher?
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11.10.2006, 17:45
AW: Zu welchen Büchern genötigt?
Ich glaube, das geht uns allen so. Manche Buecher kann man wirklich nur in einem bestimmten Lebensabschnitt geniessen (und zum Teil auch verstehen bzw. nachvollziehen), andere sind so zeit- und alterslos, die kann man immer wieder lesen. Bei manchen reicht es aber auch, wenn man die einmal gelesen hat, "I Never Promised you a Rose Garden" gehoert auch dazu, obwohl es mir sehr gut gefallen hat. Die meisten anderen von Dir genannten Buecher haben mir weniger gefallen, Geschmack ist eben sehr verschieden. Und das ist noch der groesste Unterscheidungspunkt, welches Buch wohin kommt.
LG, MarigoldIch lese gern und viel, am liebsten englische Bücher im Original.
Im Moment lese ich:
“The Gravedigger’s Daughter” - Joyce Carol Oates
“Third Culture Kids : The Experience of Growing Up Among Worlds” (Third Culture Kids. Aufwachsen in mehreren Kulturen) - David C. Pollock & Ruth Van Reken
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11.10.2006, 19:16
AW: Zu welchen Büchern genötigt?
Ich lese Bücher eigentlich nie zweimal. Könnte daran liegen, daß mein Langzeitgedächtnis da zu gut mitspielt, ich weiss eh immer schon, wie die Bücher ausgehen, und dann machts mir keinen Spass mehr. Mit Filmen gehts mir da ähnlich, da komme ich aber manchmal nicht drumrum, die ein zweites Mal anzusehen - aber so richtig gern mache ich das nicht.
Grüsse
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12.10.2006, 14:10
AW: Zu welchen Büchern genötigt?
"Genötigt" wurden wir (soweit ich mich erinnere) zu Anna Seghers (Das siebente Kreuz), Grass (Katz und Maus) und Böll (Katharina Blum). Das war alles ziemlich schrecklich, obwohl ich wirklich eine Leseratte war und bin - aber damals halt eher Die fünf Freunde etc. Ich fand Deutsch eines der schrecklichsten Fächer an der Schule, habe es auch nach der 10. abgewählt! (Und ich muß leise wergänzen: Aus mir ist trotzdem eine ordentliche Literaturwissenschaftlerin geworden - aber dem Fach Deutsch verdanke ich die Motivation dazu bestimmt nicht!)
Es geht immer vorwärts!
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12.10.2006, 14:37Inaktiver User
AW: Zu welchen Büchern genötigt?
Ich finde es schade, dass so viele hier, die offensichtlich doch gerne lesen, solch einen Jass in der Schule wegen "Lektüre" hatten.
Wobei ich natürlich schon sehe, dass eine grosse Kluft zwischen "Fünf Freunde" und "Siebtes Kreuz" liegt.
Noch mehr bedaure ich diese schlechten Erfahrungen, da ich diese "Lektüre" genauso verschlang wie die fünf Freunde, die zu meiner Zeit "Elke ......" in 12 Fortsetzungen hiessen. Fünf Freunde waren dann dran, als mein Sohn zu lesen anfing.
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12.10.2006, 14:43Inaktiver User
AW: Zu welchen Büchern genötigt?
Wenn es nicht zu persönlich ist, würde mich interessieren, wie Du dann den Schwung gekriegt hast.
Zitat von Laura
Ich sag auch warum: ich hatte immer sehr schlechte Noten in Chemie, eigentlich einen Kulanz-Vierer, weil bekannt war, dass ich NIEMALS etwas mit Chemie zu tun haben würde.
Ich habe aber letztes Jahr zwei Semester Chemie in Irland, die ein vorzügliches Seniorenstudium anbieten, gemacht, weil es mich immer interessierte und einen prima Abschluss hingelegt.


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