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    AW: Pascal Mercier: Nachtzug nach Lissabon

    Was findet Ihr nur an diesem Buch. Habe noch nie so ein schlechtes Buch gelesen.

  2. Inaktiver User

    AW: Pascal Mercier: Nachtzug nach Lissabon

    Zitat Zitat von Beate.Blomerg
    Was findet Ihr nur an diesem Buch. Habe noch nie so ein schlechtes Buch gelesen.




    "Schlecht" ist das Buch ganz bestimmt nicht,

    wahrscheinlich trifft es nicht Deinen Geschmack.

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    AW: Pascal Mercier: Nachtzug nach Lissabon

    So, nun hab ich ihn ja auch gelesen, den Nachtzug!

    Dieses Buch hatte für mich alles was dazugehört. Eine interessante Hauptfigur in die ich mich richtig reinversetzen konnte, einen spannenden Plot, viele Figuren die man traf, die einen selbst vielleicht auch etwas veränderten und zusätzlich immer wieder die "Buchskizzen" von Prado, die auf mich sehr gewirkt haben, wo ich zwischendurch das Buch schloss, einfach um Sätze nochmal an mir vorbeiziehen zu lassen.

    Hier schrieb jemand etwas von konstruiert, so im Nachhinein kann ich das auch etwas durchschimmern sehen, aber beim Lesen empfand ich alles als sehr, sehr stimmig. Grade die 2fache Abreise, das Aussteigen um Estefania doch noch kennenzulernen - er tat das worüber viele nachdenken und es doch nie tun.

    Die Szene mit der Teetasse fand ich auch sehr, sehr wichtig, sie hat einen ganz einfach berührt. Ebenso ging es mir aber, als er noch einen "Übergriff" startet und die Uhr bei Adriana wieder in Gang setzt und damit ihr Leben quasi "neu beginnt". Er weiss das dabei viel auf dem Spiel steht. Und doch, er tut es.

    Das Ende fand ich genau richtig, lustig weil ich sowas normalerweise nicht leiden kann. Aber durch einen anderen Lieblingsautoren (Murakami) bin ichs mittlerweile gewohnt Aber es passte einfach, ich hatte Angst vor dem Schluss, weil grade dieser manchmal alles verdirbt, aber hier - nein.

    Das die Portugiesin nicht mehr auftaucht empfinde ich ebenfalls als stimmig, sie ist der Auslöser, sie hat nichts mit der Geschichte zu tun, der Zufall wäre zu groß, zu gewollt. Nein, das ist schon okay so.

    Und zu dem Kommentar "Schlechtes Buch" - Ja, ich musste am Anfang meiner Buchhändlerlehre auch lernen zu sagen warum genau mir ein Buch nicht gefällt. Manchmal ist es auch schwer, sowas in Worte zu fassen. Aber innerhalb einer Diskussion finde ich es den anderen gegenüber ziemlich blöd, einfach einen Satz in den Raum zu stellen "Schlechtes Buch, keine Ahnung was ihr dran findet". Was gefiel dir nicht? Was hat dir das Buch verdorben? War es nicht dein Stil? Was liest du sonst so gerne?"

    Ich finde, das ist man einer Diskussion schuldig ;-)

    Zimtfisch
    That rug really tied the room together. The Big Lebowski

  4. Inaktiver User

    AW: Pascal Mercier: Nachtzug nach Lissabon

    Ich kann die Begeisterung für dieses Buch auch überhaupt nicht verstehen. Ich kann mich eigentlich an kein Buch erinnern durch das ich mich so quälen musste.

    Mit beiden Hauptpersonen wurde ich überhaupt nicht warm. Wer Lateinlehrer für biedere Langweiler hält, bekommt bei "Mundus" alle seine Vorurteile bestätigt und Prado ist sooooo "übermoralisch" und unnatürlich. Die ganze Geschichte wirkt konstruiert und völlig unglaubwürdig. Auch der Schreibstil des Autors gefällt mir nicht - unnatürlich und gestelzt wirkende Dialoge und dazu die ständigen Wiederholungen, dass Mundus bestimmte Situationen "nie wieder vergessen wird". Manchmal wirkte das Buch auf mich wie aus Bausteinen (die unbedingt mir rein mussten) zusammengesetzt - nur leider passen die nicht immer aufeinander.

    Besonders über eine Textstelle bin ich gestolpert: Taschenbuch-Ausgabe S. 403 ganz unten "Man konnte das Zugfenster öffnen und den Engel fragen." Häääää?????

    Mein Gesamtfazit ist jedenfalls: gepfleget Langeweile und für mich wars schade um die Zeit.

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    AW: Pascal Mercier: Nachtzug nach Lissabon

    Zitat Zitat von Zimtfisch
    So, nun hab ich ihn ja auch gelesen, den Nachtzug!

    Dieses Buch hatte für mich alles was dazugehört. Eine interessante Hauptfigur in die ich mich richtig reinversetzen konnte, einen spannenden Plot, viele Figuren die man traf, die einen selbst vielleicht auch etwas veränderten und zusätzlich immer wieder die "Buchskizzen" von Prado, die auf mich sehr gewirkt haben, wo ich zwischendurch das Buch schloss, einfach um Sätze nochmal an mir vorbeiziehen zu lassen.

    Hier schrieb jemand etwas von konstruiert, so im Nachhinein kann ich das auch etwas durchschimmern sehen, aber beim Lesen empfand ich alles als sehr, sehr stimmig. Grade die 2fache Abreise, das Aussteigen um Estefania doch noch kennenzulernen - er tat das worüber viele nachdenken und es doch nie tun.

    Die Szene mit der Teetasse fand ich auch sehr, sehr wichtig, sie hat einen ganz einfach berührt. Ebenso ging es mir aber, als er noch einen "Übergriff" startet und die Uhr bei Adriana wieder in Gang setzt und damit ihr Leben quasi "neu beginnt". Er weiss das dabei viel auf dem Spiel steht. Und doch, er tut es.

    Das Ende fand ich genau richtig, lustig weil ich sowas normalerweise nicht leiden kann. Aber durch einen anderen Lieblingsautoren (Murakami) bin ichs mittlerweile gewohnt Aber es passte einfach, ich hatte Angst vor dem Schluss, weil grade dieser manchmal alles verdirbt, aber hier - nein.

    Das die Portugiesin nicht mehr auftaucht empfinde ich ebenfalls als stimmig, sie ist der Auslöser, sie hat nichts mit der Geschichte zu tun, der Zufall wäre zu groß, zu gewollt. Nein, das ist schon okay so.

    Und zu dem Kommentar "Schlechtes Buch" - Ja, ich musste am Anfang meiner Buchhändlerlehre auch lernen zu sagen warum genau mir ein Buch nicht gefällt. Manchmal ist es auch schwer, sowas in Worte zu fassen. Aber innerhalb einer Diskussion finde ich es den anderen gegenüber ziemlich blöd, einfach einen Satz in den Raum zu stellen "Schlechtes Buch, keine Ahnung was ihr dran findet". Was gefiel dir nicht? Was hat dir das Buch verdorben? War es nicht dein Stil? Was liest du sonst so gerne?"

    Ich finde, das ist man einer Diskussion schuldig ;-)

    Zimtfisch

    Respekt, Fräulein Zimtfisch!

    Jetzt ist es ein Jahr her, dass ich es gelesen habe und ich weiß sicher, dass es zu den wenigen der Bücher geworden ist, die einen festen Platz in meiner "Rangliste" haben (neben Murakami ) und das sich von dort nicht leicht verdrängen lassen wird.


    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Die ganze Geschichte wirkt konstruiert und völlig unglaubwürdig.
    Nun, ich weiß jetzt auch nicht, was Du für ein Genre erwartet hast. Ein philosophischer Roman ist keine Reality Story.
    Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können,
    was in uns ist - was geschieht mit dem Rest?

    Pascal Mercier

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    AW: Pascal Mercier: Nachtzug nach Lissabon

    Also ich finde, dass Buch wird weithin überschätzt. Mann in Midlife Crisis steigt aus normalen Leben aus. Oh wie toll. Man merkt leider, dass der Autor Philosoph ist. 600 Seiten philosophisches Geschätz und blabla.

  7. Inaktiver User

    AW: Pascal Mercier: Nachtzug nach Lissabon

    Hallo!

    Ich habe beschlossen, es nicht zu lesen.

    Laetitia

  8. Inaktiver User

    AW: Pascal Mercier: Nachtzug nach Lissabon

    Ich beömmele mich darüber, dass mancher der mit dem Buch persönlich nichts anfangen kann, dann den Allgemeinplatz bzw. der Platitude bedient .:das Buch wird weithin überschätzt..

    Das mag ein professioneller Kritiker schreiben, nachdem er begründet hat, warum er dieser Meinung ist und anhand dessen was er dann schreibt, kann ich erkennen, ob ich diesem persönlichen Einzelurteil überhaupt Bedeutung beimessen werde..

    Ich mochte das Buch sehr..ich mochte die Sprache, die Thematik und denke mir eine freundliche Fortsetzung..bzw. Ende..

    Doch, doch : diesem " philosophischen Geschwätz " hörte ich gerne zu, ich halte " Philosoph" auch nicht für ein Schimpfwort..ebenso wenig wie " Intellektueller " eins sein muss..

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    AW: Pascal Mercier: Nachtzug nach Lissabon

    Ich höre das Buch gerade, bin auf CD 4 von 6, also etwas mehr als die Mitte. Es gefällt mir sehr gut, weil es ganz eindringlich gelesen wird. Aber ich denke, dass es ein Buch ist, das man lesen müßte. Ich werde es mir auf jeden Fall noch einmal anhören, wenn ich damit fertig bin, weil einiges im Berufsverkehr doch untergeht. Jetzt habe ich eine Frage, sind das im Buch zwei verschiedene Schreibweisen, weil der Vorleser manchmal ganz leise und dann mit lauter Stimme liest oder ist das Zufall?

  10. Moderation

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    AW: Pascal Mercier: Nachtzug nach Lissabon

    Ich kann mir vorstellen, dass der Vorleser damit den Unterschied zwischen der Erzaehlung an sich und den Auszuegen aus dem Buch von Prado verdeutlichen will - im Buch sind Letztere kursiv gesetzt.

    Ich mag das Buch auch sehr - gerade weil es sehr viele Stellen bietet, die man mehrmals lesen, zu denen man wieder zurueckkomme muss ... ich erwartete keine Unterhaltung von dem Buch, sondern Denkanstoesse.
    "I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

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