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    AW: Fantasy und Science Fiction

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ich hab' gestern drüben im "Ich lese gerade" Strang eine ziemlch ausfühliche Besprechung von Charles Stross "Glasshouse" (dt. "Glashaus") gepostet und bin mir etwas fehl am Platz vorgekommen

    Falls Interesse (und falls das mit dem Link klappt): Hier.
    Hast du Accelerando auch gelesen, von dem Glashaus ja die Fortsetzung ist? Ich möchte es mir kaufen, würde aber gerne noch ein Urteil ausserhalb der Amazon-Besprechungen haben. Kannst du was dazu sagen?
    .
    I'm waiting for the other shoe to drop.



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    AW: Fantasy und Science Fiction

    Zitat Zitat von Amphib Beitrag anzeigen
    Wahrscheinlich zu profan um es hier zu erwähnen: Douglas Adams. Immer wieder genial, find ich.
    Keinesfalls zu profan. Eigentlich hats jeder gelesen, so dass es vielleicht überflüssig ist, DA-Bücher hier zu erwähnen.

    Brutal enttäuscht war ich von Metro 2033.

    Von Larry Niven lese ich aktuell den "Weltenwandler". Siegmund Ausfallers Leben. Sehr interessant, muss aber fast schon als Sekundärliteratur bezeichnet werden. Wenn dir die Ringwelt schon gefallen hat, dann kannst du ruhig weiterlesen. Aber umso später die Bücher, desto lieber wirft Larry Niven ein Prinzip komplett über den Haufen und erklärt Hintergründe, auf die man nie gekommen wäre.

    Mein absoluter Tipp ist John Scalzi. "Krieg der Klone", "Geisterbrigaden", "Die letzte Kolonie", "Zwischen den Sternen" (in dieser Reihenfolge lesen, "Agent der Sterne" und "Androidenträume" laufen außerhalb der Reihe).

    Eschbach: "Eine Billion Dollar". "Ausgebrannt" und "Ein König für Deutschland" sind toll, arbeiten mit genialen Ideen, haben aber - wie fast immer bei diesem Autor - ein blamabel blödes Ende. "Das Ende offen lassen, damit der Leser sich Gedanken machen kann", ist ja ein netter Ansatz, aber doch nicht soooo offen!

    Schätzing mochte ich noch beim Schwarm, aber der langweilt ja endlos rum, bis er mal ein bisschen auf den Punkt kommt. Man liest, und liest, und liest, und denkt sich, dass bald schon mal was passieren müsse, aber es passiert halt nichts. Will er damit intellektuell wirken?

    Seine eigenen Gedanken machen muss man sich zum "Starship Trooper", dem Originalbuch von Heinlein. Da sag ich jetzt nichts dazu, aber es ist durchaus das Lesen wert. Bitte nicht verwechseln mit dem Film. Das Buch entstand 1959, der Film hat nicht sehr viel mit dem Buch zu tun.

    Mit lesenden Grüßen
    Ghostwriter.
    Sie lasen soeben ein weiteres Premium-Posting des Ghostwriters, eines glücklichen alleinerziehenden Papas zweier bezaubernder Kinder.

  3. Moderation

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    AW: Fantasy und Science Fiction

    Zitat Zitat von Quidam Beitrag anzeigen
    Hast du Accelerando auch gelesen, von dem Glashaus ja die Fortsetzung ist? Ich möchte es mir kaufen, würde aber gerne noch ein Urteil ausserhalb der Amazon-Besprechungen haben. Kannst du was dazu sagen?
    Accelerando habe ich nicht gelesen -- meine Freunde, die es gelesen haben, meinten, es sei sehr fragmentatisch und zu abgefahren, um wirklich Spaß zu machen. Vielleicht versuche ich es jetzt mal, wo ich weiß, wo es alles hinführt. Das sollte helfen, die Geschehnisse einzuordnen.

  4. Moderation

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    AW: Fantasy und Science Fiction

    Was ich jetzt auch gelesen habe, für Leute, die es episodisch und abgefahren mit ziemlich viel "Meta" mögen: Jasper Fforde, "The Eyre Affair" und die Folgebände. (Dt: "Der Fall Jane Eyre"). Eine umfassende Halbbildung in englischer Literatur wird vorausgesetzt.

    In einer Welt, die von Seite zu Seite weniger wie unsere ist, wo Leute sich Dodos als Haustiere klonen, das Amt für Zeitreisen versucht, die Napoleonischen Kriege zu gewinnen, der Krimkrieg in sein 133stes Jahr geht und ein einziger Konzern 80% des Welthandels beherrscht arbeitet Thursday Next in "Special Operations", Abteilung Literatur, wo sie unter anderem gefälschte Shakespeare-Werke identifiziert.

    Aber jetzt haben die höheren Ränge der "Special Operations" einen Auftrag für sie: Archeron Hades, ein Erzschurke, wie er im Buche steht, ist mittels einer Maschine, die Thursdays sonderbarer Onkel Mycroft (man stelle sich James Bonds "Q" vor, und dann hoch drei) gebaut hat, in ein Dickens-Buch eingedrungen und droht, Charaktere umzubringen, wenn man im nicht ein hohes Lösegeld zahlt. Und Thursdays ist die einzige, die Hades gut genug kennt, um vielleicht eine Chance gegen ihn zu haben.

    Im Laufe der Geschichte verlegt sich die Auseinandersetzung in das Buch "Jane Eyre", und Austens Werk wird nie wieder das sein, was es mal war -- obwohl alle Charaktere sich große Mühe geben, sich von Jane fernzuhalten, schließlich erzählt sie die Geschichte, und könnte die ganze Sache auffliegen lassen!

    Der Weltenbau und die völlige Abgefahrenheit der Bücher ist eine reine Freude. Die Plots halten allerdings nicht so gut zusammen, die Romanze zwischen Thursday und ihrem Süßen hat etwa die Temperatur von kaltem Vanillepudding, und Thursday erscheint mir nie als die Art von Charakter, die das getan hat, was der Autor in ihre Vergangenheit schreibt.

    Aber wenn man "Per Anhalter durch die Galaxis" mag, und generell britische Absonderlichkeiten, die einem das Hirn verbiegen, ist das Buch auf jeden Fall einen Versuch wert.

    In den späteren Bänden entwickelt Thursday ihre latent vorhandene Fähigkeit, fiktive Welten zu betreten, und wird Mitglied eine Gilde der Bücherwächter -- überwiegend fiktiver Nebencharaktere, die nicht ausgelastet sind und die dafür sorgen, daß in der Literatur alles mit rechten Dingen zugeht und nicht ein gelangweilter Raumfahrer in einem historischen Roman Unfug treibt, oder Hamlet seine Begeisterung für Mel Gibson entdeckt und versucht, mehr wie Riggs in "Lethal Weapon" zu sein. Und da ist ja auch noch der Weltkonzern, für den es sehr gewinnbringend wäre, Zugriff auf völlig fiktionale Welten und Gegenstände zu bekommen...

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    AW: Fantasy und Science Fiction

    Also, Hohlbein ...
    Nicht so intellektuell wie Stanislav Lem, aber liest sich gut weg, ohne hohl zu sein.
    Ich finde ihn schon ziemlich hohl. Ich habe mal angefangen, einen Roman von ihm zu lesen, der sogar in meiner (und seiner) Heimatstadt spielte, und das ging gar nicht! Einen guten Roman macht für mich auch aus, daß man die Charaktere kennenlernt, oder, sich sogar irgendwie mit ihnen identifizieren kann. War bei ihm beides nicht gegeben. Und überhaupt macht es mich immer misstrauisch, wenn jemand so am Fliessband schreibt.
    Andersrum mochte ich "Die Teppichvölker" von Pratchett auch nicht so gern, eben auch wegen dieser: und dann passierte dies, und dann das, und blablabla-Erzähform, die keinen Charakter so richtig herausformte ... und dann war Pratchett später doch einer der genialsten Autoren (natürlich neben Tolkien und Adams) überhaupt.
    Ich mag diese besondere Mischung aus Fantasy und / oder Science Fiction, und Humor sehr gerne. Auch, und besonders, wenn sie in Richtung Kinder-Geschichten geht.
    Die letzte, genialste Mischung, die ich gefunden habe, war in den Büchern von Jonathan Stroud und seinem Bartimäus-Zyklus.
    Im Moment lese ich noch P.B. Kerr, die Kinder des Dschinn. Finde ich allerdings auch recht einfach geschrieben, kaum charakterformend, aber immerhin irgendwie fesselnd.
    Grüsse

  6. Moderation

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    AW: Fantasy und Science Fiction

    Zitat Zitat von Borealis Beitrag anzeigen
    Also, Hohlbein ...
    Ja, von Hohlbein bin ich auch nicht so begeistert. Ich habe "Der steinerne Wolf" gelesen, als ich 14 war, und wollte den Protagonisten mit einem nassen Lappen erschlagen, weil er weinerlich und pubertär war. Mmn hat Hohlbein die Techniken, Spannung aufzubauen, ziemlich gut auf der Reihe, aber er benutzt sie auf Geschichten mit so wenig Substanz und so unsubtil, daß man als Leser sieht, was er da tut und wie, und zwar während er es tut. Das ist wie eine verpixelte CGI...

  7. Inaktiver User

    AW: Fantasy und Science Fiction

    hallo ihr fantasy-fans,

    ich kann euch die sonea reihe empfehlen:
    die gilde der schwarzen magier von trudi canavan

    es spielt in einer fiktiven welt und geht um ein mädchen, das im armenviertel bei ihrer tante aufwächst. die zauberer sind die herschende gilde und gehen teilweise gegen die armen brutal vor. bei einem dieser säuberungaktionen kommt es zu einem aufstand und sonea setzt magie frei. was zemlich revolutionär ist, weil die armen keine magie besitzen. die zauberer werden auf sie aufmerksam...

    sehr schön geschrieben, mit einer tollen liebesgeschichte, packenden storylines und wirklich sehr fantasie voll. es gibt 3 ursprüngliche bücher, die abgschlossen sind. nach dem großen erfolg hat trudi canavan die folge ergänzt, die dann 20 jahre später angesiedelt ist.

  8. VIP

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    AW: Fantasy und Science Fiction

    gerade ausgelesen: der zyklus über den otori-clan von lian hearn. fand ich in der jugendbuchabteilung unserer stadtbibliothek und finde diese mischung aus fantasy/history sehr spannend. hinzukommt, dass lian hearn für mich die figuren so greifbar beschreibt, dass es manchmal schwer fällt weiter zu lesen - denn du weißt, jetzt wird etwas schlimmes passieren und ich wollte nicht, dass dieser person etwas passiert. ich wollte ins buch schreien 'siehst du nicht, dass ist eine falle'.
    setzt sich subtil auch mit der religiösen thematik auseinander 'die einzig wahre religion' und der globalisierung und der angst vor fremden.

    meine absolute lieblingsserie ist sind die bücher über honor harrington und die dazugehörigen teilbücher (bücher, die im gleichen universum spielen, mit figuren als hauptpersonen, die bei honor harrington eher nebenpersonen waren).
    ich habe alle bücher mehrfach gelesen und bin immer wieder fasziniert von der fähigkeit des autors, komplizierte themen und handlungsstänge, spannend zu verpacken.

    der autor david weber hat auch einen fantasy-zyklus 'schwerter des zorns' begonnen, bisher 4 bücher und es scheint kein weiteres zu geben, obwohl die geschichte weiter geht (gehen muss).
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

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    AW: Fantasy und Science Fiction

    Warte auf weitere deutsche Übersetzungen: Der Saga vom Eisvolk von Margit Sandemo. Sind einfach, aber schön geschrieben. Liest sich schnell weg ein Roman und ich will das Buch eigentlich auch nicht aus der Hand legen. Hasse es, das der Zug nun hält und ich aussteigen muss. Ansonsten faszinieren mich noch die Bernhard Hennen Bücher, von Die Elfen bis Elfen Ritter. Da geht es mir auch so, das ich mit den Helden immer furchtbar mit fiebere.

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    AW: Fantasy und Science Fiction

    Ich habe gerade den Roman "Ein Euro und Fünfzig Cent" gelesen, der diesen Monat erst erschienen ist. Ziemlich originelle Story, ich versuche das hier mal in wenigen Sätzen wiederzugeben.

    Eine deutsche Euro-Münze verliebt sich in einem Sparschwein in ein spanisches 50-Cent-Stück. Im Sparschwein finden wilde After-Work-Partys statt und die beiden Münzen sind hot in love. Als das Sparschwein geschlachtet wird, wechseln die beiden Münzen getrennt den Besitzer. Sie wandern dann von Portemonnaie zu Portemonnaie und erleben dabei die dollsten Dinge. Zwischendurch geht es dann immer um die jeweiligen Besitzer der Geldstücke, die in der rellen Welt leben. Die beiden Münzen hinterlassen sich gegenseitig Nachrichten, um ein Wiedersehen zu vereinbaren. Das funktioniert über die 10-Cent-Nachrichtenkurier-Münzen und die 1-Cent-Privatsekretäre, die in jedem Portemonnaie brandheiße News herausposaunen. Bösewichte gibt es hier natürlich auch:
    Täuscher, Falschgeld in Form von 2-Euro-Münzen, sorgen noch mächtig für Trubel.

    Ein sehr amüsantes und außergewöhnliches Buch

    Sonst ist ja jedes Thema irgendwie schon ausgelutscht, aber das hier ist echt neu
    Ist bei Books on Demand erschienen und wird über die gängigen Online-Shops vertrieben.
    Gruß Judith

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