@dieandere
Also ich denke, das Beste wird wohl sein wenn Du Dir die Mühe machst Dir im Laden/Bibliothek die Klappentexte bzw. kurzen Inhaltsangaben in den Büchern durchzulesen und dann das Buch/die Bücher von SK auswählst, die Du für Deine Tochter am bekömmlichsten befindest.
Wenn Du versuchst ihr den Zugang zu diesen Romanen ganz zu versagen, musst Du eventuell damit rechnen, dass sie sich womöglich eines von den grausigeren Büchern bei einer Freundin ausleiht, es heimlich lesen wird und sich dann vielleicht nicht traut mit Dir darüber zu reden, den Inhalt aber nicht verarbeiten kann. Wenn sie schon sehr viel Vampirromane gelesen hat, wird sie „Brennen muss Salem“ vermutlich auch nicht groß in Angst und Schrecken versetzen, aber beurteilen kann und möchte ich das natürlich nicht.
Meine Eltern haben mir damals auch Horrorfilme verboten, einen Videorekorder gab es bei uns nicht, also habe ich (etwa mit 15/16) heimlich bei einer Freundin geguckt. Die diversen Teile von „Freitag der 13.“ stehen heute nicht umsonst auf dem Index! Ich hatte lange Zeit Angst im Dunkeln und ging nie ins Bett ohne vorher darunter zu sehen.
Ich habe als Kind sehr gerne die Kriminalgeschichten von Alfred Hitchcock gelesen. Das waren ziemlich dicke Sammelbände vom Schneider Verlag. Ich weiß nicht ob es die heute noch gibt und ob das was für Deine Tochter ist. Die Titel waren u. a. „Heiße Kriminalgeschichten eiskalt serviert“ und in jedem Band waren so um die 15 spannenden Kurzgeschichten. Wie die anderen Bände hießen weiß ich jetzt leider nicht mehr. Ich hatte 3 oder 4 davon. Ansonsten habe ich die Bücher von „die drei???“ verschlungen und hatte auch etliche Kassetten von denen. Mit etwa 11 Jahren habe ich angefangen Groschenromane wie „Gaslicht“, „Professor Zamorra“ und „Geisterjäger John Sinclair“ (Bastei Verlag) zu lesen.
Richtige Bücher waren mir aber immer lieber, durch die Heftchen war ich zu schnell durch. Dann gäbe es da noch „Mystery“ aus dem Cora Verlag ebenfalls im Zeitungshandel erhältlich, aber etwas dicker als die gewöhnlichen Groschenromane. In der Reihe sind Jugendliche, fast immer Mädchen die Hauptfiguren. So wenden sich die Romane auch vor allem an ein weibliches Publikum. Habe ich über mehrere Jahre gelesen. Es sind spannende bis gruselige Geschichten.
Lieber Gruß
Nachtschwalbe
P.S. Du darfst Dich glücklich schätzen das Deine Tochter so eine Leseratte ist, ich habe schon wahnsinnig viele Leute kennen gelernt, in deren Wohnungen gar keine Bücherregale mehr stehen. Die ihren Kindern nichts vorlesen, sondern sie vor dem DVD-Recorder parken, so das diese später auch kein Interesse an Büchern haben. Ich selbst konnte schon lesen bevor ich in die Schule kam und es ist bis heute eine meine liebsten Freizeitbeschäftigungen. Menschen die mit Büchern nichts im Sinn haben sind mir irgendwie suspekt und eine Wohnung ohne Bücher hat für mich keine Seele.![]()
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14.04.2011, 00:04
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"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar".
Antoine de Saint-Exupéry (Der kleine Prinz)
Gute Mädchen kommen in den Himmel und weil ich mich dort sicher zu Tode langweilen würde, will ich da auch gar nicht hin und darf ruhig ein bisschen böse sein.
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19.04.2011, 13:37Inaktiver User
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Mein erstes Buch von SK war Running Man, da war ich allerdings schon 15. Ich glaube, was ich damals schockierend fand (was mich aber auch fasziniert hat), war Kings schonungslose Darstellung von Wirklichkeit. Die Abgründe der menschlichen Natur, Krankheit, Alter, Schmerzen, Sex ... das ist bei ihm einfach nicht besonders romantisch-geschönt dargestellt sondern oft ziemlich deprimierend oder zumindest realitätsnah. Genau das Richtige, wenn man schon so ein bisschen desillusioniert ist, aber ich weiß nicht, ob das mit 11 schon was für mich gewesen wäre.
Aber wenn ihre Freundinnen diese Sachen lesen, leiht sie es sich eben von denen oder in der Bibliothek aus, was willst du machen? Alpträume oder Angst vor dem dunklen Keller hat in diesem Alter wohl jeder mal phasenweise - es gehört wohl dazu, damit fertig zu werden.
Vampire und Monster finde ich da immer noch besser als Bücher über menschliche Grausamkeit oder reale Vorkommnisse. Ich erinnere mich daran, dass mir als Teenie mal eins dieser speziellen Teenager-Problem-Bücher geschenkt wurde. In dem Buch wurden kleine Kätzchen ertränkt und eine alkoholisierte Mutter kotzte in der Gegend herum. Das fand ich auf irgendeine Weise schlimmer als "Es", obwohl es wahrscheinlich als altersgerecht und pädagogisch wertvoll eingestuft wurde. Von daher würde ich auf die Altersempfehlung nicht so viel geben, sondern eher mal beim Krimi- oder Nachrichten-Schauen gucken, worauf deine Tochter sensibel reagiert oder nachfragen, was ihr Angst macht. Vielleicht kaufst du ihr ein relativ harmloses Buch, in dem es aber eine kurze Szene über Tierquälerei oder Mobbing gibt, und sie wird damit dann nicht fertig. An sowas scheinen Erwachsene beim Thema "Horror" oft nicht zu denken - da geht es oft nur darum, wieviel Blut fließt.
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19.04.2011, 13:47
AW: benötige Hilfe von STEPHEN KING Auskenner
Seh ich genauso - deshalb würde ich "Carrie" übrigens nicht unbedingt empfehlen.
(Ich denke da auch an den damals teilweise, aber nur teilweise ziemlich gelobten Film "Joey" von Emmerich; ein Junge nimmt über ein Telefon Kontakt zu seinem toten Vater auf, eine fiese Bauchrednerpuppe kam auch vor. Es hieß, das sei ein toller Film über das Verarbeiten von Trauer. Ich hab den Film um einiges älter gesehen als die empfohlenen 12 und fand ihn absolut fies).Life's just a game I believe - the longer you play it, the harder it gets.
(Skyclad, Building a Ruin)
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19.04.2011, 15:57
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Ich habe mir die Mühe gemacht und Carrie gelesen....neeeeeeee, nicht wirklich etwas für das zarte Gemüt der Kleinen.
Wobei die Bücher von Fear Street teilweise auch sehr heftig sind.
Am liebsten wären ihr Vampirbücher....laut ihren Recherchen aber sind das alles Serien und sie mag mehr Einzelbänder. Deswegen scheint sie momentan eine Alternative zu suchen.Wie wenig ist am Ende der Lebensbahn daran gelegen, was wir erlebten, und wie unendlich viel, was wir daraus machten.
@Wilhelm von Humboldt
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19.04.2011, 16:10Inaktiver User
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Ich hab mit etwa 12 angefangen, King zu lesen. Das erste Buch, das ich gelesen hab, war "Christine" und es hat mir sehr gut gefallen.
Das 2. war "Carrie", fand ich auch gut, aber nicht so toll wie Christine.
"Shining" fand ich auch klasse, hab damals auch den Film gesehen und fand den zwar gruselig, hatte aber danach keine Alptraeume oder aehnliches.
"Cujo" fand ich auch gut, ein tollwuetiger Hund bedroht eine Frau und ihr Kind in einem liegengebliebenen Auto...
"Die Augen des Drachen" wuerde ich eher in Richtung Maerchen einstufen, hat mir als Jugendliche sehr gut gefallen.
"Der Talisman" war eine Zeit lang mein Lieblingsbuch, die Fortsetzung davon habe ich allerdings noch nicht gelesen.
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19.04.2011, 16:37
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"Cujo" ist sehr blutig, und außerdem stirbt das Kind. Würd ich nicht empfehlen, die Szenen, in denen der Leser durch die Augen des Tieres sieht, sind verstörend.
Life's just a game I believe - the longer you play it, the harder it gets.
(Skyclad, Building a Ruin)
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19.04.2011, 16:41Inaktiver User
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Das war - nach einer starken SK-Phase, die bei mir mit 12 begann, mit "Es" übrigens - das letzte Buch, was ich von ihm gelesen habe. Ich fand es eher langweilig. SPOILER: Eine Frau hat in einer abgelegenen Urlaubs-Hütte ans Bett gefesselt Sex mit ihrem Verlobten, der kriegt dabei einen Herzinfarkt und stirbt und sie muss nun kucken, dass sie irgendwie aus dieser doofen Situation raus kommt. Es passiert also nicht wirklich viel, außer dass sie manchmal meint, der Tod stünde im Zimmer. Naja.
Ich werde wohl bald wieder mit SK anfangen, denn ich glaube, seine Bücher lesen sich mit 30 anders als mit 13. Ich finde ihn anhand seiner Figurenbeschreibungen aber manchmal etwas vorhersehbar.
Übrigens gibt es bei Wiki relativ gute Beschreibungen über die einzelnen Buchinhalte.
An Sex, Blut und bösen Menschen wirst du eigentlich nicht vorbeikommen, denn SK liebt es, das so richtig genüsslich auszuschlachten (im wahrsten Sinne des Wortes). Irgendwann kommen immer alle drei Elemente vor. SPOILER: Dass z.B. das 12jährige Mädchen in "Es" Sex mit ihren Freunden haben muss, um aus der Höhle wieder herauszufinden, war total unnötig und panne. Aber SK steht auf sowas.
Kann sie nicht erstmal mit "Twilight" anfangen?
Oder wie wäre es mit Anne Rice ("Interview mit einem Vampir") - habe ich selbst aber noch nicht gelesen.
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19.04.2011, 16:51Inaktiver User
AW: benötige Hilfe von STEPHEN KING Auskenner
Blutig sind doch irgendwie alle Kings, mehr oder weniger, oder? Zudem kommt in (fast) allen Sex vor.
Ich schrieb auch nur, wie ich als Kind/Jugendliche die Buecher fand, mich hat das damals nicht verschreckt, was aber nicht heisst, dass das jedes Kind mit 12 so sieht... ;-)
Mich hat King damals so gereizt, weil ich drauf hingewiesen wurde, dass ich diese Buecher nicht lesen darf, ich sei zu jung. Da war klar, ich muss die lesen...
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19.04.2011, 16:55Inaktiver User
AW: benötige Hilfe von STEPHEN KING Auskenner
Also in Das Mädchen gibt es meiner Erinnerung nach weder Blut noch Sex. Nur viele Bäume...
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19.04.2011, 17:01Inaktiver User
AW: benötige Hilfe von STEPHEN KING Auskenner
Sie sind aber bei weitem nicht so schlimm wie manche Krimis von heutzutage. Bei ihm wird nicht über Seiten hinweg den Leuten die Haut abgezogen usw., das sind ja teilweise schon Folter-Pornos.

Er ist auf liebenswerte Art ein klassischer Schreiber - er mag zwar Sex und Blut, aber in einem Zusammenhang, und ein bestimmtes Maß wird nicht überschritten. Außerdem sind die Guten meist WIKRLICH gut und die bösen immer WIRKLICH böse. Fast wie im Märchen.
Als junges Mädchen fand ich die Geschichten auch nicht so schlimm, weil sie in den USA spielen. Das war für mich gaaaaaaaanzweit weg, und ich habe das gar nicht mit dem (meinem) wirklichen Leben verglichen. Ich habe trotz allen King-Büchern keinen Schaden genommen - glaub ich.



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