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    AW: Bei welchem Buch hat euch der Stil fasziniert?

    "Der Nachsommer" von Adalbert Stifter. Es war gar nicht so leicht, diese Langsamkeit des Erzählduktus zu akzeptieren, aber dann hat mich genau diese Langsamkeit, diese Umständlichkeit fasziniert.
    Von Jonathan Safran Foer hab ich "Everything is illuminated" im englischen Original gelesen, und ich fand es einerseits faszinierend, andererseits fürchterlich anstrengend, weil der Erzähler ja dieser junge Ukrainer ist, dessen Englisch höchst eigenwillig ist. Für mich als Nichtmuttersprachlerin noch ein bisschen schwerer zu verstehen als für Muttersprachler.
    Ich habe eine Wassermelone getragen.

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    AW: Bei welchem Buch hat euch der Stil fasziniert?

    Zitat Zitat von RomiaSophia Beitrag anzeigen
    Oh ja, Jonathan Safran Foer ! "Extrem laut und unglaublich nah" habe ich leider immer noch nicht gelesen (obwohl schon so lange geplant), "Tiere essen" leider auch noch nicht. Dafür aber "Alles ist erleuchtet" und das fand ich toll. Ein schöner Stil, sehr originell.
    die beiden kann man nicht wirklich vergleichen vom schreibstil, finde ich. kann aber auch daran liegen, dass ich eins auf englisch, das andere auf deutsch gelesen habe. extrem... hat mir wesentlich besser gefallen.

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    AW: Bei welchem Buch hat euch der Stil fasziniert?

    Zitat Zitat von Asphaltblume Beitrag anzeigen
    Von Jonathan Safran Foer hab ich "Everything is illuminated" im englischen Original gelesen, und ich fand es einerseits faszinierend, andererseits fürchterlich anstrengend, weil der Erzähler ja dieser junge Ukrainer ist, dessen Englisch höchst eigenwillig ist. Für mich als Nichtmuttersprachlerin noch ein bisschen schwerer zu verstehen als für Muttersprachler.
    Ja, ich glaube auch, wenn man kein Muttersprachler ist, ist das Original sicher nicht leicht zu verstehen. Aber auch in der (meiner Meinung nach gelungenen) Übersetzung von Dirk van Gunsteren kann man den Roman als anstrengend empfinden. Das ist zumindest meine Erfahrung und auch der Grund, weshalb ich dieses Buch, obwohl es mir selbst so gut gefiel, nur noch selten verschenke und nicht mehr allzu schnell empfehle.

    Mich hat es fasziniert, besonders die unterschiedlichen Sprachstile, Alex eigenwilliges Englisch und die daraus resultierenden Missverständnisse, durch die die kulturellen Unterschiede noch gelungen unterstrichen werden... und das dichte Beieinander von Komik und Tragik.
    Als ich es las, war ich aber gerade auch sehr ansprechbar für "eigenwilliges" und nach einer langen Phase mit älterer Literatur, zufrieden, bei meiner Suche nach etwas Aktuellem mit Jonathan Safran Foer für mich gleich einen guten Glückstreffer zu landen. Genau so etwas hatte ich damals gesucht, ohne es zu wissen.

    "Extremely Loud and Incredibly Close" werde ich auf jeden Fall auch noch lesen. Davon habe ich nun schon viel Gutes gehört.

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    AW: Bei welchem Buch hat euch der Stil fasziniert?

    "Die Mittagsfrau" von Julia Franck. Ihr Schreibstil ist so wunderbar plastisch, dass Kino im Kopf entsteht.

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    AW: Bei welchem Buch hat euch der Stil fasziniert?

    Klas Östergren: "Gentleman" und "Gangster"
    (geklaute Rezension)
    Seit über 25 Jahren genießt Klas Östergren in Schweden Kultstatus, "Dagens Nyheter" bezeichnete ihn als "besten Autor Schwedens".
    Der junge Schriftsteller Klas Östergren zieht in die Wohnung des charismatischen Boxers, Pianisten und Lebenskünstlers Henry Morgan. Fasziniert von diesem ungewöhnlichen Menschen lernt er auch dessen engste Vertraute kennen - seinen Bruder Leo und seine Geliebte Maud, die Ehefrau des dubiosen Wirtschaftsmoguls Wilhelm Sterner - und gerät auf die Spur einer der größten Intrigen der schwe-dischen Nachkriegsära.
    Man braucht Geduld, um diese ungewöhnlichen Romane zu lesen, denn Östergren greift nach Art des Flaneurs dies und das vom Wegesrand auf, mäandert durch die Geschichte und widmet sich seitenweise auch scheinbar Unwichtigem. Als Leser tastet man sich zunächst unsicher durch den Wortstrom, erst im Nachhinein fügen sich die Einzelteile zu einem großen Ganzen. Das Erstaunliche: Obwohl sich der Autor bei diesem Verfahren durchaus auch lose Enden erlaubt, vibriert der Text vor Spannung. Doch auch hier lässt Östergren seine Leser zappeln, denn die krimiartigen Verstrickungen werden im ersten Buch nicht aufgeklärt.
    Dass er hierzulande trotz Vorliebe für skandinavische Krimis bisher nur ein Schattendasein gefristet hat, kann man sich kaum erklären. Aber wie dem auch sei: Daß Östergren nun in einem zweiten Anlauf mit seinen beiden Romanen "Gentlemen" und "Gangster" nach Deutschland kommt, begeistert: "Spannend, halsbrecherisch und mit langem Atem" wunderbar geschrieben.

    Beide Bände sind nicht so einfach "wegzulesen", aber es lohnt sich. Ich habe mehrere Wochen daran gelesen - mit Unterbrechungen.

    lu.lu

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    AW: Bei welchem Buch hat euch der Stil fasziniert?

    Ich habe vergessen, meinem obigen Beitrag vorauszuschicken, daß ich bei alle genannten Autoren wie Austen, Fontane, Hahn, Mann, Maugham, Steinbeck u. a. den Stil auch faszinierend finde.
    Mo Hyder mit "Tokio" war es auch, aber der Inhalt des Romans schwerst verdaulich!

    lu.lu

  7. Inaktiver User

    AW: Bei welchem Buch hat euch der Stil fasziniert?

    Ich mag den Stil von Haruki Murakami und nach Banana Yoshimotos Erzählungen bin ich SÜCHTIG

    Beim Lesen fühle ich mich immer nach Japan versetzt. Meine Fantasie wird also ganz gut angeheizt.

    Außerdem mag ich noch den Stil von Irene Dische und Jakob Arjouni

    Wobei ich sagen muss, dass ich nicht ausnahmslos alle Geschichten von den genannten Autoren gut finde, bis auf die von Banana Yoshimoto.

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    AW: Bei welchem Buch hat euch der Stil fasziniert?

    Jakob Arjouni ist so gar nicht mein Fall. Aber eine Faszination kann ich noch beisteuern. Bei "Mitsukos Restaurant" (Autor fällt mir grad nicht ein), war mir der Stil auch überaus angenehm. Der Autor wechselt Zeit- und Handlungsebenen so, dass man keine "Schnitte" spürt, dass man aber trotzdem immer folgen kann, ohne zurückblättern zu müssen. Sahne, sag ich nur!
    - Nie rechtfertigen -

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    AW: Bei welchem Buch hat euch der Stil fasziniert?

    Zitat Zitat von neurosia Beitrag anzeigen
    "Mitsukos Restaurant" (Autor fällt mir grad nicht ein)
    Christoph Peters.

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    AW: Bei welchem Buch hat euch der Stil fasziniert?

    Mein absoluter Favorit ist Hermann Hesse und da insbesondere "Siddhartha" aber auch "Narziss und Goldmund".
    Leider beherrsche ich keine Fremdsprache gut genug, um irgendein Buch z.B. aus dem Englischen im Original lesen zu können. Das bedauere ich oft und finde, dass man den Übersetzerinnen garnicht genug Ehre erweist.
    Ein Buch ist mir allerdings auch in der Übersetzung als sehr zart und einfühlsam in Erinnerung geblieben (hab's leider verliehen, vor langer Zeit, und es hat den Weg nicht zu mir zurück gefunden): Von Henning Mankell "Der Chronist der Winde". Es unterscheidet sich vom Thema und von der Erzählweise völlg von seinen Krimis. Die schlimmsten Erfahrungen, die ein afrikanischer Junge machen muss, werden durch seine Sprache erträglich.

    Patrick Süskind wurde hier auch schon genannt. Für mich gehört "Die Geschichte von Herrn Sommer" zu den schönsten Erzählungen überhaupt. (Ist es eine Erzählung oder eine Novelle?) Eine kurze entliehene Einführung:
    Zu der Zeit, als ich noch auf Bäume kletterte, lebte in unserem Dorf ein Mann mit Namen "Herr Sommer". Kein Mensch wußte, wie Herr Sommer mit Vornamen hieß, und kein Mensch wußte auch, ob Herr Sommer einem Beruf nachging. ............

    Diese Geschichte wird aus Sicht eines Jungen erzählt, dessen Ängste und Nöte von Süskind leicht und witzig aber auch ernst und mitfühlend geschildert werden. Ich kann nicht anders und muss hier ein Beispiel nennen:
    Dieser Junge hat Klavierunterricht bei Fräulein Funkel, und folgende Begebenheit führt zu den entsetzlichsten dreißig Sekunden seines Lebens:
    "Ich aber starrte auf das Fis und erbleichte. Am vorderen Ende der Taste klebte eine ungefähr fingernagellange, beinahe bleistiftdicke, wurmhaft gekrümmte, grüngelblich schillernde Portion schleimig frischen Rotzpopels, offenbar stammend aus der Nase von Fräulein Funkel, von wo sie durch das Niesen auf den Schnurrbart, vom Schnurrbart durch die Wischbewegung auf den Zeigefinger und vom Zeigefinger auf das Fis gelangt war. ...."

    Ach, ich könnte noch etliche solcher Beispiele hier aufführen.
    Die Geschichte ist übrigens sehr schön bebildert mit Zeichnungen von Sempé. Er hat auch die Geschichten vom Kleinen Nick in Szene gesetzt.

    So, jetzt reicht's erstmal.

    Wünsche allen eine Gute Nacht
    lissie
    Das Chaos will anerkannt, will gelebt sein
    ehe es sich
    in eine neue Ordnung bringen lässt.

    Hermann Hesse

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