Todesstrafe
Hotel hinter Gittern - Von Knast zu Knast - Ein Tagebuch einer außergewöhnlichen Weltreise
von Jan de Cock
Eine beeindruckende Dokumentation über Gefängnisse in der ganzen Welt, die schier unglaublichen "Erlebnisse" des Autors in den verschiedenen Haftanstalten der Welt. Der Autor hat sich mit Unterstützung von "Botschaften, Konsulaten und Hilfsorganisationen" in Gefängnissen auf fünf Kontinenten inhaftieren lassen und berichtet von den jeweiligen Zuständen und Haftbedingungen. Von der Wasserknappheit in einem kambodschanischen Gefängnis oder den überfüllten Gefängnissen in Indien, der Nähanstalt im australischen Gefängnis oder die "geheimnisvolle Welt" japanischer Haftanstalten. Von viel "Elend" und Brutalität berichtet er, aber gleichzeitig zeugt sein Buch auch von der "Vielfalt von Gefängnissystemen". Wichtig dabei ist, dass sein Interesse für die Haftbedingungen keineswegs die "Schuldfrage" der Inhaftierten verharmlosen will, doch meint Jan De Cock, dass sich ein Land an seinen Gefängnissen messen lassen muss.
Japan
Todesstrafe in Japan:
50 % der Bevölkerung sind für die Todesstrafe. Man kriecht den USA
in den Arsch. Wenn dort ein Präsident einen harten Kurs fährt, dann dreht
man in Japan das Fähnchen nach dem Wind.
Und das Schreckliche ist, dass die Hinrichtungen in aller Heimlichkeit
vollstreckt werden, ohne dass die Familie vorher informiert wird.
Auch der Häftling erfährt es erst kurz vorher.
Wenn man die japanischen Behörden darauf anspricht, heißt es, der Tod
sei für jeden etwas Unerwartetes, man weiß doch auch nicht, wann man
selber sterben wird.
Zustände in japanischen Gefängnissen:
Sind z.B. Patres im Gefängnis, einigen ist es erlaubt und begegnen Häftlinge ihnen im Korridor, muss der Häftling sofort den Blick abwenden.
Wer nach links oder rechts schaut, kann bestraft werden. Er muss dann
mit einem Arm vor der Brust, den anderen auf dem Rücken stundenlang
die Wand anstarren...
In jeder Werkstatt, in den Baderäumen, in der Kantine, auf den Treppen,
in den Zellen, auf dem Hof.... überall hängen Schilder in verschiedenen
Sprachen, die das Sprechen und Um-sich-Schauen verbieten.
„No hable, no talking, schauen Sie nicht um sich, gehen Sie auf dem weißen
Strich....“, auf Chinesisch, Arabisch, Thailändisch, Japanisch.
Dann gibt es Piktogramme, in welcher Haltung man zu schlafen oder sich
Hinzuhocken hat, wenn man vor der Dusche wartet.
Stechschritt ist Pflicht.
Eine Stunde ist am Tag leises Sprechen erlaubt.
Ein gefangener amerikanischer Staatsbürger berichtete (4,5 Jahre Haft), als er vor dem Mittagessen einmal die Augen zu früh aufgemacht hat, das dürfen sie nur, wenn das Zeichen kommt, ein anderes Mal als er sich die Haare gewaschen hat, anstatt das Gesicht, bekam er folgende zusätzliche Strafe:
Handschellen verpasst und einen Lederriemen, dass er sich zwei Tage nicht bewegen konnte. Man bot ihm aber an, ihn zu füttern in dieser Zeit.
Er konnte sich nur durch einen Hosenschlitz entleeren. Den Hintern durfte er sich nicht Putzen.
Ein Blick zu einem Wärter und man bekommt einen Monat Isolierhaft.
Die geheimnisvolle Welt japanischer Strafanstalten beruht auf ein Gesetz aus dem Jahr 1908 und wird von einer obsessiven Bürokratie beherrscht.
Wer in Japan über die Stränge schlägt, wird einen Albtraum erleben.
Verdächtige dürfen bis zu 23 Tage eingesperrt werden. Human Rights Watch
dokumentiert Untersuchungen, dass Gefangene oft nichts zu essen und trinken
bekommen, stundenlang eine bestimmte Haltung einnehmen müssen und
beschimpft werden.
Bleibt ein Geständnis aus, wird manchmal Gewalt angewendet. 99,9 Prozent
der Angeklagten werden anschließend auch schuldig gesprochen.
Wer in Japan vor Gericht erscheinen muss, kann sicher sein, dass er verurteilt Wird. Berufung einlegen? In weniger als zwei Prozent der Fälle wird das Urteil revidiert.
Das Wichtigste ist: Nicht die Hoffnung zu verlieren - Not to lose hope.
Japan ist ein zivilisiertes Land......
Motorschlitten
Antworten
Ergebnis 741 bis 750 von 3912
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22.09.2011, 06:52
AW: Ich nenn Dir einen Begriff und Du mir ein Buch!
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22.09.2011, 13:35Inaktiver User
AW: Ich nenn Dir einen Begriff und Du mir ein Buch!
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23.09.2011, 05:31
AW: Ich nenn Dir einen Begriff und Du mir ein Buch!
Schönheitskönigin
Sylvia Plath, "Die Glasglocke" aus dem Jahr 1962, wenn ich das recht erinnere. Es ist lange her, dass ich das gelesen habe, es sind daher nur vage Erinnerungen, eher an ein Lesegefühl als an konkrete Inhalte. Jedenfalls geht es um eine begabte junge College-Absolventin, die zur letzten Runde eines Schönheitswettbewerbs mit den anderen Finalistinnen zusammen in einem Hotel eingeladen ist, in New York, glaube ich. Die Mischung aus Jung sein, Schön sein, Klug sein, Unsicher sein - das Hin und Her mit den anderen Mädchen, die zum Teil missgünstig, zum Teil solidarisch sind, die Tage als Landei in einer Metropole, erste Alkoholerfahrungen. Das Mädchen findet Schönsein gar nicht so wichtig, sie hat auch eine ganze Portion Selbsthass, sie ist voller Selbstzweifel und Nicht-Vorfreude auf ihr Leben. Sie sind schön, diese Mädchen, aber alles andere als Königinnen. Und so, wie sie sind und wie mit ihnen umgegangen wird, werden sie es auch nicht, egal, wer gewinnt.
So ist es also in Amerika, dachte ich, als ich das mit 20 las. Aber ich las es ganz gebannt. Sylvia Plath zu lesen ist toll, aber nicht ohne. Später las ich ihre Briefe, in denen sich die ganzen Abgründe ihres kurzen Lebens auftaten.
Nächster Begriff: Goldene Hochzeit
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03.10.2011, 07:16
AW: Ich nenn Dir einen Begriff und Du mir ein Buch!
Eieiei, da hab ich ohne es zu wollen ja anscheinend wieder mal einen schwierigen Begriff erwischt, sorry!
Nun lese ich gerade Inge Jens' "Unvollständige Erinnerungen" und hab vorhin etwas vorgeblättert, weil ich dachte: Die beiden sind nun seit fast 60 Jahren zusammen, da muss doch irgendwo von der Goldenen Hochzeit oder wenigstens vom 50. Hochzeitstag die Rede sein, dann kann ich das Buch hier selber nennen. Aber nix da, ich hab keinerlei diesbezügliche Erwähnung gefunden. Jedenfalls haben sie aber doch wohl eine Goldene Hochzeit erlebt, wie auch immer.
Scheint so, als wäre das ein Thema, von dem Autoren sich nicht viel versprechen. Dabei können Goldene Hochzeiten so gruselig sein! (z.B. in meiner Verwandtschaft).
Also, falls ihr das mit den Jensens hier durchgehen lasst und froh seid, wenn die Goldene Hochzeit rum ist, nenne ich hiermit einen neuen Begriff, der hoffentlich leichter fällt:
Altweibersommer
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09.10.2011, 11:22Inaktiver User
AW: Ich nenn Dir einen Begriff und Du mir ein Buch!
das ist schade, dieser Strang scheint einzuschlafen ...

Sind die Begriffe zu schwer geworden?
Letzter Begriff war Altweibersommmer
Ich habe jetzt zwei Bücher, in denen der Sommer eine große Rolle spielt:
Katharina Hagena, Der Geschmack von Apfelkernen
Steve Tesich, Ein letzter Sommer
neuer Begriff:
Orchidee
So Mädels, haut rein!
suzie
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09.10.2011, 13:38
AW: Ich nenn Dir einen Begriff und Du mir ein Buch!
Keine Sorge, von mir kein Titel. Ich wollte nur sagen: Ich kenne kein Buch, in dem eine Orchidee vorkommt, also von mir diesmal keine Hemmung ... Legt los! Ich fänd es auch jammerschade, wenn der Strang einschliefe. Hm, was kann man denn da tun?
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09.10.2011, 13:56Inaktiver User
AW: Ich nenn Dir einen Begriff und Du mir ein Buch!
Das Mädchen Orchidee. von Pearl S. Buck
"Dieses Buch handelt um die letzte chinesiche Kaiserin. Am Anfang kommt das Mädchen Orchidee als Konkubine zum Kaiser. DeDas Mädchen Orchidee. von Pearl S. Buck
"Dieses Buch handelt um die letzte chinesiche Kaiserin. Am Anfang kommt das Mädchen Orchidee als Konkubine zum Kaiser. Der verliebt sich in sie, und macht sie zu seiner Gemahlin.Durch ihre neue Stellung im Kaiserreich wird ihr Name in Tsu Hsi geändert. Der Kaiser ist ein sehr schwacher Kaiser. Immer mehr bekommt sie Macht bis es ihr schließlich gelingt, nach dem Tod ihres Mannes, das Land zu regieren bis ihr Sohn erwachsen geworden ist. " aus einer Amazon-Kritik.
wo wir grad bei Blumen sind:
Suzie bitte neuen Begriff, ich mach ja mit, aber den hatten wir schon
Geändert von Inaktiver User (09.10.2011 um 13:58 Uhr) Grund: von Fica, 04.04-11 eingestellt
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09.10.2011, 15:11Inaktiver User
AW: Ich nenn Dir einen Begriff und Du mir ein Buch!
Blumenbegriff?

neuer Begriff:
Tannenbaum
(jetzt spontan eingefallen, Blume hin oder her)
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11.10.2011, 08:36
AW: Ich nenn Dir einen Begriff und Du mir ein Buch!
Guten Morgen zusammen!
Ich habe endlich auch einmal Glück
So viele Brgriffe und ich hatte selten einen blassen Schimmer. Aber den Tannenbaum habe ich gefunden: in den hintersten Winkeln meiner Erinnerung
"Mehr von uns Kindern aus Bullerbü" Seite 13
- Als wir nach Hause kamen, schmückten Lasse. Bosse und ich unseren Tannenbaum -
Muss ich jetzt einen neuen Begriff nennen??Grüße von Wandermuschel
Auch die schwach leuchtende Kerze auf der Torte bringt Licht
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11.10.2011, 08:45
AW: Ich nenn Dir einen Begriff und Du mir ein Buch!
Ich habe ein neues Such-Wort:
Harfe
Ich hoffe, es ist vielseitig genug und kommt nicht nur in einem meiner Lieblingsbücher vor
Grüße von Wandermuschel
Auch die schwach leuchtende Kerze auf der Torte bringt Licht


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