Antworten
Seite 5 von 5 ErsteErste ... 345
Ergebnis 41 bis 49 von 49
  1. Moderation

    User Info Menu

    AW: Die Tribute von Panem

    Zitat Zitat von amade_a Beitrag anzeigen
    Liest noch jemand gerade die Tribute von Panem? Wie geht es Euch mit diesem Buch?
    Ich hab's kürzlich gelesen. Ich finde es schwer, daß Buch nicht im Kontext der starken Tradition seiner beiden Genres (dystopisches Jugendbuch, Gladiatorenszenario) zu sehen. Sheckley hat in "The Prize of Peril" schon anno dunnekeks Gladiatoren als Reality-TV thematisiert und Bachmann hat ja in den 80ern etwa vier Bücher darüber geschrieben, wie der dem Tode geweihte das Publikum sieht, das ihn sieht, und wie Medien, Politik und Publikum gemeinsam Täter werden.

    Collins Weltenbau ist wesentlich interessanter als Bachmanns, der den Hintergrund nur mit ein paar Bleistiftstrichen andeutet, weil ihn das menschliche als solches mehr interessiert als der Mensch in einer spezifischen Situatoin. Ich bin ein absoluter Fan von Weltenbau, deswegen war das für mich schon mal ein Pluspunkt der Bücher: Das Szenario, in dem die Charaktere sich finden, ist glaubwürdig und hat Tiefe, man sieht, wie es die Charaktere definiert. Und ich mag Collins Charakterisierung von Katniss sehr. Leider ist das im Film total verlorengegangen, da es schon fast unmöglich ist, eine erwachsene Frau in eine Hauptrolle zu casten, deren Hauptmerkmal ist, daß sie kalt und nicht sehr sympathisch ist, geschweige denn ein junges Mädchen. Die Sprache, die Erzählmuster und die Betrachtung der Welt durch Katniss Augen finde ich sowohl dramatrugisch wie auch handwerklich extrem gelungen. In der Zeichung von Nebenfiguren bleibt Collins etwas unentschlossen, vielleicht auch wieder, weil sie sich nicht mit Bleistiftzeichungen zufrieden gibt. Das paßt allerdings sehr gut zur gewählten Perspektive: Könnte Katniss Menschen so klar sehen, würden zentrale Elemente der Chararakterisierung und auch des Dramas ("wem kann man am wenigsten nicht trauen") verloren gehen.

    Im Genre des dystopischen Jugendbuches finde ich "Panem" jetzt tatsächlich harmloser als ich es von dem Genre erwarte. Die Härte der Ich-Erzählerin bildet eine gewisse Schutzschicht zwischen dem Geschehen und dem Leser, und die Passivität und Vergeblichkeit, die dieses Genre so oft charaktersieriert ist dadurch, daß Katniss ein absoluter Tatmensch ist, wesentlich gedämpft. Und am Ende hat sie sehr viel verloren, aber sie hat tatsächlich gewonnen, und zwar nicht nur moralisch: Sie lebt, und ihre Feinde sind tot. Das fand ich sehr erfrischend.

    Ich denke, als Teenager hätte ich das Buch wesentlich weniger grausig gefunden als die meisten pädagogisch notwendigen zeitgenössichen Werke, mit denen man so traktiert wurde. (Die Definition von "pädagogisch wertvoll" schien mir damals zu sein, "Die Welt wird untergehen und alles was du liebst, wird auf gräßliche Weise sterben, von deiner Mutter bis zu den Löwenbabys in Afrika!". "Panem" wäre warhscheinlich als eskapistische Trivialliteratur für militaristische Buben bewertet worden. )

    Den Aspekt, wie man gute Entscheidungen treffen soll, wenn man weiß, daß man manipuliert wird, es aber nicht möglich ist, *keine* Entscheidung zu treffen, fand ich sehr spannened (und anwendbar, also, mit einer Resonanz in der eigenen Erfahrung), und auch sehr konsequent, elegant und glaubwürdig aufgezogen. Und natürlich die Konstruktion einer "öffentlichen" Persona, und deren Kosten. Ich finde auch, mal innerhalb der Story betrachtet, daß Katniss sich da gut hält. (Wesentlich besser als Harry Potter, der deutlich mehr Dummheiten macht -- er kann sich aber auch mehr leisten.)

    Leider litt der Oberbösewicht (die Oberbösewichte? Ich bin mir über Coins Stellung nicht ganz im Klaren. Ich weiß, welche Aussage sie verdammt hat, aber ich weiß nicht, ob sie wirklich eine der Oberbösen ist -- wie seht ihr das?) an der Krankheit seines Berufsstandes: Es ist fast unmöglich, nachzuvollziehen, was ihn antreibt. Und vor seiner Unerklärtheit bleibt Rolle Coins und die Mitschuld des Publikums ein wenig "unterbearbeitet".

    Das sind mal so meine ersten Gedanken. Es war jedenfalls keine verschwendete Zeit, das zu lesen. Vielleicht les ich's nochmal mit einem stärkeren Fokus auf das, was man zwischen den Zeilen finden kann.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  2. User Info Menu

    AW: Die Tribute von Panem

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Das sind mal so meine ersten Gedanken. Es war jedenfalls keine verschwendete Zeit, das zu lesen. Vielleicht les ich's nochmal mit einem stärkeren Fokus auf das, was man zwischen den Zeilen finden kann.
    Danke für Deine Gedanken wildwusel.


    Ich denke, als Teenager hätte ich das Buch wesentlich weniger grausig gefunden als die meisten pädagogisch notwendigen zeitgenössichen Werke, mit denen man so traktiert wurde.
    Ich habe mich heute mit einer Dame über die Panem Bücher unterhalten und sie meinte, dass Teenager diese wohl nicht so grausaum empfinden würden.

    Das hat mich an damals erinnert, als ich mit ca. 16 Jahren, 1984 von Orwell gelesen habe. Damals fand ich das Buch lange nicht so erschütternd wie 10 Jahre später.

    Ich bin mir über Coins Stellung nicht ganz im Klaren. Ich weiß, welche Aussage sie verdammt hat, aber ich weiß nicht, ob sie wirklich eine der Oberbösen ist -- wie seht ihr das?)
    Hierzu kann ich mich leider noch nicht mit dir austauschen, ich bin doch erst am Ende des ersten Bandes.

    Wenn ich alle drei Bände gelesen habe diskutieren wir weiter, gell?
    Aber glaubst Du nicht, Fräulein, daß man Seeräuber und Eine-Wirklich-Feine-Dame gleichzeitig werden kann?

    Astrid Lindgren / Pippi Langstrumpf

  3. Moderation

    User Info Menu

    AW: Die Tribute von Panem

    Hallo zusammen-

    etwas ot, ich habe das Buch nicht gelesen und werde es wohl auch nicht tun.

    Aber seit die Texte bzw. Filme so durch die Medien geistern, beschäftigt mich eine - zugegebenermaßen etwas pedantische - Frage:

    Der Name des fiktiven Staates "Panem" soll sich ja auf das lateinische Diktum "panem et circenses" ("Brot und Spiele" um das Volk bei Laune zu halten) beziehen.

    So weit so gut und sofern ich das beurteilen kann natürlich auch mit der Story konsistent.

    Ich frage mich nun, ob irgendwo in den Büchern mal irgendwie erwähnt wird, dass "panem" ein Akkusativform ist (das hat mit dem Kontext, in dem die Phrase ursprünglich stand, zu tun). Der Nominativ und damit der m.E. logische Name für einen Staat ist "panis".

    Aber vielleicht ist das ja schon zu viel Abstraktion und humanistische Bildung verlangt?
    Drei Thesen hätte ich:

    a) die Autorin wusste es wirklich nicht besser
    b) die Autorin wusste es, aber "panis" ist in englischer Aussprache dem "Penis" zu ähnlich
    c) die Autorin wusste es, aber die Nähe zu dem lateinischen Ausspruch sollte unterstrichen werden

    Kann mich jemand aufklären? Wird das im Text thematisiert?

    Lunete

  4. Moderation

    User Info Menu

    AW: Die Tribute von Panem

    Hi Lunete,

    Drittes Buch, Kapitel 16.

    "...Thirteen was used to hardship, whereas the Capitol, all they've known is Panem et Circenses."
    "What's that?" I recognize
    Panem of course, but the rest is nonsense.
    "It's a saying fom thousands of years ago, written in a language called Latin about a place called Rome," he explains.
    Panem et Circenses translates into Bread and Circuses. The writer was saying that in return for full bellies and entertainment, his people had given up their political responsibilities and therefore their power."

    Ich glaube der Ausdruck für diese in Jugendbüchern do beliebten Analogiekonstruktue ist "anvilicious": Man kriegt die Paralelle oder die Moral wie den 16-Tonnen-Amboß der Loony Toons über den Kopf gezogen. Andererseits, die "Romanismen" und die "Hunger"-Thematik sind durchgängig so dick aufgetragen, daß es lächerlich gewesen wäre, es *nicht* zu thematisieren. Allerdings wird es nicht grammatisch thematisiert. Da könnte man jetzt annehmen, daß das nicht geschieht a) weil die Sprecher es nicht tun würden, b) weil es der Geschichte nicht nutzen würde, c) weil die Autorin es für nicht von Interesse hält, d) weil die Autorin es nicht weiß. Ehrlich gesagt sehe ich keine Möglichkeit, an der Stelle der Handlung einen grammatischen Diskurs einzubringen, deswegen tendiere ich zu Erklärung b).

    Wäre als Name für einen Staat nicht auch eine Genitivkonstruktion möglich?

    Ich frage mich eher innerhalb der Welt (Watsonian, sozusagen), wie ist der Name dieses Staatsgebildes entstanden? Mal gucken, ich glaube, ich habe ein Companion zu dem Buch gesehen, vielleicht gibt's da mehr Hintergrundinfo.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  5. Inaktiver User

    AW: Die Tribute von Panem

    danke lunete dafür!!
    b) die Autorin wusste es, aber "panis" ist in englischer Aussprache dem "Penis" zu ähnlich
    you made my day dear!

  6. Moderation

    User Info Menu

    AW: Die Tribute von Panem

    Danke, Wildwusel.

    Es wäre noch interessant zu wissen, wer den von dir zitierten Dialog spricht und in welchem Kontext.

    OK, es scheint wirklich nicht thematisiert zu werden. Ich habe mich mal weiter umgeschaut, und es wird im englischsprachigen Kontext selten darauf hingewiesen. Eigentlich nur in spezialisierten Nachschlagewerken.

    Städtenamen aus Genitiven? Kann sein. Ich kann kein Griechisch, aber ich habe so das Gefühl, dass Städtenamen wie Alexandreia als Gründung Alexanders eine feminine Genitivform darstellen könnten. Ist aber geraten.
    Im lateinischen Gebrauch fallen mir genitivische Namensbestandteile ein: Augusta Treverorum.
    Wie dem auch sei, der Genitiv von panis ist ebenfalls panis.

    Neben den wenig subtilen Anspielungen auf römische Dekadenz scheinen mir auch Bezüge zu christlichen Symbolik relativ stark zu sein: Opfer (bzw. eher Selbstopfer, um andere zu retten), Peeta als (verballhornte?) Form von Peter = Petrus als Christi Stellvertreter auf Erden, die Brot=(Menschen)Fleisch=Opfer-Analogie des eucharistischen Sinnstiftungsmusters usw.

    Ach, dafür, dass mich das Buch eigentlich nicht interessiert, habe ich schon viel zu viel drüber nachgedacht...

    LG
    Lunete

  7. Moderation

    User Info Menu

    AW: Die Tribute von Panem

    Zitat Zitat von lunete Beitrag anzeigen
    Es wäre noch interessant zu wissen, wer den von dir zitierten Dialog spricht und in welchem Kontext.
    Katniss spricht mit dem Meister der Spiele. Könnte man jetzt dran ruminterpretieren, aber dann wird das bald wie Gernhardts "Deutung eines allegorischen Gemäldes".

    Der Meister der Spiele gibt Katniss Info über die strategische Situation, dabei geht es um Nachschublinien, und so kommen sie auf die Situation in der Hauptstadt, und von da aus zu dem Lebensweise der Hauptstädter.

    Zitat Zitat von lunete Beitrag anzeigen
    Neben den wenig subtilen Anspielungen auf römische Dekadenz scheinen mir auch Bezüge zu christlichen Symbolik relativ stark zu sein
    Den Eindruck habe ich jetzt überhaupt nicht. Nun gut, die christliche Symbolik ist so breit aufgestellt, daß man sie wahrscheinlich in einer Tasse Kaffee finden kann (und wenn wir alle dem Mithras-Kult anhängen würden, würden wir wahrscheinlich *dessen* Symbolik in einer Tasse Kaffee finden).

    Aber gerade dem "Opfer"-Thema fehlt sowohl die Freiwilligkeit, wie auch die Herausgehobenheit oder Unschuld, wie auch die "Sünden der Welt" komplett. Das gefällt mir ja an Katniss gerade, daß sie so auf sich allein gestellt ist und herausfinden muß, was das beste ist, was sie tun kann. Die Geschichte ist ziemlich existentialistisch, tatsächlich.

    Wenn dich potentielle Deutungen so faszinieren, lies es. Es ist ja nicht lang.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  8. Moderation

    User Info Menu

    AW: Die Tribute von Panem

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Den Eindruck habe ich jetzt überhaupt nicht. Nun gut, die christliche Symbolik ist so breit aufgestellt, daß man sie wahrscheinlich in einer Tasse Kaffee finden kann (und wenn wir alle dem Mithras-Kult anhängen würden, würden wir wahrscheinlich *dessen* Symbolik in einer Tasse Kaffee finden).

    Aber gerade dem "Opfer"-Thema fehlt sowohl die Freiwilligkeit, wie auch die Herausgehobenheit oder Unschuld, wie auch die "Sünden der Welt" komplett.
    Gar so weit hergeholt scheint meine Vermutung nicht zu sein:

    Donald Brake from The Washington Times, as well as Jessica Groover from the Independent Tribune, states that the story has Christian themes, such as that of self-sacrifice, which is found in Katniss' substitution for her younger sister, analogous to the sacrifice of Jesus as a substitute for the atonement of sins.[14][15] Brake, as well as another reviewer, Amy Simpson, both find that the story also revolves around the theme of hope, which is exemplified in the "incorruptible goodness of Katniss' sister, Primrose."[16] She also states that Peeta Mellark is "a Christ figure" in the story.[17] Similar to the events in Passion of Jesus, in the Games, Peeta is stabbed and left for dead after saving Katniss' life—taking the wound that was initially meant for her—and is then buried in the ground and placed in a cave for three days before emerging with a new lease on life.[18] Moreover, the Christian image of the Bread of Life is used throughout The Hunger Games; in the story Peeta shows up "bearing a warm loaf of bread," and Katniss slowly comes "back to life."[19] A news video starring Jonathan Morris aired on Fox News discussed the religious themes in the story further.[20] In addition, some pastors have written Bible studies discussing the Christian allegories in the story.[21][22]
    Quelle

    Ich bin aber selber draufgekommen. Schwör!

    Katniss tritt freiwillig für ihre Schwester ein, dachte ich? Die Auferstehungs-Parallele kannte ich nicht, erscheint mir aber schlagend. Und letztendlich werden Katniss und Peeta doch zu Erlöserfiguren, oder?

    Meiner Ansicht nach hat eine solche Lektüre der Texte nur sekundär mit dem eigenen Hintergrund bzw. der eigenen kulturellen Prägung zu tun. Texte, die in unserer Kultur entstehen, arbeiten sich - auch da, wo man es nicht vermuten würde - sehr häufig an solchen tradierten Sinnbildungsmustern ab.
    Man kann natürlich immer noch weiter zurückgehen. Das Auftauchen eines (mehr oder minder) freiwilligen Erlösers ist ja ein Motiv, das deutlich vor der jüdisch-christlichen Tradition seinen Anfang in mythischen Überlieferungen findet. Ebenso Auferstehung, Selbstopfer usw.
    Solche Motive und Strukturmuster m.E. nicht nur in religiösen Kontexten relevant, sondern können als literarisch-kulturelle Phänomene ein gewisses Eigenleben entwickeln.

    (Wer das meist nicht kapiert sind übrigens i.d.R. die ganz besonders ideologisch Involvierten. Das ist jetzt nicht auf dich bezogen, ich finde deine Argumentation sehr differenziert . Ich denke nur an die mediale Diskussion um z.B. die Harry Potter-Reihe durch Vertreter christlicher Glaubensrichtungen, welche die auch dort ziemlich deutlichen Anklänge an christliche Strukturen und Motive komplett übersehen haben um statt dessen z.B. darauf zu fokussieren, dass es im Potterverse keine explizite Gottesfigur gibt und die Bücher als Konsequenz im Wortsinn zu verteufeln.)


    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Das gefällt mir ja an Katniss gerade, daß sie so auf sich allein gestellt ist und herausfinden muß, was das beste ist, was sie tun kann. Die Geschichte ist ziemlich existentialistisch, tatsächlich.
    Das eine schließt das andere ja nicht aus.

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Wenn dich potentielle Deutungen so faszinieren, lies es. Es ist ja nicht lang.
    Will ich nicht! Ich habe nämlich den schweren Verdacht, dass ich es ganz furchtbar finden würde. Thema, Umsetzung, Sprache... (mein Urteil basiert auf Leseproben).Mir ist eine abstrakte (ja, bis zu dem Punkt hin abstrakt, dass ich noch nicht einmal eine echte Diskussionsgrundlage habe) Auseinandersetzung damit lieber.

    In diesem Sinn
    Lunete
    Geändert von lunete (21.04.2012 um 18:06 Uhr)

  9. Moderation

    User Info Menu

    AW: Die Tribute von Panem

    Zitat Zitat von lunete Beitrag anzeigen
    Gar so weit hergeholt scheint meine Vermutung nicht zu sein:
    Wie gesagt, christliche Metaphern sind in unserer Kultur so breit aufgestellt, da gilt Matthäus 7:7.
    Man kann niemanden daran hindern, das zu sehen, was er oder sie sehen möchte.

    Zitat Zitat von lunete Beitrag anzeigen
    Katniss tritt freiwillig für ihre Schwester ein, dachte ich? Die Auferstehungs-Parallele kannte ich nicht, erscheint mir aber schlagend. Und letztendlich werden Katniss und Peeta doch zu Erlöserfiguren, oder?
    Wenn ich jetzt Tolkiens Analogiespiel spielen würde: Das wäre aber, als würde Petrus sich an Jesus' Stelle ans Kreuz schlagen lassen wollen, anstelle von Barrabas freigegeben werden, mit Feuer und Schwert Rom erobern, und eine Affäre mit Phillippus vortäuschen, mit dem er sich später von Rom zurück nach Judäa absetzt um Gemüse anzubauen.

    Und es gibt keine "Erlöser" in der Geschichte. Es gibt Galionsfiguren, die als Symbol für erlittenes Unrecht und die Notwendigkeit der Revolution von den Männern und Frauen im Hintergrund aufgebaut werden.
    Geändert von wildwusel (21.04.2012 um 22:58 Uhr)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

Antworten
Seite 5 von 5 ErsteErste ... 345

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •