Ich bin froh, dass auch andere an den Tips von Elke Heidenreich scheitern... Mir ging es so mit o.a. Buch, langweiliger gings kaum noch. Habe es nach der Hälfte schnarchend aus der Hand gelegt und frage mich jetzt: Bin ich so ungebildet und zu blöd (trotz abgeschlossenem Germanistik-Studium - vielleicht gerade deswegen), um das Niveau dieses Titels zu schätzen, oder wird Elkes Geschmack überbewertet? Übrigens schätze ich Elke als AUTORIN ganz besonders!
Wer von Euch hat Paula Fox gelesen?
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 12
-
09.11.2005, 08:46
Paula Fox, Was am Ende bleibt
-
09.11.2005, 12:15
Re: Paula Fox, Was am Ende bleibt
Schön, dass es anderen genauso geht. Mit "Was am Ende bleibt" konnte ich gar nichts anfangen und habe ebenfalls schon an meiner Auffassungsgabe gezweifelt. Dennoch habe ich mich durchgekämpft in der Hoffnung, dass irgendwann doch noch irgendetwas passiert. Schade, hatte mir aufgrund Frau Heidenreichs Beschreibung mehr versprochen von dem Buch... Aber mein Durchhalten hat sich im Endeffekt gelohnt, denn so sehr, wie mich "Was am Ende bleibt" gelangweilt hat, hat mich dann "América" gefesselt.
-
09.11.2005, 13:44
Re: Paula Fox, Was am Ende bleibt
Ich bin doch nicht doof!!! Danke!
-
10.11.2005, 11:20Inaktiver User
Re: Paula Fox, Was am Ende bleibt
Hallo!
Meine Erfahrung, einlesen in die Edition.
Denn es wird immer besser und spannender.
T.C. Boyle ist ein gutes Buch.
Ruth Klüger darf keiner verpassen.
Viele Grüsse!
Angelmeilo
-
14.11.2005, 16:39
Re: Paula Fox, Was am Ende bleibt
Paula Fox hab ich auch nur halb geschafft und es dann in ebay verkauft.
Da hab ich überhaupt nicht verstanden um was es eigentlich geht
-
12.01.2006, 12:18
Re: Paula Fox, Was am Ende bleibt
Hallo,
Auf des Buch war ich sehr gespannt, da Paula Fox nach ihrer Wiederentdeckung sehr gelobt wird. Das Thema des Buches hatte mich schon in der Kurzbeschreibung sehr angesprochen. Ich bin ein wenig unschlüssig, nachdem ich es ausgelesen habe; einerseits hat es mir sehr gut gefallen, wie Paula Fox die Beziehungen zwischen den Menschen beschreibt, z.B. enthält es viele treffende Beobachtungen über Beziehungen zwischen Arm und Reich, Freundschaften, Männer und Frauen. Das hat sich intelligent und unterhaltsam gelesen. Ich hatte allerdings die ganze Zeit das Gefühl, dass da noch etwas kommt – eine Auflösung in irgendeiner Form. Das ist aber nicht der Fall, das Ende ist sehr unspektakulär.
Na ja, ich hatte mir alles in allem etwas mehr davon versprochen. Vergleiche mit anderen Autoren, die ähnliche Themen beschreiben, sind vielleicht nicht fair, aber ich dachte nach der Lektüre: Das gleiche Thema, von John Updike oder Margaret Atwood bearbeitet, hätte noch spannender und tiefgründiger sein können (zumindest nach meinem Geschmack).
lg mandelinchen
-
14.01.2006, 01:11
Re: Paula Fox, Was am Ende bleibt
Im Unterschied zu Updike, der übrigens mein absoluter Lieblingsautor ist, hat Paula Fox, soweit mir bekannt, nie das Schreiben erlernt. Sie ist wohl eine Autodidaktin, die aus dem Bauch heraus dieses Buch vor über dreißig Jahren geschrieben hat und vor diesem Hintergrund stellt es eine beachtliche Leistung dar, bedenkt man auch noch ihre von großer Lieblosigkeit geprägte Kindheit und dass sie wohl eine magere Schulbildung hat.
Ich habe das Buch nicht verschlungen - spannend fand ich es nie - sondern immer seitenweise über eine längeren Zeiraum hin gelesen.
Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich finde, es hat was.
Diese Szene, als sie dann endlich mit dem Katzenbiss ins Krankenhaus geht, die Beschreibung der Tristesse dort, ist z.B. einfach großartig. Auch die Bilder von dieser abgestumpften Familie, bei der die abgewrackten Autos vor der Tür stehen und die abgewrackten Familienmitglieder hinter der Tür diese Trostlosigkeit fortsetzen sind sehr eindringlich. Sie haben mich erschreckt und abgestoßen.
Ich konnte mir alles vorstellen und fliehe selbst immer, wenn ich z.B. an verwilderten Grundstücken vorbeigehe, in denen irgendwelcher Blechabfall und alte Autoreifen die Schönheit solcher Gärten brutal zerstört und sie zu Plätzen macht, an denen man sich vorstellen kann, dass dort ein Mord passiert sein könnte.
Paula Fox aber bleibt dran, zeichnet schonungslos und das macht sie so mutig in meinen Augen.
Es ist kein schönes Buch, es hat mich teilweise wirklich auch runtergezogen, aber es ist das Buch einer Frau mit außerordentlichem Talent und viel Seelentiefe.
-
24.04.2006, 22:05
Re: Paula Fox, Was am Ende bleibt
Ach, da bin ich froh, dass ich diesen Strang entdeckt habe. Paula Fox habe ich von meinem Mann zum Geburtstag bekommen- nur aus schlechtem Gewissen ihm gegenüber hab ich es bis zum Ende durchgehalten.
@Tante Polly
Updike holt wohl so schnell keiner vom Sockel.-Das ist auch gut so
Bei mir teilt er sich den mit Paul Auster 
-
10.07.2006, 16:33
Re: Paula Fox, Was am Ende bleibt
auch ich habe gelesen und gelesen und irgendwie nicht ganz verstanden, was mir dieses buch denn jetzt sagt. vielleicht sagt es mir, dass das, was am ende bleibt, eben nichts ist? aber ich denke, es möchte mir schon viel gehaltvolleres mit auf den weg geben, dieses buch. ich habs bloss nicht kapiert. werde es wohl am ende der edition noch einmal durchlesen. vielleicht ist mein auge udn mien verstand bis dahin ja gereift :)
-
12.07.2006, 22:34
Re: Paula Fox, Was am Ende bleibt
Das war ein mühsames Lesen.
Die meisten Dialoge waren einfach nur zäh, unlogisch, unzusammenhängend.
Oft habe ich die Aussage dieser nicht verstanden.
Außer der Aussage das die Personen willentlich aneinander vorbeireden.
Wichtige Sachen nicht aussprechen sondern die richtigen Zeitpunkte vorüberziehen lassen.
Das Buch selbst hingegen hat mich angesprochen.
Ich kenne das Gefühl. Nur eine Kleinigkeit passiert. Man bekommt sie manchmal nur am Rande mit, aber auf einmal hakt was aus und etwas anderes ein, und nichts mehr ist so wie es war...
Plötzlich hat man einen neuen Job, die Beziehung geht in die Brüche, man ist Vegetarier und 7 von 10 besten Freunden kann man nur noch zum Abschied hinterher sehen...


), um das Niveau dieses Titels zu schätzen, oder wird Elkes Geschmack überbewertet? Übrigens schätze ich Elke als AUTORIN ganz besonders!
Zitieren