Bei dem Buch "Die Hexe von Freiburg" von Astrid Fritz ist am Ende doch eine Träne gekullert. Das ganze Buch über wird das Leben von Catharina beschrieben mit allen Höhen und Tiefen und am Ende muss sie doch sehr leiden. Zum Glück ist das nur die letzten paar Seiten beschrieben.
Aber bei welchem Buch muss ich nicht weinen? Muss eigentlich sehr oft weinen, wenn das Buch nur ein bisschen traurig am Schluss wird
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15.02.2006, 11:03
Re: Bücher,die euch zum Weinen bringen
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15.02.2006, 12:53
Re: Bücher,die euch zum Weinen bringen
hallo ihr lieben,
sehr neugierig habe ich mich hier durchgelesen und einige tips für mich mitgenommen, dankeschön!
aus aktuellem anlass MUSS ich euch von dem buch erzählen, dass ich gestern in einem rutsch durchgelesen habe (ich KONNTE nicht aufhören
).
selten habe ich so geweint über ein buch!
*tagebuch für nikolaus* von *james patterson*!
das MÜSST ihr unbedingt lesen (wenn ihr gerne die kissen vollheult beim lesen)!
ich schreibe mal den klappentext auf:
*Als Katie Wilkinson den perfekten Mann kennenlernt, ist sie überglücklich. Doch eines Tages verschwindet der Geliebte spurlos; er hinterlässt ihr jedoch ein Tagebuch. Es sind die Notizen einer jungen Mutter, die sie ihrem Baby gewidmet hat. Darin schildert sie ihre Liebesbeziehung zu dem Vater des Kindes. Schon bald begreift Kate, dass der Mann aus dem Tagebuch und ihr Geliebter ein und dieselbe Person sind...*
bitte, bitte nicht den schluss zuerst lesen!!!
ich würde mich riesig freuen, wenn eine/r von euch das buch demnächst mal liest und dann hier reinschreibt, ob mein tip *angekommen* ist!
UNBEDINGT LESEN!!!
*nocheinentagweiterheul*

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16.02.2006, 12:03Inaktiver User
Re: Bücher,die euch zum Weinen bringen
Och, ich denke, es ist so, dass wir (Frauen UND Männer) beim Lesen trauriger Bücher weinen dürfen.... wenn wir es denn können.Wieso müssen wir Frauen immer bei traurigen Büchern weinen?
Früher konnte ich das nämlich gar nicht, da habe ich bei den Klassikern (wenn Liebe gestanden wird, wenn verziehen wird etc...) nicht geweint, sondern diese Passagen ziemlich sachlich "überlesen". Man muss das nicht an sich heran kommen lassen. Man kann auch Abstand gewinnen, gerade (!) wenn Gefühle direkt ins Spiel kommen.
Wenn die Gefühle zuuuu heftig und direkt präsentiert werden, also quasi in Reinkultur, dann ist die Grenze zum "Kitsch" schnell erreicht. Und davon kann man sich suuuper distanzieren. Ich jedenfalls.
Also, insgesamt würde ich - aus eigener Erfahrung - sagen, ist es ein Geschenk, wenn man bei ausgedrückten Gefühlen mitheult, denn man gestattet sich das Erleben dieses Gefühls selbst.
Für mich gilt also: Nicht "müssen". Dürfen!
Wobei vielleicht auch die Frage erlaubt sein sollte, ob diejenigen, die "stets und ständig" mitheulen vielleicht auch noch etwas zu lernen haben, nämlich vielleicht das Distanzieren? Distanz hilft schließlich auch dabei, Dinge von allen Seiten zu betrachten (Bauch, Herz UND Kopf) und hilft deshalb auch, Verantwortung zu übernehmen und zu handeln. Nur mal so als Denkanstoß...
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24.02.2006, 19:22Inaktiver User
Re: Bücher,die euch zum Weinen bringen
Also, ich hab vor ein paar Tagen ein Buch gelesen, lese momentan recht viel da ich keinen TV besitze ... und in dem Buch ging es um den ploetzlichen Tod eines jungen Polizisten, der mit dem Motorrad verunglueckte. Man hat dann geschildert bekommen, wie seine Mutter damit fertig wurde, sie hatte bereits ein Kind und ihren Mann verloren .. sie verliebte sich dann schliesslich in den besten Freund ihres verstorbenen Sohnes, der ihr ueber den Verlust hinweg half indem er ihr beistand, auch und gerade in den schwierigen Momenten ... ich hab wirklich viel geweint bei dem Buch, weil es so echt geschrieben war, so als haette die Autorin ihre eigene Geschichte zum Besten gegeben ....
Falls Jemand interessiert, wie das Buch heisst, ich schaue gerne nach ... sehr empfehlenswert, aber keine leichte Kost !!!
Gruss, Lunita!
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26.02.2006, 00:04Inaktiver User
Re: Bücher,die euch zum Weinen bringen
Zwei Sachbücher, die mir immer wieder das Wasser in die Augen treiben :
" Schmetterlingsflüstern " von Petra Franziska Killinger ( Kösel, ISBN 3-466-34488-3)
Die Autorin schreibt vom viel zu kurzen Glück mit ihrer lang ersehnten Tochter und derem unfassbaren Unfalltod im Alter von 20 Monaten. Die kleine Freya ist unter eine S-Bahn geraten und läßt ihre Eltern völlig verzweifelt zurück. Gleichzeitig zeigt sie ihnen aber auch einen Weg, mit der Trauer zu leben und gibt ihnen die Gewißheit, daß der körperliche Tod noch lange nicht das Ende unserer Existenz ist.
Freyas Mutter ist eine sehr toughe, humorvolle Frau und weit entfernt von jedweder " esoterischer Spinnerei ", das macht ihren Bericht darüber, wie sie gelernt hat, die Botschaften ihrer verstorbenen Tochter wahrzunehmen und darin Trost zu finden, sehr nachvollziehbar und gibt eigentlich jedem, der selber mit Verlusten in seinem Leben umgehen muß, enorm viel Kraft.
Das ganze Buch ist in einer sehr poetischen, behutsamen und liebevollen Sprache verfasst und nicht nur die wunderschöne Liebesgeschichte von Freyas Eltern, die ebenfalls im Buch beschrieben wird, wird dadurch etwas ganz besonderes.
( Hach, ich könnte abendfüllend von diesem Buch schwärmen ..... )
Das andere Buch, das ich hier erwähnen möchte, ist ganz neu, gerade mal zwei Wochen auf dem Markt :
" Wie ein Loch im Kopf - mein Tumortagebuch " von Ivan Noble ( Piper, ISBN 3-8225-0674-5 ).
Ivan Noble war ein britischer Wissenschaftsjournalist und erst 36 Jahre alt, als im Sommer 2002 innerhalb weniger Tage ein unheilbarer Hirntumor bei ihm diagnostiziert und auch gleich operiert wurde.
In bester Journalistenmanier hat er dann angefangen, ein online - Tagebuch über seine Erkrankung zu führen, das von Hundertausenden in aller Welt gelesen und kommentiert wurde.
Das nun vorliegende Buch ist eine Zusammenstellung seiner Einträge und der Reaktionen darauf. Die Texte sind Zeugnisse eines großen Kampfes voller Tapferkeit und Mut, die vielen Menschen einen klareren Blick auf das, was wirklich zählt im Leben, ermöglicht haben und in ihrer schonungslosen Ehrlichkeit zutiefst berühren.
Ich weiß nicht, wer von Euch sich noch an den BriCom - User Tim erinnert, der vor
nichtmal eineinhalb Jahren seine Diagnose " unheilbarer Hirntumor " bekam und irgendwann im Frührjahr 2005 gestorben ist.
Tim war nur einige Jahre jünger als Ivan Noble ( der am 31.01.2005 gestorben ist ) und seine Erkankung verlief um ein vielfaches schneller und grausamer als die von Ivan Noble, aber ähnlich wie er hat er es geschafft, hier in der BriCom noch vielen Menschen Kraft und eine andere Sichtweise auf's Leben zu vermitteln.
Ich wünsche mir, daß Ivan Nobles Buch viele, viele Leser findet und diejenigen von Euch, die es lesen, auch einen ehrenden, erinnernden Gedanken für Tim in ihrem Herzen bewegen .....

Chapeau
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26.02.2006, 17:41Inaktiver User
Re: Bücher,die euch zum Weinen bringen
Das Buch heisst " Wo der Traum die Nacht verlaesst" es ist ein Roman von LA VYRLE SPENCER und ist im Medien Vertrieb erschienen. Hintendrauf ist auch eine Nummer vermerkt, sie lautet 05530 1 und es hat mal 12,90 DM gekostet ... sehr zu empfehlen.Also, ich hab vor ein paar Tagen ein Buch gelesen, lese momentan recht viel da ich keinen TV besitze ... und in dem Buch ging es um den ploetzlichen Tod eines jungen Polizisten, der mit dem Motorrad verunglueckte.
Lunita.
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27.02.2006, 20:49
Re: Bücher,die euch zum Weinen bringen
....aus leider aktuellem Anlass:
SCHATTENKIND von P.F. Thomése
Elke Heidenreich in der ZDF-Sendung "Lesen!"
"Hier ist ein großer Schmerz umgewandelt worden in große Literatur."
Ich leg´s euch an´s Herz auch unbetroffen.....
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03.03.2006, 18:11
Re: Bücher,die euch zum Weinen bringen
Normalerweise heule ich ja selten bei Büchern aber bei "P.S. Ich liebe Dich" ging es gar nicht anders. Habe das Buch auch im Urlaub an einem Tag verschlungen und war heilfroh darüber, dass ich eine Sonnenbrille dabei trug denn mir sind die Tränen nur so in Strömen über die Wangen gekullert. Einfach ein wunderschönes, trauriges Buch!!
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09.04.2006, 08:31
Re: Bücher,die euch zum Weinen bringen
Mir geht es wie einigen hier:
"Drachenläufer" von Khaled Hosseini -
- aber nicht nur das, das Buch hat mich wirklich innerlich umgetrieben. Das hat bisher selten ein Buch geschafft.
Ken Wilbur "Mut und Gnade" gehört zu diesen Büchern. Ich habe in den letzten drei Jahren zwei meiner besten Freund an den Krebs verloren - der Zweite ist erst vor einem Monat nach 13 Jahren Kampf gegangen (Hi Ralph!
)- dieses Buch hat mir sehr geholfen, mit den Erlebnissen, mit meinem Zweifeln, Unsicherheiten, meiner Überforderung und meiner Trauer besser fertig zu werden.
Nicolas Sparks "Wie ein einziger Tag" habe ich auf einer Reise quer durch Deutschland im wahren Sinne des Wortes "in einem Zug" durchgelesen und dabei das Grossraumabteil des ICEs unter Wasser gesetzt...
Seine späteren Bücher fand ich nur kitschig.
Als Kind habe ich mit "Die Brüder Löwenherz" von Astrid Lindgren mein Bett geflutet. Habe es als Erwachsene nochmal gelesen und es ging mir auch da ans Herz.
Nach Euren Kommentaren werde ich mir jetzt "PS: Ich liebe Dich" kaufen!
Liebe Grüsse
Frenchie
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09.04.2006, 11:08Inaktiver User
Re: Bücher,die euch zum Weinen bringen
Hallo Frenchie,
P.S. ich liebe dich fand ich furchtbar trivial geschrieben, hat mich gar nicht angesprochen. Über das Buch wurde auch hier sehr unterschiedlich geurteilt, das müsste in älteren Threads nachzulesen sein. Aber lies es ruhig, wenn dich die Thematik interessiert. Welcher Roman dieselbe Thematik, nämlich das Überleben, Verarbeiten und Überwinden des Verlustes eines geliebten Menschen eindringlicher, sprachlich schöner und auch mit leisem Humor rüberbringt, ist "Himmelblau und rabenschwarz" von Lolly Winston. Der Titel klingt bescheuert, aber ich fand es um ein Vielfaches zu Herzen gehender als P.S...
LG,
Zuza


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