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    Re: Saga v. Eis und Feuer

    "Ich konnte Ser Jaime's Hand nicht retten, das ist wahr. Meine Kunst rettete jedoch seinen Arm, vielleicht (mayhaps *g*) sein Leben. Die Citadel nahm meine Kette, aber sie konnten nicht mein Wissen nehmen."
    "Ihr werdet genügen," entschied sie. "Wenn Ihr versagt werdet Ihr mehr als eine Kette verlieren, das verspreche ich euch. Entfernt den Bolzen aus dem Bauch meines Vaters und macht ihn für die Stummen Schwestern bereit."
    "Wie meine Königin befiehlt." Qyburn ging ans Bett, hielt inne, sah zurück. "Und wie soll ich mit dem Mädchen verfahren, Euer Gnaden?"
    "Mädchen?" Cersei hatte den zweiten Körper übersehen. Sie schritt ans Bett, schwang den Haufen blutiger Decken zur Seite und da war sie, nackt, kalt und pink... bis auf ihr Gesicht, das so schwarz geworden war, wie Joff's an seinem Hochzeitsfest. Eine Kette von verbundener goldener Hände war halb in dem Fleisch ihres Halses vergraben, so eng verdreht, dass sie ihre Haut aufgebrochen hatte. Cersei fauchte wie eine böse Katze. "Was tut sie hier?"
    "Wir haben sie hier gefunden, Euer Gnaden," sagte Shortear. "Es ist die Hure des Gnoms." Als ob das erklären würde, warum sie hier war.
    Mein Lord Vater hatte keine Verwedung für Huren, dachte sie. Nachdem unsere Mutter gestorben ist, hat er nie eine andere Frau angerührt. Sie gab den Wachen einen eisigen Blick. "Das ist nicht... als Lord Tywin's Vater starg kam er nach Casterly Rock zurück um eine... eine solche Frau zu finden... geschmückt in den Juwelen seiner Hohen Mutter und in einem ihrer Kleider. Er zog sie ihr aus und auch alles andere. Zwei Wochen wurde sie in einer Parade nackt durch die Straßen von Lannisport geführt, um jedem Mann, den sie traf zu gestehen, dass sie ein Dieb und eine Hure war. So ging Lord Tywin mit Huren um. Er hat nie... diese Frau war aus irgendeinem anderem Grund hier, nicht um..."
    "Vielleicht befragte seine Lordschaft sie über ihre Mistress," schlug Qyburn vor. "Sansa Stark verschwand in der Nacht, in der der King ermordet wurde, habe ich gehört."
    "So ist es." Cersei griff gierig den Vorschlag auf. "Er hat sie befragt, natürlich. Daran kann es keinen Zweifel geben." Sie konnte Tyrion anzüglich grinsen sehen, sein Mund unter der Ruine seiner Nase zum Grinsen eines Affen verzogen. Und wie könnte man sie besser befragen als nackt und mit weit gespreizten Beinen? flüsterte der Zwerg. So befrage ich sie auch sehr gern.
    Die Königin wandte sich ab. Ich werde sie nicht ansehn. Plötzlich war es zu viel auch nur in dem selben Raum mit der Frau zu sein. Sie schob sich hinter Qyburn, hinaus in den Flur.
    Ser Osmund's Brüder Osney und Osfryd hatten sich zu ihm gesellt. "Da ist eine tote Frau im Schlafgemach der Hand," erklärte Cersei den drei Kettleblacks. "Niemand darf je wissen, dass sie hier war."
    "Aye, m'lady." Ser Osney hatte schwache Kratzer auf seiner Wange, wo eine andere von Tyrion's Huren ihn gekratzt hatte. "Und was sollen wir mit ihr tun?"
    "Verfüttert sie an eure Hunde. Behaltet sie als Bettgefährtin. Was kümmert es mich? Sie war nie hier. Ich werde die Zunge von jedem Mann herausreissen lassen, der es wagt zu sagen, dass sie hier war. Versteht Ihr mich?"
    Osney und Osfryd tauschten einen Blick aus. "Aye, Euer Gnaden."
    Sie folgte ihnen zurück hinein und beobachteten wie sie das Mädchen in den blutigen Decken ihres Vaters zusammenbündelten. Shae, ihr Name war Shae. Sie hatten zuletzt in der Nacht vor dem Urteil durch Kampf des Zwerges gesprochen, nachdem die lächelnde dornische Schlange angeboten hatte ihn zu verfechten. Shae hatte nach irgendwelchen Juwelen gefragt, die Tyrion ihr gegeben hatte und nach gewissen Versprechungen, die Cersei gemacht hatte, ein Haus in der Stadt und einen Ritter, um sie zu heiraten. Die Königin hatte deutlich gemacht, dass die Hure nichts von ihr bekommen würde, bevor sie ihnen nicht gesagt hatte wo Sansa Stark hingegangen war. "Ihr wart ihr Dienstmädchen. Erwartet Ihr, dass ich glaube, ihr wüsstet nichts von ihren Plänen?" hatte sie gesagt. Shae war in Tränen hinausgegangen.
    Ser Osfryd warf sich den zusammengebündelten Leichnam über die Schulter. "Ich möchte diese Kette," sagte Cersei. "Seht zu, dass ihr das Gold nicht zerkratzt." Osfryd nickte und ging in Richtung Tür. "Nein, nicht durch den Hof." Sie deutete auf den geheimen Durchgang. "Dort ist ein Schacht zu den Verließen. Diesen Weg."

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    Re: Saga v. Eis und Feuer

    Als Ser Osfryd vor der Feuerstelle auf ein Knie sank, erhellte sich das Licht darin und die Königin hörte Geräusche. Jaime kam zum Vorschein, vornübergebeugt wie eine alte Frau. Seine Stiefel wirbelten Ruß von Lord Tywin's letztem Feuer auf. "Geht aus meinem Weg." erklärte er den Kettleblacks.
    Cersei eilte auf ihn zu. "Hast du sie gefunden? Hast du die Mörder gefunden? Wie viele waren es?" Es war bestimmt mehr als einer gewesen. Ein Mann allein hätte ihren Vater nicht töten können.
    Das Gesicht ihres Zwilling wirkte abgemagert. "Der Schacht führt nach unten in eine Kammer, wo sich ein halbes Dutzend Tunnel treffen. Sie sind durch Eisentore abgeschlossen, in Ketten und zugesperrt. Ich muss Schlüssel finden." Er schaute sich in dem Schalfgemach um. "Werimmer das getan hat könnte noch in den Wänden herumschleichen. Das ist ein Labyrinth, ein dunkles."
    Sie stellte sich vor wie Tyrion zwischen den Wänden herumkroch wie eine monströse Ratte. Nein. Du bist dumm. Der Zerg ist in seiner Zelle. "Geht mit Hammer an die Wände. Reißt diesen Turm ein, wenn es sein muss. Ich möchte, dass sie gefudnen werden. Werimmer das getan hat. Ich möchte, dass sie sterben."
    Jaime umarmte sie, drückte seine gute Hand gegen ihr Kreuz. Er roch nach Asche, aber die Morgensonne war in seinem Haar und gab ihm einen goldenen Glanz. Sie wollte sein Gesicht für einen Kuss an ihres ziehen. Später, sagte sie sich selbst, später wird er zu mir kommen, um Trost. "Wir sind seine Erben, Jaime." flüsterte sie. "Es wird an uns sein seine Arbeit zu vollenden. Du musst Vaters Platz als Hand einnehmen. Das siehst du doch, sicher. Tommen wird dich brauchen..."
    Er drückte sich von ihr fort und hob seinen Arm, zwängte seinen Stumpf in ihr Gesicht. "Eine Hand ohne Hand? Ein schlechter Scherz, Schwester. Verlange nicht von mir zu regieren."
    Ihr Onkel hörte die Zurückweisung. Qyburn genauso und die Kettleblacks, die ihr Bündel durch die Aschen rangen. Sogar die Wachmänner hörten es, Puckens und Hoke der Horseleg und Shortear. Bei Einbruch der Nacht wird es das ganze Schloss wissen. Cersei spürte wie die Hitze in ihren Wangen aufstieg. "Regieren? Ich sagte nichts von regieren. Ich werde regieren bis mein Sohn alt genug ist."
    "Ich weiß nicht wen ich mehr bedaure," sagte ihr Bruder. "Tommen, oder die Sieben Königslande."
    Sie schlug ihn. Jaime's Arm hob sich um den Schlag abzufangen, schnell wie eine Katze... aber diese Katze hatte den Stumpf eines Krüppels anstatt einer rechten Hand. Ihre Finger hinterließen rote Flecken auf seiner Wange.
    Das Geräusch brachte ihren Onkel auf die Füße. "Euer Vater liegt hier tot. Habt den Anstand eueren Streit draußen auszutragen."
    Jaime neigte seinen Kopf entschuldigend. "Vergebt uns, Onkel. Meine Schwester ist krank vor Trauer. Sie vergisst sich."
    Dafür wollte sie ihn ein weiteres mal schlagen. Ich muss verrückt gewesen sein zu denken er könnte die Hand sein. Sie würde lieber das Amt absetzen. Wann hatte ihr eine Hand je etwas anderes als Kummer gemacht? Jon Arryn legte Robert Baratheon in ihr Bett und bevor er starb hatte er auch noch angefangen nach ihr und Jaime zu schnüffeln. Eddard Stark machte genau dort weiter, wo Jon Arryn aufgehört hatte; seine Einmischungen hatten sie gezwungen Robert eher als abzuwimmeln als sie es eigentlich wollte, bevor sie mit seinen pestartigen Brüdern fertig werden konnte. Tyrion verkaufte Myrcella an die Dornischen, machte einen ihrer Söhne zu seiner Geisel und ermordete den anderen. Und als Lord Tywin nach King's Landing zurückkehrte...
    Die nächste Hand wird ihren Platz kennen, versprach sie sich selbst. Es müsste Ser Kevan sein. Ihr Onkel war unermüdlich, umsichtig, unschlagbar ergeben. Sie konnte sich auf ihn verlassen, wie ihr Vater es konnte. Die Hand diskutiert nicht mit dem Kopf. Sie hatte ein Reich zu regieren, aber sie würde neue Männer brauchen, die ihr dabei helfen würden. Pycelle war ein schlotternder Speichellecker, Jaime hatte seinen Mut mit seiner Schwerthand verloren und Mace Tyrell und seinen Kumpanen Redwyne und Rowan konnte man nicht rauen. Nach allem was sie wusste könnten sie hierbei beteiligt sein. Lord Tyrell musste wissen, dass er nie die Sieben Königslande regieren würden, so lange Tywin Lannister lebte.
    Mit diesem werde ich vorsichtig umgehen müssen. Die Stadt war voll von seinen Männern, und er hatte es sogar geschafft einen seiner Söhne in die Königsgarde zu pflanzen und plante seine Tochter in Tommen's Bett zu pflanzen. Es machte sie noch immer ärgerlich zu denken, dass Vater damit einverstanden war Tommen mit Margaery Tyrell zu verloben. Das Mädchen ist zweimal so alt wie er und zweimal verwittwet. Mace Tyrell behauptete seine Tochter sei noch Jungfrau, aber Cersei hatte ihre Zweifel. Joffrey war ermordet worden, bevor er das Mädchen betten konnte, aber sie war mit Renly verheiratet gewesen... Ein Mann mag den Geschmack von Hippocras vorziehen, aber wenn du einen Krug Ale vor ihn stellst wird er es schnell genug aussauffen. Sie musste Lord Varys befehlen so viel rauszufindne, wie er konnte.

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    Re: Saga v. Eis und Feuer

    Das stopped her where she stood. Sie hatte Varys vergessen. Er sollte hier sein. Er ist immer hier. Wannimmer etwas von Bedeutung im Red Keep passierte, tauchte der Eunuch aus dem Nichts auf. Jaime ist hier, und Onkel Kevan, und Pycelle ist gekommen und gegangen, aber nicht Varys. Ein kalter Finger berührte ihre Rückgrat. Er war Teil hiervon. Er musste befürchtet haben, dass Vater seinen Kopf haben wollte, also hat er als erster zugeschlagen. Lord Tywin hatte noch nie Liebe für den lächelnden Meister des Flüsterns gehabt. Und wenn irgendein Mann die Geheimnisse des Red Keep kannte, war es sicherlich der Meister des Flüsterns. Er muss gemeinsame Sache mit Lord Stannis gemacht haben. Sie haben zusammen in Roberts Rat gedient, nach allem... Cersei schritt zur Tür des Schlafgemachs, zu Ser Meryn Trant. "Trant, bringt mir Lord Varys. Quietschend und sich winden wenn es sein muss, aber unversehrt."
    "Wie Euer Gnaden befiehlt."
    Aber gerade war einer der Königsgarde gegangen, da kam ein anderer zurück. Ser Boros Blount war rot-gesichtig und pustete von seiniem kopfübernem Lauf die Stufen hinauf. "Weg," schnaufte er, als er die Königin sah. Er sank auf ein Knie. "Der Gnom... seine Zelle ist offen, Euer Gnaden... kein Zeichen von ihm... nirgends..."
    Der Traum war wahr. "Ich gab Angweisungen," sagte sie. "Er sollte bewacht werden, Nacht und Tag..."
    Blount's Brust hob und senkte sich. "Einer der Kerkermeister ist ebenfalls verschwunden. Rugen war sein Name. Zwei andere Männer haben wir schlafend gefunden."
    Sie konnte sich gerade zurückhalten nicht zu schreien. "Ich hoffe Ihr habt sie nicht afugeweckt, Ser Boros. Lasst sie schlafen."
    "Schlafen?" Er sah auf, jowly (?) und verwirrt. "Aye, Euer Gnaden. Wie langen sollen - "
    "Für immer. Seht zu, dass sie für immer schlafen, Ser. Ich werde es nicht erdulden, dass Wachmänner während ihrer Wache schlafen." Er ist in den Wänden. Er hat Vater getötet wie er Mutter getötet hat, wie er Joffrey getötet hat. Der Zwerg würde auch zu ihr kommen, das wusste die Königin, genau wie die alte Frau es ihr in der Düsterkeit jenes Zeltes versprochen hatte. Ich lachte ihr ins Gesicht, aber sie hatte Macht. Ich sah meine Zukunft in einem Tropfen Blut. Mein Verhängnis. Ihre Beine waren so schwach wie Wasser. Ser Boros versuchte sie am Arm zu nehmen, aber die Königin schreckte vor seiner Berührung zurück. Nach allem was sie wusste, könnte er eiine von Tyrions Kreaturen sein. "Geht weg von mir," sagte sie. " Geht weg!" Sie taumelte zu einer Bank.
    "Euer Gnaden?" sagte Blount. "Soll ich einen Krug Wasser holen?"
    Ich brauche Blut, nicht Wasser. Tyrion's Blut, das Blut des valonqar. Die Fackeln drehten sich um sie herum. Cersei schloss ihre Augen und sah den Zwerg, wie er sie angrinste. Nein, dachte sei, nein, ich war dich fast los. Aber seine Finger hatten sich um ihren Hals gelegt und sie konnte fühlen, wie sie begannen sich zu zu ziehen.

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    Re: Saga v. Eis und Feuer

    Hey Susa, wo bist du denn? Genießt du den Frühling?

    Wollte nur vermelden, dass ich die nächsten 3 Tage und Nächte wieder weg bin. Wenn du magst, kannst du also gern die späten Abendstunden ausnutzen. :-)


    Bis dann!

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    Re: Saga v. Eis und Feuer

    hi, Mirei
    bin richtig erschlagen von deiner Schreiblust... und so flott, echt klasse.
    Ja, dann werde ich mir mal Brienne vornehmen,
    Habe eine gute Zeit, bis bald
    Susanne

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    Re: Saga v. Eis und Feuer

    Brienne

    „Ich suche ein Mädchen von zehn-und-drei,“ erzählte sie der grauhaarigen Hausfrau (Mütterchen) am Dorfrand. „Ein hochwohlgeborenes Mädchen und sehr schön, mit blauen Augen und kastanienbraunem Haar. Sie ist wahrscheinlich mit einem beleibten vierzigjährigen Ritter untewegs, oder vielleicht mit einem Narr. Hast du sie gesehen?“
    „Nicht dass ich mich erinnern könnte, Sir,“ sagte die Hausfrau, an ihre Stirn klopfend. „Aber ich werde meinen augen offen halten, das werde ich.“
    Weder der Schmied hatte sie gesehen noch der Septon der Dorfkirche, der Schweinehirte nicht mit seinen Schweinen und auch das Mädchen nicht, welches Ziebeln in ihrem Garten ausgrub, oder sonst irgendjemand von diesem einfachen Volk welches die Maid von Tarth zwischen den grob verpuzten Fachwerkhäusern von Rosby fand. Bis jetzt, beharrte sie. –Dies ist die schnellste Strasse nach Duskendale-, sagte Brienne zu sich selbst. –Falls Sansa hier vorbei gekommen war, musste sie jemand gesehen haben.- Am Burgtor stellte sie ihre Frage zwei Speerträgern, deren Dienstmarken drei rote V-förmige Abzeichen auf Hermelin darstellten, den Kriegern des Hauses Rosby. „Wenn sie zu diesen Zeiten auf der Strasse unterwegs ist, wird sie nicht lange mehr eine Maid sein,“ sagte der ältere Mann. Der Jüngere wollte wissen, ob das Mädchen das gleiche kastanienbraune Haar auch zwischen den Beinen hätte.

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    Re: Saga v. Eis und Feuer

    -Hier werde ich keine Hilfe finden.- Als Brienne wieder aufstieg, erspähte sie einen dürren Jungen auf einem scheckigen Pferd am anderen Ende des Dorfes. –Mit diesem da habe ich noch nicht gesprochen- dachte sie, aber er verschwand hinter der Septe bevor sie ihn ausmachen konnte. Sie hatte kein Bedürfnis ihn zu jaden. Warum sollte er mehr wissen als alle anderen Dorfbewohner. Rosby war wenig mehr als ein weiter Platz in der Strasse; Sansa hatte keinen Grund hier länger zu verweilen. Zur Strasse zurückkehrend, wandte sie Brienne nach Norden, vorbei an Apfelhainen und Gerstenfreldern, nd hatte bald das Dorf verlassen und die Burg dahinter. Sie würde in Duskendale ihre Beute finden, sagte sie zu sich selbst. –Falls sie überhaupt diesen Weg genommen hatte.-
    „Ich werde das Mädchen finden und sie beschützen,“ hatte Brienne Sir Jaime versprochen, zurück in King´s Landing. „Zu ihrer Lady Mutter Willen. Und für euren.“ Noble worte, aber Worte waren leicht. Taten waren schwer. Sie hatte sich zu lange aufgehalten und zu wenig gelernt in der Stadt. –Ich hätte sie eher suchen müssen – aber wo?- Sansa Stark verschwand in der Nacht, als King Joffrey starb und niemand hatte sie seither gesehen oder hatte irgendeine Ahnung, wohin sie hätte gehen können, oder sie sprachen nicht darüber. –Zumindestens nicht zu ihr.-
    Brienne glaubte fest daran, dass Sansa die Stadt verlassen hatte. Falls sie immer noch in King´s Landing gewesen wäre, hätten die Goldröcke sie schon längst gefunden. Sie hätte überallhin gehen können – und überall is a big place. –Wenn ich ein Mädchen wäre, newly flowered (neu geblümt???), allein und ängstlich, in verzweifelter, tödlicher Gefahr, was würde ich tun?- fragte sie sich selbst. –Wohin würde ich gehen?- Für sie selbst war die Antwort einfach. Sie würde zurück nach Tarth gehen, zu ihrem Vater. Sansa´s Vater wurde enthauptet während sie zusehen musste, wie auch immer. Ihre Lady Mutter war auch tot, ermordet bei den Twins, und Winterfell, die große Festung der Starks, wurde geschleift und niedergebrannt, seine Bewohner zu den Waffen gezwungen. –Sie hat kein zuhause mehr, keinen Vater, keine Mutter, keine Brüder. Sie könnte in der nächsten Stadt sein oder auf einem Schiff nach Asshai, eines könnte so möglich sein wie das andere.

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    Re: Saga v. Eis und Feuer

    Aber selbst wenn Sansa nach hause gehen wollte, wie würde sie dorthin kommen? Die Königsstrasse war nicht sicher, das wußte jedes Kind. Die Ironborn hielten Moat Cailin quer über den Neck, auf den Twins saßen die Freys, welche Sansas Bruder und Lady-Mutter ermordet hatten. Das Mädchen könnte übers Meer gefahren sein, wenn sie das Geld dazu hätte, aber der Hafen von King´s Landing lag in Trümmern, der Fluß ein Wirrwarr von geborstenen Kais und verbrannten und gesunkenen Galeren. Brienne hatte an den Docks gefragt, aber niemand konnte sich an ein schiff erinnern, welches abgefahren war in der Nacht von King Joffreys Tod. Ein paar Handesschiffe ankerten in der Bucht und entluden ihre Boote mit kleineren Booten, erzählte ihr ein Mann, aber die meisten fuhren die Küste hinab nach Duskendale, wo der Hafen so geschäftig war wie seit langem nicht.

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    Re: Saga v. Eis und Feuer

    Erschlagen? oh je, das war nicht meine Absicht.
    Liegt nur daran, dass ich bald nicht mehr so viel Zeit zum Übersetzen habe und das noch etwas ausnützen wollte. Ich hoffe das ist okay.

    Und ich hoffe es ist auch okay wenn ich Brienne ein bisschen weiterschreibe:




    Brienne's Stute war hübsch anzusehen und behielt ein hübsches Gesicht (?). Es gab mehr Reisende als sie gedacht hätte. Bettelbrüder zogen vorbei. Ihre Schüsseln hingen an Schnüren um ihren Hals herab. Ein junger Septon galloppierte auf einem Zelter so fein wie der eines Lords an ihr vorüber und später traf sie eine Gruppe Schweigender Schwestern, die ihren Kopf schüttelten als Brienne ihnen ihre Fragen stellte. Ein Zug von Ochsenkarren rumpelte mit Getreide und Säcke aus Wolle nach Süden und später kam sie an einem Schweinehirten vorbei, der Schweine fuhr, und an einer alten Frau in einer Pferdebahre mit einer Eskorte berittener Wachen. Sie fragte alle ob sie ein hochgeborenes Mädchen von drei-und-zehn gesehen hatten, mit blauen Augen und rötlich braunem Haar. None had. (Hatte aber niemand.) Sie fragte auch nach dem vor ihr liegendem Weg. "Zwischen hier und Duskendale ist es sicher genug," erzählte ihr ein Mann, "aber hinter Duskendale gibt es gesetzlose Banditen und gebrochene Männer in den Wäldern."
    Nur die Soldaten-Kiefer (?) und die Wachposten zeigten noch grün; die broadleaf Bäume hatten rotgelbe und goldene Mäntel übergeworfen, oder hatten sich selbst enthüllt um den Himmel mit braunen, kahlen Ästen zu kratzen. Jeder Windhauch trieb wirbelnde Wolken toten Laubs über die rutted Straße. Sie machten ein knisterndes Geräusch als sie gegen die Hufe der großen braunen Stute trippelten, die Jaime Lannister ihr gegeben hatte. Es ist genauso leicht ein Blatt im Wind zu finden wie ein verlorenes Mädchen in Westeros. Sie bemerkte wie sie sich fragte, ob Jaime ihr diese Aufgabe als irgendeinen grausamen Scherz gegeben hatte. Vielleicht war Sansa Stark tot, enthauptet aufgrund ihrer Rolle in König Joffrey's Tod und in irgendeinem unmarkiertem Grab begraben. Wie könnte man ihren Mord besser verbergen als dadurch, dass man ein großes dummes Frauenzimmer aus Tarth aussandte, um sie zu finden?

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    Re: Saga v. Eis und Feuer

    Jaime würde das nicht tun. Er war aufrichtig. Er gab mir das Schwert und nannte es Oathkeeper. Wie auch immer, es machte keinen Unterschied. Sie hatte Lady Catelyn versprochen, dass sie ihre Töchter zurückbringen würde, und kein Versprechen war so ernst wie das, welches man einer Toten geschworen hatte. Das jüngere Mädchen war schon längst tot behauptete Jaime; die Arya die die Lannisters nach Norden geschickt hatten um Roose Bolton's Bastard zu heiraten war eine Fälschung. Also blieb nur Sansa. Brienne musste sie finden.
    Es war schon fast Einbruch der Nacht, als sie ein campfire sah, das nahe eines Baches brannte. Zwei Männer saßen daneben und grillten Forelle, ihre Waffen und Rüstungen waren unter einem Baum gestapelt. Einer war alt und einer war etwas jünger, allerdings weit entfernt davon jung zu sein. Der jüngere stand auf um sie zu begrüßen. Er hatte einen großen Bauch, der sich über die Schnüre seines gefleckten Rehleder-wams' spannte. Ein zottiger ungeschnittener Bart bedeckte golden seine Wangen und sein Kinn. "Wir haben genug Forellen für drei, ser," rief er.
    Es war nicht das erste mal, dass Brienne für einen Mann gehalten worden war. Sie zog ihren greathelm herunter und ließ ihr Haar frei fallen. Es war gelb, von der Farbe dreckigen Strohs, und sehr spröde. Lang und dünn wehte es um ihre Schultern. "Ich danke euch, Ser."
    Der Söldner blinzelte sie so ernst an, dass sie erkannte, dass er kurzsichtig war. "Eine Lady, ja? Bewaffnet und in Rüstung? Illy, Götter seid gnädig, ihre Größe."
    "Ich habe sie auch für einen Ritter gehalten," sagte der ältere Ritter, indem er die Forelle wendete.
    Wäre Brienne ein Mann, hätte man sie groß genannt; für eine Frau war sie riesig.. Freakish war das Wort, das sie ihr ganzes Leben lang gehört hatte. Sie war breit in den Schultern und breiter noch in den Hüften. Ihre Beinie waren lang, ihre Arme dick. Ihre Brust war mehr Muskel als Busen. Ihre Hände waren groß, ihre Füße enorm. Und außedem war sie hässlich, mit einem sommersprossigen Pferdegesicht und Zähnen die fast zu groß für ihren Mund waren. Sie hatte es nicht nötig an irgendetwas davon erinnert zu werden. "Sers," sagte sie, "habt ihr eine Maid von drei-und-zehn auf der Straße gesehen? Sie hat blaue Augen und kastanienbraunes Haar und könnte in Begleitung eines beleibten rot-gesichtigen Mannes von vierzig Jahren sein."

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