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    AW: Buch für 70 jährigen Mann??

    Bin zwar erst 63 und auch kein Mann, aber ich fände es schon seltsam, wenn mir jemand ein Buch schenken würde, das "altersgemäss zu mir passen" würde.
    Frag ihn doch auch mal, welches Genre ihn interessieren würde.
    Geh mit ihm einen Bücherkatalog durch.

    Schenke ihm etwas, was Dir Spass gemacht hat, wo es nicht um junge Liebe oder diese Frauengeschichten geht.

    Und bring ihm ein paar von Deinen Büchern, es soll sie mal lesen, dann weisst Du auch, was ihm gefällt. Und Ihr habt etwas, worüber Ihr reden könnt.
    .
    I'm waiting for the other shoe to drop.



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    AW: Buch für 70 jährigen Mann??

    Hi, mein Vater (80 Jahre) liest auch immer noch gern und viel. Die Palette ist bunt gemischt und von leicht bis richtig anspruchsvoll vertreten.

    Was hälst Du von "Winter in Maine" oder ganz etwas anderes "Der Doktor und das liebe Vieh"...

    Claire
    "Wo...?"
    "Wie... wo?"
    "Na, wo der wohnt, den das interessiert!"

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    AW: Buch für 70 jährigen Mann??

    Oder schenk ihm doch zu Weihnachten eine Bücherkarte Eurer Stadtbibliothek.

    Claire
    "Wo...?"
    "Wie... wo?"
    "Na, wo der wohnt, den das interessiert!"

  4. Moderation

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    AW: Buch für 70 jährigen Mann??

    Hallo,

    die hier erwähnten Tipps finde ich einerseits ganz gut, andererseits sollte man nicht vergessen, dass der Herr schon einige Zeit länger als die hier schreibenden auf dieser schönen Welt weilt

    Die erwähnten John Steinbeck, Friedrich Dürrenmatt und James Herriot hatten in de 50ern, 60ern und 70ern Hochkonjunktur! Da gab es auch Filme, Theatererstaufführungen und Fernsehserien zu ihren Büchern, die ohnehin viel gelesen wurden. Im Zweifel kennt er diese Bücher also schon, bzw. hat sie vielleicht sogar in der formschönen Reader's Digest- oder Bücherclub-Ausgabe zuhause stehen.

    Zumindest bei meinem Opa war das der Fall.

    Ganz zu schweigen von Tucholsky, H.Mann und Storm. Die waren ja teilweise in den 40ern schon Schullektüre - sofern sie nicht (mehr) verboten waren

    Ich denke, wenn er als Vielleser seine Enkelin um Lesestoff bittet, dann möcht er Neues kennenlernen - auch wenn ein Wiederlesen von Altbekanntem sicher sehr schön sein kann.

    Meine Oma - allerdings ist sie schon 87 - liest gerne zeitgeschichtliche Biographien und Lebenserinnerungen. Vielleicht wäre das etwas für ihn?
    Oder diese unsäglichen historischen Romane von Iny Lorenz? Ich persönlich halte sie ja für unglaublich schlecht, aber ich kenne viele - auch etwa im Alter des Großvaters - die diese Romane wirklich verschlingen. Ist eben Geschmackssache.
    Und wie wäre es mit Martin Sutter? Er schreibt, finde ich, sehr angenehm und unterhaltsam, auch über politische und soziale Themen.

    LG
    Lunete
    Geändert von lunete (05.12.2009 um 12:38 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Buch für 70 jährigen Mann??

    Also, ein kurzer Einwurf: Meine Mutter ist 73 und daddelt, was das Zeug hält! Will heißen, neue PC-Spiele sind noch kaum über der Schwelle unseres Hauses, da werden sie mir bereits aus den Händen gerissen!
    70 ist heute echt kein Alter, und meine Mutter wäre tödlich beleidigt, wenn ich ihr "was Altersgemäßes" schenken wollte.

    Arto Paasilinna wurde hier ja schon erwähnt: Meine Lieblingstitel von ihm sind "Die Giftköchin" und "Die Rache des glücklichen Mannes".
    Sehr, sehr skurril und sehr lustig ... sehr finnisch.

  6. Inaktiver User

    AW: Buch für 70 jährigen Mann??

    Hallo Delusion,

    mach das nciht am Alter fest, das ist nicht aussagekräftig. Mein verstorbener Schwiegervater war ein Krimifan, bei ihm im Bücherschrank (2 Ikea Billys) fand man sowohl alte Krimiklassiker wie Patricia Highsmith, Edgar Wallace etc., aber auch neue, moderne Krimiautoren. Würde er noch leben, hätte er sich auf Stieg Larsson gestürzt, davon bin ich überzeugt. Donna Leons Romane hatte er vollständig, die von Elisabeth George ebenfalls, viele Romane deutscher Krimi-Autoren wie Jacques Berndorf mit seinen Eifelkrimis, Frank Schätzing etc.

    Sein Anspruch an einen guten Krimi war: Er musste unterhalten, intelligent sein, ohne dass alle 2 Seiten Blut spritzte oder es ständig tierisch unappetitlich wurde. Es musste aber keine hohe Literatur sein, nur weil er schon alt war. ;-) Und - auch nicht immer unwichtig bei älteren Leuten: Möglichst keine zu dicken Schwarten in gebundener Form, die lassen sich schwer halten. Das ist eine Kleinigkeit, aber nachdem wir 2 x hörten "ich habe es noch nicht gelesen, es ist so schwer", haben wir darauf geachtet.

  7. Inaktiver User

    AW: Buch für 70 jährigen Mann??

    Zitat Zitat von lunete Beitrag anzeigen
    Hallo,

    die hier erwähnten Tipps finde ich einerseits ganz gut, andererseits sollte man nicht vergessen, dass der Herr schon einige Zeit länger als die hier schreibenden auf dieser schönen Welt weilt

    Die erwähnten John Steinbeck, Friedrich Dürrenmatt und James Herriot hatten in de 50ern, 60ern und 70ern Hochkonjunktur! Da gab es auch Filme, Theatererstaufführungen und Fernsehserien zu ihren Büchern, die ohnehin viel gelesen wurden. Im Zweifel kennt er diese Bücher also schon, bzw. hat sie vielleicht sogar in der formschönen Reader's Digest- oder Bücherclub-Ausgabe zuhause stehen.

    Zumindest bei meinem Opa war das der Fall.

    Ganz zu schweigen von Tucholsky, H.Mann und Storm. Die waren ja teilweise in den 40ern schon Schullektüre - sofern sie nicht (mehr) verboten waren

    Ich denke, wenn er als Vielleser seine Enkelin um Lesestoff bittet, dann möcht er Neues kennenlernen - auch wenn ein Wiederlesen von Altbekanntem sicher sehr schön sein kann.
    Das stimmt natürlich. Ich habe die Sache auch nicht aufgeschrieben, weil ich sie "altersgemäß" finde, das gibt es meiner Meinung nach pauschal nicht, sondern weil ich es (wahrscheinlich fälschlicherweise) so verstanden hatte, dass der Mann bisher noch nicht viel gelesen hat und deshalb um Vorschläge bittet. Meine Oma und mein Opa hatten z.B. früher nie viel gelesen, klar hatten sie von den Manns oder von Hesse schon gehört, gelesen haben sie sie aber erst im hohen Alter auf mein Anraten (nachdem sie mich fragten) und waren dann begeistert.

    Wenn er ein Vielleser ist, der nur noch keinen Zugang zu etwas aktuellerer Literatur gefunden hat, würde ich wahrscheinlich Cormac McCarthy, Haruki Murakami, Albert Sánchez Pinol, John Irving, Jonathan Safran Foer, J. M. Coetzee, Philip Roth, eventuell auch Carlos Ruiz Zafón und ganz vielleicht sogar Chuck Palahniuk empfehlen. Die kamen jedenfalls bei viellesenden Männern verschiedener Altersklassen in meinem Bekanntenkreis bisher gut an. "Der Fliegenfänger" von Willy Russel oder "Von der Schönheit" von Zadie Smith z.B. auch. Aber die sind ja wieder nicht deutsch, falls er das bevorzugt.

    Aber wenn er sich einen Krimi wünscht, sind ja auch schon sehr schöne Ideen zusammen gekommen. Da ist bestimmt was Schönes für ihn dabei .

    Edit:
    Die Idee mit den Biografien finde ich ansonsten übrigens auch gut. Ich habe schon häufiger die Erfahrung gemacht, dass die Biografie von Künstlern oder Politikern gut ankamen. Schön finde ich z.B. "Da geht ein Mensch" von Alexander Granach (hm, wobei das eigentlich ja auch schon wieder älter ist und nur etwas in Vergessenheit geraten war...)
    Geändert von Inaktiver User (05.12.2009 um 15:40 Uhr)

  8. Moderation

    User Info Menu

    AW: Buch für 70 jährigen Mann??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das stimmt natürlich. Ich habe die Sache auch nicht aufgeschrieben, weil ich sie "altersgemäß" finde, das gibt es meiner Meinung nach pauschal nicht, sondern weil ich es (wahrscheinlich fälschlicherweise) so verstanden hatte, dass der Mann bisher noch nicht viel gelesen hat und deshalb um Vorschläge bittet. .

    Hallo,

    es kann natürlich auch sein, dass ich mich irre, denn so genau schreibt die TE gar nicht, ob ihr Großvater nun ein habitueller Vielleser oder ein Spätberufener ist.

    Das Missverständnis, bzw. die falsche Vorannahme kann also auch gut auf meiner Seite liegen

    Lunete

  9. Inaktiver User

    AW: Buch für 70 jährigen Mann??

    Hallo lunete,

    wahrscheinlich hast du schon recht .
    Es steht ja "...ob ich noch Taschenbücher für ihn hätte..." im Eingangsbeitrag, also liest er wahrscheinlich tatsächlich schon länger. Das hatte ich anscheinend übersehen. Weil dann dort noch steht "nichts neumodisches", fielen mir eben etwas ältere Sachen ein und ich hatte nicht daran gedacht, dass er z.B. Dürrenmatt vermutlich schon kennen könnte (bzw. dachte ich, dass er vielleicht die Rühmann Verfilmung "Es geschah am hellichten Tag" kennen könnte und es dann eventuell interessant für ihn sein könnte, den Roman, in dem die Story ja doch noch mal anders ist, zu lesen). Damit wollte ich aber nicht sagen, dass ältere Menschen nur ältere Literatur lesen können o. ä..

    Schöne Grüße
    Romy

  10. User Info Menu

    AW: Buch für 70 jährigen Mann??

    Mein Vater ist auch in dieser Altersgruppe, und ich wäre nie auf die Idee gekommen, ihm Bücher "altersgerecht" auszusuchen, sondern immer nur typgerecht. Und das heißt bei uns, was ich gut finde (außer dem bei mir gelegentlich fälligen historischen Kitschroman oder "Frauenroman"), gefällt ihm auch.
    Im Moment findet er Frank Schätzings "Limit" interessant, das kriegt er zu Weihnachten. Und er liest gerade von Diana Gabaldon Lord John & The Private Matter. Die Vermessung der Welt von Daniel Kehlmann fand er zum Beispiel auch prima.
    Harry Potter fand er auch ganz amüsant.
    Überhaupt könnte ich ihn literarisch nicht auf bestimmte Themen oder Genres festlegen. Nur dass ich gerade bei Klassikern auch eher damit rechnen würde, dass er sie schon vor 20, 30 Jahren gelesen hat. Oder vor 40, 50...

    Ich selber bin gerade mit Barbara Vine: Königliche Krankheit fertiggeworden (Spontankauf - Mängelexemplar in der Bahnhofsbuchhandlung), das dürfte meinem Vater auch gefallen - auch wenn ich annehme, dass er (genau wie ich) den Braten schon ziemlich früh riechen wird. Spannend ist die Lektüre trotzdem.
    Ich habe eine Wassermelone getragen.

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