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Ergebnis 31 bis 40 von 40
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11.10.2009, 19:41Inaktiver User
AW: Welche Nobelpreisträger habt ihr gelesen und wie haben sie euch gefallen?
Geändert von Inaktiver User (12.10.2009 um 09:20 Uhr) Grund: ortographie!!!
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11.10.2009, 19:43
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11.10.2009, 19:49Inaktiver User
AW: Welche Nobelpreisträger habt ihr gelesen und wie haben sie euch gefallen?
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11.10.2009, 20:17
AW: Welche Nobelpreisträger habt ihr gelesen und wie haben sie euch gefallen?
Danke für die Übersicht,madiba
also: Kipling sehr, Lagerlöf geht so, Heyse ganz interessant, Hauptmann: Pflichtlektüre, nicht ungern, aber ...Dramen lese ich nicht so gerne; im Theater schon lieber, allerdings war ich damals primär empfänglich für die sozialkritischen Aspekte.
Rolland: die Jean-Christophe-Bände hab ich verschlungen
Hamsun: uääää!
Yeats: steht noch auf meiner Liste (
)
Shaw: grandios
Undset: schnauf
Thomas Mann: grandios, großartig, phänomenal, witzig, Sprachkunst
Lewis: wie Yeats

Hesse: muss man dazu noch was sagen? die Stufen sind unübertroffen..die Romane waren allerdings mehr Jugendlektüre
Gide: irgendwie nicht mein Fall, gilt auch für
Camus+Sartre
Russell: zu wenig gelesen, gilt auch für Churchill, Andric
Hemingway: kann ich nicht ausstehen!
Steinbeck: ähnlich wie Hesse-Romane
Für Beckett bin ich zu blöd, gibt mir überhaupt nichts
Solschenizyn: hochinteressant, literarischer Wert stand für mich nicht im Vordergrund
Mit Neruda konnte ich nicht warm werden, dito Marquez
Böll: typische Jugendlektüre, jetzt ödet er mich an
Canetti: graus!
Kertész: teils-teils
Jelinek: s. Canetti
Pamuk: toll!
Lessing: eigentlich...warum eigentlich nicht? weil sie mir beim Lesen "immer mehr" wird, wie ein ungesalzenter Brotbrocken im Mund? Ah..ich seh grad: das fünfte Kind. Hat mir gefallen.
Hab ich Puck tatsächlich übersehen? die hab ich ganz gerne gelesen.
Alle übrigens "privat", wenn Schullektüre, dann hab ich die meistens schon gekannt.Geändert von Ila (11.10.2009 um 20:21 Uhr)
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11.10.2009, 20:23Inaktiver User
AW: Welche Nobelpreisträger habt ihr gelesen und wie haben sie euch gefallen?
Oh, ich liebe dieses Gedicht:
If you can keep your head when all about you
Are losing theirs and blaming it on you;
If you can trust yourself when all men doubt you,
But make allowance for their doubting too;
If you can wait and not be tired by waiting,
Or, being lied about, don't deal in lies,
Or, being hated, don't give way to hating,
And yet don't look too good, nor talk too wise;
If you can dream - and not make dreams your master;
If you can think - and not make thoughts your aim;
If you can meet with triumph and disaster
And treat those two imposters just the same;
If you can bear to hear the truth you've spoken
Twisted by knaves to make a trap for fools,
Or watch the things you gave your life to broken,
And stoop and build 'em up with wornout tools;
If you can make one heap of all your winnings
And risk it on one turn of pitch-and-toss,
And lose, and start again at your beginnings
And never breath a word about your loss;
If you can force your heart and nerve and sinew
To serve your turn long after they are gone,
And so hold on when there is nothing in you
Except the Will which says to them: "Hold on";
If you can talk with crowds and keep your virtue,
Or walk with kings - nor lose the common touch;
If neither foes nor loving friends can hurt you;
If all men count with you, but none too much;
If you can fill the unforgiving minute
With sixty seconds' worth of distance run -
Yours is the Earth and everything that's in it,
And - which is more - you'll be a Man my son!
Fand ich zu düster.
Ich auch.
Darüber bin ich überhaupt erst zu Steinbeck gekommen, in der Schule hatte ich den nämlich nicht. Eins meiner absoluten Lieblingsbücher, und die Botschaft: "Timschal!" ("Du kannst!") gilt für mich noch heute.
Lesbar fand ich nur "Aus dem Tagebuch einer Schnecke", worin er seine Wahlunterstützung für die SPD beschreibt: "Was ist die Schnecke?" - "Na, das ist der Fortschritt!"
"Lust" von ihr fand ich hart an der geschmacklichen Grenze, aber gut. Und besser überhaupt "Die Klavierspielerin" - aber die erwähnte ich ja bereits.
Ich liebte und liebe "Nora - ein Puppenheim", außerdem noch "Gespenster", und "Hedda Gabler".
Genau! Von Woolf ist auch "Mrs Dalloway" super.
Ja, aber man merkt ihm schon an, dass er ganz männlich seine Gefühle wegdrückt, das ist manchmal unangenehm. Schön ist wirklich "Homo Faber", und den kenne ich tatsächlich noch aus der Schule.
Ja, geht mir auch so.
Sorry für dieses überlange Posting, aber nachdem ich Dich eingeladen hatte und mich wie erwartet angesprochen fühlte...
musste ich einfach reagieren!
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11.10.2009, 20:46
AW: Welche Nobelpreisträger habt ihr gelesen und wie haben sie euch gefallen?
@Ehrensenf: Von Max Frisch müsste ich den Homo Faber und Andorra eigentlich in der Schule gelesen haben, nur klingelt da so überhaupt nichts, wenn ich die Zusammenfassungen lese. Bei Stiller klingelt es allerdings, vielleicht hab ich da was verwechselt.
Naja, dann ist Max Frisch doch nicht ganz terra incognita für mich.
Ibsens Nora oder ein Puppenheim finde ich auch großartig, Hedda Gabler und Gespenster kenne ich noch nicht.
Und überhaupt- so viele Bücher, so wenig Zeit.Ich habe eine Wassermelone getragen.
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12.10.2009, 08:42Inaktiver User
AW: Welche Nobelpreisträger habt ihr gelesen und wie haben sie euch gefallen?
Germanistik:
Na ja, hier habe ich das meiste freiwillig gelesen, die Schule zwang uns dazu nicht...
Gerhart Hauptmann - einzelne Gedichte, war wohl ein Zufall, dass ich ihn überhaupt gelesen hatte
Thomas Mann - war keine Pflichtlektüre bei uns, völlig freiwillig und mit Begeisterung gelesen, später auch seinen Sohn Klaus Mann
Günter Grass - war Pflichtlektüre, "Blechtrommel" gelesen, beim besten Willen weiß ich nicht mehr, worum es da ging, ich weiß nur, dass ich Grass nie mehr lesen will!
Heinrich Böll ist mir nicht unbekannt, ich habe aber kein größeres Werk von ihm gelesen
Hermann Hesse mag ich sehr! Ich wusste gar nicht, dass er den Nobelpreis erhalten hat... Das gilt für viele Autoren aus der verlinkten Liste!
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12.10.2009, 11:27
AW: Welche Nobelpreisträger habt ihr gelesen und wie haben sie euch gefallen?
hier mein Senf dazu:
Theodor Mommsen: so sollten Geschichtbücher geschrieben werden
Henryk Sienkiewicz: was für eine Schwarte, sein "Quo vadis"
Kipling: natürlich
Lagerlöf, Selma (als Namenspatronin unserer jüngsten Tochter hoch verehrt)
Romain Rolland
Anatole France
Thomas Mann (immer wieder und voller Begeisterung)
Sinclair Lewis (damals hat es gefallen, heute verstehe ich das nicht mehr)
Iwan Bunin
Hermann Hesse (natürlich mit 17 verschlungen)
Andre Gide
William Faulkner
Bertrand Russell (er hätte besser den für Physik bekommen sollen)
Winston Churchill (No sports!)
Hemingway
Albert Camus (im Gegensatz zu Sartre Existenzialismus mit Gefühl und Gewissen)
Boris Pasternak
John Steinbeck
Sartre (der mit den schmutzigen Füßen im Bett
)
M. Scholochov ("Neuland unterm Pflug" - stalinistische Verherrlichung der Kollektivierung als DDR Schullektüre - schon deshalb hätte man ihm niemals diesen Preis geben dürfen - und die Gerüchte, er wäre nicht der Autor vom "Stillen Don" verstimmten auch nie)
Alexander Solschenizyn (ich halte den Archipel Gulag für das wichtigste Buch des 20. Jahrhunderts)
Pablo Neruda
Heinrich Böll
Elias Canetti
Gabriel Garcia Marquez
William Golding
Günter Grass (den "Butt" fand ich köstlich)
zu Herta Müller: ich finde, Christa Wolf wäre die bessere Wahl gewesen, wenn man eine Berlinerin mit sozialistischen Wurzeln gesucht hat.
Verdient aber nie bekommen: Friedrich Dürrenmatt, Max Frisch, Robert Musil, Franz Kafka, James Joyce, Marcel Proust!
Gruß
Hans----------------------------------------------------------------
"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.
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12.10.2009, 13:22Inaktiver User
AW: Welche Nobelpreisträger habt ihr gelesen und wie haben sie euch gefallen?
Schöner Strang, ich schließe mich auch mal an:
William Butler Yeats – einige Gedichte, wunderschön
Henri Bergson – steht auf meiner Wunsch-Leseliste
Thomas Mann – die Buddenbrooks haben mich gelangweilt, deswegen habe ich anderes noch nicht versucht
Pearl S. Buck – als Kind geliebt
Hermann Hesse – früher ja, heute nicht mehr meins, „Das Glasperlenspiel“ habe ich weggelegt
T.S. Eliot – beeindruckend für mich vor allem „Four Quartets“. Und ganz wunderbar: Old Possums Katzenbuch
Ernest Hemingway – zwiegespalten nach den Romanen, die Erzählungen stehen auf meiner Liste
Saint-John Perse – unbedingt, schade, dass er heute nahezu unbekannt ist: das sind Gedichte mit großem Atem, die nicht halt machen vor dem Sonderbaren, Dunklen; interessante Nobelpreisrede
Alexander Solschenizyn – „Der Archipel Gulag“, vor einer gefühlten Ewigkeit gelesen, hat mich damals sehr beeindruckt
Pablo Neruda – liebe ich
Heinrich Böll – ein Autor, von dem ich nicht viel kenne, den ich aber immer gemocht habe. Sein Irisches Tagebuch ist eines meiner Lieblingsbücher. Hier bewahrheit sich für mich, dass der Blick des Schreibenden auf die Welt ein wichtiges Qualitätsmerkmal in der Literatur ist
Eugenio Montale – ich habe die gesammelten Gedichte und lese immer mal wieder darin, nicht eben leicht zugänglich, aber auch viele Fundstücke
Czesław Miłosz – einige Gedichte, steht auch auf meiner „Mehr-Lesen-Liste“
Gabriel García Márquez – einer meiner Lieblingsautoren, ich kenne fast alles von ihm, nur bei der Autobiographie habe ich beinahe gestreikt
Joseph Brodsky –die Gedichte und viele Essays, letztere sind eine Empfehlung für alle, die sich fragen, was ein gutes Gedicht ausmacht oder was Gedichte überhaupt ausmacht
Octavio Paz – für mich eine Entdeckung, fast alles gelesen, was ich bisher in die Finger bekommen habe, auch die Gedichte
Derek Walcott – die Gedichte sind mir manchmal zu opulent
Seamus Heaney – Gedichte und Essays, letztere schätze ich sehr
Wisława Szymborska – einige Gedichte, ein Gedichtband dämmert noch auf meinem Nachtisch vor sich hin
José Saramago – ein Roman, sein Portugiesisches Tagebuch, ein zweiter Roman liegt auf meinem Nachtisch, eine Liebesgeschichte wird das aber vermutlich nicht mehr
Günter Grass – nur die Blechtrommel irgendwann in der Jugend
V. S. Naipaul – war mir vor der Verleihung des Nobelpreises unbekannt, danach einen Roman gelesen und für mich gespürt, dass ich keinen Zugang dazu finde – ich hatte das Gefühl, dieses Buch sei für eine andere Welt geschrieben als meine. Später zufällig ein Essay von ihm gelesen, in dem er beschreibt, dass es ihm mit der europäischen Literatur anfangs ähnlich erging
Imre Kertész – Romane, Essays, sein Galeerentagebuch, hatte ich schon vor dem Nobelpreis für mich entdeckt. Letzteren hätte ich ihm auch verliehen, wenn ich zu entscheiden hätte
J. M. Coetzee – kannte ich vorher nur flüchtig als wissenschaftlichen Autor; nach der Nobelpreisverleihung bekam ich von ihm zwei Romane geschenkt und war sehr angetan, steht auch auf meiner Liste
Elfriede Jelinek – nie gelesen, ich erwarte etwas Schweres, Anstrengendes; ich pflege nämlich ein Vorurteil gegen deutschsprachige Literatur
Orhan Pamuk – einen Roman habe ich gelesen, keine Qual, aber doch ein zähes Ringen damit
Grüße, luv
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12.10.2009, 14:22Inaktiver User
AW: Welche Nobelpreisträger habt ihr gelesen und wie haben sie euch gefallen?
Nach Slavistik und Germanistik berichte ich über den Rest:
R. Kipling - lange lange her
Romain Rolland - mochte ich, stand im Studium auf der Liste der Weltliteratur
Anatol France - siehe oben
William Yeats - magisch schön
George Bernard Shaw - hat mir unglaublich gefallen
Grazia Deledda - Marianna, Sicra
Henri Bergson - hier vor allem seine philosophischen Werke, die mir sehr gefallen hatten
Luigi Pirandello - "Il fu Mattia Pascal" - gut
Thomas S. Eliot - sehr gut!!!
William Faulkner - alles von ihm fand ich gut, berührte mich sehr
François Mauriac - siehe oben!
Ernest Hemingway - etwas zwiespaltig, aber "Der alte Mann und das Meer" ist ein unbestrittenes Meisterwerk
A. Camus - mag ich, alles was ich von ihm kenne, habe ich mit großem, tiefen Interesse gelesen
John Steinbeck - ist mein Lieblingsschriftsteller, den ich sehr bewundere
Jean- Paul Sartre - hat mich nicht tiefer berührt
Samuel Beckett - immer interessant
Pablo Neruda
Saul Bellow - amüsant, hat aber keine tiefen Spuren hinterlassen...
Issac B. Singer - ich wusste gar nicht, dass er den Nobelpreis erhalten hat, er schreibt einfach nur magisch, fantastisch, herrlich...
Marquez - traurig und schön, schöne Traurigkeit, traurige Schönheit
W. Golding - hat mich tief beeinruckt
Und noch mal die, über die ich schon berichtet habe, damit die Liste vollständig aussieht:
Gerhart Hauptmann - einzelne Gedichte, war wohl ein Zufall, dass ich ihn überhaupt gelesen hatte
Thomas Mann - war keine Pflichtlektüre bei uns, völlig freiwillig und mit Begeisterung gelesen, später auch seinen Sohn Klaus Mann
Günter Grass - war Pflichtlektüre, "Blechtrommel" gelesen, beim besten Willen weiß ich nicht mehr, worum es da ging, ich weiß nur, dass ich Grass nie mehr lesen will!
Heinrich Böll ist mir nicht unbekannt, ich habe aber kein größeres Werk von ihm gelesen
Hermann Hesse mag ich sehr! Ich wusste gar nicht, dass er den Nobelpreis erhalten hat... Das gilt für viele Autoren aus der verlinkten Liste!
Und noch:
Jaroslav Seifert - sehr schöne Dichtung, steht in meinem Regal!
Henryk Sienkiewicz - Quo Vadis (mag ich sehr, herrlich geschrieben), ansonsten alle seine historischen Romane, andere Romane, Kurzgeschichten, Briefe - einfach alles, was er geschrieben hat. Sienkiewicz ist sehr amüsant, auch wenn seine Romane alle nach dem gleichen Muster (also ich meine Figurenkonstellationen) gestaltet wurden. Er ist ein guter Beobachter, sieht man in seinen Kurzgeschichten.
Wladyslaw Reymont - sein Nationalepos "Die Bauern", ansonsten "Das gelobte Land" und vermutlich noch was, habe schon vergessen. Ein sehr guter Schriftsteller, alles von ihm hat mir gefallen.
Michail Scholochov - "Der stille Don" - ähm...ich weiß nicht mehr, ob es mir gefallen hat oder nicht...
Aleksander Solschenizyn - "Der Archipelag Gulag" - sollte meiner Meinung nach eine Pflichtlektüre für alle sein, "Krebsstation" und "Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch" - Meisterwerke
Czeslaw Milosz - eher seine Dichtung, von den Romanen "Das Tal der Issa", ich kann Milosz nicht lesen, er langweilt mich unglaublich, und ich bin der Meinung, dass der Nobelpreis in seinem Fall ein rein politisches Manover war...
Wislawa Szymborska - wie gesagt, eine sehr gute Dichterin, hat keine Begeisterung in mir ausgelöst...Geändert von Inaktiver User (12.10.2009 um 14:39 Uhr)



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