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  1. Inaktiver User

    Unheimliche Kinderbücher

    Nachdem ich gerade das sehr interessante Interview mit Neil Gaiman auf der Brigitte-Seite gelesen habe, fiel mir eine Unterhaltung ein, die ich kürzlich mit ein paar Freundinnen hatte.

    Es ging dort um die Zamonien-Bücher von Walter Moers und die Frage, ob diese für Kinder /Jugendliche geeignet sind.
    Erstaunlicherweise war ich die einzige, die das bejahte. Mir hätten diese Bücher damals sicherlich gut gefallen, ich stand schon in der Grundschule auf alles, was ansatzweise gruselig und abenteuerlich war (Der Kleine Vampir, Krabat, die Willis Hall Bücher...).
    Und heute ist es eigentlich nicht viel anders , wobei ich schon merke, dass mich bestimmte Dinge viel mehr berühren als früher.

    Habt ihr gerne unheimliche Kinderbücher gelesen? Falls ihr Kinder habt, lesen die unheimliche Bücher bzw. dürfen sie solche Bücher lesen?

  2. Inaktiver User

    AW: Unheimliche Kinderbücher

    Mein Kleiner liebt von Zappa "die fabelhaften Monsterakten der furchtlosen Minerva McFearless"

    Mein Großer die ganze Gänsehaut Serie. Die übrigens in der Schulbibliothek sehr häufig ausgeliehen werden.

  3. Inaktiver User

    AW: Unheimliche Kinderbücher

    ich habe Die Stadt der träumenden Bücher gelesen und fand die Geschichte schon sehr zäh zu lesen, also schwierig.
    Ob es jetzt für Kinder geeignet ist, kann ich nicht so beurteilen. Ich finde, es gibt zu viele Tote und Kämpfe. Allerdings sind die Kinder heute wohl abgebrühter als ich damals......
    Kommt auf das Kind an. Ich würde es eher einem Jugendlichen empfehlen. Krabat ist für mich auch nicht die Kinderliteratur. Da würde ich eher andes lesen lassen, ist aber mein Empfinden.

  4. Inaktiver User

    AW: Unheimliche Kinderbücher

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich habe Die Stadt der träumenden Bücher gelesen und fand die Geschichte schon sehr zäh zu lesen, also schwierig.
    Ob es jetzt für Kinder geeignet ist, kann ich nicht so beurteilen. Ich finde, es gibt zu viele Tote und Kämpfe. Allerdings sind die Kinder heute wohl abgebrühter als ich damals......
    Kommt auf das Kind an. Ich würde es eher einem Jugendlichen empfehlen. Krabat ist für mich auch nicht die Kinderliteratur. Da würde ich eher andes lesen lassen, ist aber mein Empfinden.
    Schon interessant, wie unterschiedlich die Einschätzungen sein können.
    Ich habe "Die Stadt der Träumenden Bücher" in einem Atemzug verschlungen, und die Kämpfe und Toten sind mir irgendwie garnicht so aufgefallen, bzw. gehörten halt irgendwie zur Geschichte dazu.

    "Krabat" habe ich damals mit neun oder zehn gelesen. Ich fand es supergruselig, aber auch total toll.

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    AW: Unheimliche Kinderbücher

    Mein Kleiner liebt von Zappa "die fabelhaften Monsterakten der furchtlosen Minerva McFearless"
    Witzig. Das lese ich auch gerade ... und werde das Buch anschliessend meinem Neffen vererben ... aber ich glaube, für ihn (9 Jahre alt) wäre das nichts, weil das für ihn einerseits schon zu primitiv und einfach geschrieben wäre - andererseits würden ihm die subversiven Elemente auch noch nicht so auffallen. Für mich sind die Monsterakten auch ein bisschen ein Gesamtkunstwerk.

    Nun bin ich bei meinem Neffen verdammt froh, daß er gerne und viel liest, und er kann da sehr gut entscheiden, ob es ihm zu brutal wird - dann legt er die Bücher auch gerne weg.
    Die Moers-Bücher fand ich auch noch nie brutal - für mich waren die eher zu oberflächlich - und das wären auch keine Bücher, die ich weiterempfehlen würde.
    Grüsse

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    AW: Unheimliche Kinderbücher

    Ich habe als Kind unheimliche Bücher gehasst! Den kleinen Vampir wollte meine Mutter mir vorlesen als ich 7 oder 8 war, das ging gar nicht. Auch "Der kleine Hobbit" war sehr aufwühlend und gruselig.
    Was die Walter-Moers-Bücher anbelangt, ich kenne nur drei, "Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär", "Rumo" und "Der Schrecksenmeister". Die waren jetzt nicht besonders gruselig und ich denke, dass Kinder die ruhig lesen können. Sicherlich werden sie nicht alle Witze in den Büchern verstehen, aber da gibt es wohl Schlimmeres.

    Meine jüngere Schwester hat Gruselgeschichten übrigens geliebt. Es ist total kinderabhängig.
    Mir wäre als Kind "Harry Potter" vermutlich zu gruselig gewesen,...
    Matti und Julia, ihr seid und bleibt unvergessen


  7. Inaktiver User

    AW: Unheimliche Kinderbücher

    Mir hätte Moers als Kind sicherlich gefallen. Ich habe mich sehr früh am Bücherregal meiner Mutter bedient, da standen teilweise Stephen Kings, aber auch - für mich mit 10 Jahren sehr gruselige - Bücher über das alte Ägypten (Mumien, Flüche!), Ufos, Bermuda-Dreeick oder Psi-Forschung drin (also populärwissenschaftlich aufgemacht).

    Walter Moers hatte sie leider nicht im Regal, sie hat seine Bücher erst durch mich kennen gelernt (angefangen mit "Die Stadt der träumenden Bücher", also erst vor ein paar Jahren).

    Als Kind war "Der kleine Vampir" meine Lieblingsbuchreihe. Ich konnte in der zweiten Klasse den gesamten ersten Band auswendig, Wort für Wort (mein Lehrer las es uns damals vor, und ich sprach alles mit, zu seiner Irritation ). Ich habe sie noch heute alle in meinem Bücherschrank, und gebe sie auch nicht weg.

    "Krabat" habe ich auch gelesen, das fand ich wirklich gruselig (so mit ca. 9). Michael Endes "Die unendliche Geschichte" (mit 8) fand ich auch gruselig, zumindest manche Szenen (wie hieß dieser Wolf, der Atreju aufhalten sollte? *bibber*), den "Satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunsch" desselben Autors fand ich gruselig-lustig. (Gerade wieder gelesen)

    Heute nehmen mich Horrorromane viel mehr mit als damals. Meinen Stephen-King-Konsum habe ich ganz eingestellt. D.h. mit 12 habe ich "Es" gelesen, das fand ich damals schon schlimm.

  8. Inaktiver User

    AW: Unheimliche Kinderbücher

    ja, meine kinder dürfen "unheimliche" kinderbücher lesen, sind aber in ihrem leseverhalten sehr unterschiedlich.
    wobei unheimlich oder nicht nix bedeuten muss - mittelkind las vor einer weile teil 2 od. 3 einer serie - spannend aber nicht unheimlich - und kam am ende tränenüberströmt zu mir - weil das buch mit einem für ihn unsäglichen und schwer zu ertragenden cliffhanger endete und klar war - das nächste buch gibt's erst in einem halben jahr...

    und neil gaiman, dessen bücher ich fantastisch finde, hat eine art zu schreiben, die einerseits auf eine unterschwellig art gruslig ist, dies aber gemischt mit einem ganz speziellen humor.
    man schwankt zwischen grinsen und grausen (naja... ich jedenfalls).

  9. Inaktiver User

    AW: Unheimliche Kinderbücher

    Ich habe auch unheimliche Bücher geliebt. Gerne mt übernatürlich Sachen wie Vampiren und Dämonen.

    Gerne aber auch leicht lustig. Moers hätte mir bestimmt gefallen. Außer die Schmerz-Kerzen (wie hießen die noch mal) im Schrecksenmeister - die tun mir immer soooo leid...

    Den
    Herrn der Ringe habe ich mit 11 Jahren verschlungen (allerdings sicher auf einer anderen Ebene verstanden, als ich es heute tue - bzw. heute finde ich das Buch deutlich langatmiger als damals).

    Ich fand auch die Hohlbein Bücher toll. Teilweise sind die auch recht gruselig oder kampflastig. Heute ertrag ich die stilistisch nicht mehr, das ist mir wohl früher nicht so aufgefallen.

    Was mir frühr sicherlich auch gut gefallen hätte, sind Bücher wie Artemis Fowl.

    Wobei ich generell Bücher mit Frauen/Mädchen in der Hauptrolle gut fand. Davon gab's aber irgendwie nicht so viele...
    Noch heute verschenke ich neben Ronja Räubertochter und Momo (auch beide teilweise gruselig) gerne die Alanna von Trebond Reihe von Tamora Pierce an ca. 10 bis 13-jährige Leseratten im Bekanntenkreis.

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