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  1. Inaktiver User

    AW: Lesen als legitimes Hobby?

    Zitat Zitat von .gerrimee. Beitrag anzeigen

    Ist Lesen wirklich das Non-plus-ultra? Es gab Zeiten, da wurde das Lesen verdammt wie heute das Fernsehen/PC-Spiele. Letztlich läuft es aber doch auf das gleiche heraus: man lebt nicht selbst, sondern begnügt sich damit, anderen beim Leben zuzusehen/-lesen
    Da stellt sich allerdings die Frage, was denn "Leben" ist. Ich bin der Meinung, dass ich auch selber lebe, wenn ich lese.

    Trotzdem würde ich wohl nicht durchgehend lesen wollen, selbst wenn ich die Gelegenheit hätte, aber das gitl eigentlich auch für alle anderen Tätigkeiten.

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    AW: Lesen als legitimes Hobby?

    @elinborg: Du kennst nicht zufällig einen Erlendur?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Da stellt sich allerdings die Frage, was denn "Leben" ist. Ich bin der Meinung, dass ich auch selber lebe, wenn ich lese.
    Ich nicht. Denn in dem Moment bist du im "Leben der anderen", nicht in Deinem. Es sind ja nicht Deine eigenen Gefühle, Erfahrungen, die Du erlebst.

    In der Theorie erweitert es meiner Meinung nach den eigenen Horizont. Vielleicht kann man das, was man mal gelesen hat, auch mal selber anwenden. Oder man macht sich seine eigenen Gedanken und kann dadurch eine eigene Meinung entwickeln. Das geht aber durchs Fernsehen oder Kino doch auch, oder?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Man macht sich sein Kopfkino.
    Ich bin seit einiger Zeit süchtig nach Hörspielen. Gilt das auch? Ich hab sogar den Eindruck, dass meine Fantasie dadurch noch mehr angereichert wird.
    Wenn man einen Fehler gemacht hat, kommt manchmal etwas ganz Wunderbares dabei heraus.

  3. Inaktiver User

    AW: Lesen als legitimes Hobby?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die "Vereinsamung" durch Lesen im stillen Kämmerlein ist meines Erachtens aber selten, oder kennt jemand solche eingestaubten Bücherwürmer, die sich außerhalb ihres Bücherregals nicht zurechtfinden und kein anderes Thema haben als Buch und Wurm??
    Ich denke, wenn es so etwas gibt, dann ist nicht das Lesen schuld daran. Es gibt ja auch genug einsame Menschen, die nicht lesen.

    Andererseits sind vielleicht manche Menschen auch glücklich, wenn sie ein zurückgezogenes Bücherwurmleben führen können.

    Die Zeit, in der Leben sogar verdammt wurde habe ich zum Glück nicht mehr selber mitgekriegt. Aber ich sehe die Möglichkeit, freien Zugang zu allen möglichen Büchern bzw. schriftlichen Informationen zu haben, schon als Privileg an. Es ist ja auch noch nicht so lange her, dass nicht alle Menschen die Möglichkeit hatten, Lesen zu lernen.

    Ich bin sicherlich nicht der Meinung, dass Lesen der einzige Weg ist, sich zu bilden. Aber ich denke, dass man schriftliche Informationen noch anders aufnimmt, als z.B. durchs Fernsehen.

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    AW: Lesen als legitimes Hobby?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das mit den "richtigen" Büchern bezog sich darauf, ob man durchs Lesen klüger wird. Ich wollte damit nicht sagen, dass es so etwas wie "falsche" Bücher gibt.
    danke für deine Antwort bootsfrau


    Als ich Kind war, hieß mein soziales Netzwerk
    draussen

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    AW: Lesen als legitimes Hobby?

    Zitat Zitat von .gerrimee. Beitrag anzeigen
    Als junges Mädchen...hab ich quasi nur gelesen. Immer wenn es irgendwie möglich war.
    ...
    Es gab Zeiten, da wurde das Lesen verdammt wie heute das Fernsehen/PC-Spiele.
    genau so war es bei mir auch. Es war purer Eskapismus.. und wahrscheinlich (abgesehen von der Reizüberflutung) nicht viel anders als ausuferndes Computerspielen.
    Meine Eltern fanden damals, ich sei zu verträumt, ich solle mehr an die "frische Luft" gehen oder alternativ Hausaufgaben machen.
    Ob ich wirklich so viel gelernt habe aus "Hanni und Nanni" und "Försters Pucki"? Ich bin mir nicht so sicher..
    asa nisi masa

  6. Inaktiver User

    AW: Lesen als legitimes Hobby?

    Zumindest hast Du als Kind durch viel Lesen Rechtschreibung gelernt.

    Und fürs Aufsatzschreiben war es sicher auch nicht schädlich.

  7. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Lesen als legitimes Hobby?

    Lesen ist mein zweites Hobby. Ich sitze täglich freiwillig zwischen 10 und 14 Stunden am PC, aber dann wird abgeschaltet und ich gehe ins Schlafzimmer lesen. Zwischendurch wird auch gelesen, im Badezimmer, in der Küche, muss ja auch mal kochen. Ohne Bücher wäre es langweilig. Der PC kann mir das nicht bieten.

  8. Inaktiver User

    AW: Lesen als legitimes Hobby?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wann soll das gewesen sein? Im Mittelalter?
    Nein, viel später, als die ersten Romane aufkamen. Da war das Lesen für Frauen verpönt weil man das alles für viel zu dramatisch hielt und meinte, Frauen würden sich in die Handlungen so reinsteigern, dass sie hysterisch würden.

  9. Inaktiver User

    AW: Lesen als legitimes Hobby?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Manche Lektüre ist eigentlich auch nur eine andere Form von Fernsehen. Mit einem Buch ist man halt mobiler und flexibler, aber ob ich nun einen Unterhaltungsroman lese oder einen Tatort schaue, das ist doch beides in erster Linie Zerstreuung.

    Trotzdem ist Lesen natürlich ein intellektuelle Anstrengung. Man macht sich sein Kopfkino.
    Ich finde, Lesen und Fernsehen kann man nicht vergleichen.

    Zum Fernsehen brauch ich keine Phantasie, da wird mir ja alles sichtbar und plastisch geliefert, ich hab Ton dabei - ich imaginiere nichts, der Bösewicht schaut für alle gleich aus, es entstehen im Gegensatz zum Lesen eben keine individuellen Bilder und Eindrücke.

    Ich hab keine individuelle Geschwindigkeit, kann kaum nachdenken, keine Verknüpfungen herstellen - das wird ja meist alles fertig geliefert. Meist schau ich doch von außen drauf beim Fernsehen, das Innenleben einer Person wird doch kaum ausgiebig geschildert, das kann so differenziert wie im Buch kaum dargestellt werden.

    Und auch mein Ausdrucksvermögen wird wenig geschult werden.

    Nö, ich finde Lesen weitaus aktiver und fordernder als anderen Medienkonsum.

  10. User Info Menu

    AW: Lesen als legitimes Hobby?

    lesen ist ein ziemlich weitreichender begriff. ich persoenlich unterscheide zwischen literatur (=buecher) und "lesen" - zeitschriften, beipackzettel, arbeitsmaterialen etc.
    einige user haben ja geschildert, dass sie sich mehr oder weniger weitreichend mit der lektuere befassen - und sich ueber autoren, hintergruende, interpretationen etc informieren.
    das geht meiner meinung nach in den bereich der literaturwissenschaft und die ist ja immerhin ein angesehener studiengang. deswegen zaehlt "literatur" als solche in meinen augen auf jeden fall als legitimes hobby.

    natuerlich gibt es auch abstufungen und meinungen zur qualitaet von literatur - z. b. "trash literatur", die von vielen oft abgewertet wird. aber diese gab es ja schon zu zeiten goethes!

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