Schlamperl, du sprichst aus was ich denke.
Kann man den Strang nicht stehen lassen, als Fundgrube für Tipps, ohne ihn gleich auseinander zu nehmen?![]()
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Ergebnis 41 bis 46 von 46
Thema: Jüdische Schriftsteller
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19.05.2009, 10:37
AW: Jüdische Schriftsteller
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22.05.2009, 16:59Inaktiver User
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25.05.2009, 08:31Inaktiver User
AW: Jüdische Schriftsteller
Im Sinne von "Fundgrube":

Ich lese gerade Christoph Schulte, Die Jüdische Aufklärung - Philosophie, Religion, Geschichte, C. H. Beck 2002. Ungemein interessant, weil wir Aufklärung vor allem ja mit Kant oder mit Lessing festmachen. Bei Schulte stieß ich auf Wessely:
Quelle: Schulte, S. 65Naftali Hartwig Wessely (1725-1805) gilt als der bedeutendste hebräische Dichter in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Er wurde in Hamburg geboren, wuchs in Kopenhagen auf und kam 1774 nach Berlin, wo er als Hauslehrer und wenig erfolgreicher Kaufmann sein Leben fristete. Die Kontroverse um seinen Erziehungstraktat «Worte der Wahrheit und des Friedens» hat seinem Ansehen als Dichter nicht geschadet, Teile seines hebräischen Verseops' «Schirej Tiferet» wurden als «Die Moseide» sogar ins Deutsche übersetzt und erschienen 1795.
Interessante Seite, auf die ich bei der Suche nach einem Bild von Naftali Hartwig Wessely stieß: die Seite über jüdische Aufklärung, HaskalaGeändert von Inaktiver User (25.05.2009 um 10:50 Uhr)
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18.10.2009, 23:23Inaktiver User
AW: Jüdische Schriftsteller
Thomas Buergenthal ist kein jüdischer Schriftsteller im eigentlichen Sinne, wohl aber wurde er mit seinen Eltern auf Grund des Glaubens im Dritten Reich verfolgt. Seine Kindheitserinnerungen "Ein Glückskind" sind Zeugnis des Holocaust.
Buergenthal ist seit dem 2. März 2000 Richter am Internationalen Gerichtshof in Den Haag.Da gab es den immer wiederkehrenden Traum, den ich in Sachsenhausen gehabt hatte, dass einer der alliierten Bomber auf dem Weg nach Berlin einen langen Haken herablassen, meine Baracke daran aufhängen und mich nach Amerika bringen würde. Dieser Traum war schließlich wahr geworden, wenn auch in einer weniger märchenhaften Weise. Ich fragte mich zudem, nicht ohne einen gewissen Schauder zu verspüren, welches Leben ich in Amerika führen würde, wann ich meine Mutter wiedersehen würde und ob ich richtig gehandelt hatte, als ich Göttingen verließ. Doch je länger ich an der Reling des Schiffes stand und mich von dem Himmel verzaubern ließ, der in den Farben der vielen Lichter der Stadt glänzte, desto deutlicher wurde die Erinnerung an Auschwitz, und ich sah plötzlich den rötlich-braunen Rauch wieder vor mir, der aus den Schornsteinen der Krematorien quoll. Blitzartig zog mein bisheriges Leben an meinem inneren Auge vorbei - Kielce, Auschwitz, der Todestransport, Sachsenhausen. Da wusste ich auf einmal, dass ich mich von dieser Vergangenheit nie völlig würde befreien können und dass sie mein Leben für immer prägte. Doch ich wusste auch, dass ich nicht zulassen würde, dass die Vergangenheit das neue Leben, an dessen Schwelle ich nun stand, beeinträchtigte oder gar zerstörte. Im Gegenteil: Sie würde meine Zukunft erhellen und ihr Bedeutung verleihen.
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20.10.2009, 10:11Inaktiver User
AW: Jüdische Schriftsteller
Victor Klemperer
TAGEBÜCHER
Tiggers
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20.10.2009, 10:27Inaktiver User
AW: Jüdische Schriftsteller
Nicht zu vergessen:
Jakob Wassermann
Tiggers



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