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  1. Inaktiver User

    AW: Jüdische Schriftsteller

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...

    Ich weiß oft gar nicht ob ein Schriftsteller Jude, Moslem, Buddhist etc ist..

    ...
    Nun, einer der in jüngerer Zeit bedeutenderen muslimischen Schriftsteller, z.B.: Salman Rushdie.

    Jiddische Literatur

    Ohne dass ich jetzt den Strang gelesen haben, z.B.:

    * Martin Buber: Die Erzählungen der Chassidim
    * Georg Langer: Der Rabbi, über den der Himmel lachte. Die schönsten Geschichten der Chassidim

  2. Inaktiver User

    AW: Jüdische Schriftsteller

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nun, einer der in jüngerer Zeit bedeutenderen muslimischen Schriftsteller, z.B.: Salman Rushdie.

    Jiddische Literatur

    Ohne dass ich jetzt den Strang gelesen haben, z.B.:

    * Martin Buber: Die Erzählungen der Chassidim
    * Georg Langer: Der Rabbi, über den der Himmel lachte. Die schönsten Geschichten der Chassidim
    und was denkst Du über meine Gedanken, dass ich nicht nur erfreut registriere, dass man jüdischen Autoren generell Tiefe und Berührendes unterstellt?

    Jude zu sein bedeutet doch nicht immer über jüdische Themen, wie Holocaust etc zu schreiben. Die Tränen der Juden müssen auch nicht in jedem Werk eines jüdischen Autors spürbar sein.

    Jüdischer Autor zu sein, bedeutet nicht unbedingt über Vergangenes zu schreiben und auch nicht ein guter Autor zu sein, der "berühren" kann.

    Ist eine solche Erwartungshaltung nicht auch eine Belastung ?

    Was ist an Phillip Roth "typisch jüdisch" oder an Miriam Pressler etc ?

    Was ist überhaupt "typisch jüdisch", so dass man Autoren unter der Überschrift "jüdische Autoren" zusammenfassen könnte ?

    Ein jüdischer Autor ist schlichtweg einfach ein Autor jüdischen Glaubens.

    Sein Werk kann berühren, muss aber nicht.

    Sein Werk kann von "jüdischen Themen" erzählen oder nicht.

    Muss mich Phillip Roths Altmännerwerk besonders berühren, weil er Jude ist ?

    Wohl nicht :-) Da weigere ich mich einfach :-)
    Geändert von Inaktiver User (16.05.2009 um 18:15 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Jüdische Schriftsteller

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nun, einer der in jüngerer Zeit bedeutenderen muslimischen Schriftsteller, z.B.: Salman Rushdie.
    Dem ich zwei meiner schönsten Leseerlebnisse überhaupt verdanke...

    Harun und das Meer der Geschichten ? Wikipedia

    und "Des Mauren letzter Seufzer"

  4. Inaktiver User

    AW: Jüdische Schriftsteller

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    und was denkst Du über meine Gedanken, dass ich nicht nur erfreut registriere, dass man jüdischen Autoren generell Tiefe und Berührendes unterstellt?

    Jude zu sein bedeutet doch nicht immer über jüdische Themen, wie Holocaust etc zu schreiben. Die Tränen der Juden müssen auch nicht in jedem Werk eines jüdischen Autors spürbar sein.

    Jüdischer Autor zu sein, bedeutet nicht unbedingt über Vergangenes zu schreiben und auch nicht ein guter Autor zu sein, der "berühren" kann.

    ...
    Ob ein Buch von einem Juden, Christen, Muslim oder Buddhisten oder von einem Atheisten geschrieben wurde, sagt über das Buch selbstverständlich noch nichts. Das ist für mich auch nicht das entscheidende Kriterium, an dem ich mich bei der Literaturauswahl orientiere. Gleichwohl habe ich in den 70er Jahren z.B. aus Gründen "politischer Solidarität" etwa Werke von Solženicyn oder von Abram Terz gelesen. Phillip Roth mag Jude sein, aber seine Werke sind für mich nicht jüdische Literatur. Seine Werke mag man mögen, oder auch nicht. Amos Oz ist ein großer Literat aus Israel. Ich habe bislang keines seiner Bücher gelesen. Vielleicht habe ich irgendwann Lust auf Amos Oz. Wen ich z.Z. gerne lese: z.B. Rafik Schami, weil er schön schreibt.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, ob man die mythologische Tiefendimension unbedingt am Judentum festmachen muss?
    John Steinbeck zum Beispiel ist damit auch ziemlich beladen, sogar fast überfrachtet.
    Oder geht es Dir eher um speziell jüdische Themen?
    Ich mag Amos Oz sehr gern: "Mein Michael" zum Beispiel. Die Beziehungsgeschichte einer Frau, die sich nicht wirklich von ihrem Vater lösen kann (zumindest habe ich es so verstanden).
    Und ähnlich Deinem Beispiel natürlich Jurek Becker: "Jakob, der Lügner."
    Ehrensenf


    Und doch ist es eine Frage, wen beispielsweise Herbert und Elisabeth Frenzel in den "Daten deutscher Dichtung" unterschlagen haben. Ob "gute" Literatur unterschlagen wurde, ist eine andere Frage.
    Geändert von Inaktiver User (16.05.2009 um 23:17 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Jüdische Schriftsteller

    Rafik Schami, weil er schön schreibt.
    er liest und erzählt auch wunderbar..Vor einigen Jahren erlebte ich ihn auf der Frankfurter Buchmesse.. : ich hätte ihm stundenlang zuschauen und zuhören können..
    Damals erzählte er Geschichten rund um sein Buch "Die dunkle Seite der Liebe"

  6. Inaktiver User

    AW: Jüdische Schriftsteller

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dem ich zwei meiner schönsten Leseerlebnisse überhaupt verdanke...

    Harun und das Meer der Geschichten ? Wikipedia

    Oh ja! Das mag ich auch sehr gern.

  7. Inaktiver User

    AW: Jüdische Schriftsteller

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Oh ja! Das mag ich auch sehr gern.
    ot: Wolltest Du nicht kochen.

  8. Inaktiver User

    AW: Jüdische Schriftsteller

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich weiß oft gar nicht ob ein Schriftsteller Jude, Moslem, Buddhist etc ist..
    Das weiß ich auch oft nicht. Aber mich interessiert meistens, welcher Mensch sich hinter dem Namen des Autors verbirgt, auch wenn es mir klar ist, dass ich mir aufgrund der biografischen Informationen nicht unbedingt ein vollständiges Menschenbild machen werde.

    Ist die Idee, dass die Arbeiten jüdischer Schriftsteller generell tief und symbolträchtig und "tief berührend" seien, nicht auch ein Vorurteil, die Kehrseite negativer Vorurteile : nur die andere Seite der gleichen Medaille Vorurteil ?
    Die Idee, dass die Arbeiten jüdischer Schriftsteller GENERELL "tief berührend" seien, vertrete ich nicht.

    Dass sehr viele von ihnen mich "tief berührten" bleibt eine Tatsache.
    Und es geht nicht um die Thematik (Religion, Holocaust usw.).

  9. Inaktiver User

    AW: Jüdische Schriftsteller

    milu_milu

    ich weiß ja : ich bin etwas anstrengend mit meinem Nachhaken..



    Ich verstehe was Du meinst, dennoch bin ich so, dass ich glaube, dass "Juden" auch nicht amused sind, wenn nun Judentum plötzlich zeitgeistgefärbt nach den Negativorurteilen in Richtung Positivorurteil umschlägt..

    vom so tiefsinnigen jüdischen Autoren schwärmend..

    Ja, jüdische Namen sind nun " encvogue " und jüdische Autoren zu lesen, mag auch als chic gelten : mir ist das Fokussieren auf die Religion so oder so an ambivalente Gefühle geknüpft..

    obwohl ich die Idee "jüdische Autoren" zu benennen gut finde.

    Ich hege jedoch Widerwillen gegen das sentimentale Baden in der Leidensgeschichte "der Juden" : wie ein Seelenschmankerl für eigene grauen Tage: ich hoffe, dass Du verstehst..und mir den Einwand nicht übel nimmst..

    Juden sind auch keine schlechteren oder besseren Autoren als Nichtjuden : jeder hat einen anderer Blick als der in Richtung seiner Religionszugehörigkeit verdient, finde ich..

    Dennoch nochmals : ja, es es ist ganz schön zu sehen, wie viele ineressante jüdische Schriftsteller es gibt..

    Ich erinnere aber auch, dass es manche Menschen es nicht toll finden in TV-Shows nicht als Journalist oder Jurist, sondern als Jude oder jüdischer Journalist und jüdischer Autor vorgestellt zu werden......

  10. Inaktiver User

    AW: Jüdische Schriftsteller

    Oh je - wir bauen uns ein Problem. Schon interessant, wie sehr man einen Strang zweckentfremden kann.

    Wurde schon Andre Kaminski genannt? Neben "Nächstes Jahr in Jerusalem" und "Schalom allerseits" ist besonders "Kiebitz" lesenswert.

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