Antworten
Seite 2 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 35
  1. Inaktiver User

    AW: Haruki Murakami überbewertet?

    Eben, ich fand die Geliebte ziemlich blass als Figur, und die selbstlose unerschütterliche Liebe der Ehefrau - na danke.

  2. Inaktiver User

    AW: Haruki Murakami überbewertet?

    Möglicherweise ist er überbewertet.
    Ich bekam das Buch "Der Aufziehvogel" geschenkt, mit dem Hinweis, das "müsse" man gelesen haben.
    Ehrlich gesagt, für mich nicht nachvollziehbar. Ich habe mich mehr oder weniger durch die Seiten gequält, finde es teilweise verwirrend geschrieben. Sein Schreibstil gefällt mir nicht.
    Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Welt auf dieses Werk gewartet hat.
    Susanne

  3. User Info Menu

    AW: Haruki Murakami überbewertet?

    puhhhh....ich dachte schon ich hätte hier ein Genie verkannt.
    Aber ich möchte ihm gerne noch eine Chance geben, mit "Kafka am Strand".
    Aber es ist wir ihr sagt, die Charaktäre sind irgendwie farblos und der rote Faden fehlt mir ein wenig.
    Aber Bücher sind wie Filme. Es gibt auch Menschen die "Lost in Translation" toll fanden. Ich fand ihn nur belanglos...aber das ist jetzt off topic.
    ****eine Frau die ewig ein Auge zudrückt, wird eines Tages damit zielen****

  4. User Info Menu

    AW: Haruki Murakami überbewertet?

    Die "Gefährliche Geliebte" war bei mir mal Unilektüre, Thema zeitgenössische Liebesromane. Ich fand den Murakami auch nicht so umwerfend, allerdings befand er sich in unserem Seminarprogramm da in ganz illustrer Gesellschaft, der ich auch nicht so viel abgewinnen konnte.
    Manche Bücher lassen mich ziemlich unberührt, da steh ich dann am Ende und sag "ja - und?"
    Und andere sind hin und weg.
    Ich habe eine Wassermelone getragen.

  5. User Info Menu

    AW: Haruki Murakami überbewertet?

    Hej,

    Die Geschmäcker sind nunmal verschieden. Ich bin ein sehr großer Murkami-Fan (auch wenn ich dir, Ehrensenf, zum Teil mit seinen Frauenfiguren rechtgebe...). Genau die Bücher die hier am meisten genannt werden "Mister Aufziehvogel" und "Gefährliche Geliebte" sind aber für mich die 2 ja...die geliebte fand ich nicht so toll, der aufziehvogel erfordert viel Geduld, lohnt sich aber.

    Ich empfehle für den Einstieg meist "Naokos Lächeln", eine wunderbare, traurige Liebesgeschichte mit wunderbarer Sprache.

    Ausserdem liebe ich "Wilde Schafsjagd", ein sehr intensives, so schön abgedrehtes Buch. "Tanz mit dem Schafsmann" sollte man erst eine ganze Weile danach lesen, als Nachfolger ist es gut, als Einzelroman etwas schwieriger zu bewerten.

    Und mein absoluter Favorit: "Kafka am Strand".

    Man muss sich auf Murkami einlassen, man sollte nicht immer versuchen, alles zu verstehen, auch mal ein offenes Ende oder Verwirrung zulassen. Bei den Kurzgeschichten vor allem (die ich übrigens auch toll finde und ich bin kein großer Fan von KG). Ich sage immer "Murakami darf mich veriwrrt zurücklassen, denn seine Bücher geben soviel her zum Interpretieren und Selbstdenken etc.".

    Für mich einer meiner absoluten Lieblingsautoren. Die Diskussion ob ein Autor "überbewertet" ist, finde ich sehr schwierig - die einen können etwas mit ihm anfangen, die anderen nicht. So what? Nicht jedes hochgejubelte Buch ist etwas für mich, wohl aber für viele andere.

    Es gab hier auch schon einen Murakami-Strang, dort haben wir einige Lieblingsstellen gesammelt, der Blick rein lohnt sich sehr! Wenn du Kafka am strand liest, wirst du gleich zu Anfang die "Sandsturm"_Stelle lesen, eine Stelle die mich seit Jahre prägt.

    LG,
    Zimtfisch
    That rug really tied the room together. The Big Lebowski

  6. Inaktiver User

    AW: Haruki Murakami überbewertet?

    Mir hat die "Gefährliche Geliebte" auch nicht gefallen. Es hieß, Murakami muss man lesen, er schreibt einfach toll. Aber wie schon gesagt, es ist eben alles Geschmackssache

    LG, nelda

  7. Inaktiver User

    AW: Haruki Murakami überbewertet?

    gelöscht
    Geändert von Inaktiver User (18.04.2009 um 16:03 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Haruki Murakami überbewertet?

    Zitat Zitat von drops_of_june Beitrag anzeigen
    puhhhh....ich dachte schon ich hätte hier ein Genie verkannt.
    Aber ich möchte ihm gerne noch eine Chance geben, mit "Kafka am Strand".
    Aber es ist wir ihr sagt, die Charaktäre sind irgendwie farblos und der rote Faden fehlt mir ein wenig.
    Aber Bücher sind wie Filme. Es gibt auch Menschen die "Lost in Translation" toll fanden. Ich fand ihn nur belanglos...aber das ist jetzt off topic.
    hier eine die "lost in translation" wunderbar findet..

    Es braucht keinen Freischein für " den Zugang nicht finden " indem man einen Autoren für " überschätzt " erklärt haben muss..



    Ich kann mit Murakami nichts anfangen.." Kafka am Strand " langweilte mich..und andere angelesene Bücher auch..

    vielleicht greife ich noch einmal zu einem, das mir gefällt..

    Naokos Lächeln zum Beispiel..:-)

    Außerdem frage ich mich wie gut oder schlecht die Übersetzer ihre Sache machen und wessen Sprache ich toll finden soll, wenn ich deutsche Sätze lese..

    und was vielleicht ( siehe oben ) lost in translation bleibt ;-))

    Das Klaviertrio beendete den Blues, den es gerade gespielt hatte, eine Eigenkomposition, und begann das Intro zu " Star-Crossed Lovers". Wenn ich in der Bar war, brachte der Pianist diese Ballade oft, denn er wußte, daß ich sie sehr mochte. Sie gehört nicht zu Ellingtons bekanntesten Stücken, und ich verband mit ihr auch keine besonderen Erinnerungen; sie hatte nur eine Saite in mir zum Klingen gebracht, als ich sie zufällig einmal hörte. Seit dem College und in den trostlosen Jahren beim Schulbuchverlag hatte ich Abend für Abend das Album Such Sweet Thunder aufgelegt und mir das Stück " Star-Crossed Lovers" angehört. Immer wieder von vorn. Johnny Hodges spielt darin dieses feinnervige, elegante Solo.
    Jedesmal, wenn ich diese schöne, sehnsuchtsmatte Melodie hörte, dachte ich an diese Zeit zurück. Es war nicht gerade das gewesen, was ich eine glückliche Periode meines Lebens nennen würde - ich hatte nur als ein hartes Knäuel von unerfüllten Wünschen existiert. Ich war viel jünger gewesen, viel hungriger, viel einsamer. Aber ich war ich selbst gewesen, auf das Wesentliche reduziert . Ich konnte spüren, wie jeder einzelne Ton einer Melodie, jede Zeile, die ich las, tief in mein Innerstes sickerte. Meine Nerven waren so scharf wie eine Klinge, meine Augen glänzten von einem stechenden Licht. Und jedesmal, wenn ich diese Musik hörte, erinnerte ich mich, wie meine Augen mir damals aus jedem Spiegel entgegengelodert hatten."

    Eine Leseprobe aus der " Gefährlichen Geliebte
    ..mir gefällt die Sprache hier gar nicht..

    " sehnsuchtsmatt, feinnervig..trostlos..ins Innere sickern..Nerven scharf wie eine Klinge..hartes Knäuel unerfüllter Sehnsüchte..stechendes Licht..lodernde Augen..

    Das nervt mich wie Texte aus Schreibwerkstätten von Volkshochschulen.. ;-)
    Geändert von Inaktiver User (18.04.2009 um 16:23 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Haruki Murakami überbewertet?

    Und gerade diese Passagen gefielen mir in "Gefährliche Geliebte" so sehr. Ich steckte damals, als ich das Buch las, in einer gestandenen Beziehungskrise. Murakami traf mit vielen seiner Formulierungen mitten in mein Herz, das harte Knäuel unerfüllter Sehnsüchte ... das kannte ich. Ich konnte so viel nachempfinden, auch die Leere. Ich weiß nicht, ob ich heute Zugang zu diesem Buch finden würde, damals berührte es mich sehr.

    Den "Tanz mit dem Schafsmann" habe ich nach ca. 1/3 abgebrochen, ging gar nicht. Und "Kafka am Strand" ruht noch ungelesen auf meinem SUB, ich trau mich nicht richtig ran. Ich weiß nicht, ob es mir gelingt, mich auf diese Sprache nochmal so einzulassen, hab ein bisschen Angst davor.

    Aber man muss nicht alles mögen oder gut finden, was von anderen Lesern oder gar Kritikern hochgepriesen wird. Was einen berührt, begeistert, ist eben sehr unterschiedlich.

  10. Inaktiver User

    AW: Haruki Murakami überbewertet?

    "Naokos Lächeln" - ist nur auf den ersten Seiten gut. Dann fällt es - mitsamt der schrägen, psychisch überbelasteten Frauengeschichten - rapide ab.
    "Kafka am Strand" fand ich eigentlich am besten von ihm. War auch mein erstes.

    Ach so, Klee: Gerade in dem von Dir zitierten Ausschnitt wird mir so ein bisschen klar, was im Literarischen Quartett unter Fast Food-Literatur verstanden wurde: Dieses Common Knowledge, dieses "Tun wir ein bisschen amerikanisch, wahlweise auch europäisch."

Antworten
Seite 2 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •