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    AW: THEODOR FONTANE

    Als "spannend" würde ich Frau Jenny Treibel nicht bezeichnen. Interessant finde ich den Roman aber schon, aber vielleicht muss man Fontane einfach mögen, um seine Sittengemälde nicht langatmig zu finden.
    Ich als Berlinerin finde auch schon allein die Verfolgung der Stadtentwicklung unterhaltsam, etwa beim folgenreichen Ausflug nach Halensee. Heute liegt der gleich neben der Stadtautobahn, idyllisch ist doch irgendwie anders...

    Die politischen Andeutungen muss man meines Erachtens auch nicht unbedingt ganz verstehen, es hilft aber natürlich, wenn man so ungefähr einordnen kann, wo die Leute politisch und also auch zueinander stehen und was für Typen sie verkörpern.
    Ich habe eine Wassermelone getragen.

  2. gesperrt

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    AW: THEODOR FONTANE

    Das "Sittengemälde" finde ich gar nicht so wichtig - aus heutiger Sicht halt ein interessiertes "ah, so war das also". Was mich bei Fontane wirklich immer wieder aufs neue fasziniert, sind die Stimmungsbilder und Personenzeichnungen. WIE er das macht, das finde ich nicht nur reizvoll, sondern wirklich spannend, selbst beim fünften und sechsten Wiederlesen. Das genieße ich einfach.

    Wer halt action-lesestoff gewohnt ist und ständig darauf wartet dass etwas passiert, kann schon enttäuscht sein. Dabei passiert auch bei Fontane ständig etwas: nämlich eine persönliche Entwicklung. Das mag man halt oder eben nicht.

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    AW: THEODOR FONTANE

    Fontane ist auch für mich zeitlos schön, seien es die Gedichte oder eben Effie Briest, Der Stechlin, Frau Jenny Treibel. Ganz wunderbar finde ich aber auch die Novelle "Grete Minde", die es in einer wunderschön illustrierten Ausgabe gibt.

    Das Gedicht, welches Bella zum Abschied las, fand ich ebenfalls ergreifend in dieser Situation und wußte nicht, dass es von Fontane ist.

    Schön, dass es diesen Strang gibt!

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    AW: THEODOR FONTANE

    Ich hab die "Jenny Treibel" fertig, es wurde ja doch noch ein bisschen spannender! Es ist nicht unbedingt mein Lieblingsbuch von Fontane, aber es schreckt mich nun auch nicht ab, noch mehr von ihm zu lesen.
    LG
    Salina
    Das Herz, auch es bedarf des Überflusses, genug kann nie und nimmermehr genügen. (Conrad Ferdinand Meyer)

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    AW: THEODOR FONTANE

    Ich hab in letzter Zeit wohl zuviel Fontane gelesen - gerade den "Graf Petöfy" - und als es da auf einmal wieder wagnerianisch dräute, war klar, hier wird wieder mal eine Ehe gebrochen, auch wenn man's erst im Nachhinein erklärt kriegt. Das Interesse für Malerei ist klar und gut, das für Musik und besonders Wagners Musik ist gefährlich gefühlig.
    Ich habe eine Wassermelone getragen.

  6. gesperrt

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    AW: THEODOR FONTANE

    Das war sintemalen aber nicht nur bei Fontane so, oder? mir fällt grad nur Thomas Mann ein, ich bin aber sicher, da waren noch mehr.

    Der Petöfy...ist der nicht aus ....hach, es fällt mir mal wieder nicht ein..."halt dich proper" - war das Stine? *kalk zu verkaufen*

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    AW: THEODOR FONTANE

    "Graf Petöfy" ist ein eigener Roman und heißt auch so, allerdings ein nicht soo bekannter.
    Er spielt in Wien und in Ungarn, handelt von einem 70jährigen ungarischen Grafen, der in Wien eine junge, norddeutsche Schauspielerin kennenlernt und sie heiratet, damit sie ihn beplaudert. Anfangs geht die Ehe ganz gut, dann taucht der Neffe des Grafen wieder auf, und Neffe und Gräfin verbringen nach einem Beinahe-Unglück eine Nacht zusammen in einer Hütte, und da wurde wohl geschnackselt (jedenfalls wurde Wagner erwähnt). Und der alte Graf merkt es und zieht Konsequenzen... (ich will ja nix verraten).

    Ich glaube, "halt dich proper" war Mathilde Möhring, aber bei mir rieselt ebenfalls der Kalk.
    Ich habe eine Wassermelone getragen.

  8. gesperrt

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    AW: THEODOR FONTANE

    Ja, Mathilde. später ist es mir wieder eingefallen. wie auch der petöfy..also, dass es ihn gibt. werd ich mir umgehend besorgen

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    AW: THEODOR FONTANE

    [Die Zeit ist hin
    ___________

    Die Zeit ist hin; du löst dich unbewußt
    Und leise mehr und mehr von meiner Brust;
    Ich suche dich mit sanftem Druck zu fassen,
    Doch fühl' ich wohl, ich muß dich gehen lassen.

    So laß mich denn, bevor du weit von mir
    Ins Leben gehst, noch einmal danken dir;
    Und magst du nie, was rettungslos vergangen,
    In schlummerlosen Nächten heimverlangen.

    Hier steh' ich nun und schaue bang zurück;
    Vorüberrinnt auch dieser Augenblick,
    Und wieviel Stunden dir und mir gegeben,
    Wir werden keine mehr zusammenleben.


    Theodor Fontane[/CENTER]


    Liebe Grüße ,
    Linde[/QUOTE]

    Hallo

    Soweit ich weiß, ist o. g. Gedicht nicht von Theodor Fontane, sondern von Theodor Storm

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