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  1. Avatar von sanne
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    verwirrt Reha zwei Jahre "danach" - ja oder nein?

    Hallo ihr!

    Ich benötige mal ein bisschen Entscheidungshilfe und eure Ratschläge...

    Meine Brustkrebserkrankung war 2018, ein hormonabhängiger Tumor, im August 2018 herausoperiert, keine befallen Lymphknoten. Anschließend 25 Bestrahlungen, ich nehme Tamoxifen. Die Ärztin hat mich damals entlassen mit den Worten "Denken Sie daran immer zu sagen "Ich hatte Brustkrebs"!"
    Nach der Bestrahlung war ich drei Wochen zur Anschlussheilbehandlung in der Nordseeklinik in St. Peter Ording.

    Körperlich und psychisch geht es mir gut seither, abgesehen von diversen Schwitzattacken und Schlafstörungen und den immer noch vorhandenen Beeinträchtigen von der Bestrahlung (Empfindungsstörungen an der Brust und in der Achsel u.ä.). Aber nichts, was mich in meinem alltäglichen Leben großartig einschränkt.

    Ich überlege nun, ob ich in diesem Jahr (vielleicht im Herbst) eine Reha machen sollte.

    Zustehen tut sie mir ja noch, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich tatsächlich eine "Reha-Umgebung" haben möchte oder ob mir nicht ein ganz "normaler" Urlaub auch gut genug täte. Ich habe ja keine Schmerzen oder gravierenden körperlichen Beeinträchtigen und auch psychisch fühle ich mich "gesund".

    Nichtsdestotrotz frage ich mich, ob mir eine Reha vielleicht doch guttun würde.

    Gibt es Klinken, die auf die Nachsorge von "ehemalig Brustkrebserkrankten ohne besondere Probleme" eingestellt sind oder bin ich eher ein Fall für "keine Reha nötig"?
    An allem Unfug, der geschieht, sind nicht nur die schuld, die ihn tun,
    sondern auch die, die ihn nicht verhindern
    .
    Erich Kästner

  2. Avatar von Inisheer
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    AW: Reha zwei Jahre "danach" - ja oder nein?

    liebe Sanne,
    bin ein ähnlicher Fall, was Diagnose, Behandlung und aktuelle Folgen/Nebenwirkungen angeht.
    Was sagt denn dein Arzt bzw. deine Ärztin zu deiner letzten Frage? Nötig oder nicht?
    Ich kann dir irgendwie nur sagen, wie ich das sehe: die Urlaubstage stehen mir zu, wie allen anderen auch. Also nutze ich sie. Die Reha steht mir wegen der Erkrankung zusätzlich zu, also nutze ich sie. Meine Arbeit ist anstrengend und kostet Energie, und ich nutze den Urlaub und die Reha dazu, mir meine Energie zu erneuern oder aufzufüllen. Ich hab bei meiner AHB die "Krebsgruppen" gemieden und gemacht, was mir guttat, hab mich gut abgrenzen können und mich (meist) gar nicht so als Patient gefühlt.
    Du merkst vielleicht, ich bin eher PRO eingestellt - Reha machen! Aber informier dich ruhig vorher noch ausführlich über die verschiedenen Kliniken und ihre Angebote.
    alles Gute!
    I.

  3. Avatar von sanne
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    AW: Reha zwei Jahre "danach" - ja oder nein?

    Hallo Inisheer,
    danke für deine Gedanken...

    Ich sehe das im Grunde wie du - die Reha steht mir zu und ich tue selten genug einfach nur was für mich bzw. "lasse selten etwas für mich tun". Und ich stecke auch einiges an Energie in meinen Job - gerne zwar, aber umso mehr sehe ich zu, dass meine Reserven nicht aufgebraucht werden...

    Mein Nachdenken rührt eher daher, dass ich mich nicht so recht "krank" fühle und auch in einer Reha nicht unter der Attitüde "krank" laufen möchte.
    In meiner AHB in St. Peter Ording hatten sie dort - vermutlich bewusst - meine Tischgemeinschaft mit ähnlich Erkrankten zusammen gestellt und wir haben uns gegenseitig das "Kranksein" ausgeredet und uns bei Laune gehalten. Obwohl es damals ja durchaus noch wesentlich mehr objektive Krankheitserscheinungen gab.

    Aber du hast schon Recht... Abgrenzen gelingt mir doch recht gut und ich könnte es vermutlich schaffen, mir das für mich Beste aus einem Rehaangebot herauszusuchen, ohne mich zu sehr wie eine verspätete Patientin zu fühlen.

    Was meine Ärztin dazu sagt, weiß ich noch nicht. Ich habe übernächste Woche meinen regulären vierteljährlichen Kontrolltermin und möchte es dann ansprechen, wollte aber vorher meine Gedanken und Vorstellungen zum Thema "Reha" schon sortiert haben.

    LG (Su)sanne
    An allem Unfug, der geschieht, sind nicht nur die schuld, die ihn tun,
    sondern auch die, die ihn nicht verhindern
    .
    Erich Kästner


  4. Registriert seit
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    AW: Reha zwei Jahre "danach" - ja oder nein?

    Hallo sanne!
    Ich weiß was du meinst... mir geht es ähnlich. Aber ich denke, dass es sicher einige Frauen gibt, die 2 Jahre danach noch einmal zur Reha fahren. Und man deshalb auch in „bester Gesellschaft“ ist. Und dass es deshalb sicher auch in den Kliniken entsprechende Angebote gibt. Es ist doch super, dass es dir gut geht. Vielleicht kannst du damit zur Reha auch anderen Mut machen...
    Ich wollte dieses Jahr eigentlich auch noch mal zur Reha fahren. Aber jetzt ist meine Kollegin schwanger (wir sind nur zu zweit in unserer Abteilung) und ich bekomme nur eine 4std. Kraft zur Vertretung. Deshalb zweifle ich schon wieder...

    Lg kabu

  5. Avatar von Penny62
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    AW: Reha zwei Jahre "danach" - ja oder nein?

    Ich hatte 2015 Brustkrebs. 2016 nach dem vollen Programm die AHB und 2018 bin ich zur Reha nach Ahlbeck gefahren.
    Für April habe ich nochmal eine Rehabilitation beantragt. Hoffentlich bekomme ich die genehmigt.
    Einfach versuchen
    LG Penny62


  6. Registriert seit
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    AW: Reha zwei Jahre "danach" - ja oder nein?

    Ich bin letztes Jahr zwei Jahre nach Erstdiagnose auch in die reha gefahren, aber in eine Klinik die auch Orthopädie neben der Onkologie hat. In Bad Waldsee gehörte eine Therme mit dazu, wo man morgens um sieben schon aquajoggen war vor dem Frühstück. Da die Therapeuten orthopädisch super waren, werde ich nächstes Jahr noch mal versuchen eine reha zu bekommen. Den höhenverstellbaren Schreibtisch hab ich auch der reha zu verdanken. Ich habe sehr lange von dieser reha gelehrt.
    Lg kerstin

  7. Avatar von sanne
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    AW: Reha zwei Jahre "danach" - ja oder nein?

    Da bin ich wieder... und hab eine Entscheidung getroffen.

    Meine Frauenärztin hat mir unbedingt zu der Reha geraten und so werde ich sie nun beantragen.
    Ich werde versuchen, wieder nach St. Peter Ording in die Nordfrieslandklinik zu kommen, denn dort hat es mir schon während der AHB gut gefallen und gut getan.

    Euer Zureden hat mir bei meiner Entscheidung auf jeden Fall geholfen, denn allein in meinem stillen Kämmerlein ;-) hab ich eher den Gedanken gehabt "Ach komm, so schlecht geht es mir ja gar nicht". Aber im Gespräch mit der Ärztin hat sie dann nochmal alles aufgezählt, was ich ihr bei den Terminen in den letzten anderthalb Jahren so alles an beschwerlichen Nebenwirkungen berichtet habe und das alles hätte ich schließlich ohne diesen doofen Krebs nicht gehabt.

    Ausschlaggebend ist auch, dass mir - neben den physischen Anwendungen dort - vor allem auch das psychische "Abschalten" gut tun wird. Und vielleicht auch die Gespräche mit Menschen mit ähnlichem Hintergrund.

    Jetzt warte ich mal ab, was die KK sagen wird. Vorsorglich hab ich mir jedenfalls schon mal einen Platz in der Klinik ab Anfang April reservieren lassen...

    LG (Su)sanne
    An allem Unfug, der geschieht, sind nicht nur die schuld, die ihn tun,
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    Erich Kästner


  8. Registriert seit
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    AW: Reha zwei Jahre "danach" - ja oder nein?

    Glückwunsch zu deiner Entscheidung. Ich war vor 17 Jahren auch zu AHB in St. Peter Ording und sehr zufrieden. Den zweiten Kuraufenthalt hatte ich in Schloß Schönhagen. War auch gut, aber St. Peter doch noch besser.

    Sei nicht enttäuscht, wenn erst einmal abgelehnt wird. War bei mir nämlich so. Ich habe sofort Widerspruch eingelegt und die Kur wurde schließlich doch genehmigt.

    Vielleicht fahre ich in diesem Jahr auch noch dorthin. Mein Mann ist an Krebs erkrankt und sein Krankheitsbild behandeln sie dort auch. Leider möchte er nicht fahren, da muss ich noch einige Überzeugungsarbeit leisten.

    Dir wünsche ich viel Erfolg mit deinem Reha-Antrag.
    Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.
    Gustav Heinemann

  9. Avatar von Penny62
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    AW: Reha zwei Jahre "danach" - ja oder nein?

    Ein Hallo an euch alle.
    Ich habe die Genehmigung für meine Reha bekommen. Ende April fahre ich nach Ueckeritz
    LG Penny62


  10. Registriert seit
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    AW: Reha zwei Jahre "danach" - ja oder nein?

    Sehr schön Penny, das wird Dir gut tun und Du kannst Reserven auftanken.

    Lieben Gruß Charlotte

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