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  1. Registriert seit
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    AW: der schwere Abschied vom alten ich und die Angst vor dem neuen ich

    Ach, Supersuse, die Haare kommen wieder und bei mir sogar dichter und fülliger als vorher. Mit der netten Locke, die ja meist nach der Chemo folgt, sah das nachher echt toll aus. Eine ganz neue Art der Typumstellung
    Aber auch ohne Haare habe ich mir im Spiegelbild gefallen, ganz unerwarteter Weise.

    Ganz ehrlich, wenn das Haare verlieren für einen relativ kurzen Zeitraum die einzige Beeinträchtigung wäre, die das Krankheitsbild so mit sich bringt, wäre es doch wunderbar. Leide nicht darunter, sieh es doch pragmatisch:
    Keine unnütze Zeit mehr fürs Haarewaschen, - pflegen, -fönen. Du bist innerhalb von 1 Minute ausgehfertig, nix mehr mit: Ich muss erst noch meine Frisur richten. Mütze auf - ausgehfertig. Ich fand das einen unschlagbaren Vorteil und manchmal liebäugel ich sogar heute damit, die Haare wieder ratzfatz abzurasiereb. Aber da spielt die Familie nicht mit.

    Ich habe nicht mal eine Perücke gekauft, so ein unechter Mop aus Kunsthaar war mir zu doof und für Echthaar war mir für den kurzen Zeitraum wirklich das Geld zu schade. Aber Mützen habe ich gekauft, bestimmt 30 Stück. Und die waren auch wichtig: ich habe noch nie so gefroren, wie ohne Haare. Nicht mal daheim, im gut geheizten Haus, ging es ohne mein Mützchen und auch nachts hatte ich sie auf.

    Wenn Du mal durch eine hochfrequentierte Einkaufsmeile schlenderst, jeder Dritte, der Dir entgegenkommt, hatte schon eine Chemo und musste wie wir durch die haarlose Zeit. Es geht vorbei!

    Alles Liebe und weiterhin toitoitoi!

  2. Avatar von PhoeNixa
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    AW: der schwere Abschied vom alten ich und die Angst vor dem neuen ich

    Zitat Zitat von charly798 Beitrag anzeigen
    Du hättest Dich auch ohne den Krebs verändert. Optisch. Zu Deinem Nachteil.
    Den Prozeß nennt man altern.
    Kommentar wegen Missverständnis zurückgenommen, mit ausdrücklicher Entschuldigung an Charly.
    Auch Umwege erweitern unseren Horizont
    Geändert von PhoeNixa (04.01.2020 um 23:48 Uhr)

  3. Avatar von charly798
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    AW: der schwere Abschied vom alten ich und die Angst vor dem neuen ich

    Zitat Zitat von PhoeNixa Beitrag anzeigen
    Pfui Teufel!
    Wenn du weißt, wie man sich schämt, dann solltest du das tun, jetzt, ausführlich und die nächsten 20 Jahre.
    Oh gerne, wenn ich dafür eine Garantie bekomme das ich auch WIRKLICH noch 20 Jahre lebe

    Was ist überhaupt Dein Problem?
    Lieber im Regen tanzen, als auf die Sonne warten.


  4. Registriert seit
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    AW: der schwere Abschied vom alten ich und die Angst vor dem neuen ich

    Supersuse, ich habe gerade alles recht frisch hinter mir, Chemo und Mastektomie mit Sofortrekonstruktion (Silikon). Also wenn du Fragen hast auch gerne PM.
    Ich hatte mir das auch nicht vorstellen können, was das alles auch optisch mit mir macht und was soll ich sagen: etwas mehr als ein Jahr nach der Diagnose fühle ich mich auch optisch gut, finde mich sogar cooler als vorher und bekomme dauernd Komplimente (mein Chef meinte zu mir: also ich will sie ja nicht anmachen, aber die Frisur sieht geil aus!). 🤣Ich hatte vorher dicke blonde Haare, richtig lang. Und habe mich auch sehr darüber definiert. Nun stelle ich fest wie cool der neue Kurzhaarschnitt aussieht und ich überlege , ob ich sie überhaupt wieder wachsen lasse 😀. Abgesehen davon dass ich einfach nur glücklich bin, überlebt zu haben und momentan offiziell krebsfrei zu sein, auch was den Busen betrifft bin ich sehr zufrieden und fühle mich gar nicht unweiblich oder hässlich. Ich mache wieder meinen Sport, ernähre mich gut etc. und bin achtsamer als vorher und genieße vieles mehr als vor der Diagnose. Mach einen Schritt nach dem anderen und vertraue der Therapie. Und gegen Glatze gibt es Tücher, Beanies und tolle Perücken. Sie kommen wieder!!! Das ist sicher! Alles Gute. Jule


  5. Registriert seit
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    AW: der schwere Abschied vom alten ich und die Angst vor dem neuen ich

    Ach Leute, meine Brust muss ab und kann nicht sofort wieder aufgebaut werden. Nach der einjährigen Behandlung muss ich noch mindestens ein Jahr warten, bis ich an einen Brustaufbau denken kann. Das macht mich fix und fertig. Ich kann es mir einfach nicht vorstellen.
    Kurzhaarfrisuren hatte ich früher auch schon. Geschenkt.


  6. Registriert seit
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    AW: der schwere Abschied vom alten ich und die Angst vor dem neuen ich

    Zitat Zitat von supersuse Beitrag anzeigen
    und kann nicht sofort wieder aufgebaut werden. Nach der einjährigen Behandlung muss ich noch mindestens ein Jahr warten, bis ich an einen Brustaufbau denken kann. .
    Warum ist das so?

    hast du dir da mal eine weitere Meinung geholt?

    Wie geht es dir denn mit der Chemo?


  7. Registriert seit
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    AW: der schwere Abschied vom alten ich und die Angst vor dem neuen ich

    ganz ehrlich, alle Argumente dass es um Gesund werden geht und ob mit oder ohne Brüste wäre doch egal, klar habt Ihr recht!

    Aber wenn jemand extrem köperbewusst ist, dem geht das ganz schwer ab! Der hat einen extremen Leidensdruck der ist anders.

    Auf der einen Seite die Angst vor allem was kommt und dann dazu noch die "Entstellung" des weiblichen Körpers!
    Das sind 2 Baustellen...

    JA und ich verstehe die Wut, die Angst alles was damit zusammen hängt, wer will schon krank aussehen?

    Rational klar, alles tun um zu leben, überleben, aber die Seele hat auch Bedürfnisse....
    Das Leben macht was es will und ich auch!


  8. Registriert seit
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    AW: der schwere Abschied vom alten ich und die Angst vor dem neuen ich

    Ich war und bin auch sehr körperbewusst, bin sehr sportlich und mag Strandurlaube im Bikini, aber das war alles nicht vorrangig, womit meine Seele belastet war. Sondern damit, ob und wie ich überlebe. Und ob ich meine Kinder aufwachsen sehe. Klar ist die Optik eine zusätzliche Belastung, aber es ist ein kleiner Preis, selbst obenrum flach hätte ich in Kauf genommen, wenn das heißt ich bin gesund.
    Warum geht die Sofortrekonstruktion nicht? Wie wurde das begründet? Ich würde mir die Meinung eines weiteren Chirurgen einholen.


  9. Registriert seit
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    AW: der schwere Abschied vom alten ich und die Angst vor dem neuen ich

    Mein Tumor ist in 3 Quadranten und es gibt ausgedehnten Mikrokalk.
    Gibt es hier im Forum Leute, die eine depressive Phase nach der Diagnose hätten?

  10. Avatar von Tirza
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    AW: der schwere Abschied vom alten ich und die Angst vor dem neuen ich

    Ja, ich, ganz stark. Bei mir kam zur Diagnose eine vermurkste Biopsie mir lebensgefährlicher Komplikation und frühzeitigen Wechseljahren.
    Achja, meine Kinder waren gerade 2 und 5 Jahre und mir wurde extrem deutlich vor Augen geführt, das es von jetzt auf gleich hätte vorbei sein können. Und während der Chemo hatte ich weiterhin eine sauangst. Man nannte das dann Postraumatische Belastungsstörung.
    Ich hatte eine tolle Psychoonkologin, die mir sehr geholfen hat.
    Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen glücklich zu sein!

    Voltaire

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