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  1. Registriert seit
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    Familliäre Nachwirkungen von Brustkrebs

    Hallo Ihr lieben Heldinnen !
    Ich frage mich in diesen Tagen häufiger, ob die Belastungen, die mich gerade so im Alltag begleiten möglicherweise mit der Therapie in Zusammenhang steht. So ist mein Mann ein Jahr nach dem Ende nur um Haaresbreite um ein BurnOut herumgekommen. Meine beiden Kinder sind emotional sensibel und tendentiell unkonzentriert. Ich habe mal wieder alles im Griff ;-)
    Für die kleine wird jetzt Frühförderung beantragt.

    Ich habe übermorgen einen Termin bei einer Kinderpsychologin. Mal sehen, was die sagt. Und nein, alleine wäre ich nicht auf die Idee gekommen.
    Wie sind Eure Erfahrungen?


  2. Registriert seit
    15.05.2016
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    AW: Familliäre Nachwirkungen von Brustkrebs

    Huhu!
    Ich kann das noch gar nicht so einschätzen, momentan läuft es gut. Die Kids scheinen recht resilient zu sein. Manchmal dachte ich auch, unsensibles Volk 🤣Teenager eben. Ihre größte Sorge war, ob ich meine Perücke trage, wenn wir aus dem Haus gehen. War sicher nicht böse gemeint, hat mich aber genervt. Ansonsten sind sie echt ganz gut umgegangen und haben auch mit anderen drüber gesprochen. Das war’s auch schon. Einen Partner habe ich nicht. Das ist zwar nicht immer einfach während einer Krebserkrankung, andererseits habe ich bestimmte Sorgen auch nicht. Meine Freundin mit BK hat derbe Angst, ihren Mann zu sehr zu belasten und sexuell nicht mehr attraktiv zu sein. Das fällt bei mir schon mal alles weg. 😀Aber ist natürlich toll, wenn man einen zuverlässigen Partner an seiner Seite hat in dieser Situation. Alles Gute! 🍀

  3. Avatar von Inisheer
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    AW: Familliäre Nachwirkungen von Brustkrebs

    liebe Nelley, bestimmt hängt das alles zusammen, aber ich wünsche dir, dass du dich deswegen nicht schlecht fühlst! Wie alt sind denn deine Kinder? Hat dein Mann gut über seine Sorgen im Zusammenhang mit deiner Erkrankung reden können? Ich hab meinem Mann damals gesagt, wenn er schlimme Filme schiebt (seine Mutter starb an Brustkrebs, als er sechs Jahre alt war), soll er sich jemanden zum Reden suchen - nur nicht mich, jedenfalls nicht darüber. Ich habe alle darauf eingeschworen, dass ich gesund werde und bleibe. Da ich keine Chemotherapie gemacht habe, gingen alle schnell wieder zur Normalität über. Nur meine Mutter (73 und langsam immer mehr verbimmelt) weint jedes Mal, wenn wir auf meine Erkrankung zu sprechen kommen, das hat ihr einen großen Schreck verpasst (meine Schwester starb mit 19).

  4. Avatar von Tirza
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    AW: Familliäre Nachwirkungen von Brustkrebs

    Meine Kinder waren 2 und 5 Jahre alt, als ich erkrankte. Dies ist nun 5 Jahre her.
    Beide haben viele Dinge vergessen, z.B. meine Glatze.
    Meine Tochter sprach ganz lange von "meinem" Krankenhaus- wir fuhren täglich daran vorbei auf dem Weg zum Kindergarten.
    Fotos halten einige Erinnerungen wach.
    Was sicher noch heute deutliche Auswirkungen hat: Ich bin nicht mehr so belastbar. Im 1. Jahr habe ich meine Kinder viel angeschrien und habe sie nachmittags vor dem Fernseher geparkt. Auch heute bin ich nach einem Arbeitstag platt und wenig geduldig.
    Aktuell macht uns die Kleine Sorgen. Sie kam in der Schule nicht richtig an, war sehr auf mich fixiert, wirkte unruhig.
    Eine Freundin sagte dann zu mir: Sie holt nun unbeschwerte Kindheit nach.
    Puh, das schürt mein schlechtes Gewissen. Ich weiß, ich kann nichts die die Krankheit, aber ein großer Balast war es schon.
    Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen glücklich zu sein!

    Voltaire


  5. Registriert seit
    15.06.2007
    Beiträge
    7.414

    AW: Familliäre Nachwirkungen von Brustkrebs

    Ich möchte in dem Zusammenhang auf Vereine aufmerksam machen, die sich genau das zum Thema gemacht haben "Kinder von krebserkrankten Eltern".
    Einfach mal googeln und man kann dort anrufen, sich Infomaterial zusenden lassen, Gespräche führen oder sicher auch erfahren, was in der eigenen Gegend für Möglichkeiten dazu vorhanden sind.

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