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  1. Registriert seit
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    Eierstockentfernung mit 41?

    Hallo ihr Lieben!

    Nachdem ich mit meinem eher "günstigen" Befund (G2, hoch hormonsensitiv, nach Endopredict low risk, also keine Chemo. 2 x OP, zuletzt Mastektomie mit Silikon Aufbau) ganz gut klar komme und auch das Tamoxifen nicht so schlimm finde wie befürchtet zieht es doch so einiges nach sich.

    Erst sollte nur eine Ausschabung erfolgen wegen zu stark aufgebaute Schleimhaut, dann wurde noch eine große und wachsende Eierstock Zyste entdeckt, die raus muss.
    Okay, das ist so. Aber mir wurde so ganz nebenbei freigestellt ob der andere Eierstock gleich mit raus soll ohne mich über die Folgen zu informieren.

    Hat hier jemand Erfahrung?

    Das würde ja mit 41 schlagartig die Wechseljahre einläuten und hätte durchaus auch negative Folgen. Klar, im Bezug auf die Hormonproduktion ist es auch an anderer Stelle günstig.

    Also lange Rede (sorry) kurzer Sinn, ich bin verunsichert und überfordert mit dieser Entscheidung und würde mich sehr über Erfahrungsberichte freuen.

    Danke vorab und liebe Grüße

    Hanna


  2. Registriert seit
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    AW: Eierstockentfernung mit 41?

    Hallo Hannax,

    was möchtest Du denn genau wissen? Wie die Folgen in Richtung Wechseljahre sind, wenn die Eierstöcke beide raus sind? Oder ob Du das generell machen solltest?

    Soweit ich das weiß, ist es so, dass nach einem Brustkrebs das Risiko an Eierstockkrebs zu erkranken, erhöht ist. Eierstockkrebs ist nicht im Frühstadium zu erkennen. Insofern ist eine Entfernung möglicherweise eine gute Entscheidung, um gewisse Risiken zu vermeiden.

    Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, ja - das bedeutet den sofortigen Eintritt in die Wechseljahre. Ich hatte GM-Krebs, keine Chemo, nur OP, da rechtzeitig erkannt und musste nach Leitlinie mit 38 J. meine beiden Eierstöcke in einer weiteren OP hergeben, um das Risiko auszuschließen, dass sich auch nur eine Krebszelle in die Eierstöcke verirrt hat.

    Noch im Krankenhaus fing es an, dass ich nicht mehr schlafen konnte und nachts über die Flure gewandert bin. Extreme Hitzewallungen nachts, so schweißnass, dass ich über Monate nachts duschen, Schlafzeug wechseln musste, da ich ansonsten die ganze Nacht frierend im Bett lag, das habe ich phasenweise auch heute (Jahre später) noch, aber wie gesagt - phasenweise. Tagsüber überhaupt keine bzw. minimale Hitzewallungen, da sieht manch andere Frau ganz anders aus - rot hoch und runter...

    Das Nicht-mehr-schlafen-können war das Schlimmste. Keine Tablette hat dauerhaft geholfen, keine Homöopathie. Es hat ca. 1 Jahr gedauert, bis der Körper sich einigermaßen wieder erholt hat und ich allmählich wieder mal einige Stunden halbwegs am Stück schlafen konnte und auch die Wallungen nachts weniger wurden.

    Sicherlich ist das bei jeder Frau anders, die eine hat dieses mehr die andere jenes; aber dass der Körper so gar nicht reagiert ist wohl Wunschdenken, zumal man bei solch einer OP ja nicht schleichend in den Wechsel kommt, sondern die Hormone ja von heute auf morgen fehlen.

    Alles in allem muss ich sagen, war es eine harte und schwere Zeit danach, mich (ansonsten ein Energiebündel) hat der Schlafmangel tatsächlich an den Rand meiner körperlichen Leistungsfähigkeit gebracht.

    Rückblickend betrachtet muss ich aber sagen - ich würde das jederzeit wieder auf mich nehmen, wenn ich damit die Wahrscheinlichkeit minimieren könnte, dass sich Krebs (wieder) in meinem Körper breitmachen könnte.

    Liebe Grüße puggi


  3. Registriert seit
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    AW: Eierstockentfernung mit 41?

    Danke liebe Puggi für deinen ausführlichen Bericht!
    Ja ich bin mir halt in der Abwägung nicht sicher. Einerseits profitiere ich natürlich davon wenn mein Körper so wenig Hormone wie möglich produziert bzgl. Tumor Nahrung, andererseits ist es ja schon ein ziemlicher Eingriff in die Körperfunktionen.

    Ich könnte mich ja theoretisch nur von einem Eierstock trennen und hoffen dass nicht auch am verbliebenen Zysten entstehen und ich gleich wieder operiert werden muss.

    Liebe Grüße


  4. Registriert seit
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    AW: Eierstockentfernung mit 41?

    Ich würde mich mit meiner Aerztin besprechen. Ein Eierstock produziert ja auch weniger Hormone als beide. Vielleicht sind die Hormone von einem noch ok.

    Ich lass' jedes Jahr eine Ultraschall Aufnahme von meinen Eierstöcken machen, weil ich erblich vorbelastet bin. Manche Frauen würden sie einfach raus machen aber ich finde, sie helfen mir. Ich habe mit 56 in den Wechseljahren weniger Probleme gehabt als viele Freundinnen von mir. Man kann das ja ganz gut beobachten. Das Problem ist mehr, dass das fast niemand machen lässt.


  5. Registriert seit
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    AW: Eierstockentfernung mit 41?

    Ich kann dich schon verstehen, das ist eine schwere Entscheidung und ich denke, dir wird kein Arzt sagen können, ob das Risiko hoch oder nicht so hoch ist, wenn du einen ES drinnen läßt. Hast Du denn schon mal eine zweite Meinung eingeholt?


  6. Registriert seit
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    AW: Eierstockentfernung mit 41?

    Zitat Zitat von annakathrin Beitrag anzeigen

    Ich lass' jedes Jahr eine Ultraschall Aufnahme von meinen Eierstöcken machen, weil ich erblich vorbelastet bin.
    Erblich vorbelastet -in Bezug auf was? Zysten oder Krebs?


  7. Registriert seit
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    AW: Eierstockentfernung mit 41?

    Zysten am Eierstock und Brustkrebs. Aber ich will mir nicht die Brüste und die Eierstöcke rausmachen lassen sondern lasse beide halt oft anschauen. Jedes Jahr Mammographie und Ultraschall für die Eierstöcke. Bis jetzt ist alles ok.

    Das muss jeder selbst entscheiden aber ich finde, das Pendel schwingt gerade etwas extrem in die Richtung: alles rausmachen.

  8. Avatar von charly798
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    AW: Eierstockentfernung mit 41?

    Zitat Zitat von annakathrin Beitrag anzeigen
    Ich würde mich mit meiner Aerztin besprechen. Ein Eierstock produziert ja auch weniger Hormone als beide. Vielleicht sind die Hormone von einem noch ok.

    .
    Nein, das stimmt nicht. Der eine ES kompensiert ganz gut, weil er ja vom Hirn die Befehle bekommt, wieviel er arbeiten soll.
    So ein Eierstock arbeitet ja nicht stumpf vor sich hin.
    Ich hatte seit meinem 19. LJ nur einen viertel Eierstock. Hab Drei Kinder und das reichte auch um den BK gut zu füttern.


    @hannax
    Wenn Du sowieso schon Tam nimmst, bist Du fast schon in der Wechseljahren, Möglich das ein paar Symptome mehr werden, vielleicht auch nicht.

    Der Rest Eierstock ist bei mir seit einigen Jahren raus, weil ich BRCA2 positiv bin.
    Klare Aussage aller im Prozess beteiligten Ärzte: Die bildgebenden Verfahren bei Eierstockkrebs sind nicht gut genug um ihn wirklich früh genug zu erkennen.

    Da ich sowieso AHT habe, würde ich von einer Entfernung nur profitieren.

    Es war auch kein Unterschied nach OP, Letrozol nehme zwar weiter, aber es ging mir nicht anders.
    Lieber im Regen tanzen, als auf die Sonne warten.


  9. Registriert seit
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    AW: Eierstockentfernung mit 41?

    Liebe Hannax, ich habe seit ich 48 Jahre alt war keine Eierstöcke mehr ( jetzt bin ich 50).
    Mir geht es prächtig, keine Hitzewallungen, keine Schlafstörungen.
    Ich muss dazu sagen, dass ich sehr rundlich bin und man mir mitgeteilt hat, dass sich im Fettgewebe im Unterbauch auch Östrogen speichert, davon profitiere ich jetzt.
    HET mache ich keine, dürfte ich auch nicht.

  10. Avatar von Sandra71
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    AW: Eierstockentfernung mit 41?

    Meine Eierstöcke sind entfernt worden, da war ich 44...ich bin Genträgerin mit stark erhöhtem Risiko für Eierstockkrebs und hatte außerdem schon zweimal Brustkrebs.

    Eierstöcke entfernen ohne Not - niemals. Und schon gar nicht mit 41. Überleg dir das wirklich sehr, sehr gut.

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