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  1. Inaktiver User

    AW: Probleme mit Partner während der chemo

    Haha, jetzt musste ich wirklich lachen. Klar hast du recht robeky. Ich hab mir das jetzt auch genau so vorgenommen. Denke, das klappt auch.

  2. Inaktiver User

    AW: Probleme mit Partner während der chemo

    Guten Morgen,

    Ich wollte euch ein kleines Update geben. War ja bei der Psychologin letzte Chemo, die hat mir ein Buch mitgegeben. „Seite an Seite“
    Da sind Übungen für uns drin, Empfehlungen zu Kommunikation usw.
    Gestern haben wir die erste Übung gemacht. Jeder dürfte 5 wünsche ankreuzen, die er an den Partner hat. Dann haben wir geredet. Es war ein großer Fortschritt. Obwohl mein Mann bestimmte Sachen, die ich denke nicht nachvollziehen kann. Zum Beispiel meine Grübeleien über die Prognose, die Zukunft, den lymphkmotrnstatus. Ist der Tumor gewachsen oder nicht unter der Chemo. Er findet, ich sollte positiv ran gehen. Aber das kann ich nicht, vielleicht ist es von einem gesunden auch Zuviel erwartet, dass zu verstehen.

    Jedenfalls war das sehr aufschlussreich. Wir hatten sogar sex gestern 😛
    Das war sehr schön. Ich fand es auch gut, dass er mit gemacht hat bei den Übungen. Wir bleiben dran.

    Sodele, werd mich mal aus dem Bett schwingen. Euch einen möglichst positiven und schönen Tag!


  3. Registriert seit
    15.05.2016
    Beiträge
    1.249

    AW: Probleme mit Partner während der chemo

    Das hört sich ja super an! :-) Ich drücke die Daumen dass es so weitergeht. Selbst wenn er nicht alles nachvollziehen kann. Aber dass ihr kommunizieren könnt ist wichtig. Und Sex natürlich auch ;-)


  4. Registriert seit
    20.07.2010
    Beiträge
    5.280

    AW: Probleme mit Partner während der chemo

    Floppy, das freut mich!

    das wird mit deinem Horst, wirst sehen

    Dass er das alles nicht nach voll ziehen kann ist eine lässliche Sünde, finde ich.
    Er steckt einerseits nicht in deinen Schuhen und andererseits wird er sich damit schützen wollen
    UND DICH AUCH....

    Vielleicht hat er das Gefühl, wenn er - in seinen Augen - auf deine Ängste/Sorgen einsteigt, dann verstärkt er sie.
    Das "positiv" rangehen klingt danach. Soll wahrscheinlich ein Trost sein, Zuversicht vermitteln. Ist oft ein Männerding.

    Wenn er schon mit Worten ggfs. mehr Schaden als Nutzen bei dir anstellt - schätze dieses Positiv-Ding könnte auf dich als Relativierung/Distanzierung deiner Angst wirken - dann soll er dich einfach festhalten. Das könntest du ihm so sagen.
    Einfach in den Arm nehmen. Drücken, weinen lassen und dann was gutes kochen.

    Aber es klingt gut!

  5. Avatar von Penny62
    Registriert seit
    04.07.2016
    Beiträge
    2.305

    AW: Probleme mit Partner während der chemo

    Das freut mich für dich
    LG Penny62

  6. Avatar von Inisheer
    Registriert seit
    12.08.2015
    Beiträge
    292

    AW: Probleme mit Partner während der chemo

    Ja, Floppy, bleibt dran! Dass Männer und Frauen manchmal was am anderen nicht nachvollziehen können, soll schon mal vorkommen... Aber ihr habt geredet! Und wenn dann noch Sex dabei "rausspringt", ist doch Klasse! Hast du gut gemacht!

  7. Avatar von Tirza
    Registriert seit
    02.01.2006
    Beiträge
    3.267

    AW: Probleme mit Partner während der chemo

    Hallo Floppy,
    ich musste sehr an meinen "Horst" denken, als ich von dir las.
    Ich hatte zeitweise solch eine Wut auf meinen Mann!!!
    Ich hatte Todesangst und er wirkte oft so "stumpf"! Ich fühlte mich oft sehr einsam und unverstanden.
    Z.B. nach meinem 1. großen Chemoblock gab es eine Zwischenuntersuchung - schauen, ob die Chemo wirkt. Ich bat ihn mitzukommen. Er kannte langfristig den Termin, bei ihm kam spontan eine Änderung mit einem Kunden und ich sollte den Termin verlegen oder fragen, wie lange das dauert. Ich fand das unglaublich, dass er mich mit so einem wichtigen Termin "so dazwischen schieben wollte ".
    Auch haben wir uns wirklich viel gestritten. Ich war 2 mal kurz davor ihn rauswerfen.
    Ich glaube, dass dies mehrere Ursachen hatte:
    Es ist eine absolute Ausnahmesituation. Frau kämpft um ihr Leben und will ihre Kinder aufwachsen sehen (meine Kinder waren 2 und 5 Jahre). Chemo oft sau anstrengend, ich fühlte mich nicht wohl im Körper, hatte diese Nebenwirkungen. Man setzte mich von jetzt auf gleich in die Wechseljahre und ich bekam viel Cortison, welches auch auf die Stimmung schlägt. Mein Mann kann schlecht mit Krankheiten umgehen - er war noch nie krank.

    Hast du keine Haushaltshilfe? Wie alt sind deine Kinder? Ich war nicht in der Lage den Haushalt komplett zu machen. Nach den Chemos war ich 3 Tage lang fertig und konnte nichts mehr. Kochen wegen der Gerüche schon mal gar nicht .
    Sex: Mein Doc sagte von Anfang an zu uns beiden: Leben sie so normal, wie möglich. Sex und Alkohol (in Maßen) sind erlaubt!
    Ich hatte zeitweise nur sehr schlechte Blutwerte, da hatte er Sorge, dass er mich beim Küssen mit etwas ansteckt.

    Es dauerte ein Weilchen, bis sich unsere Beziehung wieder normalisierte. Die AHB war total gut, da konnte ich mich sehr auf mich konzentrieren und mich versorgen lassen. Mein Mann war zeitweise mit den Kindern in der Nähe und wir haben uns oft sehen können.
    Noch heute (5 Jahre nach der Erkrankung) muss mein Mann mit zu den Untersuchungen. Ich will diese Angst nicht alleine durchstehen müssen. Er nimmt sich dann Urlaub.
    Aber auch diese Notwendigkeit einzusehen, war ein langer Weg.

    Ich wünsche euch, dass ihr diese schwierige Zeit gut übersteht. Holt euch Hilfe (Emotional und ganz pragmatisch und fahrt vielleicht mal ein paar Tage weg.
    Ganz liebe Grüße, Tirza
    Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen glücklich zu sein!

    Voltaire

  8. Inaktiver User

    AW: Probleme mit Partner während der chemo

    Tirza, danke für Deinen Post. Er macht mir Mut, weil es auch anderen so zu gehen scheint. Manchmal glaube ich, Männer sehen Krankheit und Behandlung wie eine Autowerkstatt. Man kriegt einen Kostenvoranschlag, es wird repariert und sie rufen dich an, wenn das Problem behoben ist. Mehr sachlich, vielleicht als abwehrmechsnismus. Da Männer ja antrainiert wird, kaum über zu Gefühle sprechen, fällt es ihnen leichter sachlich ran zu gehen. Vermutlich muss ich wirklich meine Wünsche konkret formulieren. Es ist ein hartes Stück für die Beziehung. Schön, dass ihr es geschafft habt! Das freut mich sehr.

  9. Avatar von Opelius
    Registriert seit
    24.04.2004
    Beiträge
    16.398

    AW: Probleme mit Partner während der chemo

    Liebe Floppy,

    Männer können in der Tat mit den schweren Erkrankungen ihrer Frauen schlecht umgehen. Jede junge Mutter merkt das aller spätestens bei Schwangerschaft und Geburt. Die jungen Väter wissen genau, was sie angerichtet haben, sind aber völlig hilflos, weil sie das Gefühl haben, nichts mehr tun zu können. Sie verlagern das dann auf Aktivitäten, wie Kinderzimmer herrichten oder indem sie selbst Schwangerschaftssystome zeigen. Sich in die Gefühlswelt einer kranken oder schwangeren Frau einzufühlen, geht ihnen meistens ab.

    Werden sie aber selbst einmal krank, und sei es nur eine ganz normaler grippaler Infekt, sind sie absolut hilflos und erwarten umfassende Hilfe ihrer Partnerin, die die auch nicht liefern kann, bis auf Hühnerbrühe und kalte Umschläge.

    Etwas anderes von seinem Partner zu erwarten, bringt nur ungute Gefühle und möglicherweise Wut.

    Ergänzung:
    Frauen können stunden- und tagelang über ihre Gefühle reden, Männer nicht. Es hilft einem Ehemann, wenn er klare Aufträge bekommt, was er tun soll.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
    Geändert von Opelius (08.05.2019 um 10:21 Uhr)


  10. Registriert seit
    01.11.2015
    Beiträge
    76

    AW: Probleme mit Partner während der chemo

    Hallo Floppy,
    ich musste innerhalb weniger Monate beide Seiten der Erkrankung kennenlernen: 2015 erkrankte mein Mann an Krebs und ein halbes Jahr später bekam ich die Diagnose Brustkrebs.
    Beides war schrecklich, aber die Situation als Angehörige fand ich noch schlimmer und belastender als kurz darauf meine eigene Geschichte. Man ist nicht weniger verängstigt aber völlig hilflos, am Rande stehend und doch mittendrin. Das kann durchaus zu irrationalen und nicht nachvollziehbaren Reaktionen führen.
    Aber inzwischen scheint dein Mann ja auf gutem Weg zu sein.
    Alles, alles Gute für dich.
    Herzlich depende

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