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  1. Inaktiver User

    AW: Probleme mit Partner während der chemo

    Das mit dem Katzenklo..... spiel nicht die Starke, wenn du es gerade nicht bist.

    gib ihm doch die Chance jetzt der Held zu sein und dir zu helfen! Männer wollen auch gebraucht werden und wann wenn nicht jetzt?

  2. Avatar von Opelius
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    AW: Probleme mit Partner während der chemo

    ich bin ein Mann, dessen Frau vor über 7 Jahren an Krebs erkrankte. Sie hatte Angst, ich ebenfalls.
    Ich habe soviel Arbeit im Haus übernommen, wie ich konnte. Die erwachsenen Kinder meldeten sich kaum, sie waren komplett überfordert.

    Der Überfordertes war allerdings ich. Wenn ich sie in den Arm nehmen wollte, wies sie mich zurück und sah mich jedesmal voller Vorwürfe an. Dass ich den Haushalt anders führte als sie, war mir klar. Als sie operiert wurde, habe ich sie so häufig wie es ging besucht.

    Zu den Bestrahlungen durfte ich sie nicht begleiten. Aber ich war immer zu Hause, wenn sie wiederkam. Reden? Nein, das war für uns beide nicht möglich. Und ich litt darunter, dass ich mich über ein halbes Jahr lang als Schuldiger fühlte.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel


  3. Registriert seit
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    AW: Probleme mit Partner während der chemo

    Floppy, Gespräche mit der Psycho-Onkologin könnten für dich gut sein, weil du da deine Ängste und Sorgen und Ärger offen und ungeschönt aussprechen könntest.

    "Zivilisten" schont man eher. Realitiviert, ist stark, tapfer, zuversichtlich. Weil die Zivilisten sonst die Panik schieben, abblocken und vor lauter eigener Angst dann Dinge sagen, die oft sehr weit nach hinten los gehen.

    Profis halten es besser aus, dass jemand erst 1h lang Rotz und Wasser heult, mit der Welt hadert, die Welt verflucht, bereut was man halt alles so bereut, wieder heult und dann schnäuzt, einen Tee trinkt und sich doch besser fühlt. Einfach weil die Emotionen ein Ventil hatten.
    Einen Profi musst du nicht schonen/trösten und dennoch hat er Ahnung von der Sache. Auch Tipps wegen der Kinder auf Lager.
    Überhaupt tut es oft unheimlich gut, 1 h im Mittelpunkt zu stehen, ohne dass man irgendwann der Höflichkeitshalber fragen sollte "und, wie läufts denn bei dir so zur Zeit"?.

    Probiers halt aus.

    Es gibt übrigens auch eine online-Selbsthilfegruppe hier im Forum. Wäre eine Alternative vielleicht

  4. Avatar von Opelius
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    AW: Probleme mit Partner während der chemo

    Wir haben insbesondere nach der Chemo die vielen Angebote der Onkologie genutzt, die ständig Informationsveranstaltungen anbot: z.B. Information der Pathologie, die ja die Gewebeproben des zu operierenden Patienten untersucht und die weitere Behandlung empfiehlt. Informationen der Selbsthilfegruppen, Besondere Filmveranstaltungen. Informationsabend für Betroffen von einer regional bekannten Professorin und Unternehmerin, die ihre Geschichte einer Krebserkrankung berichtete. usw.

    Das hat uns geholfen, dass wir über diese Erkrankung reden konnten.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  5. Inaktiver User

    AW: Probleme mit Partner während der chemo

    Danke für eure Antworten. Musste erstmal heulen. Es ist so ungerecht, dass die Krankheit nicht nur den Körper sondern auch die Beziehungen so belastet.

    Klar, ich bin eher der pragmatische Typ von der Sorte „kann ich auch alleine“. Nicht gerade günstig, wenn man am Boden Rumkrauchelt. Wir haben gestern geredet, hab ihm gesagt, was ich mich wünsche. Ich werd Freitag mal nach einem Psychologen in der Klinik fragen, ihr habt ja recht. Auch wenn ich das nie wollte.

    hilft ja nix....

  6. Avatar von Wiedennwodennwasdenn
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    AW: Probleme mit Partner während der chemo

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber seit ungefähr 4 Wochen ist in der Beziehung irgendwie der Wurm drin. Ich hab das Gefühl, dass wir gar nicht mehr verstehen, was der andere meint. Also totales Unverständnis auf beiden Seiten. Ich fühle mich ungeliebt.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es ist so ungerecht, dass die Krankheit nicht nur den Körper sondern auch die Beziehungen so belastet.
    Du nimmst es als gegeben in, dass Deine Krankheit Eure Bezieung belastet. Ist das wirklich so ? Jedes Paar, mit und ohne Kinder, hat im Laufe seines Lebens Probleme und Krisen. Versuche doch einmal, Eure jetzige Beziehungs-Situation unabhängig von Deinem Krebs zu sehen. Der Schritt zum Psychologen ist schon mal ein guter.
    Das Universum und die menschliche Dummheit sind unbegrenzt. Beim Universum bin ich mir nicht sicher (Albert Einstein).

  7. Inaktiver User

    AW: Probleme mit Partner während der chemo

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Danke für eure Antworten. Musste erstmal heulen. Es ist so ungerecht, dass die Krankheit nicht nur den Körper sondern auch die Beziehungen so belastet.

    Klar, ich bin eher der pragmatische Typ von der Sorte „kann ich auch alleine“. Nicht gerade günstig, wenn man am Boden Rumkrauchelt. Wir haben gestern geredet, hab ihm gesagt, was ich mich wünsche. Ich werd Freitag mal nach einem Psychologen in der Klinik fragen, ihr habt ja recht. Auch wenn ich das nie wollte.

    hilft ja nix....
    Ne wolltest du nicht. Krebs wolltest du auch nicht! Ist aber jetzt so. Und nun: Kopf hoch und durch da.

    Ich habs ziemlich hautnah bei einer Kollegin miterlebt.

    Wenn es dir nicht gut geht, dann kann das ruhig jeder wissen. Du musst doch nicht die Starke spielen. Kümmer dich um dich. Und lass deinen Mann machen...

    Ich drück dir alle Daumen!!

  8. Inaktiver User

    AW: Probleme mit Partner während der chemo

    Zitat Zitat von Wiedennwodennwasdenn Beitrag anzeigen
    Du nimmst es als gegeben in, dass Deine Krankheit Eure Bezieung belastet. Ist das wirklich so ? Jedes Paar, mit und ohne Kinder, hat im Laufe seines Lebens Probleme und Krisen. Versuche doch einmal, Eure jetzige Beziehungs-Situation unabhängig von Deinem Krebs zu sehen. Der Schritt zum Psychologen ist schon mal ein guter.

    Na, klar haben alle Paare Herausforderungen im Laufe ihres Lebens. Jedoch ist es so, dass der Krebs mich praktisch über Nacht von einer beruflich erfolgreichen, attraktiven und unabhängigen Frau zu einer verstümmelten Hausfrau gemacht hat. Was keine Beleidigung sein soll, ich genieße auch sehr die Zeit, die ich nun für meine Kinder und Garten usw. habe. Und ich will keinesfalls wieder so viel arbeiten in Zukunft. Die Veränderung kam über Nacht, Das kam plötzlich und nicht so schleichend wie andere Krisen. Das ist halt der Unterschied.
    Unsere Beziehung war schon immer gezeichnet, dass wir offen über Probleme geredet haben. Nur, dass ich auf einmal seine Sprache nicht mehr versteh irgendwie. Nun, gibt er sich seit gestern große Mühe, das merke ich. Vielleicht hätte er Angst auch mich zu berühren. Da ist sicher was dran.

  9. Avatar von Inisheer
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    292

    AW: Probleme mit Partner während der chemo

    Ach Floppy, ich kann deine Sorgen gut nachvollziehen. Hast du ihn gefragt, ob irgendetwas vorgefallen ist, er etwas erlebt, gehört oder nachgedacht hat, dass in eurer Beziehung jetzt diese neue Schwierigkeiten auftreten? Oder es ist die dauerhafte schwierige Situation, die daran zerrt. Männer neigen ja manchmal dazu, so lange wie möglich an der Normalität festzuhalten, und merken dann irgendwie, dass sie nicht mehr können... Dass es vielleicht doch nicht mehr wie früher wird. Macht das doch ruhig mit einem Psychologen. Und gebt euch Zeit, bleibt dran! Dir alles Gute, Floppy, und dass es leichter wird!

  10. Avatar von Penny62
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    AW: Probleme mit Partner während der chemo

    Bei mir war es auch so. Von jetzt auf gleich von einer kleinen Chefin die IMMER voll arbeiten war und sich für alle Kollegen eingesetzt und gekämpft hat, und IMMER voll und noch mehr gearbeitet hat, bin ich zu einer kranken Hausfrau geworden....
    Für mich war es die ersten 4 Monate furchtbar...
    Aber......ICH WOLLTE LEBEN
    LG Penny62

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