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  1. Avatar von Inisheer
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    AW: Panik vor Biopsie-Ergebnis morgen

    Ich werde am Montag 48 Jahre alt. Meine Söhne sind 18 und 15, der Große macht grad Work and Travel in Neuseeland, der Kleine lebt teils bei mir, teils bei seinem Vater und pubertiert sehr im Moment... Ich weiß noch nicht, wie ich es ihnen sage.
    Wie mache ich meine Diagnose meinen Eltern klar? Meine Mutter hat ein Kind verloren - meine Zwillingsschwester nahm sich mit 19 das Leben...
    Ich bin Krankenschwester und arbeite in der Psychiatrie. Gerade schreibe ich meine Bachelorarbeit in Gesundheitspsychologie.
    Es war alles etwas zu viel in letzter Zeit, ich hatte oft das Gefühl, ein Versager zu sein, aber das ist unvernünftig und nur die Sprache der Depression. Jetzt hab ich plötzlich wieder total Bock auf Leben...

  2. Moderation Avatar von lythande
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    AW: Panik vor Biopsie-Ergebnis morgen

    Zitat Zitat von Inisheer Beitrag anzeigen
    Was ihr schon alles durchgemacht habt... Das tut mir sehr leid zu hören, und ich bewundere eure Tapferkeit und freu mich, dass es euch heute gut geht!
    Ich finde mich eigentlich nicht besonders tapfer. Wenn man erstmal die Diagnose hat, ist es ein bisschen wie auf einem Laufband. Man wird darauf gesetzt und von Station zu Station "befördert".
    Du wirst sehen, auch Du schaffst das !!!!!

    Meinen Eltern, die darmals schon um die 80 Jahre waren, die Diagnose mitzuteilen, fand ich auch hart. Aber sie haben die schlechte Nachricht erstaunlich gut hingenommen und verkraftet. Und sie waren immer zuversichtlich, dass ich es schaffe.
    Dass Dein einer Sohn so weit weg ist, macht die Sache natürlich nicht einfacher. Am Telefon möchte man sowas ja nicht gerne mitteilen.
    Liebe Grüße Lythande
    Wenn Du in die Sonne siehst, liegt der Schatten hinter Dir
    Es gibt keinen Fahrstuhl zum Glück, Du musst die Treppe nehmen (Werner Bethmann). ▬|████|▬

    Geändert von lythande (24.04.2019 um 14:14 Uhr)

  3. Avatar von aurora18
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    AW: Panik vor Biopsie-Ergebnis morgen

    Zitat Zitat von Inisheer Beitrag anzeigen
    Ich werde am Montag 48 Jahre alt. Meine Söhne sind 18 und 15, der Große macht grad Work and Travel in Neuseeland, der Kleine lebt teils bei mir, teils bei seinem Vater und pubertiert sehr im Moment... Ich weiß noch nicht, wie ich es ihnen sage.
    Wie mache ich meine Diagnose meinen Eltern klar? Meine Mutter hat ein Kind verloren - meine Zwillingsschwester nahm sich mit 19 das Leben...
    Ich bin Krankenschwester und arbeite in der Psychiatrie. Gerade schreibe ich meine Bachelorarbeit in Gesundheitspsychologie.
    Es war alles etwas zu viel in letzter Zeit, ich hatte oft das Gefühl, ein Versager zu sein, aber das ist unvernünftig und nur die Sprache der Depression. Jetzt hab ich plötzlich wieder total Bock auf Leben...
    Liebe Inisheer, es tut mir leid dass Du doch eine Hiobsbotschaft bekommen hast und drücke dir nochmal ganz fest die Daumen dass die Ärzte ALLES rausschneiden können !!!
    Ich würde den Jungs noch nichts sagen .. erst wenn es keine Hoffnung mehr gibt .. aber daran wollen wir gar nicht mal denken .. erst wenn du steinalt bist ..
    Carpe Diem


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    AW: Panik vor Biopsie-Ergebnis morgen

    Ich war 50, mein Sohn 28, Partner 47, Eltern um 80. Ich habe allen direkt gesagt. In diesen Moment habe ich das Mitleid in erste Linie mit mir selber. Punkt.

    Ich bin sowieso seelisch vorbelastet gewesen - mein 2. Mann ist an Krebs mit 41 innerhalb von einem Jahr gestorben und ich habe ihn begleitet und gepflegt. Auch ich musste entscheiden, wann die lebenserhaltene Geräte abgeschaltet sein sollten.

    Ich war so sicher, dass ich nie Krebs haben werde. Weiss auch nicht warum. Einfach ¨überzeugt. Das Leben hat mich besseren gelernt.

  5. Avatar von landi
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    AW: Panik vor Biopsie-Ergebnis morgen

    Liebe Inisheer,

    erstmal willkommen hier - und Mist, dass es nicht nur ein Kurzzeitaufenthalt war. Ich lese nur noch sporadisch hier - bin aus der "BK-Generation" von Lythande und habe dieses Jahr mein 10jähriges (kaum zu glauben). Und ich lebe, sogar gut. Ich hoffe, das macht dir Mut. Ich war 49, als ich die Diagnose bekam, mein Sohn war damals 11. Und es war selbstverständlich, dass ich es ihm sage (nicht in allen Details, aber so, dass er hoffen konnte, Bezug zu Promis war da hilfreich). Ich denke, wir können unserem Nachwuchs mehr zutrauen als wir denken. So etwas gehört zum Erwachsen werden dazu. Tatsächlich war es schwieriger, es meiner Mutter zu sagen, und sie hat bei weitem irrationaler reagiert. Aber du musst jetzt in erster Linie an dich denken und nicht daran, andere zu schonen. Du bist jetzt erstmal in den Mühlen der BK-Behandlung und die tragen dich auch ein Stück weit. Wenn du denkst, dass dir das hilft, such dir psychoonkologische Unterstützung. Die habe ich z.B. in Anspruch genommen für mein Verhalten gegenüber meinem Sohn.
    Alles Gute!
    Liebe Grüße

    landi


  6. Registriert seit
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    AW: Panik vor Biopsie-Ergebnis morgen

    Huhu! Mein Strang ist unter ‚Angst‘ zu finden. Hatte vor Weihnachten etwas ertastet und musste dann bis Januar warten, was mich auch wahnsinnig gemacht hat. Im Februar dann OP - beidseitig Mastektomie mit Sofortrekonstruktion. Ich habe keine Metas und Lymphknoten auch nicht befallen. Großes Glück! Aber leider ergab der Mammaprint Test, dass ich Hochrisiko Patient bin und daher wird ab Freitag mit der Chemo begonnen. Heute die Untersuchungen verliefen gut. Herz ist top und Blutwerte auch. Also auf in den Kampf ;-)
    Du schaffst das auch !
    Jetzt ist nur mein Sohn heute noch krank geworden mit Magen Darm Problemen. Eine Freundin schaut nach ihm morgen während ich den Port bekomme. Manchmal kommt eben alles zusammen;-) LG Jule

  7. Avatar von Inisheer
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    AW: Panik vor Biopsie-Ergebnis morgen

    Ja, landi, das hilft mir, und ihr anderen - ich find euch auch toll! Jule, viel Glück morgen! Ich weiß nicht, wie alt dein Sohn ist, aber die Kinder greifen oft (auch psychosomatisch) die Gefühle der Erwachsenen auf... Prima, dass deine Freundin für euch da ist! Mir machen die Brustschmerzen Sorgen, die ich nach der Biopsie immer noch habe, wie ein Verspannungs-Gurt um die linke Brust, und dann die komischen "Knötchen" heute im Röntgen-Thorax. Ich dreh grad am Rad... Ich ruf jetzt den Arzt auf seinem Handy an.
    Ich les eure Beiträge immer wieder, das baut mich wirklich sehr auf!

  8. Avatar von Neugierde11
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    AW: Panik vor Biopsie-Ergebnis morgen

    Hallo. Ich les immer wieder mit hier . Meine Odyssee begann 2014.

    Du hattest doch geschrieben, dass deine Schwester Ärztin ist. Kannst du die da nicht enger einbinden? Von Arzt zu Arzt wird ja doch nochmal anders gesprochen. Ich hatte auch meine Patentante mit im Brustzentrum bei dem Chefarzt und irgendwie flutscht seither alles schneller und es wird anders mit einem umgegangen, wenn klar ist man ist da „familiär belastet“. Ist zwar doof aber es wird anders, offener gesprochen.
    am morgen ein Joint und der Tag ist dein Freund
    Neugierde11


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    AW: Panik vor Biopsie-Ergebnis morgen

    Liebe Inisheer, das kenne ich dass es dann überall drückt und zieht und man fühlt sich als wäre man voller Krebs oder sowas. Mein CT hat auch etwas in der Lunge ergeben, was aber eine unspektakuläre Ablagerung sein kann. Wenn nicht - jetzt geht ja die Chemo los und alles wird plattgemacht, mal platt gesprochen ;-) So musst Du auch denken. Es wird ein Plan gemacht und den muss man abarbeiten. Wie gesagt wenn du eine Ärztin in der Familie hast, wird die ja bestätigen können, dass die Brustkrebstherapie sehr weit gekommen ist in den letzten 10,15 Jahren. Drücke dir die Daumen, alles Liebe.

  10. Avatar von Inisheer
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    AW: Panik vor Biopsie-Ergebnis morgen

    Guten Morgen, ihr! Jule, wann gehts los heute? Ich fahr gleich zu meinem Arzt, schäme mich aber nun fast ein bisschen über meine Panik gestern... Je mehr Untersuchungen man machen lässt, so mehr kommt raus dabei, nicht wahr, was wahrscheinlich ansonsten nie eine Rolle gespielt hätte. Habe heute auch einen Schnuppertermin bei einem Psychoonkologen, ich möchte jetzt etwas zur Stabilisierung der Psyche unternehmen. Neugierde, meine Schwester kommt am Dienstag mit ins Brustzentrum. Wie geht es dir denn jetzt, fünf Jahre danach?
    Euch einen guten, kraftvollen Tag; Jule - ich denk heute an dich!
    I.

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