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  1. Registriert seit
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    Total-OP und familiäre BK-Vorbelastung

    Ihr Lieben,

    ich bin seit 14 Jahren in einem BK-Zentrum „Hochrisikogruppe“. In meiner Familie ist BK (und DK) der Hauptakteur. Unterleibstumore gab es zuletzt vor vier Generationen.
    Vor ein paar Jahren wurde mir vorgeschlagen, mich komplett operieren zu lassen: Unterleibsorgane weg und in die Brüste Prothesen, wozu ich mich nach kurzer Bedenkzeit auch entschlossen hätte. In der Zwischenzeit gab es aber bei mir einen deftigen Schub einer Autoimmunerkrankung (eine Vaskulitisart), so daß man von einer OP total abriet.

    Jetzt ist es so, daß ich einen Tumor am Eierstock habe. Er ist schon ein wenig größer. Am CT sind aber keine Metas sichtbar und in die Blase ist er auch nicht eingewachsen. Sieht also alles soweit gut aus. Allerdings habe ich in der Gebärmutter einen Endometrioseherd und rechts im Ovar gibt es auch schon Veränderungen.
    Lange Rede, kurzer Sinn: Ich bekomme eine Total-OP mit Bauchschnitt.
    … ja, und bin von einem Tag zum anderen im Wechsel.

    Das ist jetzt mein Thema, das mich beschäftigt. Ich bin Mitte 40. Meines Erachtens bereits eh Richtung Wechseljahre unterwegs, aber das kann auch von diesem Tumor kommen. Es wurde natürlich gesagt, es gäbe danach eine Hormonersatztherapie. Gleich nach dem Eingriff.

    Nun meine Frage/Anliegen: Ich bin davon gar nicht begeistert. Am liebsten würde ich erst mal – von mir auch erst einmal unter dosierter hormoneller Behandlung – schauen, wie es mir überhaupt geht.
    Außerdem hatten weder meine Mam noch andere Frauen aus der Familie nennenswerte Probleme damit, von jetzt auf gleich in den Wechsel geschickt zu werden.
    Am meisten macht mir der Aspekt Sorgen, wie sieht das aus betreffs der BK-Vorbelastung? Einen ähnlichen Fall hatten wir in der Familie schon: Total-OP, Tabletten und dann mit 48 BK. Allerdings ist das schon 30 Jahre her. Aber es wurde mir auch damals schon, 2004, angeraten, lieber auf hormonelle Verhütungsmittel zu verzichten. Habe ich auch, nicht deshalb, aber es hat dann gepasst.
    Hormone und familiärer BK…was würdet Ihr tun?


  2. Registriert seit
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    AW: Total-OP und familiäre BK-Vorbelastung

    Liebe Mozartstrasse

    Entscheiden musst du selber, ich kann dir nur meine Geschichte erzählen 2008 bin ich wegen einer Zyste ins Krankenhaus gefahren weil ich wollte unbedingt Kinder bekommen deswegen wollte ich die Zyste entfernen lassen am Ende kam es raus dass es doch keine Zyste war sondern ein Tumor mit Vorstufe Krebs die haben mir den Eierstock entfernt nach 8 Jahren kam die Diagnose Brustkrebs und dann hat meine Frauenärztin die damals mich auch operiert hat und den Eierstock entfernt hat den anderen Eierstock auch entfernt und schickte mich so mit der Diagnose Brustkrebs zu Wechseljahre, bis jetzt muss ich ehrlich sagen habe nicht so Beschwerden wie die meisten sagen Hitzewallungen und und und aber ich habe Stimmungsschwankungen unruhige Beine nachts kann auch davon kommen als ich damals meine Frauenärztin gefragt habe ob das sein muss den anderen Eierstock zu entfernen hat sie zu mir gesagt es ist ein Organ wo man sehr schwer sehen kann ob wirklich was kommt und es kann sehr schnell gehen deswegen hat sie das zur Sicherheit entfernen lassen.Was du jetzt machst...hm.. ich weiß nicht ob du Kinder hast wenn du schon Familie hast lass dir das Entfernen zu Sicherheit wenn deine Familie mit Brustkrebs vorbelastet ist weil Eierstock und Brust sind miteinander "verbunden"so gesagt wegen Krebs, aber das ist dann wieder deine Entscheidung ,du musst am Ende damit klar kommen,Ich wünsche dir viel Geduld.

    Liebe Grüsse
    Rula


  3. Registriert seit
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    AW: Total-OP und familiäre BK-Vorbelastung

    Hallo liebe Mozartstrasse,

    ich würde auf gar keinen Fall Hormone nehmen. Es hängt doch auch davon ab, ob du einen hormonabhängigen Krebs hast oder nicht, ob du eine HET machen kannst oder nicht. Das Risiko an BK zu erkranken - der Preis wäre mir zu hoch.

    Ich selbst bin mit 38 wegen Gebärmutterschleimhautkrebs totaloperiert worden und von einem Tag auf den anderen in die Wechseljahre geschickt worden. Meine Mutter hatte z.B. auch gar keine Wechseljahresbeschwerden, hat aber die Eierstöcke noch (aber GM weg).

    Einmal abgesehen davon, dass jeder Mensch natürlich anders reagiert, ist es so, dass mit der Total-OP die Hormonproduktion von heute auf morgen wegfällt. Der Körper hat darunter zu ächzen, wie gesagt der eine vermutlich mehr als der andere. Man kann mit pflanzlichen Mitteln echt gut arbeiten, das habe ich auch gemacht.

    Ich will das gar nicht schönreden, ich habe eine lange Zeit gebraucht, bis der Körper wieder in der Spur war. Ein Vergnügen war das nicht, aber man kann das aushalten, das geht vorbei.

    LG puggi


  4. Registriert seit
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    AW: Total-OP und familiäre BK-Vorbelastung

    Liebe Mozartstrasse!
    Ich hatte 2015 eine Ausschabung, bei dem untersuchten Material, wurden Krebszellen gefunden. Es wurde mir zu einer Hormonersatztherapie geraten oder einer Gebärmutterentfernung. Ich entschied mich für letzteres. Wie sich herausstellte, die richtige Entscheidung, denn 2017 wurde hormonabhängiger Brustkrebs festgestellt. Nun nehme ich Tamoxifen, danach Aromatasehemmer. Die Beschwerden halten sich zum Glück in erträglichen Grenzen.
    Ich wünsche dir alles Gute, liebe Grüße
    KleinerMucki


  5. Registriert seit
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    AW: Total-OP und familiäre BK-Vorbelastung

    Hallo Mozartstraße,

    ich habe /hatte mit 46 Diagnose BK, allerdings wurden 3 Jahre vorher schon Zysten an beiden Ovarien festgestellt, hatte mich aber gegen eine OP entschieden ( da gabs noch keine Hinweise auf Krebs jedweder Art). Mit der Diagnose BK erwähnte ich die Ovarien und wurde auch festgestellt, ich hatte sehr starke Endometriose ( aber ohne große Beschwerden) aber man konnte sie fühlen ( bei Gyn Untersuchung) sowie in den BK-Staging Aufnahmen sehen.

    Da nicht klar war ob die Endometriose gut oder bösartig war, wurde ich doppelt operiert, Amputation der Brust ( 8cm Tumor), und per Bauchschnitt Gebärmutter und beide OVarien sowie Endometriose von Bauchwand und Darm abgeschabt).

    Endometriose war gutartig, der Schnitt ging bis rund um den Bauchnabel bis zum Schambein. Heilte gut, alles gut. Die Wechseljahre kamen noch im Krankenhaus glaube ich. Aber ich habe auch gelesen, dass Wechseljahres Beschwerden in der Familie liegen, dh wenn deine Mom keine Problem, ist es wahrscheinlich, dass du auch keine bekommst.

    Am Anfang war es schon heftig, schwitzen, heiß werden, vorallem weil es ungewohnt war. Aber innerhalb von Monaten war der Spuk fast vorbei, ab und zu wird mir nochmal angenehm warm, aber mehr ist es auch nicht.

    Falls BK in der Familie liegt, wäre meine Überlegung, eine Knochendichte Messung machen zu lassen, damit dein Östeoporose Risiko angeschaut wird, und dann ganz einfach ohne Hormone leben, wie wir hormonellen BK Frauen auch. Falls du Probleme mit den Schleimhäuten ( Thema Sex) bekommst, oder deine Knochendichte abnimmt, oder du Gelenkbeschwerden bekommst, kannst du immer noch umdenken.

  6. Avatar von Kathamarie
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    AW: Total-OP und familiäre BK-Vorbelastung

    Hallo Mozartstrasse,
    Ich habe seit einem Austausch mit anderen Betroffenen in der Hamburger Krebsgesellschaft eine Ahnung davon, dass die Entfernung der GM auf verschiedene Weise vorgenommen werden kann und sehr verschiedenartige Ergebnisse für das Erleben des eigenen Körpers zeitigt (Sexualität und Blase)
    Vielleicht findest Du auch eine gute Beratung hierzu.
    Grüße von Kathamarie

  7. Avatar von Sandra71
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    AW: Total-OP und familiäre BK-Vorbelastung

    Zitat Zitat von Mozartstrasse Beitrag anzeigen
    Jetzt ist es so, daß ich einen Tumor am Eierstock habe. Er ist schon ein wenig größer. Am CT sind aber keine Metas sichtbar und in die Blase ist er auch nicht eingewachsen. Sieht also alles soweit gut aus. Allerdings habe ich in der Gebärmutter einen Endometrioseherd und rechts im Ovar gibt es auch schon Veränderungen.
    Lange Rede, kurzer Sinn: Ich bekomme eine Total-OP mit Bauchschnitt.
    … ja, und bin von einem Tag zum anderen im Wechsel.
    Auch wenn man von etwas Gutartigem ausgeht (?), würde ich die OP an deiner Stelle nur in einem speziellen Zentrum machen lassen...mir fallen da z.B. die Charité in Berlin oder die Kliniken Essen-Mitte ein. Weiß ja nicht, aus welcher Gegend du kommst, es gibt sicher noch mehr spezialisierte Zentren - bitte informiere dich, bevor du an mehr oder weniger unerfahrene Operateure gelangst. Sollte es nämlich doch bösartig (und weiter fortgeschritten) sein, hängt von der Erfahrung des Operateurs u.U. dein Leben ab.

    Und Hormonersatztherapie - auf keinen Fall...so oder so nicht. Nur meine persönliche Meinung. Wenn du dir unsicher bist, hole eine ärztliche Zweitmeinung ein.
    Geändert von Sandra71 (16.06.2018 um 11:36 Uhr) Grund: Ergänzung


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    AW: Total-OP und familiäre BK-Vorbelastung

    Da Sandra das erwähnt hat, mit einem speziellen Zentrum..stimme ich nur zu !

    Bei meiner OP hatte ich zwei Ärzte, einmal der Gyn-Arzt aus dem BZ für die Brust, und einmal eine Gyn Ärztin aus dem KH für den Bauch. Während der OP mussten diese beiden, die sicher nicht unerfahren waren noch einen Chirurg holen um die Endometriose überall zu entfernen, da diese am Darm und an der Bauchwand klebte. Daher besser in einem guten Krankenhaus mit BZ -Anschluss operieren lassen, oder wie Sandra sagt in einem besonderen zentrum.


  9. Registriert seit
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    AW: Total-OP und familiäre BK-Vorbelastung

    Danke Euch allen für Eure Ratschläge und Erfahrungsberichte.
    Für mich ist die Sache jetzt klar: Ich werde keine Hormonersatztherapie machen.
    Erstens ist mir das Risiko zu groß, zweitens hatte meine Mama wirklich nur sehr geringe Auswirkungen und – für mich das wichtigste – ich habe andere Einstellung zu dem ganzen als andere, mit denen ich gesprochen habe. Ich freue mich, daß ich endlich eine der OPs bekomme, die ich schon vor acht Jahren wollte. Die hat man halt damals nicht gemacht wegen der Autoimmunerkrankung. Jetzt geht es nicht anders wegen dem Tumor. Und außerdem werde ich nie wieder die Rote Zora bekommen und brauche mir nie wieder Gedanken um Unterleibskrebs zu machen, denn wo nichts ist, kann nichts wachsen.
    Deshalb habe ich eh eine höhere Toleranzschwelle gegenüber solchen Eingriffen als andere Frauen…das habe ich die letzten Tage gelernt. Auch wenn die Familienplanung schon längst abgeschlossen ist, hängen manche mit einer Vehemenz an ihren Organen…es fielen die Worte „kastriert werden“ etc. …und die alle hatten Angst bzw. leiden sehr unter dem Wechsel.
    @vael
    Osteoporose habe ich schon lange (Gendefekt) und Gelenksbeschwerden ebenfalls durch diese rheumatische Erkrankung. Das wird das Kraut nicht fett machen.

    Ich gehe mal von einem (halb)gutartigem Tumor aus. Es gab ihm CT auf jeden Fall keine sichtbaren Fernmetastasen und vor allem: auch keine auffälligen Lymphknoten.
    Es ist ein muzinöser Tumor. Sicherheit gibt ohnehin erst die Histo. Es wird zwar während der OP ein Schnellschnitt gemacht werden, aber was dann im Endeffekt ist, wird sich erst später rausstellen. Mein Arzt, dem ich sehr vertraue, arbeitet nicht in einem ausgesprochenen Zentrum, aber er scheint zu verstehen, was er macht. Er bekommt von mir auch eine Art General-Vollmacht. Dr. Sehouli an der Charité ist mir schon ein Begriff, nur was soll ich da in Berlin, ich komme aus Niederbayern. Ich geh rein ins KH und so schnell wie möglich wieder raus!


  10. Registriert seit
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    AW: Total-OP und familiäre BK-Vorbelastung

    Hört sich super an Mozartstrasse :)

    Und ja..auch ich bin dankbar dass durch den Brustkrebs die Bauch Op hinter mir liegt, und auch ich war froh keine Periode mehr zu bekommen. Immerhin etwas positives durch Brustkrebs.

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