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    Hat jemand Erfahrung mit dem vorzeitigen Absetzen von Tamoxifen?

    Hallo in die Runde,

    vielleicht gibt es dazu schon ein Thema, dann habe ich es vielleicht übersehen und freue mich über Verlinkung

    Zu mir: Ich habe den Knoten am 18.06.2017 selbst getastet. Nach MRT und Zweitmeinung Ablatio am 18.07.2017 wegen Multizentrizität. Der getastete Knoten war 8 mm, langsam wachsend, hormonrezeptorpositiv. Die beiden anderen Herde waren < 5 mm und high-grading DCIS. Lymphknoten waren frei, kein Hinweis auf Fernmetastasierung. Der Verdacht auf eine Knochenmetastase wurde durch eine Biopsie zum Glück nicht bestätigt.

    Keine Bestrahlung, keine Chemo, Tamoxifen seit 03.08.2017.
    Ich dachte ich lese die Packungsbeilage garnicht und da ich sehr viel Sport und Yoga mache, kann ich evtl. auftretende Nebenwirkungen bestimmt gut abfangen. Ich dachte, ich nehme dieses Medikament dankbar als meine Lebensversicherung an. Ich war dankbar, glücklich und zufrieden, dass unterm Strich alles gut ausgegangen war ...

    Leider ist inzwischen meine GM-Schleimhaut hoch aufgebaut -> erneute Kontrolle nach 3 Monaten, am linken Eierstock habe ich eine Zyste. Ich bin diesbezüglich vorbelastet, hatte 2006 auch schon mal fast 1 Jahr PAPIIID. Meine Lebensqualität geht gegen null, ich fühle mich wie ein Zombie. Ich habe mein Leben geliebt und nun habe ich permanent das Gefühl, dass ich Gas geben möchte, jemand anderes aber gleichzeitig fest die Bremse zieht. Trotz regelmäßiger Bewegung habe ich Beinschmerzen, ich habe totale Konzentrationsprobleme, fühle mich depressiv. Auch wenn mich Tamoxifen möglicherweise vor dem erneuten Auftreten von Brustkrebs beschützt, bezweifle ich, ob es deshalb tatsächlich einen lebensverlängernden Effekt bei mir hat.

    Deshalb möchte ich meinen tatsächlichen Benefit durch Tamoxifen in Erfahrung bringen, um Nutzen und Risiken abzuwägen und zu entscheiden, welches mein Weg ist. Bisher bekomme ich von den Ärzten nur allgemein gültige Aussagen, das hilft mir gerade nicht viel.

    Gibt es hier Frauen, die individueller beraten wurden und auf dieser Grundlage eine Entscheidung getroffen haben?

    Lieben Gruß in die Runde
    Kury
    Wenn das Leben Dir Zitronen gibt, mach Limonade draus ...

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    AW: Hat jemand Erfahrung mit dem vorzeitigen Absetzen von Tamoxifen?

    Ich habe auch mit Tam begonnen und es war angedacht diese drei Jahre und dann umstellen auf Aromatasehemmer . Ich habe auf Tam extrem zugenommen und meine Psyche war auch nicht so der Hit. Daher hab ich einfach gefragt und die Umstellung nach knapp 1,5 Jahren schon gemacht. Das ging gut bei mir, da es altersgemäß grade passte mit Anfang 50. da du nicht schreibst wie alt du bist, weiß ich nicht ob du diesen Weg auch gehen könntest. Aber zumindest mit deinem Arzt sprechen ob es ein anderes Medikament gibt könntest du ja auf jeden Fall.
    am morgen ein Joint und der Tag ist dein Freund
    Neugierde11

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    AW: Hat jemand Erfahrung mit dem vorzeitigen Absetzen von Tamoxifen?

    Hallo, ich hatte 2004 BK und bekam nach OP und Bestrahlung Tamoxifen.
    Allerdings dadurch auch einen starken Aufbau der Gebärmutterschleimhaut.
    Nach einer Ausschabung (mir wurde die Entfernung der Gebärmutter empfohlen) wurde ich
    auf Arimidex umgestellt.
    Dieses Medikament habe ich nach Absprache mit meiner Ärztin dann auch nach ca. einem Jahr abgesetzt.
    Meine Gebärmutter habe ich immer noch. Und mein BK ist auch nicht wieder gekommen.
    Alles Gute für Dich
    geliebter Billie..........................


    geb. 10. März 1997 gestorben 29. April 2010

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    AW: Hat jemand Erfahrung mit dem vorzeitigen Absetzen von Tamoxifen?

    Vielen Dank für euere Antworten, ihr beiden.

    @Neugierde11
    ich bin gerade 47 geworden und ich hatte bis zum Beginn mit der Therapie einen Zyklus, nach dem ich die Uhr stellen konnte und auch noch regelmäßig Eisprünge, also eindeutig vor den Wechseljahren.
    Ich weiß auch nicht, ob ich nicht vom Regen in die Traufe käme, wenn ich auf einen Aromatasehemmer umsteigen würde, falls das bei mir überhaupt schon möglich wäre. Beide Großmütter hatten Osteoporose ... mir geht es um Lebensqualität ... dass ich mein Leben nicht so zurück bekommen kann wie es war, habe ich akzeptiert, dazu war der Einschnitt zu groß, aber wie ein Zombie mag ich auch nicht für 5-10 Jahre dahin vegetieren.

    @billiederkater
    Mut machende Antwort, auch wenn es eine sehr individuelle Entscheidung ist und auch individuell ist, was dann im Körper passiert. Es freut mich sehr, dass der BK bei Dir nicht zurück gekommen ist und dass Du so eine tolle Frauenärztin hast. Hast Du Dir Anaturheilkundliche Alternativen gesucht oder ganz auf Medikamente, egal welcher Art, verzichtet?
    Wenn das Leben Dir Zitronen gibt, mach Limonade draus ...

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    AW: Hat jemand Erfahrung mit dem vorzeitigen Absetzen von Tamoxifen?

    Liebe Kurly, trotz 3 Jahre älter bei Beginn der Chemo, hatte ich auch bis zum Start sehr regelmäßig meine Periode und auch noch keine Spur von Wechseljahren. Deshalb ja auch der Start mit Tamoxifen! Nach den Wechseljahren geht es soweit ich weiß gleich mit Aromatasehemmern los. Frag doch dazu einfach deinen Arzt! War ja nur meine Erfahrung zu deinem Thema.
    am morgen ein Joint und der Tag ist dein Freund
    Neugierde11

  6. Inaktiver User

    AW: Hat jemand Erfahrung mit dem vorzeitigen Absetzen von Tamoxifen?

    Ich kann nicht mit persönlichen Erfahrungen weiterhelfen, mein Brustkrebs war triple-negativ.

    Zum Thema Osteoporose: M.W. wird zum Aromatasehemmer ein Bisphosphonat gegeben, um das Osteoporose-Risiko zu senken.

    Es wäre schon wichtig, dass du das Tamoxifen weiterhin nimmst, aber ich kann auch verstehen, dass du bei sehr reduzierter Lebensqualität übers Absetzen nachdenkst. Ggf. könnte ein Aromatasehemmer eine gute Alternative sein.

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    AW: Hat jemand Erfahrung mit dem vorzeitigen Absetzen von Tamoxifen?

    Liebe Sandra, bitte Finger weg von Bisphosphonaten, solange keine Metastasen/Rezidiv da sind. Nur damit keine Osteoporose auftritt wird das kein verantwortungsvoller Arzt verordnen!
    am morgen ein Joint und der Tag ist dein Freund
    Neugierde11

  8. Moderation

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    AW: Hat jemand Erfahrung mit dem vorzeitigen Absetzen von Tamoxifen?

    Ich habe zwar auch vorbeugend Bisphosphonate bekommen, das hing aber nicht mit Osteoporose oder mit dem Aromatasehemmer zusammen und ist, so weit ich weiss auch kein Standard, wenn man einen Aromatasehemmer nimmt.
    Geändert von lythande (18.03.2018 um 21:58 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Hat jemand Erfahrung mit dem vorzeitigen Absetzen von Tamoxifen?

    Zitat Zitat von Neugierde11 Beitrag anzeigen
    Liebe Sandra, bitte Finger weg von Bisphosphonaten, solange keine Metastasen/Rezidiv da sind.
    Wer sagt das?

    Es gibt sogar entsprechende Studien, dass Bisphosphonate bei postmenopausalen Patientinnen die Rückfallgefahr senken können.

    Mamma-Ca.: Weniger Rezidive dank Bisphosphonate

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    AW: Hat jemand Erfahrung mit dem vorzeitigen Absetzen von Tamoxifen?

    @Sandra
    Die gibt es jetzt sogar auch für prämenopausale Ladies ;)
    Mein Doc ist da ein großer Freund von, von den Bisphos.
    "I'm bulletproof, nothing to lose,
    Fire away, fire away.
    Ricochet, you take your aim,
    Fire away, fire away.
    You shoot me down, but I won't fall,
    I am titanium.
    You shoot me down, but I won't fall,
    I am titanium..." (Sia, Titanium)

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