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    Frage Frage zum Thema Haushaltshilfe

    Hallo zusammen,
    im Herbst 2016 bekam ich die Diagnose Brustkrebs (bin jetzt 39 Jahre alt) und habe in der darauffolgenden Zeit oft hier hereingeschaut, allerdings ohne selbst mitzuschreiben. Aber allein zu lesen, was andere Betroffene so geschrieben haben, hat mir sehr geholfen.

    Nun habe ich den Großteil der Therapien hinter mir und dem Krebs einen hoffentlich nachhaltigen Tritt in den Hintern verpasst und es ist an der Zeit, mich wieder dem Berufsleben zuzuwenden. Und da treibt mich derzeit eine Frage um, die mich nun doch veranlasst hat, mich auch mal offiziell hier anzumelden. Ich habe vor der Diagnose in der privaten Krankenpflege im palliativen Bereich gearbeitet, eine Arbeit, die mir sehr lag, die ich aber momentan aus körperlichen und psychischen Gründen nicht mehr ausüben möchte. Andererseits glaube ich, dass mir die Erfahrungen, die mir diese Krankheit gebracht hat, durchaus auch beruflich etwas bringen können - ich habe das Kranksein mal von der anderen Seite erlebt.

    Und nun geht mir die Idee eines Haushaltsservice nicht mehr aus dem Kopf, der speziell Frauen (oder meinetwegen auch Männer) in unserer Situation anspricht: Krebsdiagnose, vielleicht noch Kinder zuhause und keine Ahnung, wie man das alles packen soll. Viele wissen ja noch nicht einmal, dass ihnen die Krankenkasse unter Umständen eine Haushaltshilfe bezahlt. Klingt das nach einer sinnvollen Idee oder bin ich da völlig auf dem Holzweg? Ich gehe jetzt erstmal nur von mir aus, ich habe erst relativ spät erfahren, dass mir eine Hilfe zugestanden hätte (ich habe zwei Kinder) und dann hatte ich echt Hemmungen, mir eine völlig fremde Frau ins Haus zu holen, die in meiner persönlichen Unordnung herumkramt . Aber hätte ich gewusst, dass die schonmal genau das gleiche wie ich erlebt hat, hätte ich mich vielleicht leichter getan und hätte vielleicht zwischendurch mal etwas mehr entspannen und Kraft schöpfen können.

    Vielleicht liest ja die ein oder andere hier meinen nun gleich ganz schön lang geratenen Text und kann mir eine kleine Rückmeldung geben? Vielen lieben Dank schonmal und herzliche Grüße
    Schneeseekleerehfee
    Geändert von Schneeseekleerehfee (17.02.2018 um 18:00 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Frage zum Thema Haushaltshilfe

    Liebe TE,
    möchtest du eine Agentur gründen oder selbst tätig werden?

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    AW: Frage zum Thema Haushaltshilfe

    Erstmal einfach nur selbst tätig werden, auf selbständiger Basis.

  4. Inaktiver User

    AW: Frage zum Thema Haushaltshilfe

    Zitat Zitat von Schneeseekleerehfee Beitrag anzeigen
    Erstmal einfach nur selbst tätig werden, auf selbständiger Basis.
    Du schreibst, dass du deinen bisherigen Beruf nicht zuletzt aus körperlichen Gründen nicht mehr ausführen kannst.
    Wie fit fühlst du dich denn überhaupt, um die Anforderungen an eine Haushaltshilfe erfüllen zu können?

    An und für sich halte ich deine Idee für überlegenswert - aber ... es ist körperlich anstrengende Arbeit, die nicht zu unterschätzen ist.
    Wenn du dich auch noch auf ein spezielles Klientel einlassen willst, wirst du die psychischen Belastungen mit einbeziehen müssen.

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    AW: Frage zum Thema Haushaltshilfe

    Meist geht das ja über Pflegedienste oder Sozialstationen, die Frage wäre auch, was musst Du an Bedingungen erfüllen um über die Krankenkassen abrechnen zu können?

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    AW: Frage zum Thema Haushaltshilfe

    Mit körperlichen Gründen meine ich, dass ich mir momentan nicht mehr zumuten möchte, 70kg Menschen aus dem Bett in den Rollstuhl zu bewegen - diesen ganzen pflegerischen Bereich würde ich eben gern außen vor lassen und mich rein auf Haushaltsdienstleistungen konzentrieren, da sehe ich körperlich keine Einschränkungen (ich hatte wirklich Glück und bin super durch die ganze Behandlung gekommen, war immer aktiv und hatte wenig Neben- bzw. Nachwirkungen ). Die psychische Belastung ist in diesem Bereich natürlich immer gegeben, keine Frage, da muss ich tatsächlich sehen, ob ich mit klar komme - aber das muss ich ja grundsätzlich, wenn ich in diesem Bereich bleibe, und das möchte ich eigentlich gern, nur halt nicht mehr so stark im pflegerischen.

  7. Inaktiver User

    AW: Frage zum Thema Haushaltshilfe

    Noch ein Nachsatz zu deinen Ausführungen:
    Ich gehe jetzt erstmal nur von mir aus, ich habe erst relativ spät erfahren, dass mir eine Hilfe zugestanden hätte (ich habe zwei Kinder) und dann hatte ich echt Hemmungen, mir eine völlig fremde Frau ins Haus zu holen, die in meiner persönlichen Unordnung herumkramt . Aber hätte ich gewusst, dass die schonmal genau das gleiche wie ich erlebt hat, hätte ich mich vielleicht leichter getan und hätte vielleicht zwischendurch mal etwas mehr entspannen und Kraft schöpfen können.
    Ich denke nicht, dass du dich leichter getan hättest - denn ob erkrankt oder nicht, man/frau muss es mögen/ertragen/annehmen können, dass sich ein fremder Mensch in der eigenen Privatsphäre bewegt und als Hilfe tätig wird.

  8. Inaktiver User

    AW: Frage zum Thema Haushaltshilfe

    Nur eine kleine Bitte: könntest du in deinen Text bitte Absätze einfügen? Danke.

  9. Inaktiver User

    AW: Frage zum Thema Haushaltshilfe

    In welchem Umfang (zeitlich) würdest du selbst tätig werden wollen?

    Der Aspekt der Abrechnung, wie von taggecko angesprochen, dürfte auch ein Problem darstellen, da Pflege- und Sozialdienste, im ländlichen Raum die Maschinenringe, hauswirtschaftliche Hilfen anbieten und diese über die Kranken- und Pflegekassen abrechnen.

  10. User Info Menu

    AW: Frage zum Thema Haushaltshilfe

    Das müsste ich alles noch in Erfahrung bringen, momentan ist erstmal nur die Idee da und ich dachte mir, bevor ich da weiter recherchiere, frag ich erstmal bei selbst Betroffenen an, ob das überhaupt ankommen würde

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