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    Brustkrebs-Ablehnung der Chemo ?

    Hallo
    Nun habe auch ich, pünktlich nach meinem 70. Geburtstag die Diagnose Brustkrebs erhalten. Die OP ist erfolgt , zwei Knoten wurden herausgeschnitten,Tumore sollen sehr agressiv sein. Her2 G3(Ki67)30% . Lympfknoten und Organe frei. Nun sollte ich mit Chemotheraphie beginnen, die ich erst einmal abgelehnt habe. Mein Arzt sagte mir darauf knallhart; dann werden sie in 5 - 10 Jahren an Brustkrebs sterben.
    Mein ganzen Leben war ich noch nie ernsthaft krank, ich nehme in meinem Alter keinerlei Medikamente ein und nun soll ich mich freiwillig körperlichen Strapazen aussetzen nur um 3 od. 5 Jahre mehr zu leben ?
    Ich möchte meine Restlebenszeit gesund und wie bisher beschwerdefrei leben, treffe aber bei Ärzten und Bekannten auf Unverständnis. So fühle ich mich ziemlich allein mit meiner Entscheidung und suche deshalb hier Gleichgesinnte die so denken wie ich. Gibt es hier im Forum Frauen, die wie ich entschieden haben ? und mit dehnen ich mich über Alternativen austauschen kann.
    LG Krebs47

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    AW: Brustkrebs-Ablehnung der Chemo ?

    Willkommen Krebs47,

    hat erstmal einen Moment gedauert, ich musste kurz denken ....wir haben hier bereits ein Dame namens Krebs57. :) Also eventuell auf Missverständnisse vorbereitet sein :)

    Tja, ich bin 47, letztes Jahr Chemo gemacht, bis Dezember 2016. Bin gerade erst durch und bin am einordnen in das normale Leben nach Krebserkrankung.

    Ich kann deine Gedanken auf jeden Fall nachvollziehen. Allerdings habe ich auch schon realisiert, dass Familie , Bekannte, Freunde oft nicht ganz folgen können, wenn man andere Ab- oder Ansichten hat als den 'normalen' Weg. Eine Entfernte Verwandte, hat Ihren Mann verloren, ist ungefähr 70-75, und war ziemlich abhängig von ihm, von Papierkram, Bank und sogar Kochen, hat alles er gemacht. Nun möchte sie nicht mehr leben, und keiner kann das nachvollziehen. Jeder macht an ihr rum was sie alles tun sollte, regt sich auf über Ihren Standpunkt und keiner kann nachvollziehen, was für eine Qual es sein muss. Sie kann nichts selbst machen, da er alles gemacht hat, und sie will es auch nicht lernen.

    Das nur als Beispiel..manchmal muss man Leute machen lassen, verstehen wie der eine oder andere tikt, was wichtig ist für den Einzelnen, und dann auch die Entscheidungen akzeptieren. Leider tut sich die nähere Umgebung damit schwer. Wahrscheinlich weil für die nähere Umgebung anderes wichtig ist, nämlich, dass die Person da ist, egal wie es ihr geht. Ich denke da fängt dein Problem an.. nicht nur die Anderen müssen Dich verstehen, aber auch Du die Anderen. Ansonsten kommst du in Konflikte hinein, die das Leben zusätzlich schwer macht.

    So nun zum Thema Chemo im höheren Alter... Ich weiß nicht wann der Punkt ist, ab dem man keine Chemo mehr machen sollte. Chemos werden zum Teil angepasst an Verfassung, Alter und Machbarkeit, das hiesse du würdest so oder so keine Hochdosis bekommen. Ich könnte gut und gerne sagen die Chemo+ Bestrahlung hat mich in etwa 1 Jahr gekostet.

    Leider kann man auch nicht so per se sagen, ohne Chemo gibt's noch 2-5 Jahre, dein Arzt ist da etwas vorschnell, wenn gleich er nicht unrecht haben muss. Eine Chemo wird dir auch nicht garantieren, dass du 100 wirst. Ein Punkt FÜR Chemo in deinem Alter wäre allerdings, dass du noch fit bist, wenn du wartest und in 5 Jahren aus irgendwelchen Gründen eine Chemo machen müsstest, wärest du wieder 5 Jahre älter. Falls du also irgendwelche Zweifel hast über deine Entscheidung, dann mach die Chemo jetzt.

    Ansonsten kann ich Dir gegen die Chemo nichts anraten, würde aber vielleicht noch ein oder zwei andere Brustzentren anfragen oder auch den Krebsinformationsdienst( Link werden dir andere sicher geben), um zweit oder dritt Meinungen anzuhören, in wieweit es lebenswichtig wäre für dich die Chemo zu machen. Es gäbe auch einen Test ( Endopredict zB), die den Nutzen einer Chemo herausfinden können. Dieses würde vielleicht von der KK bezahlt werden, vielleicht aber auch nicht. In wieweit diese akkurat sind, weiß ich leider nicht. Aber ein Versuch wäre es wert.

    Jenachdem was für Merkmale dein Krebs hat, die Angabe die du gabst , sagt nichts über Hormon positiv oder negativ, würdest du vielleicht noch auch Antihormon Therapie machen können, was ja vielleicht auch eindämmend wirken könnte. Es gibt ja außer Chemo noch andere Möglichkeiten, auch Bestrahlung zb.

    Ich glaube , ohne dir reinreden zu wollen.. aber mit 70, würde ich es noch wagen, mit 80 nicht mehr. ( Wenn ich bis dahin noch fit wäre).

    Puh sehr lang geworden..sorry.

  3. Inaktiver User

    AW: Brustkrebs-Ablehnung der Chemo ?

    Ich hätte nicht den Mut gehabt die Chemo zu verweigern...
    Ich bin froh, dass es mir heute besser geht...
    auch wenn ich noch immer mit den Nachwehen zu kämpfen habe...
    Und ein weiterer, mir allerliebster Mensch würde heute ohne Chemo nicht mehr leben...
    Ich bin klar pro Chemo...
    Aber das muss jeder mit sich selbst ausmachen...
    Alles Gute... 🌷

  4. Inaktiver User

    AW: Brustkrebs-Ablehnung der Chemo ?

    Ich nicht.

    Wenn du weißt was da auf dich zukommt dann definitiv nein in deinem Alter.

    Genieße dein Leben und lebe jeden Tag so intensiv es geht.

    Ich lehne für mich sogar die komplette Behandlung bei bestimmten Krankheiten ab - z.B. Lungenkrebs.

    Ich verstehe dich gut.

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    AW: Brustkrebs-Ablehnung der Chemo ?

    Niemand wird Dir verlaesslich sagen koennen wie lange Du ohne Chemo leben wirst.
    Niemand wird Dir sagen koennen wie lange Du mit Chemo leben wirst.

    Chemo ist nicht ohne, oft gibt es Dauerhafte Probleme.
    Ich glaube mit 70 wuerde ich keine mehr machen.Ich wuerde in Heidelberg beim Krebsinformationsdienst anrufen um wieviel % das rezidivrisiko gesenkt wird mit Chemo. Die haben eine tolle Datenbank

    Bestrahlung ist noch eine Option
    Lieber im Regen tanzen, als auf die Sonne warten.

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    AW: Brustkrebs-Ablehnung der Chemo ?

    Ich kann keine Ratschläge geben zu so eine Thema. Ich bin generell die Meinung, dass jeder Recht hat mit sein Körper zu machen, was er für Richtig hält.

    Aber. Nur zu Info.

    Mein Schwiegervater macht jetzt Chemo mit 80. Er verträgt es ohne grosse Probleme. Er ist nur ein Paar Tage müde. Also, Chemo bedeutet nicht immer leiden.

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    AW: Brustkrebs-Ablehnung der Chemo ?

    Hallo Lieber Krebs 47,

    ich bin der zweiter Krebs hier unbd habe beim Eingeben des Nicks nicht darüber nachgedacht, dass es sich ja um ein Krebsforum handelt. Ja und ich bin dieses Jahr 60 geworden.

    Leider kann ich dir dazu auch nicht viel schreiben. Das sollte jeder für sich entscheiden können.

    Mein Vati hat mit 82 die Diagnose Leukämie erhalten und dann ich glaub bis März 2017 ganz viele Chemos erhalten (ich glaub er hat mal was von 120 gesagt). Sicher war das nicht die Hammerchemo, doch er ist relativ gut damit zurecht gekommen. Leider ging sein Lebensmut nach den Tod unserer Mutter (Sept. 2016) so sehr zurück und seit Frühjahr 2017 hat sich sein Zustand dann verschlechtert. Was aber auch evtl. mit den Nachwirkungen der Chemo zusammen hängen konnte. Das wissen wir ja nicht.
    In der ganzen Zeit hat er noch vieles mit uns unternommen und wir haben ihn auch immer in alles einbezogen. Die Feuerwehr war sein Leben und die Kameraden haben ihn auch immer noch zur den Treffen abgeholt.

    Leide ist auch er im September 2017 (am selben Tag wie meine Mutti) verstorben und wir sind nun der Meinung er wollte es so.

    Ich will dir keine Angst machen, aber er hat seine Jahre seit der Diagnose noch gut gemeistert und das mit Chemo. Und er wäre im November 2017 85 Jahre alt geworden.

    Wie man mit dem Krebs (ohne Behandlung) leben kann, das wüsste ich auch gerne. Aber vielleicht meldet sich ja noch Jemand der diesen Weg gegangen ist. Zur Behandlung habe ich schon drei Frauen kennengelernt die über 70 sind und die meistern die Chemo gut.

    Ich wünsche dir alles Gute und hoffen due findest den richtigen Weg für dich.

    Lb Gruß Krebs57

  8. User Info Menu

    AW: Brustkrebs-Ablehnung der Chemo ?

    Liebe Krebs 47,
    Ich würde ganz genau erfragen wieviel die Chemo bringen würde. Das können die Docs heute ja relativ gut sagen und wenn der Nutzen nicht so toll wäre, würde ich auch nix machen! Ich habe für mich auch entschieden falls ein Rezidiv kommt, mache ich eher keine Chemo mehr. Denn die hat mir sehr viel Lebensqualität genommen. Deshalb versteh ich deine Gedanken sehr gut.
    Vor jetzt 6 Jahren hatte meine Mama Lungenkrebs und auch mit Chemo angefangen. Aber nach der 3. beschlossen es sein zu lassen, weil es ihr damit nicht gut ging. Das war für uns alle ok und hätte ihr höchstens ein paar Monate gebracht und warum sollte man ein paar schlechte Monate haben wollen.
    Also entscheide du für dich welcher Weg Deiner ist und dann ist das auch die beste Wahl.
    am morgen ein Joint und der Tag ist dein Freund
    Neugierde11

  9. Inaktiver User

    AW: Brustkrebs-Ablehnung der Chemo ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich lehne für mich sogar die komplette Behandlung bei bestimmten Krankheiten ab - z.B. Lungenkrebs.
    Ohne dir was zu wollen, Dharma...solche Äußerungen von Nichtbetroffenen kann ich nicht ernst nehmen.

    Liebe TE,

    wie du dich auch entscheidest...es ist deine Entscheidung, und du bist diejenige, die die Konsequenzen zu tragen hat.

    Eine Chemo wird dir nicht ohne Grund empfohlen worden sein, und deswegen solltest du dir wirklich sehr gut überlegen, ob du sie ablehnst.

    Natürlich kann dir kein Arzt sagen, wann und woran du stirbst...aber die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls ist ohne Chemo ganz bestimmt höher - vielleicht erfragst du das einfach mal im Detail.

    Wenn du die Chemo absolut nicht verträgst (was überhaupt nicht gesagt ist), kannst du sie jederzeit abbrechen...ich sehe also keinen Grund, es nicht wenigstens zu versuchen.

  10. User Info Menu

    AW: Brustkrebs-Ablehnung der Chemo ?

    Meine Diagnose war 2015 und ich hab das ganze Programm durchlaufen mit Op,Chemo und Bestrahlung. In meiner Chemo Zeit waren einige Frauen die schon über 70 waren.Eine der Frauen die auch meine Freundin geworden ist ,war schon knapp 80 .Sie hat sich auch für die Chemo entschieden und sie gut gemeistert .Auch nicht schlechter als ich mit 50.Die letzten Dosen haben die Ärzte für sie reduziert diese Option gibt es wenn die Nebenwirkungen zu belastend werden.Du musst selber entscheiden was sich für dich richtig anfühlt.Ich würds wenigstens versuchen ,abbrechen kannst du immer noch.
    LG Pixie62

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