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  1. Avatar von Penny62
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    Ein Leben nach der Diagnose - Brustkrebs

    Hallo ihr Lieben.
    Ich mach mal ein neues Thema auf, und wünsche mir, dass hier Themen diskutiert werden, die mit dem "Leben nach der Diagnose - Brustkrebs " im Zusammenhang stehen.
    LG Penny62

  2. Avatar von Penny62
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    AW: Ein Leben nach der Diagnose - Brustkrebs

    Ich habe schon 3x geschrieben. Aber irgendwie ist hier in Schwerin schlechter Empfang. Mein Rücken ärgert mich. Ich hoffe nur ein eingeklemmter Nerv 😑
    LG Penny62


  3. Registriert seit
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    AW: Ein Leben nach der Diagnose - Brustkrebs

    Liebe Penny. Ich habe mir viel Gedanken dazu gemacht. Ich schreibe hier am Mittwoch. Vorher bin ich nicht an einem PC und auf dem Telefone zu schreiben ist mühsam

  4. Avatar von Schuhkarton
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    AW: Ein Leben nach der Diagnose - Brustkrebs

    Guten Morgen Mädels,
    das Thema passt gerade für mich, wie die Faust auf das Auge. Vielen Dank! Vielleicht auch, weil ich gestern den ersten Monat mit der AHT rumhatte.
    Seit gestern Abend habe ich kopfmässig einen richtigen Hänger und einfach eine Heidenangst, dass dieser Parasit wiederkommt, egal in welchem Körperteil.
    Ich gehe bis auf die Zeit im KH arbeiten, wenn ich merke, es geht ab mittags nicht mehr habe ich die Möglichkeit mich vom Acker zu machen, ohne Konsequenzen. Ich schaffe es mich mit Freunden zu treffen, auf Konzerte oder zu meinen Lieblingsfussballverein zu gehen.
    Das einzige was ich noch nicht auf die Reihe bekommen habe, ist meine sportliche Seite. Vor der Diagnose war ich sehr aktiv. Ich bin auch am überlegen, was mich hindert, manchmal ist es die Angst, dass andere die Narbe (obwohl sie echt Klasse aussieht) unter der Dusche an meiner Brust sehen und ich mich erkären muss, wozu ich dann gar keine Lust habe.
    Dann habe ich die Anweisung, meinen Arm, wegen der fehlenden Lymphknoten, in Watte zu packen (es gilt wohl die 5 Kilo Regel), so dass einige Kurse für mich wegfallen.
    In Bezug auf meinen Arm habe ich mir diese Woche einen Termin beim Lymphologen und zig Fragen auf dem Zettel. Ist Schattenboxen wieder möglich, wegen der ruckartigen Bewegung, ist an Urlaub in subtropischen Ländern (ich will nicht in der Sonne brutzeln), zu Denken. Was mache ich, wenn dort der Arm dick wird. Bis jetzt wurde mir von einer Lymphdrainage und einen Armstrumpf abgeraten, da nicht notwendig. Aber mein Arm zwirbelt hin und wieder und ist schwer und so ein Ödem kann auch noch Jahre später auftreten.
    Ich hoffe die Gedanken an den Mistkerl stehen im Kopf irgendwann nicht mehr so im Vordergrund. Wenn es mich doch erwischen sollte (6% Rückfallrate), hoffe ich so sehr, dass es auch dafür eine Lösung gibt, damit ich noch 30 Jahre leben darf.
    So Puh ...


  5. Registriert seit
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    AW: Ein Leben nach der Diagnose - Brustkrebs

    Irgendwie ist das Leben danach, wieder so ein Thema das man irgendwie bewältigen muss.

    Zur Zeit finde ich alles nur lästig, super super lästig,.Ich wäre gern wieder 'normal', in jeder Beziehung, Arbeiten, keine Zeit und keine Gedanken machen. Aber so einfach ist das wohl alles nicht. Gedanken macht man sich so oder so, oder verdrängt sie mehr oder weniger erfolgreich.

    Ich bin noch am Gange mit Schmerzbewältigung, sowie Medikamenten Einstellung. Wieder lästig, Arzt Termine, und ich bin frustriert.

    Ich glaube so ein wenig, dass sich mein Leben etwas umstrukturieren muss, nur will ich das garnicht, und das frustriert mich wohl zusätzlich.

    Ich hab einfach keinen Bock mehr auf Ärzte und Kranksein, will das Thema abschließen, jedoch geht das garnicht so richtig, da man im Thema sozusagen lebt. Auch jetzt noch dreht sich mein Leben um Medikamente, Ärzte, Arzt Termine, Befunde und alles was ich will ist ja..hm..Normalität.

  6. Avatar von Schuhkarton
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    AW: Ein Leben nach der Diagnose - Brustkrebs

    Wie wahr, Ärzte bestimmen unser Leben. Was ist unter anderem unser Kapital = Freizeit, welche man nun dort verbringen muss.
    Mein Wunsch ist riesengroß, wieder unbekümmert durch das Leben zu hüpfen.

  7. Moderation Avatar von lythande
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    AW: Ein Leben nach der Diagnose - Brustkrebs

    Die Krankheit ganz zu vergessen, ist auf jeden Fall schwer. Aber glaubt mir, dass man sich ununterbrochen damit beschäftigt, wird mit den Jahren immer weniger. Auch die Arztbesuche werden entschieden weniger.
    Ich habe für mich die Erfahrung gemacht, wie sehr die Krankheit einen weiter beschäftigt, ist zwar auch Typsache, Aber ich glaube, man kann auch selbst etwas tun. Ich habe versucht, so weit es ging, meine Einstellung zum Leben zu überprüfen und z. B. zu akzeptieren - das klingt jetzt vielleicht etwas abgedroschen - dass Leben Veränderung ist und dass darin aber auch neue Chancen zu sehen sind.

    @Schuhkarton.
    Was die Lymphe betrifft, stimmt vieles von dem, was Du schreibst. Ich habe ein Ödem und gehe regelmäßig zur Drainage, aber besonders schonen tue ich den Arm nicht und das führt auch nicht zur Verschlechterung.
    Soweit mir bekannt, gibt es da auch neuere Erkenntnisse, wie z. B. hier beschrieben:
    Brustkrebs: Krafttraining kann Lymphödem vorbeugen
    Ich denke, es war eine gute Entscheidung von Dir, zu einem Spezialisten zu gehen und hoffe, der ist auf dem neuesten Stand, was viele Allgemeinärzte sicher nicht sind.
    Liebe Grüße Lythande
    Wenn Du in die Sonne siehst, liegt der Schatten hinter Dir
    Es gibt keinen Fahrstuhl zum Glück, Du musst die Treppe nehmen (Werner Bethmann). ▬|████|▬


  8. Avatar von Schuhkarton
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    AW: Ein Leben nach der Diagnose - Brustkrebs

    Ich bin heute, was wirklich schon ewig nicht mehr vorkam, etwas nah am Wasser gebaut.
    Ansonsten bin ich eigentlich gut drauf und versuche alles nicht so dicht an mich rankommen zu lassen. Ich bin noch am Start sozusagen und alles ist "eigentlich" gut.

    zu dem Thema Lymphe: Mir wurde der worst case vorausgesagt, dicker Arme / Hand und bis zum Ende aller Tage ein Strumpf tragen. Am Anfang war ich sehr erschrocken mit der Diagnose, eingetreten ist nichts und auch mit dem Strumpf hätte ich Leben können. Man findet sich ja mit so vielen ab. Vielen Dank für den Link, ich gehe ihn gleich lesen.

  9. Avatar von Neugierde11
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    AW: Ein Leben nach der Diagnose - Brustkrebs

    Hallo ihr Lieben,
    Erst mal zum Thema Lymphödem Arm: hatte ich, auch mit Strumpf tragen inclusive Handschuh. Nach einem guten Jahr und bravem tragen hat sich das Lymphödem wieder verkrümelt. Also auch das gibt es!

    Ich denke eigentlich nicht bei jedem Aua gleich an Krebs. Muß aber sagen, dass jeder Arzt wegen der Vordiagnose gleich in diese Richtung schießt. Zb ich gehe wegen Knieschmerzen zum Orthopäden und seine erste Aussage nach Röntgen ist: keine Sorge, kein Krebs. An das hätte ich gar nicht gedacht !

    Jetzt auch wieder der Zahnarzt sieht eine komische Stelle am Gaumen und trotz meiner Erklärung dass ich mich da vor Kurzem verbrannt hatte , kommt sofort die Aussage dass es auch Krebsvorstufe sein könnte. Grrr..... jetzt am 5. Kontrolltermin. Wenn das jetzt weg ist, werde ich mit dem schon nochmal ernst sprechen! Ebenso Blutkonzerolle und ein Wert erhöht und schon werde ich zum Knochenszinti geschickt.

    Ja , ich weiß schon dass es evtl besser ist zu kontrollieren, aber doch nicht bei jedem Kleckerli. Das nervt gewaltig. Am Besten gar nimmer zum Arzt gehen
    am morgen ein Joint und der Tag ist dein Freund
    Neugierde11


  10. Registriert seit
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    AW: Ein Leben nach der Diagnose - Brustkrebs

    Meine Mum leidet am 3- fach negatvem Mamma Karzinom bis hin zu Fernmetastasen...

    Das beschreibt unser Leben gerade :


    Es passiert immer wieder; beinahe jedes mal wenn wir uns sehen.
    In solchen Momenten in denen wir aufbrechen wollen und sie sich vollkommen unbeobachtet fühlt.
    Sie zieht ihre Jacke an und ich meine.
    Ihre Augen allerdings schauen nicht auf ihren Reißverschluss oder folgen dem Griff zu ihrer Tasche sondern sie konzentrieren sich allein auf mich.

    Sie merkt es nicht einmal.

    Wir stehen hintereinander auf der Rolltreppe im Kaufhaus und reden gerade noch über eine neue Jacke für meinen Neffen.
    -Kurze Stille –
    Ich schaue nach rechts und links, fasziniert von der bunten Kaufhauswelt in der Vorweihnachtszeit –Alles bunt und um unsere Aufmerksamkeit buhlend- doch ihre Augen bleiben allein auf mich gerichtet.
    Sie ist so fokussiert und doch abwesend.
    Auf mich wirkt sie wie gerissen aus Raum und Zeit.
    Die Sekunden sind so intensiv, dass Worte kaum taugen um sie zu beschreiben.
    Ihr Blick haftet an mir.
    Sie mustert mich. Fasziniert gleitet ihr Blick auf meine roten Haare, entlang meiner Nase, meiner Kontur und endet schließlich in meinen tief blauen Augen, die sie mir geschenkt hat.

    Ich weiß, dass sie hart kämpft um hier zu sein. Bei mir; nicht nur bei mir; aber bei mir.
    Sie merkt nicht wie ihre Augen genau in meine schauen und Sekunden verweilen.
    Ich wünsche mir so sehr, dass die Zeit hier stehen bleibt.
    Es gibt nichts was ich mehr brauche als Sie und dieses Gefühl, dass mich mein Leben lang schon begleitet. Schon in ihrem Bauch hat sie nichts und niemanden mehr geliebt als mich.
    Wir waren doch immer zusammen, zwar nicht am selben Ort und doch verbunden.
    Wir haben uns geholfen und einander Licht und Freude in jedem neuen Tag geschenkt. Wir haben gestritten, so viel gestritten, auch mit den anderen beiden, unfassbar wie viel wir wohl gestritten haben.

    Sie schaut mich so zufrieden an. Als wäre sie stolz? Stolz weil sie sich und meinen Dad auf den ersten blick in mir wieder findet?
    Jede Phase meines Körpers, jedes rote Haar auf meiner Haut spürt diese Liebe und so intensiv sie ist, umso intensiver ist der drohende Verlust.

    -Nun ist sie seit zweieinhalb Jahren krank
    - Halbzeit –
    -Das 5 jahresüberleben ist äußerst kritisch-
    Sie und Ich wissen das.
    Doch für diese wenigen Sekunden ist es uns beiden gelungen zu vergessen;
    vergessen was uns jeden Tag, seit jenem Mittwoch Abend der Diagnose begleitet.
    Wir gehen von der Rolltreppe und ich wünsche mir, dass die Zeit stehen bleibt und wir einfach nur zusammen sein können.

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