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  1. Registriert seit
    29.01.2017
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    AW: Und plötzlich ist man krank...

    Ich zahle pro Taxifahrt 80 Euro, ausgehandelt mit dem Unternehmen


  2. Registriert seit
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    AW: Und plötzlich ist man krank...

    Guten Morgen zusammen,

    nachdem wir gestern bis spät in die Nacht telefonische Krisengespräche mit der Verwandtschaft geführt haben, habe ich heute den ganzen Morgen am Telefon verbracht, um weiterführende Informationen zu erhalten.
    PKV und Beihilfe zahlen jetzt ggf doch die Taxikosten. Ich soll mir die vom Doc verschreiben lassen, alles einreichen und dann würde man sehen, was gezahlt wird. Ob nur zur Chemo oder auch zu den notwendigen Voruntersuchungen/Nachuntersuchungen, konnte man mir jetzt noch nicht so sagen.
    Warum das in einem Krankenhaus nicht flotter geht, ist mir auch ein absolutes Rätsel. ggf sollte ich mal nachfragen, ob und wo ich das ausgliedern kann, sodass die einfach die Laborwerte dorthin schicken. Bei meinem Hausarzt kann ich das jedenfalls vergessen, der hat kein eigenes Labor...

    Die guten Haare, sind momentan so eine Sache für sich. Ich habe mich auch schon gefragt, wie sinnvoll es ist, mit normaler Haarpracht Perücken zu testen. Ich stelle mir das etwas vor wie im Schuhladen, wenn man beim Anprobieren die Socken anlassen muss. Ob da wirklich nichts drückt und rubbelt sieht man dann leider oft erst zuhause nach Kauf und ohne Socken.
    Andererseits dauert die Herstellung ja auch etwas, sodass einem schon empfohlen wird, sich vorher drum zu kümmern.


    Schlimmer ist die ganze Situation hinsichtlich Kinderwunschmaßnahmen. Das hat uns gestern einfach unglaublich fertig gemacht alles. Viele von euch mussten sich glücklicherweise nicht noch zusätzlich damit rumschlagen. Den Stress, den man alleine durch diese Entscheidung hat,kann nieand gebrauchen.
    Mehrere tausend Euro ausgeben für eine Maßnahme, mit der eine Schwangerschaft nicht garantiert werden kann? Denn meine Krankenkasse zahlt nicht dafür. Weil ich jung und hinsichtlich der Frurchtbarkeit zum momentanen Zeitpunkt gesund bin. Wäre ich 38 und hätte mein Leben mit Reisen, Karriere und Hobbys vebrracht und dabei meinen Kinderwunsch aus den Augen verloren, jetzt aber akut den Wunsch, dem Storch helfend unter die arme zu greifen, bekäme ich einen Großteil der Behandlung bezahlt. Mit 26 soll ich warten, bis durch die Chemo meine Organe und Eizellen kaputt sind. Danach würde man mir die Behandlung auch bezahlen. Hat man mir so am Telefon eben mitgeteilt seitens der PKV. Ich solle mich in ein paar Jahren melden, wenn es mit den Kindern nicht klappt und nach ein paar Voruntersuchungen zahlt man mir die Behandlung, die dann ggf zu spät kommt. Applaus Applaus für unser Gesundheitssystem.
    Ziel war es, möglichst schnell dem Krebs den Kampf anzusagen und dann hoffentlich ein gesundes und glückliches, langes Leben zu führen. Jetzt müssen wir uns mit Dingen beschäftigen und Entscheidungen treffen, die in unserem Alter und in unserer Situation kaum zu treffen sind. Die Zeit sitzt uns im Nacken und das wissen auch die Kinderwunschzentren. Ein böses Spiel mit den Ängsten von eh schon vom Schicksal bestraften Leuten, bei dem niemand auch nur in irgendeiner Form am Wohlergehen der Patienten, sondern ausschließlich am Überweisungsbetrag auf dem Konto interessiert ist.
    Ob das alles so für die Gesundheit förderlich ist, wage ich mehr als zu bezweifeln...
    Geändert von Kathikind (27.06.2017 um 11:01 Uhr)


  3. Registriert seit
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    AW: Und plötzlich ist man krank...

    Ich hatte eine Cool-Cape. Bin jetzt dauernd unterwegs und schreibe über meiner Erfahrung morgen.


  4. Registriert seit
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    AW: Und plötzlich ist man krank...

    Mein Hausarzt hat auch kein Labor. Er nimmt morgens Blut ab, macht daraus einen Notfall und am Nachmittag sind die Werte da und werden zur onkologie gefaxt. Sind die Werte zu schlecht, spare ich mir die Taxifahrt. Für die Taxifahrten erhältst du einen beförderungsschein vom Arzt. Meiner gilt für drei Monate wöchentlich.
    Lg Kerstin

  5. Avatar von Penny62
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    AW: Und plötzlich ist man krank...

    Oh dann drücke ich dir die Daumen, dass du alles erstattet bekommst. Vielleicht hast ja Glück.
    Meine KK und Beihilfe haben zu unseren Privatfahrten was dazu bezahlt. Aber wie gesagt, wir konnten das zum Glück anders lösen.

    Die Perücke habe ich auch nach meinen Haaren machen lassen. Da geht alles. Bei mir fiel das auch gar nicht auf.
    Dafür jetzt😏
    Erst hatte ich lange schwarze Haare (gefärbt) und jetzt kurze Graue. Färben will ich noch nicht.
    LG Penny62

  6. Avatar von Kathamarie
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    AW: Und plötzlich ist man krank...

    Zitat Zitat von lythande Beitrag anzeigen
    Liebe Kathikind,
    Was die Kühlhaube betrifft, meine ich, dass letztens hier jemand Erfahrungen damit gesammelt hat. Vielleicht meldet(n) sich die Betroffen(e) noch hier.
    Ich glaube, das war Lenuschi
    Grüße von Kathamarie


  7. Registriert seit
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    AW: Und plötzlich ist man krank...

    Entschuldigen meine lieben Mitstreiterinnen. Ich arbeite zu viel und habe zu wenig Zeit zum Schreiben. Lesen tue ich meistens im Tram.

    Ich habe so eine Kappe. Die Prozedere war nicht besonders unangenehm. Es drückte etwas und war kalt. Bei mir das Problem war zu viel Haare. Ich habe es nicht geschafft sie richtig nass zu machen ... Ich habe deswegen etwa die Hälfte meine Haaren verloren. Aber ich hatte SEEHR viel Haare!!!

    Ich kenne aber die Frauen, welche fast nicht verloren haben.

    Jetzt zur Angst von Kopfmetastasen. Ich habe mehrere Ärzte und Betreuer gefragt. Alle haben mir gesagt, dass es keine Indizien und Beweise dazu gibt's. Sie haben noch sogar ermutigt die Kappe zu benutzen.

    Ich habe immer gesagt und gedacht, dass meine Haare in Anbetracht von Krebs mir egal sind. Das war eine selbst-Lüge. Al ich erste Haarbuschen in Hand hatte, habe ich wie ein verletzen Tier geheult und getobt. Aber auch das kann man überleben.

    Ich war nie kahl. Die Frisur, welche ich hatte, ist für manche Leuten ganz normale Frisur. Für mich war sie nicht normal :), sondern sehr bedürftig. Jetzt habe ich schwarz-graue dichte Haaren und sie wachsen .... .

    Noch etwas zu Gefahr von Metastasen. Dann wäre es auch gefährlich die Hände und die Füsse zu kühlen ?!


  8. Registriert seit
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    AW: Und plötzlich ist man krank...

    Danke für eure vielen nützlichen Tipps und Hinweise.
    Ich habe den ganzen Tag wieder nur mit Telefonaten verbracht, mir Gedanken über mögliche Kinder wünsche um die Kosten dafür zu machen und mich zu fragen, wo ich die Therapie mache.
    Im Krankenhaus (Onko-Ambulanz) sind es tatsächlich ausschließlich mehrere Zweierzimmer. Kann lustig werden, oder auch nicht. Dafür ist mir da beim Gespräch einiges heute sauer aufgestoßen. Im Rahmen der ggf stattfinden Eizellenentnahme würde eine kurze Narkose notwendig werden. Meine Idee war: während des Nickerchens ließe sich ja ggf auch der Port setzen. Antwort Onkologie: nö, machen die nicht. Ein Port wäre nicht so schlimm, am an möge sich nicht so anstellen. Es Gibt ne örtliche Betäubung und sonst nix.Mein Einwand, dass ich mehrfach gelesen habe, dass das trotzdem unangenehm sein solll, wurde einfach abgebügelt. Das würde so nicht stimmen, das könne gar nicht weh tun. Aha, dann lügen die Leute also alle...
    Dafür war mein Frauenarzt, der aufrund einer Zusatausbildung quasi auch als niedergelassener Onkologe agieren darf (das dürfen wohl nur sehr wenige in NRW) sehr bestürzt darüber, dass man mir in der Onko-Ambulanz von einer Therapie in seiner Praxis abgeraten hat. Seit 15 Jahren würde er regelmäßig in Kooperation mit dem Krankenhaus (Brustzenrrum) die Chemotherapien betreuen. Die Kollegen aus der Onko-Ambulanz kennt er alle (auch die Ärztin, die mir davon abgeraten hat). Er war sehr verwirrt über ihre ablehnende Haltunf und hat versichert, die Therapie genau so zuverlässig abzuhalten, die die Onko-Ambulanz es tun würde.
    Morgen hol ich mir nochmal Infos vom Brustzentrum und entscheide dann.



    @lenuschi:
    Danke für deinen Erfahrungsbericht. Schade, dass es bei dir nicht in dem Umfang geklappt hat, den du dir gewünscht hast. Umso meher freut es mich, dass du heute wieder tolle Haare hast.
    Ich habe mich schlussendlich dagegen entschieden, es zu versuchen. Oberstes Ziel ist es für mich, jeder noch kleinen Krebszelle die Hölle heiß zu machen. Sicher, es gibt keine gesicherten Erkennnisse dazu und ich hoffe inständig, dass du und niemand sonst von uns mit Kopfhautmetastasen oder sonstigen üblen Geschichten jemals Kontakt haben wird.
    Aber mit dem Wissen im Hinterkopf käme ich wohl nicht klar. Wenn was sein sollte, dann möchte ich reinen Gewissens sagen können, dass ich mein aller Bestes gegeben habe.
    Und ich für meinen Teil könnte mir das selber nicht verzeihen, "nur"
    (das klingt jetzt doofer, als es gemeint ist) aus Eitelkeit mir ggf noch mehr Probleme verursacht zu haben.
    So bin ich nun mal, da kann ich nicht aus meiner Haut raus. Und wenn es nur 0,0001% Rückkerchancen sind, die ich dem Krebs-Teufel dadurch nehme, dann hat es sich gelohnt. Diese 0,0001 Prozent erkämpfe ich mir und opfere dafür zur Not meine geliebten Haare (und glaub mir bitte: je länger ich drüber nachdenke, desto mehr liebe ich sie).
    Meine Wahl, nicht seine Wahl. Er nimmt mir schon mehr als genug weg. Die Kühlung von Händen und Füßen wird ggf medizinisch notwendig. Das ist für mich daher ein etwas anderer Denkansatz.
    Ich wünsche dir von Herzen alles Gute, deine Worte haben mir sehr weiter geholfen bei meinem Entschluss ♡

  9. Avatar von Neugierde11
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    1.923

    AW: Und plötzlich ist man krank...

    Aus meiner Erfahrung kann ich dir sagen, die Port OP ist echt easy! Ich bin selber ins KH gefahren und hab mir das nur unter örtlicher Betäubung ( auch ohne diese Beruhigungsspritze wegen Auto fahren/ ich weiß das hätte ich nicht gedurft, war mir aber wurscht). Das hat so eine halbe Stunde gedauert und dann noch eine Stunde liegen mit einem Säckchen drauf und dann bin ich wieder heimgefahren . Das war auch gut für mich machbar. Danach auch keine Schmerzen oder so. Also es geht auch einfach und gut !! Null Schmerzen null Problemo
    am morgen ein Joint und der Tag ist dein Freund
    Neugierde11
    Geändert von Neugierde11 (27.06.2017 um 19:18 Uhr)

  10. Avatar von cocolin
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    AW: Und plötzlich ist man krank...

    Hey Kathi,
    das ist so typisch. Selbstverständlich geht das, dass man den Port mit der Eierstockgeschichte gleichzeitig macht. Kenne welche bei denen es so gemacht wurde. Die haben nur keine Lust das zu organisieren, weil dann ja der gyn. und der Thoraxchirurg gleichzeitig antanzen müssen. Versuch auf den Tisch zu hauen. Ich weiß von einigen wo es dann doch ging. Und wenn irgendeine Chance besteht den Port unter Vollnarkose zu machen, mach es unbedingt. Die Portimplantation war mit Abstand die schmerzhafteste Op die ich hatte.

    Lass dich nicht abwimmeln. Die Krankenkassen zahlen leider auch nicht unbedingt im Anschluss die künstliche Befruchtung. Bin ja grad in KiWu-Behandlung. Diese Woche habe ich eine Bauchspiegelung zum Ausschluss von Endometriose oder verklebten Eileitern. Wenn das bei uns nicht die Ursache für die Kinderlosigkeit ist, bleiben wir ohne Diagnose. Angeblich hätte die Chemo meine Eizellreserven nicht zerstört. Ich hätte noch ganz viele laut Hormontest. Keine Ahnung. Mein Arzt hat damals gesagt, er hätte so viele Frauen erlebt die nach der Chemo Kinder bekommen hätten. Leider kenne ich die nicht. Aber ich habe ihm vertraut. Hoffe sehr, dass es einen anderen Grund dafür gibt, dass es bei uns nicht klappt. Ich wäre froh wenn bei der Untersuchung etwas gefunden würde. Es wäre eine Erklärung. Sonst muss ich davon ausgehen, dass es an der Chemo liegt... Abwarten.
    Ich wünsche dir, dass du eine Entscheidung treffen kannst, mit der du dich gut fühlst und drücke die Daumen, dass das ganze Kinderwunschprozedere nie auf euch zukommen mag.

    Toitoitoi!

    xoxo
    cocolin

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