Ich habe mich auch für Ende Oktober angemeldet. Da sollen meine Augenbrauen etc. sich verabschiedet haben. Nur ein Wermutströpfchen Kurs ist am Donnerstag und am Dienstag habe ich die letzte Chemo. Ich weiss nicht, ob ich fit genug bin. Aber es gibt noch ein Kurs in November. Ich kann dann umbuchen.
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28.09.2016, 11:24
AW: Schicksal kann echt hässlich sein...
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28.09.2016, 22:30
AW: Schicksal kann echt hässlich sein...
Ganz waren meine Augenbrauen und Wimpern nicht weg. Ich habe mich trotz Chemo IMMER geschminkt. Also nur wenn ich raus gegangen bin. Zu Hause nicht.
Leider gab's in der Zeit keinen Schminkkurs bei uns. Ich schau da im November vorbei. Soll auch lustig sein.😀
Das tut der Seele gut. Mal Lachen.LG Penny62
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09.01.2017, 22:49
AW: Schicksal kann echt hässlich sein...
Hallo ihr Lieben!
Mensch, ich war lange nicht hier, das tut mir leid :( Aber ihr wisst ja, wie das ist. Der Alltag, sei er denn noch so kaputt und pausiert, hat einen fest im Griff.
Ich ziehe mal ein Resümee:
Am 19.09. erste Chemorunde, danach im zweiwöchigen Takt weiter. 4 Runden EC überstand ich, jedoch überkam mich nach der 2. Runde Fieber und ich landete knapp eine Woche im Krankenhaus.
Nach den 4x EC begann dann Docetaxel. Erste Runde ganz gut verkraftet, und nach der 2. Runde ereilte mich auch hier wieder das Fieber. Am 28.12. kam ich in die ZNA, dort Antibiose, nächsten Tag ins andere KH umverlegt, Antibiose weiter, aber die gesamte Atmosphäre und die Zustände dort waren für meine Psyche katastrophal und so wurde ich mit einer großen Menge Antibiotika entlassen. Knapp 24 Stunden später war das Fieber wieder da. Also wieder ins Krankenhaus, aber diesmal in meine "Lieblingsklinik", wo ich sofort ein Einzelzimmer bekam und in aller Ruhe eine Woche körperlich und vor allem seelisch genesen konnte. Leider war einige Tage von Bluttransfusion die Rede, mein Hämoglobin ist sehr niedrig. Aber meine Werte schienen wieder zu steigen und seit 06.01. bin ich wieder daheim.
Heute zur Blutbildkontrolle beim Onkologen gewesen und wurde verabschiedet von der Helferin mit "passen Sie ganz, ganz doll auf sich auf, Ihre Werte sind katastrophal! Sobald Sie Fieber kriegen, kommen Sie sofort her!" Und meine beiden Ärzte möchten nun, dass ich erst die Bestrahlung mache und die beiden fehlenden Chemorunden im Anschluss. Das hat mich irgendwie total niedergeschmettert, ich fühle mich durch meinen dummen Triple-negativ eh schon so "bedroht" und mein Körper findet die Chemos allesamt irgendwie nicht sonderlich witzig. Wobei meine Ärztin heute meinte, vielleicht schlummere in mir ein eiternder Zahn oder so. Ich weiß davon aber nix, müsste da doch was merken? Und sofort schoss mir sowas wie "oh Gott, vielleicht ist der Krebs im Kopf oder Unterleib oder so" durch den Kopf. Vielleicht dumme Gedanken, aber mein Körper scheint total mitgenommen von allem. Dabei fühle ich mich so GUT seit dem Krankenhaus.
Es deprimiert mich aktuell alles sehr. Meine kleine Tochter geht seit Anfang Dezember nicht mehr in den Kindergarten, wollte lieber bei Mami sein. Langsam würde sie nun doch gerne wieder hin, aber ich muss es ihr verwehren. Noro oder ein leichter Infekt würden ausreichen, um mich wieder komplett auszuknocken.
Jetzt habe ich bis 23.01. "Urlaub", denn da ist erst der Termin zur Bestrahlungsbesprechung. Bis dahin kann ich nur hoffen, dass das Fieber fern bleibt und meine Werte sich etwas erholen. Und mein Körper wird nun denken "juchuh, geschafft", meine Haare werden wieder anfangen zu wachsen, um in einigen Wochen wieder eins drauf zu bekommen. Durch meinen Blog habe ich einige nette Leute kennengelernt und so konnte mich eine liebe Krankenschwester, deren Mann in der Strahlentherapie arbeitet, zumindest etwas beruhigen, dass so ein Vorgehen nicht allzu selten ist, man würde halt immer gucken, was dem Patienten gut tut und wir lassen ja keine Chemo aus, sondern hängen sie hinten dran.
Ich wünsche euch alles Liebe und hoffe, es geht euch allen gut! Passt auf euch auf!
Eure (Che-) Monica aka Naaane
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09.01.2017, 23:03
AW: Schicksal kann echt hässlich sein...
Hallo Naane, schön von Dir zu hören!
Haben die im Krankenhaus dein Blut untersucht auf Bakterien/ Keime? Ich war 2mal mit Fieber im KH, und beide Male war mein Hilfsmittel (Port und Schlauch) infiziert, dies wurde durch Blut aus Port / Schlauch und Blut aus der Vene welches dann nach Leverkusen eingeschickt wurde bestätigt. Allerdings bin ich mir nicht sicher ob das Fieber nicht von alleine weg wäre mit Antibiotika, da meine Blutwerte zu dem Zeitpunkt auch sehr tief waren. Und beim Extrahieren von Hilfsmittel war keinerlei Infizierung sichtbar.
Ich fände es auch nervig die Chemo zu unterbrechen, einfach weil es sich dann noch nicht fertig anfühlt. Auf der anderen Seite, möglicherweise für die Krebszellen genau das richtige! Kurze Pause und noch eins überziehen!
Dann wünsch ich dir für die Bestrahlung alles Gute!
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09.01.2017, 23:13
AW: Schicksal kann echt hässlich sein...
Hallo Vael!
Ja, im ersten KH, wo ich am 28.12. rein kam, wurden Blutkulturen angelegt, diese waren steril. Und im KH, wo ich zuletzt war und eine Woche lag, wurden auch noch mal zwei Blutkulturen angelegt, aber war auch nix gewachsen. Also da gab es keine Ursache, Port scheint keimfrei. Zumindest haben wir herausgefunden, dass mein Porti im Liegen richtig gut Blut gibt. Im Sitzen war schon nach kurzer Zeit nix mehr gekommen.
Lieb von dir, danke! Genau, ich brate dem Krebs noch mal eins über, wenn er meint, sich in Sicherheit zu wägen :P
Ich habe auch das Gefühl, als hätte ich ganz viele Erinnerungslücken, geht es euch ähnlich? Mein Sohn wird in drei Tagen schon ein halbes Jahr alt, und ich habe das Gefühl, als hätte ich total viel verpasst :-(
Viele Grüßlis!
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10.01.2017, 06:19
AW: Schicksal kann echt hässlich sein...
Geht mir auch so leider. Als ich dein Posting sah, war ich erstaunt, dass du im September das letzte mal geschrieben hattest, es kam mir selbst noch gar nicht so lange vor. Ich habe selbst das Gefühl die letzen 8 Monate in einer Art Tran oder Blase gelebt zu haben, so viel Zeit ist verstrichen und unterm Strich soviel nicht passiert, außer Behandlung und Op.
Aber mit 6 Monaten ist dein neuer Kleiner ja noch nicht so alt, als dass du nicht wieder einsteigen könntest und GANZ dolle viel mitbekommst :)
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10.01.2017, 09:52
AW: Schicksal kann echt hässlich sein...
Hallo Naane, schön, von dir zu lesen. Da hast du ja die letzten Monate einiges mitgemacht. Wegen der Unterbrechung der Chemo würde ich mir keine zu großen Sorgen machen. Wenn von den Ärzten gesagt wird, dass das Gift erst nach 1 1/2 bis 2 Jahren aus dem Körper draußen ist, dürfte eine Unterbrechung von einigen Wochen wohl nicht so viel ausmachen.
Wünsche dir, dass deine Blutwerte sich schnell normalisieren.
Alles Gute undLiebe Grüße
Melina1
Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen
(Guy de Maupassant)
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10.01.2017, 10:13
AW: Schicksal kann echt hässlich sein...
Hallo Naaane. Ich habe mich schon gefragt, wie es dir gehen mag. Schön das du dich meldest.
Meine Blutwerte waren auch einmal sooooo weit runter, dass ich nicht raus durfte, keiner durfte mich besuchen, selbst mein Mann durfte mir nicht zu nahe kommen. Wir mussten ständig alles im Haus desinfizieren, und ich sollte mich nicht erkälten oder anders krank werden. Ja das war hart an der Grenze bei mir.
Ich habe aber keine kleinen Kinder wie du. Die Kinder bringen viel mit. Gerade von der Kita. Ich würde versuchen, so oft es geht die Hände deiner Kinder und auch deine zu desinfizieren. Du kannst die Keime nicht verhindern aber vermindern.
Da hast du ja ganz schön was geschafft.
Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg, und melde dich wieder mal ☺LG Penny62
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09.04.2019, 15:03
AW: Schicksal kann echt hässlich sein...
Hallo ihr Lieben!
Mensch, sooo lange ist das schon wieder her, dass ich mich hier gemeldet habe. Aaaaber: Ich will Mut machen :)
Inzwischen ist so einige Zeit ins Land gestrichen und ich bin - auf meinen Holzkopf klopf - weiterhin krebsfrei. Und am 30.04. gehe ich einen - für mich - entscheidenden Schritt. Der letzte sozusagen, der mit diesem Thema zusammenhängt: Ich lasse Porti gehen. Zugegebenermaßen auch nur, weil er heute beim Spülen herumzickte und man mir nahelegte, ihn nun gehen zu lassen nach 2,75 Jahren.
Also fasse ich meinen Mut zusammen und lasse ihn frei. Ich hoffe, ich darf ihn als Erinnerung behalten. Mein ehemaliger Onkologe wird den Eingriff durchführen.
Ansonsten stehe ich wieder vollkommen im Leben. Klar gibt es Tage, an denen alles total - Pardon - scheiße ist und die Tränen fließen, weil man sich seines "Angezähltseins" wieder mal allzu deutlich bewusst wird. Aber so genießt man das Leben einfach noch mal ganz anders. Man erfreut sich an blühenden Pflanzen, schätzt die Sonne mehr, freut sich über kleine Dinge des Lebens. Und ich habe einen tollen Ehemann und zwei gesunde Kinder. Meine Tochter, inzwischen ein fleißiges Schulmädchen, mein Sohn, eine anstrengende Blubberbacke von eben auch schon 2,75 Jahren. Und die Drei liebe ich über alles und hoffe, meine Mäuse noch weiterhin aufwachsen zu sehen.
Meine Psychologin lacht mich übrigens bis heute aus: Ich sei die allererste, die sie kennt, die ohne jegliche Spuckerei jemals durch eine Chemo ist. Bei meiner Phobie nehme ich das als absolutes Kompliment
Allen (ehemals) Betroffenen wünsche ich alles, alles erdenklich Gute! Vergesst nie, wie viele Kräfte in euch schlummern.
Diagnose Brustkrebs 11.07.2016
G3, triple negativ, 2,5 cm, 4/10 befallene Lymphknoten etc.
Geburt meines (geburtsreifen und gesunden) Sohnes 12.07.2016
Chemo: 4x EC, 2x Docetaxel, Bestrahlung, 2x Docetaxel
Erste Chemo EC 19.09.2016 (Geburtstag meiner Tochter)
Spuckfrei 2001 bis 05.07.2019 (Ex-Emetophobikerin)
05.07.2019 Kraniotomie (Hirntumor rechtsfrontal, Metastase), auf der Suche nach einem möglichen Primärtumor... Bisher Staging komplett befundfrei
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09.04.2019, 17:06
AW: Schicksal kann echt hässlich sein...
Das ist wunderschön sowas von dir zu hören.
Bei mir sind es 3 Jahre und fast 4 Monate her. Nach leichten Startschwierigkeiten stehe ich auch wieder voll im Leben. Ich denke mehr an mich, dass habe ich gelernt! Ich gehe nur noch 6 Std arbeiten und mach 3 Tage Homeoffice. Auch wenn es manchen nicht gefällt. Das stört mich nicht. Ich muss an mich denken! Ich erfreue mich auch an der Natur. Liebe das Frühjahr und erfreue mich gerade an den neu kommenden grün. Ich liebe das LEBEN. Und......ich genieße es mehr!
Mein Mann und mich hat die Krankheit NOCH mehr zusammen geschweißt. Das sagen wir uns IMMER wieder.
Da kann ich dir folgen.
Ich wünsche dir ALLES ALLES erdenklich Gute. Genieß das Leben und deine Famile.
Liebe Grüße von Petra 🙋*♀️LG Penny62


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