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  1. User Info Menu

    Gestern Diagnose erhalten...

    Hallo
    Ich bin 32 Jahre, habe eine 10 jährige Tochter und lebe aktuell in Scheidung. Seit Januar diesen Jahres habe ich wieder einen neuen Lebenspartner. Gestern habe ich die Diagnose Brustkrebs erhalten. Ich kann noch nicht sagen in welchem Umfang oder wie "schlimm" es tatsächlich ist. Freitag habe ich ein Termin im Brustkrebs Zentrum in Hamburg eppendorf. Ich kann gar keinen klaren Gedanken fassen. Es ging alles so schnell. Montag zu meiner Gynäkologie wegen einem selbst ertastenen Knoten, dann sofort zum stanzen, Mittwoch zur Mammographie und sonografie. Ich komm gefühlsmäßig gar nicht mehr hinterer. Wenn ich alleine heule ich die ganze Zeit. Vor der evtl anstehenden op habe ich gar nicht so sehr angst. Eher vor der Chemotherapie und was damit alles verbunden ist.

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    AW: Gestern Diagnose erhalten...

    Hallo SGW83
    das tut mir sehr leid für dich :-(!

    Es gibt irgendwo hier ein Thread, wo Frauen mit der gleichen Diagnose darüber "schreiben" und sich austauschen und mut machen. Vielleicht hast du den ja schon gefunden?!
    Kann ich dir nur empfehlen

  3. Moderation

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    AW: Gestern Diagnose erhalten...

    Liebe SGW83
    herzlich willkommen bei uns, auch wenn der Anlass hier zu schreiben, kein schöner ist.
    Das ganze Brustkrebsforum ist zum Austausch und es gibt neben persönlichen Threads wie Deinem, auch welche mit allgemeinen Themen. Wenn Du magst, schau Dich mal um, aber das hat Zeit. Jetzt musst Du Dich erstmal sortieren. Es schreiben hier übrigens auch einige Frauen in Deinem Alter. Die Diagnose war für alle von uns ein Schock. Dass da die Gefühle erstmal Achterbahn fahren, ist normal.
    Zunächst: Brustkrebs ist heute gut heilbar. Die erste Zeit nach der Diagnose ist oft die Schlimmste. Wenn Du den Feind erstmal kennst, wird es besser. Die OP ist wirklich nicht so schlimm. Die Chemotherapie fordert einen schon, aber sie ist schaffbar. Aber warte erstmal ab; denn ob Du überhaupt eine Chemo benötigst, hängt von vielen individuellen Faktoren ab.
    Und ich würde Dir raten, nicht zu viel zu googlen, insbesondere solange Du nichts Genaues weisst. Frag lieber hier. Hier ist meist jemand der zuliest, auch wenn nicht immer sofort geantwortet werden kann.
    Alles Gute für Dich.
    Liebe Grüße Lythande
    Wenn Du in die Sonne siehst, liegt der Schatten hinter Dir
    Es gibt keinen Fahrstuhl zum Glück, Du musst die Treppe nehmen (Werner Bethmann). ▬|████|▬


  4. Inaktiver User

    AW: Gestern Diagnose erhalten...

    "gestern Diagnose erhalten..." = heute den Kampf aufgenommen!

    Toi, toi, toi!

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    AW: Gestern Diagnose erhalten...

    Danke, ich bin sehr gespannt auf den Termin morgen. Die Hoffnung auf eine unkomplizierte Therapie stirbt zuletzt.😎

    @Parthenope: ich habe dein Tagebuch gelesen. Ich finde dich bewundernswert. Hoffentlich kann ich auch so humorvoll mit dem Thema umgehen. Es muss erstmal sacken.

  6. Inaktiver User

    AW: Gestern Diagnose erhalten...

    Zitat Zitat von SGW83 Beitrag anzeigen
    .... Es muss erstmal sacken.
    Das war bei mir nicht anders, auch wenn ich aufgrund meiner familiären Vorgeschichte sofort gewusst habe, was auf mich zukommt, als ich die "Einziehung " an der Unterseite meiner Brust gesehen habe.

    Da Krebs bei uns quasi zur Familie gehört, bin ich nicht in Panik geraten, sondern war in erster Linie genervt davon. Und das bin ich heute noch, wo ich jeden Tag ins Krankenhaus zur Bestrahlung fahren muss (und damit fast "fertig" mit der Behandlung bin).

    Brustkrebs ist kein Todesurteil, sondern eine Kampfansage.

    Nimm dir ein Nudelholz und dann gib ihm Saures! ═╣▓▓▓▓▓▓╠═ Ich halte dir alle Daumen.

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    AW: Gestern Diagnose erhalten...

    Ist die Behandlung denn immer gleich? Op, Chemotherapie und Bestrahlung?! Wie lange kämpfst du jetzt? Von der Diagnose bist jetzt.

  8. Moderation

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    AW: Gestern Diagnose erhalten...

    Nein, die Behandlung ist - außer der OP - nicht immer gleich, sondern bestimmt sich nach Größe und Aggressivität des Tumors und anderen Kriterien. Wie geschrieben, ist eine Chemo nicht immer nötig und auch die Bestrahlung nicht, wenn nicht brusterhaltend operiert werden kann. Teilweise wird auch zunächst die Chemo gemacht und dann operiert.
    Liebe Grüße Lythande
    Wenn Du in die Sonne siehst, liegt der Schatten hinter Dir
    Es gibt keinen Fahrstuhl zum Glück, Du musst die Treppe nehmen (Werner Bethmann). ▬|████|▬


  9. User Info Menu

    AW: Gestern Diagnose erhalten...

    Liebe SGW83!
    Ja, es ist hart. Und ja, frau hat einen Grund zum Heulen. (jetzt muß ich grinsen, weil der schwarzhumorige Clown in mir sagt: 'oder zwei?' - ich bitte um Entschudigung für ihn / sie, das Geschlecht ist noch nicht abschließend geklärt) aber das ändert sich auch wieder, wenn Du Informationen hast.
    Jedem Rat NICHT im Internet zu suchen schließe ich mich an - das hat auch mich immer ins Kopfkino getrieben...
    Also, wenn die Stanze und die Mammographie / Sono und Röntgen / ausgewertet ist, werden noch Deine Lunge, Leber und Knochen untersucht / CT, Sono und Szintigramm/ um nach Absiedelungen Deines Tumors zu suchen. Ich habe zugesehen, dass diese Untersuchungen so schnell wie irgend möglich gemacht wurden, bin aber auch von Typ eine, die gerne viel selber in die Hand nimmt. Außerdem sind Brustzentren - zumindest die hamburger - immer sehr darauf bedacht, sobald wie möglich eine sichere Informationsbasis zu bekommen.
    Dann wirst Du einen Therapievorschlag aus dem Brustzentrum bekommen, der genau auf alle Faktoren abgestimmt ist. Und wie hier bereits vorgestellt: einerseits ist das dann sehr individuell, ańdererseits dann doch wieder schematisch. Außerdem spielten eine Rolle die Formalia der Kassen,

    Ich bin in Eimsbüttel am Agaplesion angedockt, aber meine Behandlung darf das KRH nicht machen, dafür gehe ich einen Eingang weiter in das Ärztehaus, nun denn . ..
    Du wirst vielleicht eine Haushaltshilfe brauchen und Unterstützung für Dein Kind - nimm, was Du kriegen kannst! Und mache viele viele Pausen.
    Ich bin alleinerziehend mit zwei Töchtern, ohne Pausen geht nix mehr. Ich umarme Dich sanft und wünsche Dir Vertrauen, z.B. in Deine Ärzte, eigentlich wissen die wiklich, was sie tun.
    liebe Grüße!

  10. User Info Menu

    AW: Gestern Diagnose erhalten...

    Ich kann mir denken, dass du vielleicht Panik vor der Chemo hast. Ich hatte das zumindest, denn als ich meine Diagnose 2013 mit 28J. bekam hatte ich bisher 0,0 Berührungspunkte mit dem Thema in meinen Leben gehabt. Also, als erstes: Chemotherapie wird medial oft grausam dargestellt, ist aber absolut machbar!!! Ich wollte unbedingt im Krankenhaus bleiben. Ich hatte so eine Angst. Ich weiß noch wie ich nach der ersten Chemo auf meinem Bett lag und irgendwie dachte es würde irgendwas passieren mit mir.

    Also, eine Chemo läuft so ab, dass du nach und nach erstmal vorbereitende Medikamente zB. für den Magen als Infusion bekommst. Dann die eigentliche Chemo als Infusion. Das ganze kann so 3-4Std. dauern. Nimm dir was zur Beschäftigung mit. Danach kannst du nach Hause gehen. Lass dich besser fahren als selbst zu fahren. Ich konnte zu Fuß nach Hause laufen.

    Nach dem Chemotag wirst du einige Tage brauchen um wieder zu Kräften zu kommen. Manche Substanzen werden im Abstand von drei Wochen gegeben manche wöchentlich. Im dreiwöchigen Intervall gibt es auch immer so ca.zwei Wochen in denen du dich eigentlich normal fühlst und alles machen kannst.(Solange deine Blutwerte stimmen, sonst erhöhtes Infektionsrisiko) Natürlich ist das bei jedem unterschiedlich. Aber so ähnlich ist es bei den meisten. Die einen kämpfen mehr mit Übelkeit, die anderen weniger. Ich hatte gar keine Übelkeit. Und bis auf die Stecherei in die Arme tut an sich nichts direkt weh. Ich hatte damals Angst die Chemo würde Schmerzen verursachen. Höchstens die Nebenwirkungen verursachen zB. Probleme mit dem Magen oder trockene Haut oder Gefühlsstörungen in Händen und Füßen. Aber die Chemo als solche verursacht erstmal keine Schmerzen. Du wirst sehr, sehr müde sein. Ich fand die Erschöpfung im Nachhinein am schlimmsten.

    Achso, die Haare. Ja. Das ist ein Thema für sich. Da wird die eigene Eitelkeit auf die Probe gestellt. Ich fand nur ätzend dass mir jeder meine Krankheit ansehen konnte. Ich habe draußen nur Perücke oder Mütze getragen.

    Toi toi toi und keine Angst vor den Therapien. Sehe sie als deine Verbündeten im Kampf gegen den Krebs an. Ich habe bei den Chemositzungen immer kleine Soldaten visualisiert, die durch meinen Körper marschieren und Krebszellen vernichten!

    xoxo
    cocolin

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