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  1. Registriert seit
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    AW: selbständig, alleinerziehend und ... Krebs

    Zitat Zitat von Sunny71 Beitrag anzeigen
    Wer hat denn in der Chemozeit den Garten umgegraben oder die Wohnung renoviert ?
    Ich konnte das, wenn auch viel langsamer. Fenster schleifen und streichen hat doppelt so lange gedauert wie sonst, aber er war eine positive Ablenkung.
    Aber während der Chemo hatte ich auch dass Glück, wenig Nebenwirkungen zu haben
    Liebe Grüße
    Userin
    _______________________________

    Frauen sind wie Teebeutel - Ihre wahre Stärke entfalten sie, wenn man sie in Wasser wirft (Lagarde)

  2. Avatar von Kathamarie
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    AW: selbständig, alleinerziehend und ... Krebs

    Heute habe ich den ersten Tag mit Ausprobieren verbringen können: von 'will ich wirklich ins Büro?' über 'habe ich hier noch was zu tun in diesem Projekt?' bis zu 'was ist für mich gerade am wichtigsten?' war alles dabei. Nein, umgraben und renovieren werde ich nicht. Bestimmt nicht.
    Aber ich finde es sehr reizvoll innerlich langsam einen Schritt nach dem anderen zu tun und mir diese Fragen ebenso langsam zu beantworten.
    Ein Effekt war meine Krankenkasse anzurufen und einen Antrag auf Haushaltshilfe zu bestellen. Mal sehen, wie schwer der wohl auszufüllen ist - ich habe eine Formularneurose, glaube ich - aber vielleicht ist ja alles einfacher als ich denke. Bei der Taxigeschichte war das schon so (dank diesem Forum!)

    Und irgendwann habe ich vielleicht auch Lust mir die Zeit mit etwas anderem als mit der Arbeit im eigenen Laden zu vertreiben . . . ? . . . Bin gespannt.

  3. Avatar von Kathamarie
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    AW: selbständig, alleinerziehend und ... Krebs

    Untertöne hat's schon auch: ich beginne zu begreifen was es bedeuten kann, dass es in der Behandlung von Krebs zwar einen medizinischen Fahrplan gibt, aber mein Körper u.U. macht was er will. Beunruhigende Vorstellung. (Magenumdreh)
    Ich bin sehr dankbar, dass es Euch alle hier gibt und ich die Möglichkeit habe mich in meiner Geschwindigkeit mit diesen Untiefen zu befassen.


  4. Registriert seit
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    AW: selbständig, alleinerziehend und ... Krebs

    Liebe Kathamarie,
    "Formularneurose"! Haha, du bist in bester Gesellschaft. Bei mir stapelt sich ein Berg Papier seit Wochen, wächst immer höher
    und ich schaffe es einfach nicht, ihn abzuarbeiten. (Allerdings müsste ich das meiste nur abheften)

    Aber im Ernst: Kannst du diesen lästigen Teil der anstrengenden Dinge, die auf dich in der nächsten Zeit zukommen, nicht vielleicht delegieren? An eine zuverlässige Freundin vielleicht?
    Formulare gibt es ohne Ende, dazu viele Telefonate - und nicht alle Gesprächspartner sind hilfreich und geben sich Mühe.
    Und - was ich bisher immer noch nicht sehr gut beherrsche: Mache dir von jedem Telefonat Gesprächsnotizen. Inzwischen habe ich ein Heft am Schreibtisch für diese Telefonate liegen, weil ich in meiner "fliegenden - Blätter - Sammlung" den Überblick verlor ... So was konsequent zu machen, fällt mir schwer, hat mir schon mehrmals geholfen.
    Alles Liebe
    depende

  5. Avatar von Kathamarie
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    AW: selbständig, alleinerziehend und ... Krebs

    Tag 6 nach der 1.EC - Guten Morgen!
    Das Formular für die Beantragung der HH-Hilfe liegt als Pobe ausgefüllt auf meinem Schreibtisch - war aber sehr verständlich gemacht, vielleicht sollte die TKK die Formularentwerfer mal an andere Stellen verleihen? (Finanzämter, KiTa-Träger...)

    Der Port piekst. Die Ingenieurin in mir würde ihn gerne rausnehmen, zurechtfeilen und wieder einsetzen. Aber das geht ja heutzutage noch nicht mal mehr an Rasenmähern und für eine Gartenschere ist das Ding doch zu filigran...
    Bilde ich mir das bloß ein: schrumpfen Tumore unter der Chemo?
    Eine befreundete Ärztin hat mir gestern die Abkürzungen aus der Tumorkonferenz im KRH übersetzt - wunderbar. Nun weiß ich, wie die Medizin meinen Tumor bezeichnet, aber habe immer noch keine Ahnung. Für die Welten zwischen Worten und Bedeutungen braucht man viel Gespräch.

    Meine Töchter genießen es, dass ich soviel zuhause bin. Ich tue es auch. Auch für diese Veränderung meines Alltages bin ich dem Krebs geradezu dankbar.


  6. Registriert seit
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    AW: selbständig, alleinerziehend und ... Krebs

    Liebe Kathamarie,
    bewahr dir deinen Humor! Der wird dich weit tragen.

    Ich wünsche dir, dass die nächsten Chemo-Runden ebenso verlaufen wie die erste. Meist kann man sich darauf verlassen und weiß dann, an welchen Tagen man lieber sagt "morgen ist ein neuer Tag".

    Die Tumore sollen unter der Chemo schrumpfen bis verschwinden ;) das ist ihre primäre Aufgabe. Und es zeigt, dass der Tumor gut auf die jeweilige Chemo anspricht. Ich hätte das gern als "Beweis" gehabt. Bei mir begann die Therapie im September mit einer Mastektomie.
    Lieben Gruß,

    Weitblick

    Mammakarzinom ED 9 | 2015, Ablatio links

    Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weitergehen. (unbekannt)

  7. Moderation Avatar von lythande
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    AW: selbständig, alleinerziehend und ... Krebs

    Dass der Tumor schrumpft, bldest Du Dir nicht ein. Bei einigen hier wurde er durch die Chemo völlig platt gemacht und hatte sich so in Luft aufgelöst, dass Markierungen für die OP gesetzt werden mussten.
    Liebe Grüße Lythande
    Wenn Du in die Sonne siehst, liegt der Schatten hinter Dir
    Es gibt keinen Fahrstuhl zum Glück, Du musst die Treppe nehmen (Werner Bethmann). ▬|████|▬


  8. Avatar von Kathamarie
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    selbständig, heute vor allem: alleinerziehend und ... Krebs

    Liebe Lythande, dann wird mir auch klar, warum die Ärzte meinen Tumor mit einem Metallstift markiert haben (noch 'n 'Brusterguss')!

    Heute also: Bluttest mit Waage und Beschwerde - das Blut macht was es soll und verliert seine weißen Blutkörperchen, auf der Waage werden 3 kg weniger angezeigt und die Beschwerde ergibt andere Mittel gegen Übelkeit - und das alles in einem netten Gespächston in der Praxis. Ich muss sagen, da habe ich wirklich unglaublich viel Glück.

    Meine Töchter hat es jetzt hingelegt - beide erkältet und eine mit fast 40 Fieber. Das finde ich verständlich und sie tun mir richtig leid. Wie blöd, soviel Angst um die eigene Mutter zu haben, soviel Angst dass sie stirbt und man alleine ist. Scheußlich.
    Ich versuche ihnen mit Erklärungen und Zuwendung zu helfen. Das Wichtigste ist und bleibt Kontakt: also einfach da sein, Coolpacks wechseln, Apfelschnitze füttern. Sie haben schon ihren bipolaren Vater ertragen müssen, eigentlich würde es nun reichen. Fällt Euch noch was ein, wie wir es uns schön machen können? Oder muss ich noch für irgendeine spezifische Betreuung sorgen?
    Grüße von Kathamarie

  9. Moderation Avatar von lythande
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    AW: selbständig, alleinerziehend und ... Krebs

    Liebe Kathamarie,
    oh nee, das ist natürlich nicht schön, dass es Deinen Kindern jetzt auch nicht gut geht.
    Dass die Leukozyten (weißen Blutkörperchen) weniger werden, ist völlig normal. Aber ich hoffe doch, dass man Dir beim Onko gesagt hat, dass Du schon etwas vorsichtig sein musst, wenn Deine Leukos im Keller sind, weil dann Dein Immunsystem auch nicht richtig funktioniert. Bitte sei vorsichtig, damit Du Dich bei Deinen Kindern nicht ansteckst. Ein solcher Infekt wäre jetzt nicht so gut.
    Ich finde Dich übrigens sehr tapfer.
    Liebe Grüße Lythande
    Wenn Du in die Sonne siehst, liegt der Schatten hinter Dir
    Es gibt keinen Fahrstuhl zum Glück, Du musst die Treppe nehmen (Werner Bethmann). ▬|████|▬

    Geändert von lythande (21.04.2016 um 17:44 Uhr) Grund: Schreibfehler

  10. Avatar von Tirza
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    AW: selbständig, alleinerziehend und ... Krebs

    Ganz wichtig ist, dass du dich nicht ansteckst. Wissen deine Ärzte von den kranken Kindern?
    Ich habe mit 2 Kindergarten-Kindern immer prophylaktisch Antibiotika bekommen.
    Ansonsten würde ich deine Kinder beobachten und mit den Lehrern im Gespräch bleiben. Und so bald was auffällig ist, doch therapeutische Hilfe holen. In meiner Stadt gibt es Selbsthilfegruppen für Kinder mit erkrankten Eltern. Ich wollte das für meine Kinder erstmal nicht. Wir hatten das Wort Krebs vor ihnen nicht in den Mund genommen und wollten nicht unnötig Ängste schüren.
    Aber deine Kids sind deutlich älter und wissen Bescheid.
    Was meine Psychoonkologin aber immer gesagt hat: "sagen sie den Kindern immer: ich werde gesund! "
    Das war auch für mich wichtig - so konnte ich das selbst auch besser glauben ;-)

    (Wenn es allerdings klar wäre, dass ich nicht gesund würde, würde ich es mit den Kindern auch besprechen).

    Die Haar-Rasur habe ich angekündigt, die Kinder die Perücke ausprobieren lassen und dann abends mit einem haarlosen Freund Glatzenfotos gemacht. Die Motte wollte meist, dass ich mit Mütze oder Perücke herum lief. Glatze gefiel ihr nicht.

    Nochmal zum Infekt: Habt ihr Desinfektionsmittel im Haus?
    Das solltet ihr jetzt regelmäßig benutzen. Und jeder der ins Haus kommt, muss gründlich Händewaschen!

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