Liebe Leidensgenossinnen, seit meiner Diagnose Ende August (mein 1. Ferientag!) lese ich hier immer mal wieder und habe Anregungen und auch Kraft gefunden Es ermutigt einen einfach, den Kampf aufzunehmen. Ich wurde jetzt 4mal operiert und bin hoffentlich erstmal "fertig", zur Erholung würde ich gerne eine AHB machen, meine Ärztin riet mir ab, da ich so kurz nach dieser schweren Operation dort nicht viel mitmachen könne. Man muss ja wohl innerhalb von 2 Wochen dort anfangen. Ich kann mir auch gar nicht vorstellen, wie ich die Vorbereitungen schaffen soll. Hat eine von Euch diesbezüglich Erfahrungen gesammelt?
Ich wünsche Euch allen viel Kraft und Zuversicht.
LG Pia12
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Thema: AHB nach Doppel DIEP
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18.10.2015, 19:35
AHB nach Doppel DIEP
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18.10.2015, 22:12
AW: AHB nach Doppel DIEP
Hallo Pia,
bekommst Du denn außer den OPs keine Behandlung? Normalerweise macht man die AHB ja erst, wenn alle Akuttherapien (also OP, Chemo und Bestrahlung) abgeschlossen sind. Nur die Antihormontherapie läuft noch während und nach der AHB (sofern man denn eine bekommt). In der AHB wird sehr viel Sport getrieben und das geht nach so einer schweren OP sicher noch nicht. Wenn man erst nach der Bestrahlung fährt, hat man eine Frist von 4 Wochen nach Bestrahlungsende bis man die AHB antreten muss. Das ist realistischer. Wenn bei Dir nach den OPs wirklich keine weitere Behandlung mehr geplant ist, solltest Du Deine Ärzte drauf ansprechen, ob man die AHB verschieben kann. Wenn man aus medizinischen Gründen noch nicht "kurfähig" ist, kann die AHB soviel ich weiß verschoben werden.LG
Sonntagskind1973
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Das Leben ist wie Radfahren. Nur wer sich bewegt, bleibt in Balance.
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18.10.2015, 23:09
AW: AHB nach Doppel DIEP
Hallo! Nur wenn man Privatversichert ist, muss man innerhalb von zwei Wochen die AHB antreten. Sonst gilt, so weit ich weiß, die "bis zu 6 Wochen - Regel". Allerdings musst du "Rehafähig" sein, also halbwegs belastbar. Du musst ja auch dorthin kommen. Also ab da 2 Wochen.
Und im Zweifelsfall mit der Krankenkasse / Beihilfe reden. Bei mir wären dann auch 4 Wochen o.k. gewesen. Zur Not hätte mir auch die Psychoonkologin was passendes geschrieben.
Zu den körperlichen Dingen (Walking, Aqua-Fitness, Krafttraining etc, gab es aber auch Massagen, Krankengymnastik, Gesprächsgruppen, Vorträge, Kochen, Entspannungstechniken, Kunsttherapie, Chor - und einfach eine Zeit des umsorgt werdens. Wir hatten auch sehr schwache Mitpatienten, die gingen vorsichtig spazieren und hatten Atemtherapien.
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19.10.2015, 09:45
AW: AHB nach Doppel DIEP
Danke für eure Antworten.
Da der Krebs sehr früh entdeckt wurde und sehr radikal operiert ist, brauche ich mit Glück keine weiteren Therapien. Aber das entscheidet die Tumorkonferenz.
Ich werde dann mal mit den Ärzten sprechen wegen meiner Rehafähigkeit. Umsorgtwerden klingt eben ziemlich verlockend.
Erstmal werde ich weiter vor mich hin heilen und hoffen, dass nichts Unerwartetes diesen Prozess stört.
Liebe Grüße Pia12
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19.10.2015, 09:58
AW: AHB nach Doppel DIEP
Hallo Pia,

wenn Du gesetzlich versichert bist, kann man, wenn die AHB zeitlich nicht passt, auch stattdessen das Ganze als REHA machen. Ich weiß jedenfalls von einer Betroffenen hier, die erst später die Maßnahme angetreten hat. Ich kann Dir allerdings nicht sagen, was das für Konsequenzen für Krankengeld usw. hat. Die AHB gilt ja als stationärer Krankenhausaufenthalt.
Bei der Beihilfe für Beamte und einer ergänzenden Privatversicherung sieht das etwas anders auch. Während die AHB von beiden problemlos bezahlt wird, muss man bei der REHA mit dem Teil der Privatversicherung darauf extra versichert sein. Meine Beihilfe hat allerdings nach Schreiben der Sozialhelferin im KH eingewilligt, dass ich wegen Hautproblemen nach der Bestrahlung die AHB erst nach 3 1/2 Wochen angtrete und die private Versicherung hat auch nicht gemuckt.Liebe Grüße Lythande
Wenn Du in die Sonne siehst, liegt der Schatten hinter Dir
Es gibt keinen Fahrstuhl zum Glück, Du musst die Treppe nehmen (Werner Bethmann). ▬|████|▬
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19.10.2015, 12:55
AW: AHB nach Doppel DIEP
Hallo zusammen, ich bin eben etwas geschockt, meine letzte OP war am Freitag und wenn morgen die Schläuche gezogen werden sollten, könnte ich Mittwoch nach Hause. Ich fühle mich noch wie durch den Fleischwolf gedreht und kann mir das gar nicht vorstellen. Jetzt geht alles wieder so schnell, muss organisiert und geplant werden. Ich lebe allein und weiß nicht, wie ich das zu Hause packen soll.
Ich bin übrigens privat und über die Beihilfe versichert.
Bei der Entscheidung AHB oder nicht, bin ich auch noch nicht weiter gekommen.
Diese Krankheit ist eine Mammutaufgabe...
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19.10.2015, 13:00
AW: AHB nach Doppel DIEP
Liebe Pia, wenn du dich nicht fühlst, bitte darum im Krankenhaus bleiben zu können. Du bist privat versichert, das machen sie gerne. Ich hatte mal nach einer Lungen-OP Angst nach Hause zu meinen Kindern zu sollen (damals 2 und 5 Jahre), ich fühlte mich schlicht überfordert. 2 Tage später sah die Welt schon ganz anders aus.
Und ggf eine Haushaltshilfe organisieren?
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19.10.2015, 13:08
AW: AHB nach Doppel DIEP
Hallo Pia
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vielleicht kannst Du zunächst versuchen, mit der Beihilfe zu klären, wie lange Du Zeit hast, um die AHB anzutreten, bzw. kann dass die Sozialarbeiterin im KH nicht übernehmen. In meinem Brustzentrum wurde einem das abgenommen.
Im KH würde ich meine Bedenken gegen eine frühe Entlassung schildern. Die meisten Länder zahlen zwar bei der Beihilfe ja auch nur noch Fallpauschalen, aber andererseits ist es ja bei den meisten Patienten nicht so, dass sie länger im KH bleiben wollen. Vielleicht haben die Ärzte das gar nicht auf dem Schirm.Liebe Grüße Lythande
Wenn Du in die Sonne siehst, liegt der Schatten hinter Dir
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19.10.2015, 14:50
AW: AHB nach Doppel DIEP
Bin auch privat versichert und kann lythande nur zustimmen, lass das KH das klären und wenn die sagen dass die AHB erst in ein oder zwei Wochen geht, kann man das mit der KV schon verhandeln!
Lass doch die das organisieren, dafür sind die Leute da!
am morgen ein Joint und der Tag ist dein Freund 

Neugierde11
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19.10.2015, 17:21
AW: AHB nach Doppel DIEP
Liebe Pia,
wenn Du noch im KH bist könntest Du die AHB/Reha-Geschichte vielleicht mit dem Sozialdienst besprechen. Das sind ja auch in der Regel diejenigen, die sich um die Organisation kümmern. Außerdem kennen die sich mit den Feinheiten der verschiedenen Kostenträger ganz gut aus. Die können Dir bestimmt weiterhelfen !
Ansonsten würde ich auch morgen in der Visite besprechen, dass Du Dich noch nicht fit genug fühlst, um nach Hause zu gehen. Egal wie vergütet wird - wenn man noch nicht kann muss man nicht nach Hause. Und Du hast ja jetzt einiges hinter Dir. Wahrscheinlich haben die wirklich nicht auf dem Schirm, dass Du ganz alleine bist.Liebe Grüße
sunny
Moderation im Brustkrebsforum, ansonsten normale Userin
"Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen"
(Albert Schweitzer)


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