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  1. Avatar von Moonflower83
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    AW: Brustkrebsstatistiken/Früherkennung

    Ein letzter Beitrag von mir.

    Erstens, wer hat denn jemals behauptet, dass Früherkennung einen vor Metastasierung schützt? Also zu mir waren alle Ärzte ehrlich, da hat niemand was geschönt. Mir wurde aber mitgeteilt, wie die Chancen auf Heilung mit und ohne Chemo/AHT aussehen. Versprochen hat mir da keiner was. Daher versteh ich diesen Ansatz überhaupt nicht.

    Zweitens (zu deinem Beispiel zu der Frau früher/heute): Natürlich tauchen beide Fälle in der Statistik auf, es gibt doch auch Langzeitstatistiken. Ich finds ja etwas makaber, darüber zu diskutieren, aber wenn die Frau in Fall 2 nach 8 Jahren an Brustkrebsmetastasen stirbt, dann steht das auch genau so in der Statisik. Sie fällt doch da nicht einfach raus. Klar hat sie dann theoretisch länger überlebt, aber da kommt mir jetzt wieder die Frage: wie will man denn die Fälle vergleichen, wenn man doch gar nicht weiß, ob sich das so entwickelt hätte. Also ob es sich auch bei ein und derselben Person gleich entwickelt hätte? Wir wissen alle, dass es Faktoren gibt, die bisher noch nicht erforscht sind. Lebensumstände oder auch einfach nur Glück/Pech. Genauso weiß man doch, dass zwei Frauen mit der gleichen Histologie und den gleichen Behandlungen, von mir aus auch im gleichen Alter, unterschiedliche Verläufe haben können. Das haben wir doch auch hier im Forum oft genug miterlebt. Und warum ist das so? Das kann uns niemand sagen. Was bringt es, darüber nachzudenken, wie es hätte sein können und ob das nun alles stimmt oder nicht? Wir hatten Krebs und müssen damit leben. das ist eine Tatsache, die wir nicht ändern können und die es zu akzeptieren gilt. Ob die Statistik stimmt, weiß ich nicht. Ob mir die Chemo was gebracht hat, weiß ich nicht. Das weiß auch kein Arzt, das weiß einfach niemand. Alles bis ins kleinste Detail hin aufzuspalten und zu untersuchen bringt nichts, außer, dass es hier noch einige verunsichert.

    In diesem Sinne: Ich bin raus aus der Diskussion. Ich geh lieber gleich schön mit meinen Mädels Sushi essen.
    ▬|████|▬


    Whatever you give a woman, she will make greater. If you give her sperm, she will give you a baby. If you give her a house, she'll give you a home. If you give her groceries, she will give you a meal. If you give her a smile, she will give you her heart. She multiplies and enlarges what is given to her.
    If you give her any crap, be ready to receive a ton of sh*t!!!!

  2. Avatar von landi
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    AW: Brustkrebsstatistiken/Früherkennung

    Ich glaube, ich verstehe nicht ganz, wohin die ganze Diskussion führen soll? Zu der Erkenntnis, dass es keine Heilung gibt und alle Statistiken falsch sind? Und dann?
    Das ist mir zu desktruktiv. Und wenn ich mir vorstelle, ich wäre zu Beginn nach meiner Diagnose in diese Diskussion geraten, das hätte mich völlig zerstört.
    Wollte man die Diskussion ernsthaft führen, müsste man ja erstmal definieren, was Heilng bedeutet. Aber wozu? Keiner von uns weiß, wann er woran sterben wird. Aber bis dahin sollte man gur leben und hoffen, auf jeden Fall hoffen. Oder, um es mit Monthy Python zu sagen: "Always look at the bright side of life."

    In diesem Sinne viel Spaß beim Sushi-Essen, liebe Moonflower!
    Liebe Grüße

    landi

  3. Inaktiver User

    AW: Brustkrebsstatistiken/Früherkennung

    Zitat Zitat von Moonflower83 Beitrag anzeigen
    Erstens, wer hat denn jemals behauptet, dass Früherkennung einen vor Metastasierung schützt? Also zu mir waren alle Ärzte ehrlich, da hat niemand was geschönt. Mir wurde aber mitgeteilt, wie die Chancen auf Heilung mit und ohne Chemo/AHT aussehen. Versprochen hat mir da keiner was. Daher versteh ich diesen Ansatz überhaupt nicht.
    „Je früher Brustkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.“ Das predigen uns vor allem große Spendenorganisation wie S. Komen, die bereits Milliarden in Mammographie-Vorsorgeprogrammen verpulvert haben, obwohl sich längst herausgestellt hat (zuletzt in einer großen kanadischen Studie: Twenty five year follow-up for breast cancer incidence and mortality of the Canadian National Breast Screening Study: randomised screening trial | The BMJ), dass dieses Verfahren mehr Schaden als Nutzen mit sich bringt.

    Zitat Zitat von Moonflower83 Beitrag anzeigen
    Zweitens (zu deinem Beispiel zu der Frau früher/heute): Natürlich tauchen beide Fälle in der Statistik auf, es gibt doch auch Langzeitstatistiken. Ich finds ja etwas makaber, darüber zu diskutieren, aber wenn die Frau in Fall 2 nach 8 Jahren an Brustkrebsmetastasen stirbt, dann steht das auch genau so in der Statisik. Sie fällt doch da nicht einfach raus.
    Das habe ich ja in meinem "Edit" geschrieben: Sie fällt nicht einfach raus, sie wird nur aufgrund der früheren Diagnose auf eine angeblich längere Überlebenszeit kommen, aber de facto hat sich die gar nicht verbessert. D.h., wenn in den Brustkrebsstatistiken davon die Rede ist, dass sich die Überlebensdauer seit 1970 verbessert hat, kann das zum einen an den mitgezählten - oftmals harmlosen - DCIS-Diagnosen liegen und an Tumore, die viel früher erkannt wurden, deren Behandlung aber, objektiv berurteilt, gar nichts zu einer Lebensverlängerung beigetragen hat.

    Zitat Zitat von Moonflower83 Beitrag anzeigen
    Ob die Statistik stimmt, weiß ich nicht.
    Genau das möchte ich aber klären und so, wie ich das sehe, stimmen sie eben offenbar nicht, die großen Fortschritte in der Brustkrebsbekämpfung.

    Wieso ich so darauf herumreite? Weil das bedeutet, dass große Organisationen wie Komen endlich mal umdenken sollten und ihre ganzen zig Milliarden nicht in sinnlose Früherkennungsprogramme und überflüssige Werbemaßnahmen stecken sollten, sondern vor allem in die Forschung. Da landet nämlich tatsächlich nur ein Bruchteil der Spendengelder. Ich bin es leid, hier im Internet und in meinem Umfeld die Frauen sterben zu sehen und ich habe diese ganzen albernen pinken Wischi-Waschi-Aktionen satt. Brustkrebs ist keine normale Erkrankung, es gibt keine großen Fortschritte und es gibt noch keine Heilung und ich will, dass die Geschäftemacherei mit überflüssigen Mammographie-Programmen endlich aufhört und die Gelder dafür eingesetzt werden, die Krankheit wirklich zu bekämpfen.

    Mehr dazu hier (leider nur auf Englisch):

    Breast Cancer Patient's Perspective on the Need for Research

    Raising Awareness of Hollow Gestures

    Pink Ribbon Blues

    Auf YouTube gibt es Ausschnitte aus diesem sehr sehenswerten Film (leider auch auf Englisch): Pink Ribbons, Inc. (Trailer) - YouTube

    Zitat Zitat von Moonflower83 Beitrag anzeigen
    Ich geh lieber gleich schön mit meinen Mädels Sushi essen.
    Ja, mach das.

  4. Inaktiver User

    AW: Brustkrebsstatistiken/Früherkennung

    Hm. Ich bin ja so eine mit einem hoffentlich harmlosen DCIS, das beim Screening entdeckt wurde.

    Ich kann nicht nachvollziehen, wieso das für mich sinnlos gewesen sein soll. Wie gesagt, kann sein, es wäre immer ein DCIS geblieben und ich wär irgendwann an Altersschwäche gestorben. Kann aber eben auch sein (und wie will man das ohne Vergleichsreihen rausfinden?????), es hätte kein Screening gegeben oder ich wär nicht hingegangen und irgendwann wär dann der Tumor entdeckt worden, wenn er tastbar gewesen wäre. Na danke, kann ich da nur sagen.

    Für mich ist offensichtlich, dass meine Chancen überproportional verbessert wurden da das DCIS behandelt wurde und nicht erst "richtiger" Krebs. Ich für mich hab da keinerlei Zweifel und bin gottfroh um das Screening.

  5. Avatar von geniesserin
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    4.308

    AW: Brustkrebsstatistiken/Früherkennung

    Ich habe habe gerade noch mal rein gelesen, und es ist löblich, sich hinter dieses Thema zu klemmen.

    Aber: wenn zB diese sogenannten "Wischiwaschi rosa Aktionen" als überflüssig tituliert werden, bin ich nicht einverstanden. Gibt sicher noch viele, effektivere Aktionen, aber manch einer initiiert und agiert halt im Rahmen seiner Möglichkeiten.

    Und wenn durch diesen Wischiwaschikram auch nur eine einzige Frau überzeugt wird, sich doch gründlicher oder überhaupt selber zu untersuchen und evtl sogar zeitig was zu entdecken, ist das definitiv ein Gewinn.

    Du willst klären, ob diese Statistiken stimmen. Das geht meiner Meinung nur, wenn dir transparent alle dazu relevanten Daten vorliegen. Im Übrigen wird hier ziemlich fleißig spekuliert, was gewesen wäre, wenn oder wenn nicht. Alle Absichten in Ehren, aber ich kann mich Moon nur anschließen: diese ganzen Statistiken hatten mich vor einigen Wochen, bei frischer Diagnose, komplett irre gemacht.

    Finde ich nach wie vor recht, sagen wir mal, speziell, dieses Gewühle in Studien, Links etc.
    Liebe Grüsse, Geniesserin



    Keep on running!!


  6. Registriert seit
    25.05.2007
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    426

    AW: Brustkrebsstatistiken/Früherkennung

    Hallo,
    zum Thema Früherkennung habe ich inzwischen eine etwas differenzierte Meinung. Die 'Werbung' für das Mammographie Screening wiegt uns in einer scheinbaren Sicherheit, die es nicht gibt. Sei es durch die Fälle der Fehldiagnosen (zu viel oder nicht erkannt), da sehr schwierig oft im Bild erkennbar.
    Und - es gibt Tumorarten, die bildlich nicht in der Mammographie sichtbar sind sondern nur in US oder MRT! Was ich vorher auch nicht wusste, diese Tumorarten sollen 10-15% ausmachen. Mir hat man nach der Diagnose bestätigt, dass in dem normalen Screening Programm bei mir nichts festgestellt worden wäre. Ertastet hatte ich selbst nichts.

    Statistiken meide ich, mir wurde von 3 Ärzten zu meiner Diagnose unterschiedliche Prozentsätze genannt, so was will ich garnicht wissen.
    Liebe Grüße
    Userin
    _______________________________

    Frauen sind wie Teebeutel - Ihre wahre Stärke entfalten sie, wenn man sie in Wasser wirft (Lagarde)

  7. Inaktiver User

    AW: Brustkrebsstatistiken/Früherkennung

    Zitat Zitat von geniesserin Beitrag anzeigen
    Und wenn durch diesen Wischiwaschikram auch nur eine einzige Frau überzeugt wird, sich doch gründlicher oder überhaupt selber zu untersuchen und evtl sogar zeitig was zu entdecken, ist das definitiv ein Gewinn.
    Wir haben bereits genug rosa T-Shirts, Schleifchen, Taschen etc. und wir wissen mittlerweile, dass eine Veränderung in unserer Brust Krebs bedeuten kann. Ein wirklicher Gewinn wäre es, wenn ein Großteil der Gelder jetzt in die Erforschung der Krankheit gesteckt werden würde - vor allem auch in die Behandlung der Stage IV-Patientinnen.

    Zitat Zitat von geniesserin Beitrag anzeigen
    Alle Absichten in Ehren, aber ich kann mich Moon nur anschließen: diese ganzen Statistiken hatten mich vor einigen Wochen, bei frischer Diagnose, komplett irre gemacht.
    Deshalb habe ich auch gleich zu Beginn geschrieben, dass diejenigen, die sich durch so eine Diskussion nur verunsichert fühlen, lieber weiterklicken sollten.

    Zitat Zitat von geniesserin Beitrag anzeigen
    Finde ich nach wie vor recht, sagen wir mal, speziell, dieses Gewühle in Studien, Links etc.
    Ja, vielleicht doch zu speziell für dieses Forum - aber in amerikanischen Selbsthilfegruppen wird das Thema offenbar schon diskutiert. Vielleicht dauert es einfach noch eine Weile, bis auch hierzulande Erkrankte ein paar Sachen kritischer hinterfragen.

    Nun, ja, ich hatte halt gehofft, dass es hier noch andere gibt, die sich damit beschäftigen.

  8. Avatar von Katze22
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    1.547

    AW: Brustkrebsstatistiken/Früherkennung

    Sag mal Frau X, beschäftigst du dich auch mal mit dem LEBEN?????

    Nix für ungut!

    Katze22

  9. Avatar von spotzl
    Registriert seit
    04.05.2010
    Beiträge
    5.763

    AW: Brustkrebsstatistiken/Früherkennung

    Ja Katze - die Frage liegt mir auch schon die ganze Zeit auf der Zunge bzw. auf der Tastatur.....

    und auch nix für ungut!
    liebe Grüße von
    Spotzl



    Stil ist nicht der hintere Teil des Besens und Niveau ist keine Gesichtscreme!

    .... ohne ein paar Katzenhaare ist man nicht vollständig angezogen ....

    ▬|████|▬
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  10. Inaktiver User

    AW: Brustkrebsstatistiken/Früherkennung

    Zitat Zitat von Katze22 Beitrag anzeigen
    Sag mal Frau X, beschäftigst du dich auch mal mit dem LEBEN?????

    Nix für ungut!

    Katze22
    Das find ich jetzt aber schon ein bisschen unfair. Wieso soll man sich nicht damit beschäftigen? Es hat halt jeder seine Art des Umgangs, und falsch ist keiner.

    Wer das nicht diskutieren will muss es ja nicht. Denkverbote mag ich nicht so gern.

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