Wenn ich mal übersetzen darf, was dein Arzt sehr unglücklich ausgedrückt hat.
Die anderen dürfen dich mögen, doch kämpfen musst du, alle anderen können dich unterstützen. Du bist allerdings der Hauptakteur und dein Kampfgeist hat einen hohen Stellenwert, der ist wichtig. Dein Arzt wollte deinen Kampfgeist mehr hervorlocken.
2. Es ist der Job der Psychoonkologin, mit allen über dich zu sprechen. Ziel ist es, die Behandlung bestmöglich auf dich zuzuschneiden, dich optimal zu unterstützen, da soll nichts "von der Stange" sein, sondern alles "maßgeschneidert" für dich passen. Es wäre für dich blöd, wenn in der Behandlung etwas schief oder nur suboptimal läuft, weil einer der beteiligten Ärzte eine Information nicht bekommt, die er haben sollte.
3. Kannst du ihm auch die Meinung sagen, wodurch er dich so runterzieht.
Alles Gute für dich!
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Thema: SOS!!! PANIK!!!
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07.03.2014, 13:09Inaktiver User
AW: SOS!!! PANIK!!!
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07.03.2014, 13:43
AW: SOS!!! PANIK!!!
Hallo Andrea,
ich denke auch, die raue Art dient dazu, Deinen Kampfgeist hervorzurufen. Bei manchen funktioniert das auch, bei anderen nicht. Ich bin so eine, bei der das gar nicht funktioniert. Und ich wurde in der Onkologie auch immer eher ruppig behandelt, was ich aus tiefstem Herzen gehasst habe. In der Urologie, wo ich regelmäßig wegen einer anderen Baustelle hin muss, bin ich hingegen das Hätschelkind der ganzen Abteilung und genieße das total. Da geh ich richtig gern hin.
Heute war ich in der Onkologie zwecks Kontroll-Blutabnahme und Arztgespräch, und die Blutabnahme hat eine Schwester gemacht, die während der Chemo immer ziemlich ruppig und mitleidlos war. Heute war sie superfreundlich, und wir haben uns ganz nett unterhalten. Und sie wusste noch genau, wie das damals war und wie mies es mir da ging. Ich glaube, das ist auch manchmal eine Art Selbstschutz der Ärzte und Schwestern, wenn sie so rau sind.
Ich hab mir irgendwann gesagt, das ist eine Krebsbekämpfungsfabrik. Da hole ich mir, was die mir geben können, und den Rest hole ich mir halt woanders. Und das hat auch einigermaßen funktioniert.
Gruß,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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07.03.2014, 14:01
AW: SOS!!! PANIK!!!
Liebe Malina
ich denke, dass ist genau der Punkt. Bei manchen Patienten funktioniert das als Motivation und bei manchen nicht, die brauchen es, gehätschelt zu werden. Die gute Absicht ist sicher vorhanden, aber die Behandlung individuell zuschneiden, heißt für mich auch, hierauf einzugehen, zumal wenn die Patienitn gegenüber der Psychologin bereits geäußert hat, dass sie damit nicht umgehen kann.
Ich gehöre übrigens auch zu denen, die Hätscheln brauchen. Deshalb hatte mir meine Gyn, die das erkannt hat, auch ein kleines kuscheliges Brustzentrum in einem konfessionellen Krankenhaus mit einer kuscheligen angeschlossenen Onkopraxis empfohlen und nicht eine große Uniklinik. Vielleicht wäre da noch mehr Fachwissen gewesen, aber mir war die Atmosphäre wichtiger.
Jede ist auch da halt anders gestrickt.Geändert von lythande (07.03.2014 um 14:07 Uhr) Grund: Ergänzung
Liebe Grüße Lythande
Wenn Du in die Sonne siehst, liegt der Schatten hinter Dir
Es gibt keinen Fahrstuhl zum Glück, Du musst die Treppe nehmen (Werner Bethmann). ▬|████|▬
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07.03.2014, 19:38
AW: SOS!!! PANIK!!!
So Mädels, nochmal butter bei die Fische!
Nachdem ersten anstechen des ports, ist dort eine feste Beule entstanden die ziemlich drückt, bis in die Schulter und irgendwie auf den Brustkorb. Ja, ich habe es dem "lieblingsarzt" auch heute gezeigt, der meinte jo, steht bei schlanken Frauen immer so raus!
Hmmm, aber vorher hatte ich den port gar nicht mehr gespürt und jetzt fühl ich mich nicht gut damit?
Des weiteren hab ich heute am 3. Tag danach, beim aufstehen oder kurz mal auf regen schon Herzrasen und n bissel gestolper. Hab den ganzen Tag versucht geswegen liegen zu bleiben. Meine Mama wär am liebsten nochmal hin gefahren, aber das bringt nix, er ist immer da und mit ihm kann ich so was nicht besprechen. Schließlich würde er grimmig werden, weil er da ja heute schon drauf geguckt hat.
Aber vielleicht ist das ja auch ne Nebenwirkung der chemo, die ihr auch kennt oder durchlebt habt?
Am Wochenende forsche ich nach einem neuen BZ, wird nur schwer, einen anderen niedergelassenen Onkologen zu finden. Da wo ich jetzt bin, ist halt das BZ angeschlossen und da ist dann auch immer mein lieblingsarzt zugegen. Wär schon doof, wenn ich das BZ wechselte und ich ihm dann da doch immer wieder begegne.
Danke für euer "Ohr"!
Die Andrea
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07.03.2014, 19:50
AW: SOS!!! PANIK!!!
PS. Vielleicht gibt es hier auch Frauen, die aus dem Raum Berlin/Brandenburg kommen und mir einen Tipp geben könnten...
LG Andrea
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07.03.2014, 19:59
AW: SOS!!! PANIK!!!
Also- ich versuch mal zu sammeln:

Die Psychokologin:
Sie ist eine Schnittstelle zwischen den verschiedenen Disziplinen und kann ziemlich viel für dich erreichen, wo Du alleine gegen Mauern rennst, auch bei den Ärzten. Es ist gut, das sie mit den anderen in Kontakt ist, auch wenn es ein wenig ein komisches Gefühl hinterlässt, wenn man weiß das sie über einen reden und man nicht dabei ist. Aber das tun alle an dem Prozess beteiligten sowieso.
lymphödem:
Die Chemo geht leider nicht nur auf die bösen Zellen, sondern auch auf die guten. Es kann gut sein das durch die Chemo das ödem verstärkt wird. Ich hab da auch immer gut 10 Tage Probleme mit, dann wird es besser- bis zur nächsten Dröhnung.
Ausserdem muss das Lymphsystem durch die Chemo auch einiges mehr abtransportieren, und wenn dann eine "Baustelle" im System ist, wird die besonders beansprucht und reagiert mit Schwellung.
Port:
Die Chemo ist hochagressiv und so ein Tröpfchen geht halt immer gern "daneben" und reizt die frische Narbe. Schwellungen, Juckreiz, Rötung können da durchaus auftreten.
Herzprobleme können durch die Chemo bzw, die Medis sein, aber auch durch den Port- lass es abklären.
Dein Lieblingsarzt:
Der gute ist Dienstleister.
Und wenn Du ihm nicht sagst, wie unzufrieden Du bist mit seiner Art des Umganges bist, wird er es nicht wissen und auch nicht ändern.
Es ist ihm vielleicht gar nicht bewusst, man kann nur was ändern, wenn man kritisiert wird.
Red mit ihm, nimm die Psychonkologin zu dem Gespräch mit.
Nützt das nichts, mache eine Beschwerde bei der QS, mit Kopie an Klinikleitung.
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07.03.2014, 21:40
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12.03.2014, 20:02
AW: SOS!!! PANIK!!!
Hmmm, ihr denkt wahrscheinlich, oooh nee, sie nervt...
Aber wen soll ich denn sonst nerven mit meinen Ängsten und Fragen.
Meinen Mann lass ich da lieber in Ruhe, wenn mein Sohn da ist sowieso!
Mit meiner Mama kann ich ganz gut reden... Aber natürlich kann sie nicht von eigenen Erfahrungen berichten. DAS SOLL AUCH SO BLEIBEN!!!
Also, 7. Tag nach EC Chemo... Immer noch schnell aus der Puste, sogar das Sprechen strengt an, als würde ich nebenher joggen... Kind abduschen wird zur reinsten Anstrengung... Blöder Geschmack im Mund, kaum Speichel... Und der Rücken tut so weh, unten links und rechts überm Allerwertesten. Ich wundere mich, dass andere joggen gehen oder irgendwo hin fahren, ich kann gar nix so richtig...ich trau mich nicht mal allein das Auto zu nehmen und einkaufen zu fahren, weil sich bei Spaziergängen schon der Brustkorb zu schnürt und dann wird mir schwindelig.
Ach, ging es jemandem auch so?
Was kann ich machen, um meinen Kreislauf in Schwung zu bringen?
Mit Übelkeit hab ich weniger Probleme... Wenn das auch noch, Prost Mahlzeit!
LG Andrea
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12.03.2014, 20:09
AW: SOS!!! PANIK!!!
Hallo Andrea!
Also erst mal: du nervst NICHT! Du bist verunsichert, bekommst das erste Mal Chemo, dein Körper reagiert so wie du es noch nie erlebt hast - klar wird man da unsicher
ich kann dir aus meiner eigenen Erfahrung berichten: die ersten 3 Tage nach Chemogabe waren einigermaßen ok, dann kam die Keule - ähnlich wie bei dir. Kurzatmig, Knochenaua, Schwindel und einfach alles BÄH!!! Hat dann wiederum 3 Tage gedauert und dann gings gaaaaaaaaaaaaaanz langsam aufwärts. Jeden Tag ein bisserl. Richtig gut gings mir immer in der 3ten Woche und dann gabs auch schon die nächste Runde Chemo
Es geht vorbei!!!!! Big hug!!!
Katze22
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14.03.2014, 06:34
AW: SOS!!! PANIK!!!
Hallo ihr Lieben,
Ich muss euch mein Herz ausschütten.
Ich bin seit 7 Jahren chronisch nierenkrank. Mein nierenwert befindet sich trotz dessen immer noch im oberen Referenzbereich. ABER 100% arbeiten meine Nieren nicht mehr.
Ich hatte es die ganze Zeit verdrängt und gestern schoss es mir durch den Kopf, was, wenn die Chemo sie jetzt kaputt macht!? Was für Aussichten, Krebs - Dialyse... :-0
Ich war fix und fertig... Ich habe also im BZ angerufen und dort mit dem Chefarzt gesprochen. Dieser sagte, das diese Therapie meinen Nieren nix tut...
Das hat mich erstmal beruhigt... Aber jetzt??? Was wenn nicht, woher will er das denn wissen...
Ich trinke meine 3 Liter am Tag... Mehr kann ich nicht tun. Sind die Nieren am meisten direkt nach der Chemogabe belastet oder auch jetzt nach der Woche noch?
Außerdem hab ich heute Blutungen bekommen, dachte das hätte ein Ende?
Ach, ich bin verzweifelt und hab Angst...
Liebe Grüsse, Andrea.




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