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  1. Registriert seit
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    Stirnrunzeln Panik ... ich habe meine Diagnose gegooglet

    Hallo in die Runde,
    ich bin hysterisch und google seit 3 Tagen im Internet nach Symptomen bezüglich Brustkrebs.

    Zu meiner Vorgeschichte... ich habe leider seit ewigen Zeiten eine Störung bezüglich Arztbesuchen. Ich gerate sofort in Panik und bilde mir ein, ich würde eine schlimme Diagnose bekommen.
    Daher vermeide ich Arztbesuche sofern es nur irgend geht.
    Vor ca. 5 Jahren entdeckte ich praktisch von heute auf morgen eine Verdickung in der Brust. Sie war "doppelstöckig" , unten beweglich und oben drauf etwas fester. Das Ganze etwa 4 - 5 Zentimeter groß.

    Der Knubbel war direkt unter der Haut gut sichtbar. Zu dieser Zeit war ich sehr belastet (Trennung usw), dazu meine Angst vor Ärzten und Dr. Google, der mir sagte, ein beweglicher Knoten sei eher ungefährlich.
    Lange Rede, kurzer Sinn: ich reagierte nicht auf diese Veränderung und verdrängte meine Ängste einigermaßen erfolgreich, zumal sich auch nichts veränderte. Höchstens wurde der Knoten eher kleiner.
    Nach etwa einem Jahr zog sich die Brustwarze zusammen (habe ich erst spät gemerkt, da ich Schlupfwarzen habe) und unter meiner Achsel verdickte sich der Lymphknoten.

    Ich reagierte wieder nicht, weil der Arzt mir ja sagen könnte, dass ich Krebs habe (ich weiß das das verrückt ist, aber diese Störung ist sehr schwer abzubauen)

    So lebte ich etwa 2,5 Jahre. Dann plötzlich wurde der Knoten nach aussen sichtbar rot/blau. Ich hatte mir verboten zu googlen und vermutete sowas wie eine "Reifung"...als wäre dieser Knubbel etwas eitriges, unterirdisches.
    Etwa ein halbes Jahr später begann das Ganze zu nässen (eitrig), zu verschorfen und wieder zu nässen...
    Der Eiter roch sehr unangenehm.
    Mit der Zeit wurde die Stelle immer größer und tiefer. Auch tauchten immer neue kleine Höcker auf, die allerdings sofort rot/blau in Erscheinung traten und nach einer Weile begannen zu nässen und dann wieder etwas größer und tiefer wurden.
    Ich lebe mit diesem Mist jetzt seit 5 Jahren und diese offenen Stellen tun weh und eitern.
    Nie habe ich gedacht, dass sich Brustkrebs so bemerkbar macht...bis ich Dr. Google gefragt habe.
    Offener Brustkrebs...zu spät...Metastasen...Tod...keine Rettung...
    Ich drehe durch und sitze seit 3 Tagen nur am Laptop. Heute habe ich es geschafft mir einen Termin beim Frauenarzt geben zu lassen (in 2 Wochen).
    Aber die Diagnose ist eigentlich schon gestellt durch mich selbst. Es KANN nichts anderes sein. Alles gutartige habe ich durch google ausgeschlossen. Es gibt nichts anderes das nach aussen wächst.
    Ich habe ein Kind. Ich habe Angst. Panik. Wie schafft ihr das?? Wie lebt man damit? Wie steht ihr das durch?

  2. Avatar von Henzchen
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    AW: Panik ... ich habe meine Diagnose gegooglet

    Hallo Anstra, du wartest nicht die nächsten 14 Tage voller Panik ab. Du gehst gleich morgen. Und du lässt dich auf keinen Fall abwimmeln.
    Wie alt ist dein Kind? Kannst du für morgen eine Betreuung organisieren?

    Selbstdiagnosen per Google sind nie hilfreich. Wenn wir hier auf Google hören würden, wären wir alle schon tot.

    Deswegen ist die einzige Lösung für dich - ab zum Arzt -. Und zwar so schnell wie möglich.
    Viele Grüße von Henzchen


    Ein Mensch, der leidet bevor es nötig ist, leidet mehr als nötig

    Lucius Annaeus Soneca 1-65 n. Chr.


    ▬|████|▬

  3. Inaktiver User

    AW: Panik ... ich habe meine Diagnose gegooglet

    Ja, ich würde auch sofort morgen ins Krankenhaus gehen oder eben als Notfall zum Arzt.


  4. Registriert seit
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    AW: Panik ... ich habe meine Diagnose gegooglet

    ja... ich versuche es. Danke für eure prompte Reaktion. Ich weiß man sollte nicht googlen. Aber... naja, eigentlich hofft man was beruhigendes zu lesen. Statt dessen mache ich jetzt schon gedanklich mein Testament.

  5. Moderation Avatar von lythande
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    AW: Panik ... ich habe meine Diagnose gegooglet

    Hallo Anstra,
    Henzchen hat recht, geh' morgen gleich zum Arzt.
    Vielleicht tröstet Dich, meine Tante hatte einen ähnlichen Befund. Große offene Wunde, weil sie nicht zum Arzt ging. Sie Ist mit 84 an Altersschwäche gestorben. Sie hatte großes Glück.

  6. Avatar von viersiedler
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    74

    AW: Panik ... ich habe meine Diagnose gegooglet

    Das ist ja verrückt. Geh gleich morgen zum Arzt, am besten aber sofort ins Kh. Auch falls es was Gutartiges ist, ist es sicherlich schnellstens behandlungsbedürftig. LG viersiedler

  7. Avatar von Regenbogen45
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    AW: Panik ... ich habe meine Diagnose gegooglet

    Hallo Anstra,

    ein herzliches Willkommen!
    Und ich schließe mich an, heute noch zum Arzt!!!! Auf keinem Fall zwei Wochen warten!
    Wir sind hier und haben offene Ohren für dich und alle Frauen in unserem Meggaforum haben auch immer gute Tipps auf Lager.
    Besorge dir doch mal Rescue-Tropfen bevor du zum Arzt gehst, die beruhigen ein wenig. Ich nehme sie auch gleich(muss zur Gyn).
    Alles Gute für dich!
    Lg
    Regenbogen
    Wir können nicht das Leid aus der Welt schaffen,
    wir können aber einander die Tränen trocknen.

  8. Avatar von nichtnurmama
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    AW: Panik ... ich habe meine Diagnose gegooglet

    Aufhören zu googlen, ab zum Arzt.
    Egal was es ist, es wird Zeit, dass du damit zum Arzt gehst.
    Liebe Grüße von ninuma
    "Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen." (John Lennon)

  9. Moderation Avatar von lythande
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    AW: Panik ... ich habe meine Diagnose gegooglet

    Hallo Anstra
    hier nochmal eine etwas ausführlichere Antwort von mir auf dem PC:
    Es wäre wirklich gut, wenn Du so schnell wie möglich zum Arzt gingst, am besten gleich in ein Brustzentrum und glaub' mir, wenn Du nur andeutest was los ist, bekommst Du bestimmt sofort einen Termin.
    Ich kann übrigens gut nachvollziehen, was in Dir vorging. Erstmal tatsächlich das Beispiel von meiner Tante. Die hatte auch eine große offene Wunde. Aber sie hat es noch 30 Jahre überlebt und ist nicht daran gestorben, sondern an Altersschwäche. Und ich selber habe auch ziemlich lange gewartet aus Ärztephobie und Angst vor der Diagnose - genau wie Du es beschreibst - zwar nicht so lange wie Du, aber ausreichend, um meine Prognose zu verschlechtern. Das ist jetzt fast 5 Jahre her und bisher ist, jedenfalls soweit ich weiß, alles ruhig. Ich hatte eine gute Ärztin im Brustzentrum, die mir keine Vorwürfe gemacht hat, sondern gesagt hat, ich solle nicht mit mir hadern, "es ist wie es ist" und nach vorne sehen. Das kommt übrigens nach ihrer Aussage häufig vor, dass Frauen, egal aus welcher Bildungsschicht, aus Angst und auch aus Unwissenheit lange warten, bevor sie zum Arzt gehen.
    Also wirf die Flinte nicht ins Korn und stelle Dich der Sache. Wenn Du erstmal beim Arzt bist, nimmt das Ganze ohnehin seinen Lauf. Wenn es ein bösartiger Tumor ist, läuft die Behandlungsschiene ab, ohne dass man viel zum Nachdenken kommt. Und alle Therapien sind machbar. Ich hatte viel mehr Angst davor als nötigt.
    Liebe Grüße Lythande
    Wenn Du in die Sonne siehst, liegt der Schatten hinter Dir
    Es gibt keinen Fahrstuhl zum Glück, Du musst die Treppe nehmen (Werner Bethmann). ▬|████|▬



  10. Registriert seit
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    AW: Panik ... ich habe meine Diagnose gegooglet

    Ich danke euch allen sehr... Da kommt so eine Verrückte und vergeudet Zeit. Wisst ihr, ich habe mir fast das gesamte Forum durch gelesen in der vergangenen Nacht und schwankte zwischen Hoffnung (hey, die leben ja weiter und sind beschwerdefrei über einen Zeitraum. Das packe ich auch.) und absoluter Mutlosigkeit ( Metastasen bei so vielen, diese Qual der immer neuen schlechten Nachrichten und diese entsetzlichen Ängste).

    Ich habe gelesen von mutigen Frauen, die stark waren und es nicht geschafft haben. Ich lese von immer neuen Ängsten bei jeder Nachuntersuchung. Und ich stelle jetzt schon an mir fest, dass ich jedes Zwicken bei mir interpretiere.

    Nachdem ich mich durchs Forum gefressen hatte, habe ich mich ins Bett gelegt und mich dem Gedankenkarussell überlassen.



    Wäre ich vor 5 Jahren zur Untersuchung gegangen, hätte man mich noch retten können. Ich hätte seit 5 Jahren eine Diagnose. Andere schaffen nach der ersten Diagnose nicht einmal 5 Jahre...trotz Behandlung. Warum ist das alles so seltsam...
    Jetzt ist es so spät. Möchte ich mich dem Ganzen aussetzen? Möchte ich wirklich immer wieder schlimme Behandlungen und Enttäuschungen erleben (da ich ja so spät dran bin mit der Diagnose ist das ja wahrscheinlich)? Habe ich nicht 5 Jahre gut gelebt? (ok...eingeschränkt und immer mal wieder mit Ängsten). Lebe ich nicht immer noch ganz gut und bis vor wenigen Tagen noch ganz zuversichtlich, als ich glaubte es könne ja auch etwas harmloses sein?
    Soweit mein gestriges, nächtliches Gedankenkarussell.

    Ich bin total von der Rolle und muss mich kurz sammeln. Ich weiß das ihr Recht habt. Ich schäme mich dafür, dass ihr so stark seid und ich so schwach. Gerade bin ich wie erstarrt und habe Angst vor der Diagnose und den niederschmetternden Nachrichten.
    Ich muss mich ordnen. Heute.

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