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  1. Moderation Avatar von lythande
    Registriert seit
    19.03.2010
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    Onkocafe by Syn ist geöffnet

    Ihr Lieben, wie in dem alten Strang hier geschrieben, müssen wir unser Cafe (sorry aber hier im Dienst geht das mit dem accent nicht) aus technischen Gründen ein wenig verlagern. Es bleibt aber unser gemütliches Cafe, in dem wir plauschend am Kamin sitzen und über Gott und die Welt klönen können.
    Also macht es Euch weiter hier gemütlich. Ich stelle mal was zum Knabbern und zu Trinken hin.


    PS: falls Euch der neue Strangname nicht zusagt, können wir das auch noch ändern
    Liebe Grüße Lythande
    Wenn Du in die Sonne siehst, liegt der Schatten hinter Dir
    Es gibt keinen Fahrstuhl zum Glück, Du musst die Treppe nehmen (Werner Bethmann). ▬|████|▬

    Geändert von lythande (15.01.2014 um 14:48 Uhr) Grund: Ergänzung


  2. Registriert seit
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    213

    AW: Onkocafe by Syn ist geöffnet

    Wie war für euch der Wiedereinstieg in den Beruf nach der langen Krankheitszeit?

    xoxo
    coco


    Hallo Cocolin,
    ich habe vor 2 Tagen wieder angefangen, zunächst einmal halbtags und nach fast 11 Monaten Krankschreibung.
    Ich hatte mich wirklich darauf gefreut.
    Bisher fühle ich mich ein bisschen wie in einem Film, ich habe irgendwie das Gefühl, ein Spiel zu spielen, als ob das Ganze nicht so richtig real wäre.... kann es irgendwie nicht beschreiben, aber es ist ein bisschen merkwürdig.
    Die Kollegen waren (fast) alle sehr nett.

    Ich weiss nicht, wie ich mich an Deiner Stelle (neues Umfeld, neue Kollegen) verhalten würde.
    Einerseits möchte man ja nicht nur auf den BK reduziert werden und von daher wäre es fast verlockend, das Thema nicht anzusprechen.
    Andererseits braucht man, glaube ich, das Verständnis der Kollegen, dass einem halt nicht immer alles so schnell von der Hand geht und dass man nicht unbegrenzt belastbar ist. Da wäre es doch besser, von einer eben erst überstandenen, schweren Krankheit zu sprechen.

    Interessant finde ich in diesem Zusammenhang auch, wie unterschiedlich die Kollegen reagieren.
    Ich hatte kein Geheimnis daraus gemacht, dass es sich bei mir um Brustkrebs handelt, habe aber keine Details bzgl OP (brusterhaltend oder nicht) etc erzählt.
    Viele meiner Kollegen haben sich während meiner Krankschreibung bei mir gemeldet, per SMS, mail, Telefon....
    Kaum war ich zurück, fragte mich eine Kollegin, von der ich NICHTS gehört hatte : "Sag' mal, wann genau lässt Du dann die Rekonstruktion machen ? Da wirst Du dann ja sicher so 2 bis 3 Wochen fehlen".
    Das fand ich schon ziemlich schräg.....

    Liebe Grüsse
    Paris


  3. Registriert seit
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    AW: Onkocafe by Syn ist geöffnet

    Liebe Paris,
    ich arbeite auch seit einer Woche und mir bekommt das sehr gut, irgendwie fühlt sich alles wieder normal an. Die Kollegen sind total lieb, ich leite eine Kita, na und Die Kinder erst. Sie hatten ganz viele Fragen, als ich alles beantwortet hatte, war Die Welt für sie wieder in Ordnung. Für mich waren das sehr emotionale Momente und ich musste sehr mit den Tränen kämpfen, darauf ein Steppke:"Warum weinst du, du bist doch jetzt wieder gesund."
    Hach, wenn das so einfach wäre.
    Kinder sind so herrlich ehrlich und unverkrampft, ich liebe diesen Job.
    Kullerblume

  4. Avatar von Regenbogen45
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    AW: Onkocafe by Syn ist geöffnet

    Liebe Kullerblume,

    das freut mich sehr, liest sich nach einem gelungem Einstieg!
    Und ja, Kinder sind ein Segen! Wir gehen jetzt in Kitas um im Fach Medien/Projekte Kindergarten, Angebote mit den Kiddys durchzuführen. Heute war unser Gesprächstag, es war sooooo schön! Kinderlachen, einfach ein buntes Leben. Als ich die Kitaluft geschnuppert habe, da wusste ich wieder warum ich mich nochmal auf die Schulbank setze.
    Und, heute habe ich das Buch "Wunder" im Deutschunterricht vorgestellt. 40min. lang habe ich über das Buch berichtet und daraus vorgelesen. Hatte Plakate gemalt, das volle Programm. Es hat sich gelohnt, die ganze Klasse ist am Ende aufgestanden und hat geklatscht, es wäre bis jetzt die beste Buchvorstellung gewesen. Die Lehrerin war der Meinung, absolut super und ich hätte jetzt die Meßlatte sehr hoch gesteckt. Das hat mich doch wieder sehr gestärkt, allerdings liebe ich auch dieses Buch. Es geht dabei um einen 10jährigen Jungen mit einem Gendeffekt, er hat ein entstelltes Gesicht und hat enorme Einstiegsprobleme in der Schule. Also, ein Stück weit genau mein Thema!
    Super Tag heute, Frau Regenbogen schwebt auf Wolke7!
    Lg
    Regenbogen
    Wir können nicht das Leid aus der Welt schaffen,
    wir können aber einander die Tränen trocknen.

  5. Avatar von cocolin
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    285

    AW: Onkocafe by Syn ist geöffnet

    Hi Paris,

    ich glaube ich kann es mir in etwa vorstellen, das mit dem Film. Irgendwie hat man ja jetzt so ein ganz anderes Leben gehabt und so lange Zeit so ganz andere Sorgen. Und dann kommt man zurück und bei der Arbeit ist alles wie früher. Nur du bist es nicht mehr... Ich habe eigentlich auch nie ein Geheimnis aus meiner Krankheit gemacht. Den Kindern haben wir allerdings nicht erzählt, dass ich Krebs habe. Aber sowas spricht sich rum. Manche Menschen trauen sich auch tatsächlich erst nicht einen persönlich anzusprechen. Wissen nicht was sie sagen sollen. Blöd, eigentlich. Deshalb habe ich versucht so offen wie möglich darüber zu sprechen, um es anderen einfacher zu machen.

    Kullerblume, ich kann mir das nur zu gut vorstellen. Die kleinen Würmchen bringen mich auch immer wieder zum weinen.
    Ich liebe es mit Kindern zu arbeiten und möchte keinen anderen Beruf der Welt haben.

    Kleine Anekdote:
    Als ich vor den Sommerferien krank war viel für einige Klassen der Sportunterricht mit mir in der letzten Stunde aus. Die Kinder wussten nur, ich bin krank. Als meine Kollegin ihre Klasse daran erinnerte, dass am nächsten Tag wieder der Sportunterricht ausfiele sagte mein Lieblings- Sportass:

    "Hui, die Frau E. hats aber dolle erwischt!"


    Ja, uns hat es ganz schön dolle erwischt. Deswegen lasst uns nachsichtig mit uns selbst sein.

    xoxo
    coco


  6. Registriert seit
    08.05.2012
    Beiträge
    75

    AW: Onkocafe by Syn ist geöffnet

    Schule ist ja ein Ort des Dauermultitaskings. Dann quäkt einer hier, dahinten haben welche Streit, nebenbei musst du aber noch dieses AB kopieren und in dein Brot beißen, bevor die Pause auch schon wieder um ist. Und ach Mist, du wolltest doch deinem Kollegen den Matheordner ins Fach legen. Wenn du nach Hause fährst, fällt dir ein, dass du doch eigentlich noch Mutter XY anrufen wolltest...

    Ich war schon im Vorfeld kein großes Organisationstalent und eher chaotisch, habe aber immer alles irgendwie gut hinbekommen. Ich befüchte das wird am Anfang aber nun die reinste Katastrophe. Merken kann ich mir ja gar nichts mehr. Und dann habe ich Sorge, dass ein neues Kollegium, wenn es nichts von meiner Vorerkrankung weiß, dafür kein Verständnis hat, den Kopf schüttelt über diese unfähige und überforderte junge Kollegin. Das ist meine Angst.

    xoxo
    coco


    Hallo coco,

    es gibt für vieles Lösungen. Schreib dir Merkzettel (manche Tische von Kollegen sind gepflastert damit), fotografiere die Schüler und lerne die Namen zu Hause (anders könnte ich die Namen bei den vielen zweistündige Kursen auch nicht mehr behalten) und beschließe, nicht mehr chaotisch zu sein, also z.B. alle Arbeitsblätter rechtzeitig in einer ruhigen Minute zu kopieren. Konzentriere dich darauf, wichtige Dinge (z.B. Notenabgabe!) überpünktlich zu erledigen, dann stört sich keiner daran, wenn du das ein oder andere verdödelst. Außerdem: Keiner der Kollegen erwartet in der Schule junge Multitasking-Talente, die nur so herumwirbeln. Glaub mir (und ich bin schon sehr lange Ausbildungslehrerin), sehr viele Junglehrer haben am Beginn ihrer Laufbahn große Probleme, allen Anforderungen gerecht zu werden (nur die meisten sprechen nicht darüber, sondern wursteln sich irgendwie durch). Bei dir kommt nun eben die Krebserkrankung als weitere Verunsicherung dazu. Dafür wird jeder Verständnis haben, vorausgesetzt du sprichst darüber. Du solltest nur darauf achten, dich nicht zu überfordern und eventuell auch Aufgaben ablehnen oder um Entlastung bitten - im eigenen Interesse und um die Kollegen vor Vertretungen zu bewahren, wenn du wegen Überforderung krankgeschrieben wirst. Das mag nämlich tatsächlich keiner. Ich hoffe, das ist jetzt nicht zu oberlehrerhaft rübergekommen - eigentlich wollte ich nur sagen, dass die meisten Kollegen viel mehr Verständnis für deine Situation und deine Ängste haben werden als du glaubst.

    LG Mara

  7. Avatar von Regenbogen45
    Registriert seit
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    AW: Onkocafe by Syn ist geöffnet

    Liebe Coco,

    ich hatte ja auch eine Wiedereingliederung, die ging aber in die Hose!
    Ich kam mir auch vor wie in einem Film, gehörte irgendwie nicht mehr richtig dazu. Meine Einstellung zu allem hat sich geändert, wenn die Kolleginnen mit den Kindern nach der Schule rumgezackert haben, da war ich total ruhig. Ich konnte nicht verstehen, warum sie sich so aufregen.
    Dann hatte ich den Riesenärger um meinen Urlaub aus dem Krankheitsjahr. Mein AG wollte ein Deal mit mir machen anstatt 30 Tage, eben 15 Tage. AAAAber unter üblen Androhungen, wenn ich es nicht schlucke sehen wir uns vor dem Arbeitsgericht wieder, ich soll es so annehmen und an meine Gesundheit denken. Das ist nur ein kleiner Auszug, ich bin dann wutschnaubend zu unserer Leitung und habe dazu meine Meinung gesagt. Tja und dann kam der Stein ins Rollen!! Und ich bin zum Anwalt,meinen Urlaub bekam ich aber auch meine Kündigung bzw. das Einreichen beim Integrationsamt. Das Ende vom Lied war das ich einen Aufhebungsvertrag unterschrieben habe. In dieser Betreunungseinrichtung war ich 10 Jahre und mit so wenig Wertschätzung behandelt zu werden nach einer Krebsbehandlung, das geht gar nicht. Meine Exkollegen hatten alle Angst um ihren Arbeitsplatz und haben mehr oder weniger geschwiegen. Nach der Unterzeichnung sollte ich noch zwei Wochen arbeiten gehen. Nach dem zweiten Tag bin ich heulend zusammengebrochen und wurde dann krank geschrieben.
    Dann habe ich alle Hebel in Bewegung gesetzt das ich als ungelernte Kraft, eine Umschulung zur Erzieherin über den Bildungsgutschein bekomme. Und siehe da, ich habe meinen Schulplatz erhalten. Nach den Sommerferien, theoretische Prüfung!

    Das war mein "Roman" in Kurzfassung. Viele Frauen hier im Forum haben mit mir gelitten und mich auch ermutigt!
    Lg
    Regenbogen
    Wir können nicht das Leid aus der Welt schaffen,
    wir können aber einander die Tränen trocknen.

  8. Avatar von froschi67
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    AW: Onkocafe by Syn ist geöffnet

    regenbogen, wie schön!!!!!
    bei dir wäre ich gerne Kiga-kind gewesen!
    das Buch Wunder habe ich meinem Sohn (13) geschenkt, mit dem Hintergedanken, es dann auch zu lesen.
    meinst du, es ist schon für sein alter geeignet?

    LG von
    froschi 🐸



    Die Kunst des Lebens besteht darin,
    das Nichtstun genießen zu können.

  9. Avatar von Regenbogen45
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    AW: Onkocafe by Syn ist geöffnet

    Froschi,

    das passt super! Das Buch ist ja ein Jugendbuch ab 11 Jahre. Gerade in dem Pubertätsalter finde ich es extrem wichtig, den Kiddys aufzuzeigen, He es gibt auch Menschen die sehen anders aus als "Normale"! Obwohl ich heute auch meiner Klasse die Frage gestellt habe, Was ist NORMAL? Der Norm entsprechend? Aber was ist die Norm und wer macht sie???? Gerade dieser "Auggie" in dem Buch mit einem entstellten Gesicht aber sonst eben ein ganz normaler Junge, möchte einfach aktzeptiert werden und Freunde haben. Man kann sich in diesen Charakter verlieben, mit weinen und auch freuen. Selbst beim zweiten Mal lesen, sind mir die Tränen gelaufen.
    Ich würde es auch als Klassenlektüre wärmstens empfehlen. Aus meiner Klasse möchten es sich jetzt auch einige kaufen und lesen.
    Lg
    Regenbogen
    Wir können nicht das Leid aus der Welt schaffen,
    wir können aber einander die Tränen trocknen.

  10. Avatar von froschi67
    Registriert seit
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    AW: Onkocafe by Syn ist geöffnet

    super,
    danke Regenbogen
    dann passt das ja. sohnemann ist da auch sehr empfänglich. ich freu mich auch schon sehr drauf!!!!
    LG von
    froschi 🐸



    Die Kunst des Lebens besteht darin,
    das Nichtstun genießen zu können.

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